Suche ein Funksystem für E-/A-Gitarren und Saxophon

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vsee

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Hallo zusammen,
vielleicht habt ihr einen Tipp für mich. Ich suche ein Funksystem, das ich hauptsächlich für E-/A-Gitarren einsetzen möchte. Hin und wieder möchte ich alternativ darüber auch ein Altsaxophon abnehmen.
Ich spiele meine Gitarre über einen Kemper, das Altsaxophon würde von der Funkstrecke aus ins Pult gehen. Hier haben wir ein Behringer X32 im Einsatz.
Unser zweiter Gitarrist nutzt das Shure GLXD16.

Ich würde einen Receiver bevorzugen, den ich entweder auf den Kemper oder ins Rack einbauen kann.

Was würdet ihr mir empfehlen: Eher eine Kombi BLX14/B98 oder etwas auf der Basis GLXD14?
 
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acheron65

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mittlerweile sind hier einige Frequenzen wieder freigegeben. Es gibt hier mit dem Herrn Schwörer von Shure hier natürlich einen Spezialisten des Vertriebs.

Der Abstand der Frequenzen untereinander sollte dann ca 0.250 MHZ betragen, um Interferenzen auszuschließen, damit sich die Frequenzen nicht gegenseitig stören.

Ich habe hier ganz gute Erfahrungen mit Audio Technica gemacht mit einem Clip am Trichter des Tenorsax sowie Taschensender. Dann habe ich LD Systems U 508 in der Mittenlücke Duplexlücke und das System ist in der Lage, zusätzlich im ISM Band zu funken.

Dh. sowohl 823-832 MHZ + 863-865 MHZ. Ferner kann man jetzt mit einer Frequenzzuteilung der Bundesnetzagentur auf die U 505 und 506 ausweichen

584 MHZ - 608 MHZ beim 505 sowie 655 - 679 MHZ

Damit dürften die oft benutzten ISM, die Ihr vielleicht schon habt, nicht involviert sein.

Die bislang benutzten Frequenzen mußt Du halt berücksichtigen und dann anpassen. Da gibt es aber jetzt genügend kostenfreie Möglichkeiten. Früher mußte man pro Funkstrecke 130 € bezahlen bei der Netzagentur und 10 € pro Jahr pro Strecke. Das fällt zumind. weg

Die 800 MHZ kann man nur noch exportieren. Das ist durch LTE weggefallen. Der Verband APWPT hat sich hier zwar eingesetzt, wenn der Staat dann aber Mrd. einnimmt für die Versteigerung der Frequenzen, ist selbst der Verband zu klein. So haben T, O2, Telefonica eben Mrd bezahlt für diese Frequenzen
 
tombulli

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Der Abstand der Frequenzen untereinander sollte dann ca 0.250 MHZ betragen, um Interferenzen auszuschließen, damit sich die Frequenzen nicht gegenseitig stören.
das hat damit gar nix zu tun und ist so nicht ausreichend. Die zueinander passenden Frequenzen muss man sich ausrechnen lassen, zb mit WWB6 oder WSM oder dem zwar veralteten aber dennoch funktionierenden SIFM von Sennheiser. Ein einfaches "ich-lege-die-Frequenzen-so-weit-wie-möglich-auseinander", reicht da nicht.
 
Wil_Riker

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Kurz und knapp:
Beidesmal Shure, beidesmal untere Mittelklasse, beidesmal für das Vorhaben ausreichend.
BLX ist analog und hat damit Null Latenz. Beim GLXD hat man eine gewisse Systemlatenz, also vorher ausprobieren.
GLXD im allseitsbeliebten WLAN Bereich. Find ich persönlich nicht prickelnd.
Frequenzbereich nicht in die LTE Mittenlücke oder ISM legen. Die ehemals gebührenpflichtigen Frequenzen nutzen, da nun allgemein zugeteilt. Koscht nix mehr und auch nix mehr von der Anlage her. Allerdings deutlich sicherer was Ausweichfrequenzen angeht.
Du brauchst für dein Sax dann noch ein entsprechendes Klemmmikro, welches auf den Taschensender passt. Wenn du hier nicht wechseln willst, dann einen zweiten Taschensender oder besser eine 2. Anlage. Das geht allerdings nur dann, wenn man VORHER den ersten, auf derselben Frequenz eingestellten Sender abschaltet. Sonst gibt es sehr hässliche Geräusche.

Kirche im Dorf lassen von wegen Frequenzen rechnen. Bei gerade 2 Anlagen und evtl. noch unterschiedlichen Frequenzbändern ist das alles safe.
Allerdings ist dies Unfug:
Der Abstand der Frequenzen untereinander sollte dann ca 0.250 MHZ betragen, um Interferenzen auszuschließen, damit sich die Frequenzen nicht gegenseitig stören.
Interferenzen gibt es immer, egal wie. Das ist stumpfe Wellenphysik.
Das was evtl. gemeint ist, nennt sich Intermodulation. Wichtig sind hier Intermodulationsarten der 3. Ordnung. Das hat allerdings nix mit der stumpfen Behauptung von 0,25 MHz Frequenzabstand.
Kucksch du hier
https://www.shure.com/de-DE/performance-production/louder/funksysteme-intermodulation
https://eventelevator.de/storys/fun...interferenz-intermodulation-frequenzspektrum/

Dies ist bei bis zu 4 Kisten vollkommen Hupe, da sich das nicht wirklich ins Gehege kommen wird, außer man stellt sich wirklich ganz doof an.
 
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vsee

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Danke an alle für den Input.
Ich habe jetzt das BLX14 mit Beta 98 im T11 Frequenzband geordert. Ich werde über die Erfahrungen berichten.
VG
 
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Jürgen Schwörer

Jürgen Schwörer

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... zu spät ..... sorry ;)

Noch kurz um nachhinein - vor allem auch welche die diesen thread noch später lesen:
- BLX14 System ist sicherlich das Funksystem aus unserem Haus mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis. Aber halt auch das letzte analoge.
- GLXD14/16 nach einigen Jahren an Erfahrung würde ich bis zu 3 System bedenkenlos empfehlen. Man muss eben aktive WLAN Geräte im Blick haben und 3 m entfernt platzieren. Dann läuft es generell sehr zuverlässig. Aber die Reichweite liegt eben nur bei typischen 30 m. Die inkludierte Akku-Technik ist bei dem System einfach der Clou :)
- Wer "rock solid" digitale Funktechnik zu bezahlbarem Preis sucht ist bei der SLXD Strecke sicherlich wunderbar aufgehoben.

Beste Grüße
 
Y

yamaha4711

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@Jürgen Schwörer
Welche Gründe hat denn Shure die Analogtechnik ad acta zu legen oder gilt dies eben nur für die kleine BLX?
Ich f nnn deeee daaaa die AnAnAnlago t eknik doch so iiiiiii en Charm hat.... Moment ich muss mich mal anders hinstellen, damit ich wieder Empfang habe. :)

Mir persönlich gehen digitale Artefakte und digital verstümmelte Audiofetzen mehr auf die Nerven als ein bisschen Rauschen ab und an. Da bin ich deutlich toleranter.

Auch was 2.4 GHz angeht. Sicher werden andere Algorithmen verwendet, vielleicht sogar andere Chips und keine WLAN Consumer Chips aus FritzBoxen. Allerdings bringen diese hohen Frequenzen halt schon deutliche Nachteile was Ausbreitung, Reichweite und Dämpfung angeht. Und dieser Frequenzbereich ist nunmal zugemüllt. Mich wundert es immer wieder, dass da überhaupt was geht. Gut, das ist der geringen Reichweite und guten Dämpfung geschuldet. Entsprechende Algorithmen und die Fehlerkorrektur tun ihr übriges.

Ich weiß jetzt nicht wieviel Aufwand in diesem Bereich getrieben wird, doch damit das wirtschaftlich bleibt muss es deutlich unterhalb eines halbwegs gutem Analogfilter sein.

Ich weiß auch nicht wie das bei Sennheiser ist, doch ich denke die EW x00 wird es weiterhin geben, in Analog.
 
Jürgen Schwörer

Jürgen Schwörer

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Servus yamaha4711

das ist ein doch recht ausführliches Thema um hier zu behandeln. Ich würde dir gerne mal ein Webinar empfehlen Analog vs. Digital ..... das wir allerdings derzeit nicht in naher Zukunft anbieten. Bei Bedarf: sai.shure.de

Ganz kurz:
Und natürlich finde ich die 2,4 GHz auch alles andere als optimal. Aber immerhin kann man doch im weltweit nutzbaren WLAN Frequenzbereich eine handvoll GLXD recht zuverlässig an der Start bekommen. Artefakte gibt es da nur wenn Funkptrobleme auftreten.
ABER: wenn wir im UHF Frequenz Bereich bleiben gibt es außer Latenz nur Vorteile gegenüber analogen Funksysteme. Weit aus bessere HF Performance und auch besseres Audio. Wir haben nun ULXD seit fast 10 Jahren auf dem Markt. Generell klagt keiner unserer Kunden über digitale Artefakte im Audio.

ich sehe also keine Grund warum man analoge Funksysteme weiterhin entwickeln/nutzen sollte.

Beste Grüße
 
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yamaha4711

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@Jürgen Schwörer und auch an alle...

Digital hat schon so seine Vorteile. Siehe digitale und vollintegriertes Mischgeräte. Klein, kompakt und mittlerweile stabil nutzbar. Man braucht keine riesigen und kg schwere Sideracks mehr und bekommt auf eine schnuckelige LAN Leitung (oder gar 2 von wegen redundant) locker 48 und mehr Kanäle. Dazu hat jede digitiale Kleinmischgerät mindestens 4 Band Vollparametrik und ohne Probleme 8 oder mehr Ausspielwege zu bieten. Das ganze ist bei den größeren Kisten auch noch skalierbar. Alles gut. Da bin ich auch mittlerweile voll dafür.

Es soll allerdings auch "alte" Technik geben, welche durchaus sinnvoll und einen Ticken noch die Nase vorne hat. Sicher hat eine digitale Funkstrecke keine Probleme mit Companderzucken, hat die höhere Dynamik und rauscht bisweilen nicht, wenn die Strecke stabil ist. Allerdings hat es auch bekannte Macken, siehe DVB-T und vor allem Mobilfunk. Wie oft habe ich kein Netz, die Verbindung reißt ab oder ma h.ör tttt rooobboooot sti mm eeeee mi e c ho. Da werde ich dann sehr unentspannt weil so etwas nervt. Wir haben 2021 und die Probleme in dieser Hinsicht werden eher mehr als weniger. Anyway.... andere Baustelle.
In der kleinen Insellösung kann das nicht so wild sein. Digitale Divende, Abwrackprämie (die an den kleinen Sang und Klanglos vorbeiging). Gut, das betrittt den HF Träger und nicht die Verpackung.

Wie sieht es denn mit den Kisten aus, wenn der Gesetzgeber wieder mal an den Frequenzen rumspielt? Sind die Next Generation Funkbleche denn dafür gewappt, sprich kann man einfachst per Software gar die Frequenzträger anpassen oder ist das dann doch wieder für die E-Tonne?

Im Hobby und Semibereich gibt es kein HighTec wie Axient, Sennheiser 9000 oder beyer TG1000.
Sobald "Frequenzmanager" im Spiel sind, ist das für mich ein Zeichen dafür die Finger von zu lassen. Dies zeigt, dass die Technik in dieser Klasse nicht so weit ist und man tricksen muss, damit man ab einer bestimmten Streckenzahl dies nicht mehr so ganz unter Kontrolle hat. Dann lieber ehrliche Analogtechnik (ich halte eine Kiste belegt eine Frequenz und ende für sinnvoller als Frequenzhoping, um die Bandbreite auszureizen. Da bin ich bei AMG: one Man, one Engine - ein Träger, ein Signal), auch wenn es ein paar dB weniger Dynamik hat und zum Aufrauschen neigt. Allerdings halt ich immer noch leises Aufrauschen für besser als harte digitale Artefakte und die Einbuse an Dynamik; Geschenkt. Wenn ich diese Dynamik brauche, dann nehm ich definitiv keine Funke. Der geneigte Hobby- und Semimusiker hört das eh nicht bzw. wird es nicht hören können, weil die Funkstrecke wohl in den wenigstens Fällen das begrenzende Glied in der Signalkette ist.

Zum Schluß noch eine Frage, über die man gerne Nachdenken darf und sollte:
DBA, DBA+... Was ist damit. Wollte man den Hörfunk nicht schon längst digital machen? Hmm... Ich habe in meinem Auto, Baujahr 2019 immer noch ein analoges Radio am Start. Sicher ist es schick das Smartphone zu koppeln und bisweilen glasklaren Hörfunk auch über das Internet zu beziehen, doch leider leider.... Naja ihr ahnt es: Funklöcher.

Und was ist mit Herstellern wie WiSyCom? Die senden und empfangen immer noch analog, oder?
 
Jürgen Schwörer

Jürgen Schwörer

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Servus, die Probleme mit den Aussetzten - wie schon gesagt - im UHF Bereich sit eine digitale Strecke wesentlich stabiler als eine analoge.

Und wenn du den "Frequenzmanager" aus der GLXD-Strecke meinst ..... das ist ne ganz tricky Sache. und hat relativ wenig mit der automatischen Auswahl einer freien Frequenz zu tun. Das macht das GLXD System von sich aus. Erstens funkt GLXD auf drei Frequenzen parallel. Wenn eine Frequenz davon gestört wird habe ich immer noch 100% Audioqulität - und kann dann ganz entspannt auf eine Backup Frequenzen umschalten.

Wenn nun der Frequenzmanager ins speilt kommt muss mann wissen, dass auf diesen erwähnten 3 Frequenzen immer nur ein in einem kleinen Zeitfenster Daten gesendet werden .... dann auf die der 2 Frequenz, dann auf der 3. .... Es sind also "Lücken" im HF Signal. Der Frequenzmanager kann nun diese Lücken mit weiteren Funkkanälen füllen. (Die Technologie stammt u. a. von DECT.)


Aber langsam sprengt das nun den Rahmen diesen Threads ;) Vielleicht starten wir mal ein "Funk Technologien" Thread :)

Beste Grüße
 
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