Studium

von geigerin, 17.11.08.

Sponsored by
Gravity Stands
  1. geigerin

    geigerin Guest

    Kekse:
    0
    Erstellt: 17.11.08   #1
    Hallo,
    also ich weiß nicht ob ich hier an der richtigen Stell bin aber bei Musik-Theorie ansich kann man ja keine Einträge machen. Ich würde gerne Musik studieren und bin jetzt in der 9. Klasse.
    Ich habe mir schon 2 Bücher zud er Muisktheorie gekauft aber irgendwie erklären die das alles so kompliziert also meine Fragen ansich sin jetzt erst mal: Was ist ein Sextakkord?
    Und dann wollte ich noch fragen ob hier jemand ist, der Lust und Zeit hätte mir in diesem Forum vllt einfach und verständlich die Musiktheorie zu erklären...
    LG
     
  2. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

    Im Board seit:
    26.06.05
    Zuletzt hier:
    20.09.20
    Beiträge:
    1.476
    Kekse:
    4.434
    Erstellt: 17.11.08   #2
    Der Sextakkord ist eine Umkehrung eines Dreiklanges.

    Ein Dreiklang wird durch Terzstapelung gebildet. Der C-Dur-Dreiklang in Grundstellung besteht aus c-e-g. c ist de Grundton, e die Terz (dritter Ton), g die Quinte (fünfter Ton).

    Durch Oktavieren des Grundtons ändert sich die Reihenfolge der Töne. Aus c-e-g wird e-g-c', die 1. Umkehrung oder auch der Sextakkord. Die Bezeichnung Sext-Akkord für diese Umkehrung kommt daher, daß vom tiefsten Ton aus jetzt eine Sexte im Akkord enthalten ist, nämlich von e nach c'.

    Die 2. Umkehrung entsteht, wenn zusätzlich auch die Terz oktaviert wird. Die Töne sind hier g-c'-e'. Hier ist vom tiefsten Ton aus neben einer Sexten auch eine Quarte enthalten. Quarte von g nach c', Sexte von g nach e'. Dieser Akkord heißt dann auch Quart-Sext-Akkord.

    Das waren alle drei möglichen Stellungen eines Dreiklangs.

    Gruß
     
  3. Hagenwil

    Hagenwil Gesperrter Benutzer

    Im Board seit:
    25.07.08
    Zuletzt hier:
    5.12.12
    Beiträge:
    480
    Kekse:
    370
    Erstellt: 17.11.08   #3
    Einfach wär es ja wenn dem so wäre.
     
  4. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

    Im Board seit:
    26.06.05
    Zuletzt hier:
    20.09.20
    Beiträge:
    1.476
    Kekse:
    4.434
    Erstellt: 17.11.08   #4
    Dann ergänze ich meinen letzten Satz mit:

    ... in enger Lage und ohne Tondopplungen. ;)

    Ich denke, zumindest versteht man so, wovon die beiden Begriffe abgeleitet sind. Wenn's falsch ist, lasse ich mich gerne korrigieren.

    Gruß
     
  5. audiojones

    audiojones Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.03.07
    Zuletzt hier:
    4.08.15
    Beiträge:
    996
    Ort:
    Innsbruck
    Kekse:
    371
    Erstellt: 17.11.08   #5
    Ist so! Gibt natürlich noch Vierklänge, Fünfklänge... :D
     
  6. Hagenwil

    Hagenwil Gesperrter Benutzer

    Im Board seit:
    25.07.08
    Zuletzt hier:
    5.12.12
    Beiträge:
    480
    Kekse:
    370
    Erstellt: 17.11.08   #6
    MaBa: "... in enger Lage und ohne Tondopplungen".

    ... das heisst dann zum Beispiel kein Doppelterzdreiklang



    Wenn geigerin ein Harmonielehrbuch zu kompliziert zum Verstehen findet, sollte sie uns vielleicht sagen was das für ein Buch ist, und was für eine Vorbildung sie hat in Musiktheorie. Die Bücher welche in der professionellen Ausbildung benutzt werden sind ja alle in präzisem Deutsch geschrieben, und erklären die Materie graduiert.

    Eine Allgemeine Musiklehre, wie unten, muss auf jeden Fall am Anfang stehen, vor jedem Harmonielehrbuch:

    [​IMG]
     
  7. PVaults

    PVaults Gesperrter Benutzer

    Im Board seit:
    11.03.08
    Zuletzt hier:
    4.05.10
    Beiträge:
    1.038
    Ort:
    Banane
    Kekse:
    17.604
    Erstellt: 18.11.08   #7
    Du kannst jetzt schon mit deinem Studium anfangen. Denke aber daran, daß alle Theorie nutzlos ist, wenn sie in der Praxis nicht angewendet wird, und sei es nur, um ein Stück richtig interpretieren zu können.
    Therorie geht nie ohne Praxis. Daher solltest du die Dinge, die du theoretisch gelernt hast, auch beim Spielen einsetzen.
    Als allersertes solltest du dein Gehör schulen, z.B. wie erkenne ich die Lage eines Akkordes, in welchem Verhältnis stehen die Akkorde zueinander, wie sieht das mit der Stimmführung aus, welche Auswirkung hat die Form auf die Harmonien, auf den Satz, auf die Instrumentierung... - du siehst, das Feld ist weiträumig und es dauert eine Weile, bis man die Grundlagen beherrscht.

    Neben deinem Hauptinstrument mußt du noch Klavier spielen können, ohne das vieles nicht so leicht zu erfassen ist. Besser ist es auch, wenn du dich mit Percussionsinstrumenten beschäftigst, um so rhythmisch weiterzukommen.
    Instrumentenkunde kann allgemein Wunder wirken...

    Da ist wieder das Problem, daß man sich dieses Wissen nicht ERLESEN kann, sondern nur ERARBEITEN. So stehen in den reinen Harmonielehrebüchern stehen meist nur Akkordverbindungen oder Teile aus irgendwelchen Stücken, doch die sind meist aus dem musikalischen Zusammenhang gerissen, und so wird´s richtig schwer, das zu verstehen.

    Fang am besten an, eigene Stücke zu schreiben, da lernst du alles, was notwendig ist (z.B. 6-stimmige Akkorde auf der Geige zu spielen... huppsss...jetzt weißt du auch, warum du das Klavier brauchst...).

    Und schau dich mal hier im Forum um, es gibt jede Menge Threads zu den grundlegenden und auch weiterführenden Gebieten der Theorie, auch mit einem Bezug zur Praxis.
     
  8. Backstein123

    Backstein123 Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    11.12.07
    Zuletzt hier:
    7.09.20
    Beiträge:
    5.201
    Ort:
    Westwood
    Kekse:
    32.965
    Erstellt: 18.11.08   #8
    Joa... ich finde das du für ein selbst studium schon denn ersten richtigen schritt gemacht hast und hier gefragt hast... die leut die sich hier im sub forum tummeln haben es schon druff, ich selbst hab schon einiges hier gelernt (wobei ich im moment nicht sooo viel zeit habe).
    Also... frag loss.... gute antworten wirst du hierbekommen... auch wenn einige etwas schwer zu verstehen sind:D
     
  9. geigerin

    geigerin Threadersteller Guest

    Kekse:
    0
    Erstellt: 19.11.08   #9
    Hallo,
    das oben genannte Musiktheoriebuch habe ich unter anderem auch gekauft. Die Dinge die wir im Musikunterricht schon hatten oder ich von der Geige kenne sind keine Problem nur dann, wenn es daran geht die Sachen zu verstehen z.B mit den verschiedenen Tonleitern oder halt die Harmonielehre verstehe ich kaum noch was...
    In Musiktheorie habe ich bis jetzt nur die Kenntnisse aus dem normalen Schul- und Geigenunterricht..
    LG
     
  10. Hagenwil

    Hagenwil Gesperrter Benutzer

    Im Board seit:
    25.07.08
    Zuletzt hier:
    5.12.12
    Beiträge:
    480
    Kekse:
    370
    Erstellt: 20.11.08   #10
    Mach dir keine Sorgen wegen der Harmonielehre, das lernst Du alles in der Berufsschule am Konservatorium, oder an der Hochschule. Ich könnte mich nicht erinnern das manche von uns damals eine grössere Ahnung gehabt hätten was Harmonielehre anbelangt, sondern lernten das gröbste während dem Studium.

    Tonleitern musste ich natürlich schon viel früher üben, und zwar jahrelang isorhythmisch, rhythmisch versetzt, ambidexter rhythmisiert, cross-dominance rhytmisiert, arpeggiert, links phrygisch und simultan rechts enigmatisch, klassisch improvisieren, mit ornamentik, mit und ohne triller, mit mordent u.s.w. - einiges davon geht auf der Geige natürlich nicht.
     
  11. Funkeybrother

    Funkeybrother Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    22.06.08
    Zuletzt hier:
    7.05.20
    Beiträge:
    1.663
    Ort:
    Westfalenland
    Kekse:
    7.039
    Erstellt: 20.11.08   #11
    Äääh... WAS? :confused:

    Hallo Hagenwil!

    Hättest Du Lust, folgende Begriffe etwas zu erläutern:

    ambidexter rhythmisiert
    cross-dominance rhythmisiert
    links phrygisch und simultan rechts enigmatisch

    Mich würd's interessieren.;)

    Gruß, Funkey
     
  12. Hagenwil

    Hagenwil Gesperrter Benutzer

    Im Board seit:
    25.07.08
    Zuletzt hier:
    5.12.12
    Beiträge:
    480
    Kekse:
    370
    Erstellt: 20.11.08   #12
    Funkey,

    werde einen neuen Diskussionsfaden zu diesem Thema öffnen.
     
  13. Daniela Violine

    Daniela Violine Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.01.09
    Zuletzt hier:
    19.09.20
    Beiträge:
    120
    Ort:
    München
    Kekse:
    2.720
    Erstellt: 20.11.08   #13
    hallo Geigerin,

    die Theorieprüfungen zur Aufnahme an Musikhochschulen und Konservatorien haben in den letzten Jahren ziemlich angezogen. Manche Institute handhaben es so, dass sie schon mal ein Auge zudrücken, wenn ein Instrumentalist mit im Hauptfach bestanden hat. Dann gibt es jedoch auch Hochschulen, die lassen erst zur Instrumentalprüfung zu, wenn die Theorieprüfung bestanden wurde.

    Ich gebe selbst Nachhilfeunterricht in Theorie, Klavier und Gehörbildung für Instrumentalisten, die eine Aufnahmeprüfung im Sinn haben. Es wäre empfehlenswert, wenn Du dir jemanden suchst, der Dir dabei weiterhelfen kann. Die Prüfungsbedingungen der einzelnen Hochschulen mit Beispielen findet man zum Teil im Internet oder kann sie sich zusenden lassen.

    Einer meiner Schüler brachte kürzlich Prüfungsaufgaben der Musikhochschule Stuttgart mit. Es waren da unter anderem 4 Takte bezifferter Generalbass (ohne Melodiestimme) auszusetzen mit Sextakkorden und Quartvorhalt.

    In einer Aufgabe aus Freiburg war eine Melodie gegeben, die zwei, drei oder vierstimmig ausgesetzt werden sollte. Die Falle war, es kam in der Mitte eine Zwischendominante vor.

    Das ist alles nicht halb so schwer, wie es sich anhört. Eine begabte junge Musikerin kann das schaffen. Aber ganz ohne Anleitung ist es doch ein wenig schwierig.

    Für uns Geigenspieler ist die Beschäftigung mit diesen Dingen wichtig. Wenn uns der harmonische Verlauf unserer Stimme nicht klar ist, kommen wir zu keiner guten Intonation. Manchmal, z.B. bei den Bachschen Solosonaten müssen wir die Leittöne deutlich hoch spielen, damit auch dem Zuhörer der Verlauf des Stückes eingängig wird.

    Beim Streichquartettspielen können wir durch zu scharf intonierte Töne die Einheit stören. Es sind oft nur Nuancen, die dazu führen, dass man statt eines einheitlichen Quartetts vier einzelne Spieler hört. Was ein Tritonus ist, weißt Du spätestens, wenn Du versuchst, eine C-Dur Tonleiter in der 2. Lage zu spielen. Da hast Du dann vier Ganztonschritte auf der D-Saite und der vierte Finger spielt den Leitton H, der dann meistens zu tief ist.

    Theorie und Praxis sollten sowieso eng miteinander verbunden sein. Schließlich spielen wir Geiger selten ein vollständiges Werk, sondern meist nur ein Stimme daraus. Wir müssen doch an jeder Stelle wissen in welcher Funktion und Eigenschaft sich unsere Stimme dem Stück gegenüber verhält.

    LG Dana
     
  14. Hagenwil

    Hagenwil Gesperrter Benutzer

    Im Board seit:
    25.07.08
    Zuletzt hier:
    5.12.12
    Beiträge:
    480
    Kekse:
    370
    Erstellt: 20.11.08   #14
    es gibt doch immer noch den Vorkurs bevor man die Aufnahmeprüfung macht, oder?
     
  15. geigerin

    geigerin Threadersteller Guest

    Kekse:
    0
    Erstellt: 20.11.08   #15
    Hallo,
    ja also bei der hälfte der hier geschriebenen Dinge komme ich nicht mehr so ganz mit...
    Ja klar gibt es die Vorbereitungskurse aber da gehe ich ja jetzt noch nicht hin( mit 15.) die lachen mich da ja aus...wie finde ich denn einen guten lehrer wie Dana beschrieben hat??(ich wohne nicht in einer großen Stadt...
    LG
     
  16. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

    Im Board seit:
    17.10.05
    Zuletzt hier:
    3.12.10
    Beiträge:
    5.594
    Ort:
    Kernen im Remstal
    Kekse:
    17.834
    Erstellt: 20.11.08   #16
    Normalerweise sollte Dir jeder studierte Musiker helfen können. Frag' doch mal an der lokalen Musikschule (falls ihr sowas habt) oder frag' Deinen Geigenlehrer.
     
Die Seite wird geladen...