Suche Nierenmikrofon für die gleichzeitige Aufnahme von Gesang und Gitarre

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Welches Mikrofon würdet ihr für die gleichzeitige Aufnahme von Gesang und Gitarre empfehlen? Und das wichtigste: warum würdet ihr es empfehlen?

Budget sind 1000€ aber ich würde ungern mehr als 500€ ausgeben.

Ziel: "Vintage" Fingerstyle American Folk Balladen

Bitte nur Nierenmikrofone empfehlen, da mein Raum nicht so gut klingt. Bändchenmikrofone fallen deshalb leider raus.

Danke!
 
Da du Doctor Who im Profilbild hast, empfehle ich Timelord Technologie - Die Tardis als Gesangskabine und die Gitarre draußen, dann hast du ordentlich Signaltrennung. Unabhängig vom Mikrofon ist das Wichtigste auf dem Weg zum guten Ergebnis, daß die Balance der Lautstärke Gesang/Gitarre vor dem Mikrofon halbwegs so ist, wie du das zum Schluß haben willst. Schwierigkeiten gäbe es zusätzlich, wenn du dich beim spielen stark bewegst, was sowohl den Klang als auch die Balance zwischen Gesang/Gitarre vorm Mikrofon verändert.
Und bevor 20 Leute 30 Vorschläge zum Mikrofon abgeben: hast du das schon mal probiert und mit welchen Mikrofonen und was hat dabei funktioniert und wo gab es Probleme?
 
Mit nur einer Niere bekommst Du das nicht hin. Da müsstest Du schon eine Acht nehmen, mit denen solche Aufnahmen normalerweise gemacht werden. Ich würde dann eine gute Budgetgroßmembraner für den Gesang nehmen und ein Kleinmembraner für die Gitarre. Austrian Audio bietet Gutes für den Preis.

Austrian Audio CC8


Austrian Audio OC16 Studio Set


Die halten die Niere für ihre Preisklasse gut ein.


 
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Avantone CV12. Warum? Weils gut ist.

 
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Da du Doctor Who im Profilbild hast, empfehle ich Timelord Technologie - Die Tardis als Gesangskabine und die Gitarre draußen, dann hast du ordentlich Signaltrennung. Unabhängig vom Mikrofon ist das Wichtigste auf dem Weg zum guten Ergebnis, daß die Balance der Lautstärke Gesang/Gitarre vor dem Mikrofon halbwegs so ist, wie du das zum Schluß haben willst. Schwierigkeiten gäbe es zusätzlich, wenn du dich beim spielen stark bewegst, was sowohl den Klang als auch die Balance zwischen Gesang/Gitarre vorm Mikrofon verändert.
Und bevor 20 Leute 30 Vorschläge zum Mikrofon abgeben: hast du das schon mal probiert und mit welchen Mikrofonen und was hat dabei funktioniert und wo gab es Probleme?
:sneaky:

Ich konnte schon einige Erfahrungen sammeln und besitze aktuell ein AT4047 SV. Ich kann es gar nicht genau beschreiben, aber der Klang gefällt mir glaube ich nicht wirklich für diese Art von Anwendung. Deshalb bin ich auf der Suche nach Alternativen die ich mit dem 4047 vergleichen kann. Mein AT2035 klingt irgendwie leblos im Vergleich. Dann habe ich noch ein SE8, welches ich dafür aber noch nicht verwendet habe.

Mit nur einer Niere bekommst Du das nicht hin. Da müsstest Du schon eine Acht nehmen, mit denen solche Aufnahmen normalerweise gemacht werden.

Kannst du das erklären? Welche Eigenschaften der Niere sind hier hinderlich? Danke für deine Empfehlungen! Lass uns nur nicht in die Diskussion 2 Mikros vs 1 Mikro abdriften
 
Ich hatte ein TLM 102 für Gesang und ein Sennheiser MK 4 für Gitarre. Dann kam ein MK 8 dazu, dann konnte ich M/S Aufnahmen machen. Das 102 ist weg, aber ich habe ein Haun MBC440 dazugekauft und noch ein anderes Neumann für Gesang. Also, ich hab immer viel ausprobiert, aber meine Anfangsbasis sind die Sennheiser Mikros. Ich finde, die sind für das Geld unschlagbar.
 
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Vielleicht die Louise von Ear Trumpet Labs? https://www.eartrumpetlabs.com/products/microphones/louise

Ist das besonders gut? Keine Ahnung. Aber Retro für American Style Fingerpicking bringt es vermutlich rein äußerlich den richtigen Vibe mit sich.

Ich geh jetzt mal kucken, ob wir noch alte Teesiebe in der Schublade haben.
 
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In Deutschland vertreibt Martins Musikkiste in Kaltenkirchen die Ear Trumpet Mikros.
 
Ich habe mal ein Myrtle von ETL bei einem Kollegen ausprobiert und mich durch deinen Post wieder dran erinnert @SubbrSchwob

Leider hatte Martins Musikkiste die Edwina, für die ich mich gerade entschieden habe, nicht auf Lager. Ein anderes Musikhaus hats möglich gemacht und ich bin gespannt wie die Edwina klingt. Soll aber im Grunde fast das gleiche wie sein wie das Myrtle: "Myrtle is basically an Edwina in a spring suspension mount with less low-end roll off (which makes it better for working from a distance)." - https://www.eartrumpetlabs.com/faq-page/vocalist#:~:text=Myrtle is basically an Edwina,the Myrtle from farther away.
 
Kannst du das erklären? Welche Eigenschaften der Niere sind hier hinderlich? Danke für deine Empfehlungen! Lass uns nur nicht in die Diskussion 2 Mikros vs 1 Mikro abdriften
Wenn Du mit einer Niere gleichzeitig Gesang und Gitarre aufnehmen willst, musst du einen größeren Abstand wählen um nicht Off-Axis aufzunehmen, damit hast Du automatisch mehr (schlechten) Raum auf der Aufnahme. Eine Acht kannst du näher platzieren um die Schallquellen Mund und Gitarre gleichzeitig aufzunehmen. Aber Du hast ja schon eine Reihe Mikrofone, das AT 4047 ist gut. Nimm das SE8 für die Gitarre.

 
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Also ich hab mal zur Seuchenhochzeit einen Livestream mit so nem Americana-Duo gemacht, die hatten diese Ear Trumpet Teile… aber ich war am Bildmischer, nicht am Ton, sodass ich nur eingeschränkt urteilen kann. Sie schienen jedenfalls brauchbar. Die Micros.

Mit größerem Abstand aufnehmen und alle Instrumente gleichzeitig finden manche Leute sehr abwegig, aber bei klassischer Musik ist das der Königsweg – dort sind die Instrumente aber auch unplugged aufeinander abgestimmt. Das ist im Bereich Rock/Pop meist nicht so. Bei den neu auflebenden traditionellen amerikanischen Stilrichtungen kann das aber durchaus gegeben sein und dann auch gut klappen. Natürlich ist eine möglichst optimale Mikrofonposition dann maßgeblichst wichtig.

Man muss dann halt auch einen guten Raum wählen. Ich persönlich würde als Tontechniker lieber eine gute Stereomikrofonierung nehmen für den Zweck, aber richtig Retro ist natürlich mono.

Beispiel aus der Klassik mit zwei Lewitt LCT440 und einigem (!) Abstand (kein künstlicher Hall)… heute würde ich auch das anders machen als damals, auch anders EQen und bessere Mics nehmen, aber man muss auch sehen, dass die Produktionen in der Regel über Nacht (!) fertig werden mussten und das auf Spendenbasis zur Corona-Prime-Time… der Ton wurde direkt im Mischpult eingestellt (mit Kopfhörer…), dann über einen Broadcast-Limiter geschickt und aufgezeichnet in Stereo und zack fertig.

 
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Das stimmt alles, wenn der Raum taugt.
 
Kurzes Update: das Edwina klingt schön, aber im Vergleich zu meinem AT4047SV einen ticken zu neutral. Es klingt warm und unaufgeregt, während das AT4047 ebenfalls einen warmen Character hat, aber das Gefühl vermittelt, eine höhere Auflösung und einige seidige Höhen zu liefern, die das Edwina nicht hat.

Nach einigem Hin- und Her- habe ich außerdem mal wieder gemerkt, wie wichtig der Raum und meine Gobos sind und dass das Mikrofon hier nicht die wichtigste Entscheidung ist... das Edwina geht zurück und ich bin happy mit meinem AT4047SV. Bis zur nächsten Sinnkrise ;)
 
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Ich vermeine, einen kleinen Schritt weiter in meiner persönlichen Entwicklung zu sein, will da niemanden zu nahe treten… aber ich kann meine Sinnkrisen mittlerweile sogar komplett ohne Equipment bekommen. :devilish: :devilish: :devilish: :devilish:
 
Also in der Preisklasse des AT4047 ist man ja langsam dort, wo Qualität nicht mehr zu diskutieren ist, sondern nur noch, ob einem die feine Klangzeichnung schmeckt, die jedes Mic-Modell so mitbringt.

Das einzige Problem bei so guten Mics ist das wie bei jeder Droge… man will alsbald die Dosis steigern. Und dann sitzt man da und inhaliert aus vier Neumännern… also so ging's mir… achja.
 
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