Sterling MAJ100 - Nicht stimmstabil ?

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Wolfseye

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Ich hab seit heute hier ne Sterling MAJ100 stehen, und ich kann wirklich kaum was negatives sagen dazu. Sound gefällt, auch verglichen zu meiner Ibanez RG550. Optik ist, genau wie der Klang, natürlich Geschmackssache. Aber womit ich ein bisschen das Problem hab, ist das die in Stimmung bleibt. Hat ja nicht mal ein Floyd oder sowas, mehr ein relativ klassisches Tremolo. Werde die wohl doch mal einstellen lassen müssen, denke ich.

Ist erst ein paar Stunden alt, bzw ich hab sie erst heute Nachmittag ausgepackt. Lässt sich zwar gut stimmen, aber ist auch wieder schnell leicht verstimmt. Lässt sich klasse spielen, vor allem auch leichter als die Ibanez und mein Rücken macht bei sowas schnell Probleme. Mit der Sterling ist es angenehmer am Rücken. Zumal die Form der Gitarre, besonders oben (wenn umgehangen) eher flacher, ala Ibanez S-Klasse. Das macht es mir auch einfacher mit der Haltung des Arms, anders als bei der Ibanez RG. Sollte ich die behalten, kann ich immer noch im Laufe der Zeit mal die Tonabnehmer wechseln, derzeit klingen die, wie ich finde, gut genug.

Da ich nur zuhause spiele und nicht live, kann ich mir das klanglich auch noch mit dem Helix LT bissel nach-kompensieren.

Hat jemand von euch schon mal andere Modelle der Sterling Serie von John Petrucci gehabt, und kann mir evtl sagen wie die anderen Modelle (JP160, JP150, JP60 etc.), im Vergleich zu meiner sind, von Klang und Verarbeitung.
Klar, würde auch lieber die Music Man Modelle nehmen, aber meine Brieftasche sagt ein ganz klares nein dazu. ;)
 
bagotrix

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Hi,

mach Dich mal nicht verrückt, sie ist ja gerade erst angekommen. Bei einer neuen Gitarre muss sich alles auch erst mal setzen, womöglich sind die auch die Saiten noch ganz frisch (oder wenn sie etwas länger im Laden war umgekehrt, zu alt...).

Die Ursache für Verstimmungen liegen bei Non-Locking-Tremolos zu mindestens 90 % im Sattel. Erst recht bei modernen Messerkanten-Lösungen, wie bei Deiner Sterling. Die Saiten gleiten nicht widerstandslos durch die Kerben, und sind dann nach Bendings zu tief oder nach dem Abwärtsgang mit dem Trem zu hoch gestimmt. Oft wird das mit dem Verstimmen schon besser, wenn man genau das eine Weile lang provoziert, also bewusst viele Bendings und Divebombs einsetzt.

So mancher spannt erst auch erst mal seine Lieblingssaiten auf und denkt nicht daran, dass sie dicker sind als die Werksbesaitung. Denn da werden ja schon aus Marketinggründen oft nur .009er aufgezogen, es soll sich beim Antesten ja schön weich anfühlen... So oder so: Falls es sich auch nach ein paar Tagen nicht bessert, muss wohl der Sattel etwas nachgebessert werden. Ich rate (an diesem Punkt) übrigens ausdrücklich von den einschlägigen Wundermitteln zum Schmieren der Kerben ab. Wenn die Kerben zu eng sind, hilft alles schmieren nichts. Wenn der Sattel erst mal korrekt gekerbt ist, sollte es bei ordentlichem Material eigentlich keine Verstimmungen mehr geben. Danach kann man dann gerne auch sowas wie Big Bends Nut Sauce einsetzen, sozusagen zum Perfektionieren und Vorbeugen.

Nur selten ist das Problem bei den Mechaniken anzusiedeln - was man aber auf jeden Fall checken sollte, ist ob die Sechskantmuttern auf der Oberseite der Kopfplatte angezogen sind. Rein vorsorglich: Da muss man jetzt nicht "sicherheitshalber" wie verrückt" nachziehen, sie sollen aber halt nicht lose und mit den Fingern zu verdrehen sein (alles schon gesehen).

Bleibt noch das Aufziehen der Saiten: Deine Sterling dürfte Locking Tuner besitzen. Auch hier gilt, dass die Klemmer angezogen, aber nicht überdreht sein sollen. Vor alem aber sollten nicht zu viele Wicklungen auf der Achse sein, möglichst nur eine. Genau das ist nämlich die ursprüngliche Idee dahinter, weil mehrere Wicklungen sich wie eine Uhrfeder aufdrehen können, wenn das Tremolo die Saite entspannt - und dann legen sie sich meist nicht exakt genauso wieder hin, wenn die Spannung wieder da ist.

Aber wie gesagt, in aller Regel hängt es (buchstäblich) am Sattel. Wenn Du selber es Dir nicht zutraust, solltest einen Gitarrenbauer bzw. erfahrenen Servicetechniker den Sattel nacharbeiten lassen. Nicht zuletzt kann man da oft noch etwas tiefer gehen und die Bespielbarkeit in den ersten Lagen noch verbessern. Denn in den meisten Fällen sind die Sättel ab Werk eher konservativ gekerbt, sprich die Priorität ist, auf jeden Fall Saitenschnarren zu vermeiden. Ist ja auch gut so, mancher hat einen sehr festen Anschlag oder mag einfach eine höhere Saitenlage - und "höher feilen" kann man ja nachträglich schlecht ;).

Gruß, bagotrix
 
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Wolfseye

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Vielen Dank @bagotrix. ;)
 
noackorama

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hast du die Saiten gewechselt? Wenn nicht, solltest du den alten Saiten ein paar Tage einspielen und nachstimmen gönnen. Wenn die Monate im Lager in falscher stimmung verbracht haben, sind die einfach noch nicht an die richtige Stimmung gewöhnt. Klingt seltsam, habe ich aber schon häufiger erlebt. nach einigen Tagen wird's dann besser. Wenn sich dieser Effekt nicht einstellt, dann neue Saiten probieren, und wenn die auch nicht wollen Sattel und Mechaniken checken. Die sind bei meiner Sterling Jp 60 aber top.
 
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Vielen Dank, werde mir das auch noch ne Weile anschauen, ob es sich verbessert. ;)
 
micharockz

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Verstimmen sich alle Saiten oder nur manche besonders stark? Zur Diagnose, ob es an den Sattelkerben liegt, kannst du jede Saite einzeln abwechselnd vor (Bending) und hinter dem Sattel dehnen und die Töne vergleichen. Gitarre stimmen, G-Saite dehnen - stimmt's noch?
Knacken am Sattel bei dieser Aktion oder beim Stimmen ist auch verdächtig. Falls es am Sattel liegt und eine Unterstützung der Gleitfähigkeit nicht ausreicht, muss nachgekerbt werden.
 
Wolfseye

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Die unteren 3 kaum, nur die oberen 3. E,A,D. Die unteren sind recht stabil. Auch habe ich gemerkt, das jeweils mein BOSS TU-3 also auch mein Clip-On Tuner immer leicht unterschiedlich ist. Taugen die Clip-On nix bzw sind die ungenauer ?
Leider gefällt mir der im Helix LT eingebaute Tuner (was die Darstellung betrifft) nicht so sehr.
 

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