Strat Hals dunkel beizen

von MaNoLiA, 29.11.18.

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  1. TurTur

    TurTur Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.18   #21
    OK, man lernt nie aus.
     
  2. MaNoLiA

    MaNoLiA Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.18   #22
    Achso, ich hab die ganze Zeit nach Leinöl und nicht Leinöl-firnis geschaut und z.b. kein Leinöl bei Obi gefunden (Wohne in Berlin)... Dann fahr ich jetzt einfach mal shoppen zum Bauhaus :)
     
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  3. MaNoLiA

    MaNoLiA Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.12.18   #23
    so... Ich hab jetzt gebeizt und es ist richtig gut geworden... viel dunkler, als gedacht, direkt beim ersten mal, sodass ich es dabei belasse...

    Ich wollte gerade ölen mit leinölfirnis wie von Bassturmator beschrieben.
    Nun steht auf der Dose, dass ich es 1:1 mit Terpentinersatz verdünnen soll... Ich kann mir aber vorstellen, dass das bei gebeiztem Holz zu Flecken führt... Soll ich es überhaupt verdünnen? Ich hab gelesen, dass es BalsamTerpentin Öl gibt, was wohl besser geeignet wäre zum Verdünnen...

     
  4. Johnny Sylvester

    Johnny Sylvester Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.12.18   #24
    Wie sähe es denn mit dem "Bio Leinöl, kaltgepresst mit fein nussigem Geschmack" aus der Salat-Öl Abteilung im Supermarkt aus? :D

    Ist ein 100% reines Leinöl, und mit Preisen um 2 - 3 € für 250ml ganz günstig.
    Wäre das für Holz- / Halsbehandlung geeignet oder ist im Baumarkt Produkt dann doch wieder ein Zusatz der es für Gitarrenbastler geeigneter macht?
     
  5. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.12.18   #25
    Balsamterpentin ist die gesündere, wohlriechende, aber auch erheblich teurere Variante. Nimm ruhig den Terpentin-Ersatz. Einfach in einem Marmeladenglas eine kleine Menge Leinölfirnis mit ähnlicher Menge Terpentinersatz aufgießen. Die Mischung ist nicht sehr lange haltbar, also sparsam mischen.

    Durch das verdünnen ist es wesentlich einfacher das Öl sparsam aufzutragen. Fleckig wird da nichts wenn Du nicht kleckerst!


    Könnte man tatsächlich auch verwenden, würde aber wesentlich langsamer trocknen / polymerisieren.
     
  6. MaNoLiA

    MaNoLiA Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.01.19 um 00:35 Uhr   #26
    Also ich habe den Hals nun vor knapp 4 Wochen geölt und bei Raumtemperatur trocknen lassen. Auf der Dose stand "Vollständig durchgetrocknet nach ca. 4 Wochen". Beim Anbringen der Mechaniken bin ich etwas ins Schwitzen geraten und darauf braune Flecken an meinen Fingern bemerkt...
    Beim Ölen habe ich nach 10 Minuten Einwirkzeit alle Überschüsse mit einem Baumwolllappen gründlich entfernt und bin danach alle paar Minuten nochmal mit dem Lappen drübergegangen... Das Ergebnis ist absolut gleichmäßig und gut optisch sehr ansprechend geworden.
    Nun frag ich mich, warum ich braune Finger bekommen habe :) Ist es noch nicht ganz ausgetrocknet? Also sollte ich dem ganzen vielleicht noch etwas Zeit geben?
    Also ich denke, dass ich das erstmal tun werde und schauen, ob es in 2-3 Wochen immernoch so ist, da der Rest meiner Gitarre auch noch nicht fertig ist und ich eh noch nicht spielen kann...

    Aber um nochmal auf die Möglichkeit der nachträglichen Lackierung zurückzukommen... Falls das Problem weiterhin bestehen würde, dass die Leinölfirnis das gebeizte Holz nicht ausreichend schützen würde.... Welchen Lack würdet Ihr mir empfehlen? Auch bezüglich der Bespielbarkeit...
    Hat jemand Erfahrung mit Clou Holz-Siegel? Das wurde in anderen Gitarrenforen mehrmals empfohlen...
     
  7. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.01.19 um 11:56 Uhr   #27
    Die braunen Flecken sind ja wohl von der Beize. Du hattest ja auch geschrieben dass Dein Beizergebnis dunkler als erwartet ausgefallen ist, hast also vermutlich eine Schicht aus Pigmenten auf dem Holz gehabt. Wenn Du dann wie von mir selbst empfohlen sparsam geölt hast, hat die Menge an Öl wohl nicht gereicht diese Pigmente zu binden.

    Mit der Trocknung hat das jedenfalls nichts zu tun. Ich würde an Deiner Stelle einfach nochmal ölen. Du siehst ja am Lappen ob sich Pigmente lösen. Falls ja, einfach noch mal ölen und zwischen den Schichten vielleicht zwei Tage Pause einlegen.

    Die besondere Haptik die ein geölter Hals hat wirst Du mit keinem Lackauftrag erzielen.

    Der oben erwähnte Lack von Clou wäre sonst gut geeignet. (lose aufliegende Pigmente sind allerdings auch kein guter Haftgrund für Lack. Die müssten also so oder so entfernt werden...)
     
  8. HD600

    HD600 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.01.19 um 12:21 Uhr   #28
    Sorry, der Namenszusatz "Firnis" bedeutet, dass es eben kein reines Öl ist. Firnis enthält immer auch Trockungsmittel-Zusätze. Will man auf Zusätze verzichten und hat die Zeit ein natürliches Öl trocknen zu lassen, kann man auch reines Öl nehmen.
    Als Beispiel (habe jetzt nicht die Preise verglichen...):
    https://www.dictum.com/de/search?sSearch=leinöl
    Interessante und kostenlose Broschüre dazu:
    https://www.dictum.com/de/kataloge-broschueren/dictum-oberflaechenfibel-deutsch-990061
     
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  9. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.01.19 um 12:26 Uhr   #29
    Das stimmt.
     
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  10. HD600

    HD600 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.01.19 um 12:40 Uhr   #30
    Es stimmt zwar aber fairerweise muss man auch bemerken, dass Öle die Trockunungsmittel enthalten oft zu einer widerstandsfähigeren und dickeren Oberfläche führen weil das aufgetragene Öl vollständig trocknet. Ein Naturprodukt ist es dann aber nicht mehr.

    Es gibt dennoch Vorteile für das natürliche Ölen: Abgesehen von der Umwelt/Gesundheitsverträglichkeit eine sehr gute Nachbesserungsmöglichkeit, auch punktuell. Und: Ein Holz was man vor Jahren geölt hat, kann man leicht anschleifen, durch die erzeugte Hitze des Schleifvorgangs dringt das bestehende Öl weiter in das Holz hinein. Das heisst auch, dass ein natürliches Öl nur an der Oberfläche austrocknet und eben eine dünnere Schutzschicht bildet. Das ist auch der Grund warum man einen geölten Boden z.B. nicht einfach abschleifen kann um ihn dann zu lackieren.

    Bei einem Gitarrenhals wäre es ein kleiner Aufwand, alle paar Jahre die natürlich geölte Oberfläche aufzufrischen. M.E. durchaus machbar also.
     
  11. Kluson

    Kluson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.01.19 um 13:50 Uhr   #31
    Eines vorweg. Ich habe so gut wie keine Erfahrung mit Beizen oder Wachsen ... Genau genommen habe ich einen Hals gemacht. Ich wollte einen Ahornhals von Musikraft, der ziemlich weiß war ( neu ) behandeln.

    Ich wollte ihn mit Beize vorbehandeln ( dunkler machen ) und dann mit TruOil und Gunstock Wax versiegeln. Um keine Experiemente zu machen habe ich die Beize an einem Billighals aus Ahorn getestet.

    Es handelte sich um Clou Pulverbeize, die ich recht dunkel angerührt habe. Den Testhals habe ich vorher ordentlich angeschliffen. Er hat die Beize so gut wie gar nicht angenommen, es wurde minimal gelblich.

    Deswegen habe ich es beim Musikraft Hals gelassen und habe dort 4 Schichten TruOil und 3 Schichten Gunstock Wax draufgemacht, immer zwischendurch 10-12 Std trocknen lassen. Es fasst sich sehr gut an, aber ... es ist dadurch auch fast gar nicht dunkler geworden, auf keinen Fall wie in dem Video in diesem Thread. Jetzt muss wohl die Sonne die Arbeit machen ... Ist nämlich eine recht stark gerelicte Tele .. Sieht mit neuem Hals etwas komisch aus :-D ... naja, der nächste Sommer kommt bestimmt und meine anderen Ahornhälse sind auch recht schnell nachgedunkelt.
     
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