[Suche] Mikrofon für Sprachaufnahmen

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fulo

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Einen schönen guten Tag,

ich bin derzeit auf der Suche nach einem Mikrofon, mit dem ich hochwertigere Sprachaufnahmen für Screencasts/Videotutorials machen kann. Das hat nun wenig mit Musik zu tun - aber evtl. könnt ihr mich dennoch unterstützen.
Aktuell verwende ich ein Bluetooth-Headset von AudioTechnica, das ist aber eigentlich zum Spielen an der Xbox gedacht und entsprechend ist das Mikro eher mau.

Vorweg: Ich bin, was Audiotechnik angeht, rechter Laie und erst dabei, mich einzuarbeiten. Anwendungsfehler im bisherigen Vorgehen schließe ich absolut nicht aus - nehme sie sogar eher an.

Grundsätzlich möchte ich gerne mit einem Audio-Interface und nicht mit USB-Mikrofonen arbeiten, um flexibler in der Anwendung zu sein.
Ich hatte bereits verschiedene Mikrofone im Test, aber in der Praxis hat das noch nicht so gut funktioniert:

- Shure SM7B
- Shure SM27
- AT 2035
- Aston Origin

Als Audiointerfaces hatte ich versucht:

- Audient ID4
- Apogee One
- Zoom H5

Mein grundsätzliches Problem mit den Mikrofonen ist, dass ich zu nahe an sie ran muss. Beim SM7B noch verständlicher, da es ein dynamisches Mikro ist, bei den Großkondensatoren hätte ich mir etwas mehr versprochen.
Aber auch da musste ich den Gain am Apogee One auf 62db hochdrehen und auf ca. 15cm rangehen, damit ausreichend Signal ankam. Zudem hatte ich einen starken Hall-Effekt in der Aufnahme, den ich als Laie erst bei größeren Abständen erwartet hätte. (Beispieldatei: https://web.tresorit.com/l#YDFFh08ZJmDOE6_aI03A0g)
Die aufnahmen habe ich sowohl mit Logoc Pro als auch mit Audition probiert)
Der Raum ist ein normales 16m2 Bürozimmer ohne spezielle akustische Aufbereitung - diese steht auch nicht zur Debatte.

Die Frage ist nun für mich: Ergibt ein Kondensator/dynamisches Mikrofon überhaupt Sinn für mich?
Ein Lavalier war auch eine Überlegung, aber eigentlich ich fände es eigentlich schon schön, wenn ich nicht verkabelt wäre.

Nochmals kurz zusammengefasst meine Anforderungen:

  • Abstand zum Mikrofon wollte bei ca. 25cm liegen/möglich sein. Ich hatte das Mikro in meinen Versuchen auf einem Gelenkarm schräg rechts versetzt von mir, damit ich ohne Störung den Bildschirm betrachten/daran arbeiten kann. Wenn ich es zu dicht an meinem Mund habe, verdeckt es mir den Bildschirm.
  • Anschluss an einem Audio-Interface (1 XLR-Anschluss reicht aus)
  • Während der Aufnahmen bewege ich mich nur wenig vor dem Bildschirm. Ein wenig Kopf nach rechts und links drehen ist aber schon vorhanden (32" Monitor)
  • Evtl. auch ein kleines Tischstativ, so dass das Mikro zentral vor mir steht, zwsichen Tastatur und Bildschirm. Tastaturgeräusche sollten aber soweit möglich nicht mit aufgenommen werden.
  • Budget für alle Komponenten +/- 600-700€.

Bzgl. Mikrofontyp bin ich offen - er sollte einfach am besten zu den Anforderungen passen.
Besten Dank!
 
Astronautenkost

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Wegen der Optik und des wahrscheinlich unbehandelten Raumes würde ich zu einem Richtrohr-Kleinmembrankondensatormikro neigen.

 
Telefunky

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Aber auch da musste ich den Gain am Apogee One auf 62db hochdrehen und auf ca. 15cm rangehen, damit ausreichend Signal ankam.
Scheint ein Verständnis-Grundproblem zu sein... (die Anmerkung kommt ständig)
Wenn das Signal digitalisiert ist, kann man es im Programm quasi beliebig anheben, wenn es mit 24bit abgerastet wurde. Das ist nicht analog und damit wird kein zusätzliches Rauschen erzeugt.
Es wird nur das verstärkt, was ohnehin in der Aufnahme drin ist.

Deswegen ist der Signal Rausch Abstand der Eingangsstufe entscheidend und ggf das Eigenrauschen eines Kondensator-Mikrofons bzw das Einstreuen elektrischer Felder bei dynamschen Typen.
Grundvoraussetzung ist ein perfekt geerdetes System ohne Masseschleifen.

Bei Nicht-Behandlung des Raums musst du in jedem Fall so nah an's Mikro wie möglich.
Oder die og Richt-Rohr Alternative einsetzen.
Per Software geht Zynaptiq Unveil in Verbindung mit UnFilter (um 500€), erzeugt aber relativ viel Latenz, weil ein grosser Buffer Teil des Designs ist (ggf siehe Dokumentation).
 
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fulo

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Danke schon einmal für die Antworten. Dazu zwei Rückfragen:

- Würdet ihr ein Richtrohr einem Lavalier oder Nackenbügel in dem Fall vorziehen (Einmal außer Acht gelassen, dass ich es grundsätzlich lieber frei hätte, wie eingangs geschrieben)
- Sollte ich das Mikro dann eher frontal vor mir positionieren oder wäre eine Positionierung schräg rechts vor mir auch OK, auch wenn ich dann eigentlich am Mikro vorbeirede.

Besten Dank
 
Astronautenkost

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Kleinmembrankondensatormikros haben den Vorteil, dass sie Off-Axis auch gut arbeiten. Die Sanken gibt es erst seit recht kurzer Zeit beim Thomann. Das ist eine sehr gute Marke aus Japan, die im professionellen Filmbereich sehr beliebt ist.
 
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fulo

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Danke dir den Hinweis.
Gibt’s da auch noch etwas günstiger Empfehlungen? Audio-Interface, Kabel und Halterung müssen ja auch noch dazu.

lg
 
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Im Prinzip ja. Das kenne ich aber nicht vom Klang her. Gibt es aber auch bei Thomann.
 
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fulo

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Ok. Dann schaue ich mal. Auf jeden Fall Kleinmembramkondensator als Richtmikrofon mit (Super)Nierencharakter?
Bzgl Platzierung: Frontal vor mir auf dem Tisch, oder geht dann auch mit Gelenkarm seitlich schräg vor mir? Falls auf dem Tisch: Gibt es empfehlenswerte kleine Stative/Halterungen dafür? Spricht beim Interface etwas gegen das ID4?

danke und lg
 
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Das ID4 ist gut.
 

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