Studium - Träumerei oder doch eine Möglichkeit?

  • Ersteller omega15
  • Erstellt am
möcht ich auch kurz was dazu sagen :)

alle jazzer (studierende und fertigstudierte), die ich kenne, stehen auch voll auf jazz. sprich sie spielen nicht nur ständig jazz, sondern hören auch dauernd jazz. zu deinen "hausaufgaben" als studi gehört ja nicht nur das üben, sondern auch dir so viele konzerte wie möglich anzuhören, weil das einen auch weiterbringt. andere musiker hören.
das fängt schon damit an, dass du dir aufnahmen von stücken anhörst, die du gerade spielst, bis hin zu konzerten, sessions etc. bei denen man sich nicht nur mit einem bestimmten stück beschäftigt, sondern mit dem genre als solches.

folglich tätest du dir schon leichter, wenn du ein richtiger "freak" ( ;) ) wärst.
du musst immer versuchen, wie ein schwamm alles aufzusaugen was du bekommen kannst, denn das bringt dich weiter und lässt dich zu einem guten musiker werden.
 
Also ich möchte es eignetlich eher prinzipiell vermeiden zu sagen, wenn du Jazz nicht abgöttisch liebst, dann wirst du es niemals schaffen es zu studieren, weil ich es nicht vorraussehen kann - vielleicht klappt es ja doch. Aber meine Erfahrungen sprechen eher dagegen.

Was meinst du mit Nachteil? Du meinst jetzt im Gegensatz zu deinen Mitbewerbern, wenn du dich am JIB bewirbst? Schon relativ sicher. Ich kenne einen Gitarristen der jetzt schon das macht wovon du träumst (Studioaufträge, auf Galas spielen teilweise in Berlins größten Häusern), aber am JIB nicht genommen wurde. Warum? Ich vermute es lag daran, dass er eben alles spielt und er Jazz zwar schon verdammt liebt aber auch andere Musik macht. Das wäre der naheliegendste Grund.

Für dich als Musiker? Garantiert nicht. Nimm alles mit worauf du Bock hast. Versuch doch mal dein Glück als Musiker in deiner Szene. Geh auf Sessions und lerne die alten Hasen kennen. Wenn du gut bist, werden sie auf dich zurückkommen und du wirst vielleicht den einen oder anderen Job abgreifen. Dann wirst du erstmal sehen ob das Leben was für dich ist. Für mich war das Nichts!
 
Als jemand der sich ernsthaft auf eine solche Prüfung vorbereitet, darf man hier gar nicht mitlesen :(
 
naja ich spreche ja auf jeden fall auch nur über meine erfahrungen in berlin und dem jib. woanders kann es auch anders sein und es gibt ja auch pop akademien wie in mannheim die gut sind.

und selbst meine erfahrung an sich kann ja anders sein als die wahrheit. nur die jib leute die ich kenne stehn auch richtig drauf und die die da nicht 100% hinterstanden wurden auch net genommen.
 
Ich meinte eher was die Berufschancen später betrifft...
 
also mir hat u. a. ein hochschuldozent gesagt, dass es seeeehr schwierig ist, allein von auftritten oder vom spielen zu leben.
als klassiker bräuchte man ein ka-studium (künstlerische ausbildung), um anschließend in einem orchester genommen zu werden. kommt man ins richtige, bei dem man evtl. noch verbeamtet wird, dann hat mans geschafft, aber überhaupt in einem orchester genommen zu werden, ist wie bereits geschrieben, recht schwer.
als jazzer vom spielen zu leben, soll wohl noch schwieriger sein.
will man aber nicht unbedingt nur vom spielen leben, dann ists recht sinnvoll, über eine lehrtätigkeit nachzudenken. da sind die jobchancen besser. aber ich finde, unterrichten muss einem schon auch liegen und spaß machen, ist daher wohl auch nix für jedermann.

naja und dass es als berufsmusiker einfach wird, hat niemand gesagt :D
dafür hat man am ende aber trotzdem einen job, den man wirklich gerne macht. und wenn man etwas gerne macht, ist man gleich noch besser, als jemand, ders nur halbherzig macht. :)
 
Also prinzipiell würde ich auch Unterricht geben wollen. Aber ein "Jazz-Freak" bin ich bei weitem nicht. Ich spiele gerne die Jazz Stücke, die mir mein Lehrer gibt und gelegentlich höre ich auch gerne Jazz, aber nicht rund um die Uhr. Die Popakademie in Mannheim hört sich ganz interessant an und auch die Aufnahmebedingungen sind scheinbar etwas lockerer, allerdings ist Mannheim viel zu weit weg.
Ich werde wohl doch bei der Medizinischen Biotechnologie bleiben. Bachelor dauert 6 Semester und Master 4. Dann wäre ich ca. 25 wenn ich fertig werde und könnte dann vielleicht noch ein Bassstudium nachschieben, außer ich habe dann keine Lust mehr auf Studieren. Außerdem kann ich fürs erste in M-V bleiben.

Danke für eure umfassenden Vorschläge!
 
Also wenn ich nen Biomedizinmaster hätte würde ich nen Teufel tun und noch Musik studieren ;)
Dann könnte ich es mir als Hobby leisten.
 
Ja, oder so :)
 

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