Stimme krÀftiger kriegen

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Wie der leicht unbeholfene Titel es andeutet, will ich meine Stimme unbedingt krĂ€ftiger kriegen. Sie ist mir einfach zu zart und "zurĂŒckhaltend". Ich singe zwar nicht mehr so ĂŒbertrieben hauchig wie frĂŒher, aber ich liebe richtig krĂ€ftige, laute Stimmen, und so will ich meine auch haben.

Ich denke, bei mir hat es viel mit inneren Blockaden zu tun. Ich war immer schon ein sehr schĂŒchterner, zurĂŒckgezogener Mensch und konnte mich nie gut nach außen hin ausdrĂŒcken. Meine Gesangslehrerin meinte einmal, ich könnte eigentlich eine "große" Stimme haben, aber sie hĂ€tte das GefĂŒhl, als wĂŒrde meine Stimme auf irgendetwas warten. Das beschreibt es eigentlich ganz gut.

Gibt es da irgendwelche Übungen fĂŒr? Das wird ja bestimmt wieder mal mit der StĂŒtze zusammenhĂ€ngen.
 

.... oder eben nicht.
wenn du vermutest, dass du dich selbst blockierst- dann nĂŒtzen tips viell was, aber nur bedingt- singen und rauskommen muss du selbst.
ĂŒben , die blockaden zu ĂŒberwinden und freier zu werden beim singen gelingt meines erachtens und meiner erfahrung nach am besten, wenn man sich da im wahren leben auch drum kĂŒmmert.

trittst du denn schon auf? ich bin ja der meinung, das sich selbst ins kalte wasser zu werfen der beste weg ist, um festzustllen, dass man schwimmen kann.

ich wĂŒrde songs singen, deren message dir am herzen liegt. und dann stell dich damit konsequent und ohne wenn und aber vor die leute und hauÂŽs raus. was hast du denn fĂŒr ne lehrerin? klassisch?
 
Da bin ich anderer Meinung.
Ins kalte Wasser springen kann so danebengehen, daß man sich nie wieder auf eine BĂŒhne traut.
Das Handwerk sollte man vorher schon halbwegs erlernt haben. Denn Handwerk - also Gesangstechnik - rettet Dich ĂŒber manche gesangliche HĂŒrde hinweg. Es macht einen schĂŒchternen Menschen nicht zu einer Rampensau, aber es gibt Sicherheit. Und eine gute Gesangstechnik schont auch Deine Stimme - laut singen heißt ja nicht auf Teufel komm raus forcieren.
 

hhmmm. naja, man muss ja nicht unbedingt gleich in die arena auf schalke. freunde oder familie reicht ja schon, aber du hast recht, bell, es kann auch nach hinten losgeht.
ich frage mich halt, ob die vermeindliche "schwÀche" der stimme nciht einfach ein kopfproblem ist oder eine misskonzeption von dem, was singen eigentlich ist.
 
  • Ersteller
  • #5
Das ist eine sehr gute Frage.. ich weiß es nicht. :D
Ich ĂŒbe einfach weiter... es wird ja schon besser mit der Zeit, so ist es nicht...
 
ich frage mich halt, ob die vermeindliche "schwÀche" der stimme nciht einfach ein kopfproblem ist oder eine misskonzeption von dem, was singen eigentlich ist.
Ich denk auch, es könnte eh was mit der Einstellung und dem Glauben an sich selbst zu tun haben. Konnte ich schon oft beobachten, natĂŒrlich liegt es vielleicht auch an der Technik, aber auch wie man eingestellt ist und bereit ist ĂŒber seine 'Grenzen' zu gehen.
 
Auch ich habe das Problem nicht krÀftig zu singen. Meine Aufnahmen sind okay. Technik, Atmung, Töne treffen -in Ordnung. Ich singe nicht zu leise und nicht zu hauchig. Mein Hals ist locker und ich traue mich auch zu singen. Es ist nur nicht krÀftig genug.

KrĂ€ftigt sich die Stimme durch tĂ€gliches Singen mit der Zeit automatisch? Andernfalls mĂŒsste ich sonst noch einmal Ursachenforschung betreiben.
 
Meine Aufnahmen sind okay. Technik, Atmung, Töne treffen -in Ordnung. Ich singe nicht zu leise und nicht zu hauchig. Mein Hals ist locker und ich traue mich auch zu singen.

Da gebe ich Vali recht. Mehr als das in Kombi kann man nicht richtig machen.
 
  • #10
Hallo alle zusammen,
ich kann es immer nur wiederholen...alleine zu versuchen irgendwie die Stimme zu krĂ€ftigen geht nicht gut. Bell hat da absolut recht. Es gibt nicht umsonst ein Stimmtraining. FĂŒr ein Stimmtraining sollte man sich professionelle Hilfe geben lassen. Welchen Stimmtyp habe ich ? Tonlage ? usw. Dann geht es mit AtemĂŒbungen weiter. Dazu kommt auch auf der BĂŒhne die körperliche Verfassung. Denn was nutzt es wenn man ĂŒber die BĂŒhne tobt, aber vor lauter Atemnot keine Stimme mehr hat.
 
  • #11
Technik und Atmung sind okay. Auch anatomisch und gesundheitlich bestehen keine Probleme oder EinschrÀnkungen. Kurzfristig habe ich eine Lösung gefunden. Mit einem Mikrofon in der Hand singe ich besser. Langfristig ist das jedoch keine Lösung.

HauptsĂ€chlich spiele ich Klavier. Ich singe nur abundzu bei manchen StĂŒcken mit. Klavierspielen und gleichzeitig ein Mikrofon in der Hand haben geht nunmal nicht.
 
  • #12
Also, wenn DAS dein einziges Problem ist... :)
Es gibt sicherlich auch Mikrohalter fĂŒrs Klavier!!
 
  • #13
Technik und Atmung sind okay. Auch anatomisch und gesundheitlich bestehen keine Probleme oder EinschrÀnkungen. Kurzfristig habe ich eine Lösung gefunden. Mit einem Mikrofon in der Hand singe ich besser.

Sorry - das ist Nonsens. Ein Mikro macht nur laut - nicht krÀftig. Und zu leise bist ja angeblich nicht.

Ich gehe davon aus, dass in deiner Wahrnehmung was falsch lÀuft. Entweder du singst krÀftig genug und bildest dir den Mangel nur ein. ...

... oder eben umgekehrt: Du bildest dir nur ein, dass Technik, LautstÀrke und Atmung OK sind.

Und solltest du wider Erwarten tatsÀchlich recht haben, kann dir ohne Hörprobe sowieso keiner helfen.

Ansonsten:

 
Zuletzt bearbeitet:
  • #14
Das Mikrofon ist nicht der Knackpunkt. Es muss dazu nicht angeschlossen sein. Singe ich in eine HaarbĂŒrste hat es denselben Effekt. Das etwas in der Hand haben und dort hinein singen bringt die Verbesserung.
 
  • #15
Dann ist deine Technik dann eben doch nicht ok, wenn du nur kraftvoll singen kannst, wenn du was vor dem Mund hast. Wahrscheinlich ist es der Stimmsitz. Stell dir doch einfach vor, du wĂŒrdest nach vorne in etwas hineinsingen. Oder um nen Schritt langsamer zu gehen, fixier dich auf einen Gegenstand vor dir und sing den an.
Ob es aber tatsÀchlich das ist, ist geraten. Ohne Hörprobe bleibt das ein Ratespiel.
 
  • #16
Ich wĂŒrde nur klassische Übungen, Stimmbildung machen, evtl. auch mal Sprech- / Stimmtherapie (kann man verordnet bekommen wenn man hauchig / heiser) spricht.

Rockig singen dann nur im Ernstfall. Es gibt keine "stimmschonende" Rock-Gesangstechnik (Auch "Belting" nicht). Also nur "Sport ist Mord"-mĂ€ĂŸig wennÂŽs drauf ankommt so singen. FĂŒr den rockigen Sound "Sprechstimmen"-Anteile in die Stimme mischen bzw. Schrei-Anteile.

SchĂŒchtern bin ich auch, deshalb kann ich aber trotzdem rockig singen. Ich hab nur auch keine Lust Show zu machen, setz mich lieber anÂŽs Klavier auch wenn ich Rock singe.

Ich hab das stufenweise geĂŒbt: "Baby can I hold you" als Mann in D-Dur, die höchste Stelle im Refrain (gleich am Anfang) erst im Knödel-Sound gesungen (gepresst), dann mit diesem Joe Cocker-Raspel-Reibeisen-Style (den ich nicht mag) und als letzte Stufe beim hohen Ton so einen Schrei reingemischt der dann den typischen "feinen" Reibeisen-Rocksound genau bei "Baby" von der Gesangszeile verursacht.

Aber so singe ich halt nur, wennÂŽs mal sein muss, bloß nicht stĂ€ndig.

Man kann ĂŒbrigens die Stimme ganz gut nach vorne bringen, prĂ€senter (nicht lauter) sein, wenn man nasale Anteile hinzumischt (Country-Twang, No no never als Beispiel!).
 
  • #17
Das Mikrofon ist nicht der Knackpunkt. Es muss dazu nicht angeschlossen sein. Singe ich in eine HaarbĂŒrste hat es denselben Effekt. Das etwas in der Hand haben und dort hinein singen bringt die Verbesserung.

Kann es was mit siitzen / stehen zu tun haben? Oder funktioniert der Trick mit der HaarbĂŒrste auch im Sitzen? Klingt wie'n Psycho-Effekt.

Hörprobe her ...
 
  • #18
Ohne in etwas in der Hand zu haben wo ich hinein singe, funktioniert es im Stehen nicht. Ein User schrieb mir ich wĂŒrde das sich darstellen brauchen, um mich zu öffnen. Sein Tipp; ich solle es steigern und mich mit 'Mikrofon' auf eine BĂŒhne stellen. Und sehen was passiert.
 
  • #19
Ich sach ja: Psycho-Effekt ...

Musste halt ĂŒben, das ohne BĂŒrste hinzukriegen. Technisch kann man dir da jkeinen Rat geben, da du es ja eigentlich kannst.
 
  • #20
Danke.

KrĂ€ftigt sich die Stimme durch tĂ€gliches Singen mit der Zeit automatisch? Mal rein allgemein, unabhĂ€ngig meiner HaarbĂŒrste.
 
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