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Liebe Freunde.

Ich schneie aus dem Gitarristen-Forum hier rein weil mich seit letzter Woche das Schlagzeugvirus infiziert hat.

Bin als Drummer mit ca 16 Jahren angefangen und habe mir alles selbst beigebracht. Habe in diversen Pop/Rock-Bands gespielt und es hat eigentlich immer Spaß gemacht. Mit 18 habe ich dann angefangen Gitarre zu spielen und hatte zeitweise zwei Bands, eine zum Drummen, eine zum Klampfen.
Vor 10 jahren hat sich dann die Combo wo ich Schlagzeug spielte aufgelöst und seit dem habe ich mich nicht mehr ums Trommeln gekĂŒmmert.
Aus unerfindlichen GrĂŒnden wollen nun der Gitarrist und der Basser wieder Musikmachen. Also haben wir ein paar mal geprobt, was auch Freude machte, aber die InitialzĂŒndung war, dass ich bei der anderen Band wegen Urlaub des Drummers spontan fĂŒr einen Minigig fĂŒr 5 StĂŒcke an die Schießbude musste. Da war es dann geschehen.
Am nĂ€chsten Tag fand ich mich vorm Rechner wieder, schaute nach Drums und Becken, nach Tutorials wie man stimmt und nach grundlegenden Techniken, suchte nach meinen grossen Schlagzeugheld Topper Headon, was und wie er spielte, und natĂŒrlich auch hier in diesen Forum vorbei.

Ich wusste nicht das mir das Schlagzeugspielen in den letzten Jahren so fehlte!

Was hat sich in den 10 Jahren ohne Drumming getan?

Im Proberaum steht ein tolles Yamaha* was aber nicht so gestimmt ist wie ich es gern hĂ€tte. Die Becken sind auch nicht meins. Das andere Set bereitet mir vom Klang her (Kessel und Becken) fast körperliche Schmerzen und beim Livegig war das bereitgestellte Schlagzeug unterirdisch. Vor 10 Jahren war mir das alles egal, heute tut es mir weh. Vielleicht entwickelt man sich als Hobbymusiker weiter und die AnsprĂŒche, welche ich an meinen Gitarrensound habe, ĂŒbertragen sich nun direkt auf das Schlagzeug.

Wenn ich meiner momentanen Leidenschaft nachgeben tĂ€te, wĂŒrde ich Geld in die Hand nehmen, mir mit 47 mein erstes eigenes Set zusammenstellen mit tollen Becken und solider Hardware. Aber der Verstand bremmst ein wenig da alles ja irgendwie in Relation stehen sollte.

Mein Plan:
Im Proberaum steht ein altes Pearl Export was ich aufmöbeln will. In den FAQs sind Beckensets fĂŒr ca. 400 Euronen gelistet die ich antesten werde. Wegen Bandscheibenvorfalls muß ein sehr guter Hocker her. NĂ€chster Schritt wĂ€re eine gute tiefe Snare aus Holz.

Welchen Sound möchte ich erreichen:

Wunderbar gefĂ€llt mir der Drumsound von Alex Vesper auf musikmachen.de. http://www.youtube.com/v/wiMX2_ZsZ74 Mir ist klar, dass das Pearl kein Pork Pie ist und ich in dieser Welt kein Alex Vesper mehr werde, aber was fĂŒr Felle wĂŒrdet ihr mir empfehlen um klanglich in diese Richtung zu kommen. Ich bin bereit Geld in die Hand zu nehmen um meiner neuen alten Leidenschaft das passende Vehikel zu beschaffen, woran es fehlt ist mit 47 die Zeit um diverse Sets, Felle, Becken, Hocker und Snares durchzutesten um dan mit 57 zu erkennen was geht und was nicht. Deswegen hier meine Anfrage an die Forumteilnehmer damit ich einen kleinen Anschub bekomme mit der ich erst mal eine solide Basis als schlagzeugspielender Gitarrist (oder ist es etwa umgekehrt? :gruebel:) habe.

Ich danke euch schonmal.
Liebe GrĂŒsse
Tom
 

FĂŒr die meisten Punkte werden Dir die Kollegen hier wohl recht schnell weiterhelfen - ich möchte Dich aber vorab sehr stark drin bestĂ€rken Dir das Pearl Export nicht madig machen zu lassen!
Das Export ist ein ĂŒberaus brauchbares Set, auch fĂŒr die BĂŒhne, sehr flexibel im Sound und solide gebaut. Damit ist eigentlich alles spielbar.
 
Zu aller erst: Willkommen bei uns Drummern ;-)

Ich wĂŒrde auch das Pearl Export nehmen. Zuerst alle Felle ab, und schauen ob die Gratung noch vernĂŒnftig ist. Ist dies der Fall, kann man aus dem Pearl noch eine Menge rauszaubern ;).

Alex Vesper hat in dem Video auf den Toms einschichtige Coated Felle* und Standart Tom Resos*.
Zum Thema Sound empfiehlt sich allerdings der Kauf dieses Buches*. Geschrieben ist es von Nils1 hier aus dem Board! Es ist einfach und schnell zu lesen, und klÀrt nahezu alles zum Thema Sound und Stimmen.


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Zum Thema Becken - da empfiehlt es sich, ein paar Stunden in einem MusikgeschĂ€ft mit einer großen Schlagzeugabteilung zu verbringen und sich einfach mal durchzuhören: Wie klingen dicke Becken, dĂŒnne Becken, große, kleine, teure, gĂŒnstige,.....einfach alles anspielen - um ein GefĂŒhl fĂŒr den Sound zu bekommen, den man wirklich haben möchte. Am Ende kauft man dann ein oder zwei Paar Sticks - man muss ja nicht gleich alle Becken kaufen ;) man weiß nur was man genau möchte. Die genannten Beckensets hier, die man gĂŒnstig kaufen kann haben eben den Nachteil, dass es nur wenige Orte in Deutschland gibt, wo man sie anspielen kann, weil die wenigsten HĂ€ndler sie fĂŒhren. Wenn man allerdings weiß, was man möchte, findet man in Online genau das richtige von den kleinen Beckenschmieden oder eben gebraucht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Auch von mir: behalt das Pearl erstmal, vor allem, da es ja wohl eh erstmal drum geht, wieder den Spaß am Spielen zu finden und mal bisschen zu ĂŒben. Ich glaube nicht, dass du nach langer Abstinenz gleich ins Studio gehen wirst, da reicht das Pearl allemal aus.

Zum Thema Hocker und Bandscheibenproblematik kann dir unser User Haensi mit Sicherheit weiterhelfen. Der schwört, soweit ich weiß, nach seinem Bandscheibenvorfall auf einen Hocker, der hydraulisch höhenverstellbar ist und somit leicht federt, also eher schonend fĂŒr den RĂŒcken ist. Sowas wie das hier:
https://www.thomann.de/de/tama_ht650c_ergo_rider_hydraulik.htm*

Ansonsten: schön, dass du wieder anfangen willst :great:
 
Er hat ja auch nix von Aqarian geschrieben.
Die Aquarian sind gĂŒnstiger als die Remo wenn es um normale einschichtige Felle geht, deswegen hat der die sicher verlinkt.
Das sich der Klang so stark unterscheidet ist bei gleicher Bauart wohl nicht anzunehmen.
 
Ob nun die von Remo, Evans oder Aquarian - bei den Standard-Fellen gibt es da einen kaum hörbaren Unterschied. Ich habe eben Aquarian genannt, weil ich mit ihnen die besten Erfahrungen gemacht habe und sie gĂŒnstiger sind ;)
 
das mag ja sein.. aber wenn ich mir mal die remos angucke da gibt es ja schon bei den abassadoren unterschiedliche ausfĂŒhrungen (Ambassador, ambassador x, suede ambassador)... dann gibts ja auch noch die remo diplomat und skintone.. da gibts also doch ne menge felle die alle ihren eigenen sound haben ;)
 
Ich wĂŒrde auch beim Export bleiben, das ist solide.
Wenn du wirklich guten Sound haben möchtest solltest du ĂŒberlegen, ob du nicht auch die Gratungen ĂŒberarbeiten lassen möchtest, dann kann da echt ein moderner Sound rauskommen.
das kostet weniger als ein Fellsatz, ich SchĂ€tze mal so ungefĂ€hr 100€ fĂŒr das komplette Set.
Dann lohnt sich auch der Fellwechsel.
Ich wĂŒrde auf den Toms doppellĂ€ufige Schlagfelle und einlagige Resofelle empfehlen.
Standard wÀre da Remo Emperor/Ambassador als Tip.

Bei den Beckensets habe ich gut klingende Becken von Zultan Rockbeat und Istanbul Samatya gehört
 
  • #10
:great:Na, dann melde ich mich mal, wenn ich schon gerufen werde. ;)

Zum Hocker:

Gerade wenn man "RĂŒcken" hat sind gute Sitzmöbel besonders wichtig. Die hyraulischen Hocker sind zwar anfangs etwas gewöhnungsbedĂŒrftig, aber Balsam fĂŒr den RĂŒcken.
Das hat zwei GrĂŒnde:
- es federt und man hat somit dynamisches Sitzen.
- man kann die Höhe mit einem Handgriff verstellen und dabei auch Bandscheiben entlasten bzw. einseitige Belastung vorbeugen.

Ich selbst schwöre auf den Sitz hier https://www.thomann.de/de/gibraltar_9608hm_drummer_sitz_hydraulik.htm*
Preis-/Leistung: ĂŒberragend.

Das Pearl Export ist ein solides Mittelklasse-Drumset.
Es war das meistverkaufte Drumset ĂŒberhaupt und setzte die Standards in dieser Leistungsklasse. Bei normaler Nutzung unkaputtbar.
Auch mit der Hardware setzt(e) Pearl die Standards: praxisnah und stabil, so muss das sein.

Neue Felle sind natĂŒrlich immer gut.
Da kann man dann auch, wie schon gesagt wurde, Gratungen ĂŒberprĂŒfen und notfalls richten lassen. Ein grĂŒndlicher Check-up ob alles noch funktioniert und gĂ€ngig ist, wĂ€re dann auch leicht machbar.
Klasse beim Export, dass Ersatzteile kein Thema sind. Die bekommt man immer.

FellmÀssig bin ich schon seit Jahren zu Aquarian gewechselt.
Gegen deren Beschichtung kann Remo aus meiner Sicht nicht anstinken. Die hÀlt entschieden lÀnger.
GĂŒnstig und gut https://www.thomann.de/de/aquarian_12_satin_texture_coated.htm*

Schon lange kein Geheimtipp mehr sind die Becken von Zultan. Die werden in der TĂŒrkei vom renommierten Hersteller Turkish in alter Tradition von Hand gefertigt.
Mittlerweile gibt es da auch fĂŒr jeden Geschmack den richtigen Bronzeteller. SoundmĂ€ssig können die mit jedem Zildjian, Sabian, Meinl, etc. mithalten. Allerdings kosten sie bedeutend weniger.

https://www.thomann.de/de/zultan_becken.html
*


Es stimmt: alte Liebe rostet nicht.

Ich hab vor ca. 15 Jahren nach 10-jÀhriger Abstinenz auch wieder mit dem Drummen angefangen. Jetzt hab ich wieder zwei tolle Bands mit supernetten Leuten und ich möchte es nicht mehr missen.

Es ist ein tolles Hobby. :great:

Ach ja: Willkommen bei den Krachmachern! :D
 
  • Ersteller
  • #11
Hallo Leute.

Erstmal vielen Dank fĂŒr die vielen freundlichen Anregungen.

Komme ich sofort zu euren Tipps:

FĂŒr die Toms werde ich mir somit einschichtige coatet Felle organisieren sowie die passenden Resos. Ob Remo, Evans
oder Aquarian lass ich den Bauch entscheiden, oder den Geldbeutel.

Das Buch von Nils1 werde ich bestellen da ja anscheinend meine Ohren inzwischen auf mies gestimmte Drums empfindlich reagieren. So kann ich dann wenigstens mein eigenes Set vernĂŒnftig in Stimmung bringen (und damit mich selbst).:D

Was ich noch nicht ganz verstanden habe ist GieselaBSEs Anmerkung zum Bearbeiten der Gratung. Heißt Bearbeiten einfach nur sauber neu anschleifen oder heißt Bearbeiten die Wölbung auch verĂ€ndern (z.B. flacher)?

Haensis Tipp zum Gibraltar 9608HM Drum Throne Hydraulic werde ich ĂŒbernehmen. Die Bewertungen beim T sehen auch sehr
vielversprechend aus. "Isch hann RĂŒckn!". Somit wird das Dingen als erstes besorgt.

Die Zultan Rockbeat und Istanbul Samatya Becken werde ich mir bei Musikproduktiv mal anhören, zumindest die Samatya haben die im Sortiment.

FĂŒr die Ohren ist auch schon gesorgt denn nach zwei HörstĂŒrzen und Tinnitus habe ich mir vor ein paar Jahren Elacin Ohrstöpsel anfertigen lassen. Werde nur die 15dB Filter gegen 9dB wechseln. Anscheinend produzieren wir im Proberaum mit fortgeschrittenem Alter nicht mehr so einen gigantischen LĂ€rm wie frĂŒher. :p

Zuletzt bleibt mir nur noch die Frage nach den Bassdrum-Fellen. Bei dem Thema scheint es ja ganz unterschiedliche Philosophien zu geben. Ohne oder mit Reso, Reso mit oder ohne Loch, Reso mit großem oder kleinem Loch. Reso mit DĂ€mpfung oder Schlagfell mit DĂ€mpfung oder beides bedĂ€mft. Ich denke das muß ich selbst testen.
WĂŒnschenswert fĂŒr mich finde ich eine möglichst tiefgestimmte Bassdrum welche trocken daherkommt ohne langen eigenen nachklingenden Ton und mittlerem Kick. Vielleicht hilft euch das ja was. Die Kick vom Alex Vesper im oben genannten Video gefĂ€llt mir schon sehr gut.

Auf alle FÀlle (Felle?!) freue ich mich schon wie ein Schneekönig aufs Beckentesten, Schlagzeug aufmöbeln und stimmen und
natĂŒrlich auf die nĂ€chste Probe in 2 Wochen wo der eine oder andere Tipp von euch mit Sicherheit schon zum klingen gebracht werden wird.

Werde euch hier auf dem Laufenden halten.

Liebe GrĂŒsse
Tom
 
  • #12
Haensis Tipp zum Gibraltar 9608HM Drum Throne Hydraulic werde ich ĂŒbernehmen. Die Bewertungen beim T sehen auch sehr
vielversprechend aus. "Isch hann RĂŒckn!". Somit wird das Dingen als erstes besorgt.
alles schön und gut ABER ich weis ja nicht was du bisher fĂŒr einen hocker genutzt hast.. ich wĂ€re erstmal ein wenig vorsichtig mit der auswahl, weil es ist nicht jeder manns geschmack so ein "sattelhocker".. ich komm damit garnicht klar.. ich bevorzuge eher die runden hocker.. musst du selber testen oder du hast eh schon erfahrung damit ;)
wollt ich nur mal so gesagt haben :)
 
  • #13
Gratung nacharbeiten kann alles heissen.
Üblicherweise wird der Kessel erst plangeschliffen und dann das Profil neu gefrĂ€st.
Das kann auch auf Wunsch etwas flacher oder (eher ĂŒblich) etwas spitzer gefrĂ€st werden.
Danach wird alles nochmal von Hand nachgeschliffen.

Das wichtigste Ergebnis dabei ist, daß der Kessel auf einer glatten FlĂ€che exakt plan aufliegt.
Somit lÀsst sich die Trommel dann tiefer stimmen bei sauberem Ton, da das Fell auch genauer und glatter aufliegt.
Über die neu geschliffene Gratung kann das Fell beim Stimmen leichter gleiten und die Trommel somit genauer gestimmt werden.

...so oder Àhnlich;)

Ansonsten gehst du einen guten Weg und machst dir Gedanken ĂŒber dein Instrument, kann man nur loben:great:
Und es klingt auch so, als ob du da total motiviert rangehst, da kann man dann ja nur noch viel Spaß wĂŒnschen
 
  • Ersteller
  • #14
Hallo Krachmacher! :D

@ThundergodOne: du hast natĂŒrlich vollkommen recht.
In meiner Zeit als Drummer, aber auch als Gitarrist der sich mal hinter die Schießbude setzen durfte ("ey, nur Angucken nicht Anfassen":cool:) sind mir im Studio oder auf der BĂŒhne zwei Sattelhocker in Erinnerung geblieben. Einer war eher mau und der andere war ein Traum fĂŒr meinen Popo. Die Marken weiß ich nicht mehr. Ich bin eigentlich nicht der Warentester und dann ZurĂŒckschicker aber in diesem Falle werde ich den Hocker ausgiebig probesitzen und bei Nichtgefallen zurĂŒcksenden.

Aus diesem Grunde bin ich heute auch zu Musikproduktiv gefahren und habe Becken getestet. Erste Feststellung war, dass mir einige besser und andere schlechter gefallen haben, mein Gehör sich aber keinen Reim darauf machen konnte warum das so ist, es fehlt da halt die praktische Erfahrung.
So habe ich mich dann fĂŒr das Istanbul Samatya Set entschlossen welches fĂŒr mich einen soliden klanglichen Eindruck machte, eben etwas womit man erstmal nichts falsch machen kann. Das PreisleistungsverhĂ€ltnis stimmt und die Teile werden vielerorts gelob. Mir geht es erstmal aus mangelnder Erfahrung darum böse Schnitzer zu vermeiden und solides Werkzeug zu bekommen. Darum benötige ich ja auch eure Hilfe.
Um gezielt Vorlieben definieren zu können brauchts fĂŒr mich halt noch Zeit und Gehörbildung. Zudem konnte ich die Becken nicht mit anderen oben genannten Sets vergleichen da die dort nicht vertrieben werden. Einfach alle Sets bestellen, testen und dann zurĂŒckschicken ist nicht meines.

Dank an GiselaBSE fĂŒr die AusfĂŒhrungen zu den Gratungen der Kessel.
Und damit komme ich nĂ€mlich zur echten Spaßbremse :o im Form des Pearls, welches seit ewigen Zeiten unbeachtet auseiandergebaut in der Proberaumecke steht. Laut Label ist es ein Pearl Wood/Fiberglass Set. Muß wohl aus Mitte der Siebziger sein.
ErschĂŒtternd ist der Zustand der Kesselhardware, das sind keine Flugroststippen mehr, das nenne ich schon echten Rost. Der Zustand der Metallsnare ist einfach nur als erbĂ€rmlich zu bezeichnen. Das ist Punkrock pur.
Am WE werde ich mit Werkzeug, Putzlappen und WD40 bewaffnet versuchen dem Teil Leben einzuhauchen, bin da aber nicht sehr optimistisch. Einzige Hoffnung ist, dass, wenn damals die Werbung der Firma Pearl nicht zu prahlerisch war, die Kessel dank Fiberglasanteil das Vorsichhingammeln in Garagen und ProberĂ€umen vielleicht verzugsfrei ĂŒberlebt haben könnten. Von "Klang" wollen wir deshalb erst einmal nicht reden.
Mittelfristig ist dieses Schlagzeug jedenfalls keine Lösung (auch wenn ich dem Punkrock immer noch zugetan bin). :p

Sollte ich am WE irgendetwas Vorzeigbares zustande bringen gibts auch mal Fotos.

So ist der momentane Zwischenstand.
Ich bleib da auf alle FĂ€lle am Ball und werde weiterberichten.

Liebe GrĂŒsse
Tom
 
  • #15
feine Stahlwolle + Nevr dull wirken große Wunder bei gammeliger Hardware !!
 
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  • #16
Bei den Bassdrum Fellen kann mir dir eventuell das EMAD von Evans vorschlagen. Diese lassen sich recht tief stimmen und haben DĂ€mpfungsringe in unterschiedlichen GrĂ¶ĂŸen, die du je nach Laune außen am Fell tauschen kannst. Ich selber spiele das EMAD 2. Die 2 sagt nur, dass es doppellagig ist. Da brauch man kaum noch DĂ€mpfung von innen, weshalb es auch mehr Volumen gibt. Ich hab mir das Video von Alex Vesper zwar nicht angesehen, aber ich denke damit dĂŒrftest du deinem Wunschsound etwas nĂ€her kommen ;).Eine Alternative bilden da auch immer die Powerstrokes von Remo. DarĂŒber kann ich dir allerdings nicht viel sagen, da ich diese Art von Fellen noch nicht ausprobiert habe.Also ich glaube, seitdem ich in einer Band spiele, will ich niemals mit dem Drummen aufhören. Es macht einfach zusammen zu viel Spaß und es gibt quasi immer neues bei dieser Art Instrument, da man sich immer weiterentwickelt und dem Spielen einfach keine grenzen gesetzt sind. Das, finde ich, macht das Schlagzeug einfach so interessant. Gut, das ist bestimmt bei anderen Instrumenten nicht anders :D, aber ich wollte mal etwas philosophieren ;)Ich finds auch immer cool, wenn Leute sowas fĂŒr sich selbst wiederentdecken und ich hoffe, dass es dir noch viel Spaß bereitet :)
 
  • Ersteller
  • #17
Hallo Trommler.

Um nicht um den heißen Brei herumzureden, ein Ergebnis der Stimmaktion beim Pearl sah so aus:

73.webp

Frust und EnttĂ€uschung machte sich breit. Das Drumset hat sich fĂŒr mich erledigt, kein Euro werde ich darin investieren. :mad:

Anhand von Nils Buch konnte ich die Metall-Snare nach mehreren AnlĂ€ufen einigermaßen stimmen, jedoch ist die mal hingeknallt und somit die Gratung verzogen.
Der Rest des Sets ist unstimmbar und klingt schrecklich. Mit Abkleben (was ich ja nicht mehr möchte) kann man jedenfalls erstmal darauf ĂŒben. Die Kick ist tot, jetzt wo zwei Böckchen abgerissen sind sowieso. Diese Aktion war also nichts. :(

Zum Positiven:
Der Hocker ist super, der bleibt.
Die Becken sind sehr gut, das 18er fĂ€llt klanglich etwas ab und ist etwas trĂ€ge in der Ansprache, kann aber auch an der GrĂ¶ĂŸe liegen, habe eigentlich immer Crashs um die 15-16'' gespielt.
Die HiHat ist wunderbar, ich liebe dieses tztztz, wenn ihr versteht was ich meine. Das Ride klingt sehr gut und die Glocke hat ein schönen Ping (habe frĂŒher nie die Glocke gespielt, bei der letzten Probe immer wenn es irgendwie möglich war.).
Der Kauf des Beckensets hat sich gelohnt, auch meine Mitmusiker wahren vom Klang sehr angetan. Der Hocker ist fĂŒr mich ĂŒber jeden Zweifel erhaben, tolles Dingen.

Somit erstmal vielen lieben Dank an eure Tipps bis hierher, die waren goldrichtig. :)

Trotz der RĂŒckschlĂ€ge und Frustationen sind meine weiteren PlĂ€ne:

1. Es muss noch Hardware her. Ein BeckenstÀnder, ein HihatstÀnder und ein SnarestÀnder. Ich denke ich werde da mal bei MP mir die Magnumgeschichten ansehen wenn ihr da jetzt nicht Einspruch erhebt.

2. Eine tiefe Holzsnare ist fĂŒr mich Pflicht damit ich wenigsten eine vernĂŒnftige Trommel habe anhand der ich mich unter Zuhilfenahme von Nils Buch mit Stimmen terapieren kann und die dann aber auch einfach gut klingt.
Hatte da diverse Snares im Preisbereich von ca. 200 Euronen im Auge, zB. die Black Panther oder die Ludwig "The Brick". 200 Euro fĂŒr eine Snare fĂŒr einen mittelmĂ€ĂŸigen Hobbydrummer erschien mir erstmal vernĂŒnftig, doch wie das Leben so spielt hat mich beim YouTube-Quergucken eine Snare klanglich regelrecht begeistert und zwar die Pearl Free Floating in Maple 14x6,5'' welche dann allerdings mit 500 Ökken zu Buche schlagen wĂŒrde. :eek: Mir ist klar das YouTube mit EinschrĂ€nkungen zu genießen ist, aber egal wie die gestimmt war, sie klang immer irgendwie gut. Ich sag mal so, die QualitĂ€t des klanglichen Mittelwerts aller gesehenen Clips lag bei der Pearl deutlich höher als bei den anderen genannten und ungenannten Snares. Live antesten der Snare ist Pflicht, dies ist klar. Aber ist eine 500Euro-Snare fĂŒr einen wiedertrommelnden Gitarristen nicht ĂŒberdimensioniert oder sind 200 fĂŒr eine mittelmĂ€ĂŸige Snare die man halt dann leidenschaftslos einfachmal so spielt fĂŒr einen Freizeittrommler nicht auch zu viel? Vernunft vs. Leidenschaft, das alte Thema halt :p.

Wie ist eure Meinung dazu?
Bin gespannt.

Viele GrĂŒĂŸe
Tom
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #19
Die Snaredrum ist wie ich finde,
die persönlichste Trommel im Set,
ich gehe nie ohne meine eigene Snare aus dem Haus (wenn wir einen Auftritt haben)

Deswegen wĂŒrde ich mich da nicht auf ein Video verlassen, gehe ins nĂ€chste grössere Musikhaus und probier dich durch.
Wenn ich 500€ fĂŒr eine Snaredrum ausgeben wollen wĂŒrde, wĂŒrde ich schon Custom bauen lassen.
Aber da muss man schon ziemlich genaue Vorstellungen davon haben, was man möchte.

Ist letztendlich deine Entscheidung.
 
  • Ersteller
  • #20
Liebe Leute!

Nachdem sich der Frust gelegt hatte gelangte ich zu der Überzeugung, dass ein neuer Versuch gestartet werden sollte aus dem ollen Pearl doch noch was Brauchbares herauszuholen.

Laut der hier im Forum herrschenden PrÀmisse, dass auch auch einem mauen Drumkit unter Zuhilfenahme der richtigen Stimmtechnik und der passenden Fellwahl ein passables Instument werden kann bin ich also los.

Die Snare:
Ich habe mich fĂŒr eine Pearl Free Floating Maple Snare 14x6,5 entschieden da ich hier von maryslittle amp auf ein Angebot hingewiesen wurde das preislich o.k. war. Bereut habe ich es nicht, das ist eine sehr gute Snare die recht trocken, sensibel in der Ansprache (ich bin da sehr der Ghostnotespieler) und fokussiert daherkommt, auch Rimshots klingen dank Die Cast Hoops wunderbar. Ich bin sehr zufrieden mit der Trommel.
Von hier aus nochmal danke an Curby aus dem Nachbarforum, hat alles super geklappt.

Die Hardware:
Die Entscheidung fiel auf das Magnumset von MP. Da ich in meinem Leben wahrscheinlich nicht mehr auf Tour gehen werde entsprach sie preislich und von der Verarbeitung her meinen AnsprĂŒchen. Alles solide gebaut und funktional, alles gut.
Allerdings muß ich auf eine Problematik hinweisen die auch im Gitarristenforum öfter Thema ist. Diese Hardware richtet sich ja vom Preis her an AnfĂ€nger. Jedoch hĂ€tte der unbedarfte Neuling gleich den HihatstĂ€nder und den Galgen zurĂŒckschicken können. Gewindeschneiden scheint nicht die StĂ€rke der Chinesen zu sein. Eine FlĂŒgelschraube saß am oberen Gelenk des Galgens fest, die Federspannungseinheit der HiHatmaschine war nicht festgeschraubt und hing lose rum und die Gewinde der Dornen unter der Fußeinheit waren mies geschnitten.
FĂŒr mich alles kein Problem, hat aber ca. eine Stunde gedauert unter Zuhilfenahme von WD-40 alles gĂ€ngigzu machen und die Gewinde nachzuschneiden. AnfĂ€nger oder technisch weniger Begabte wĂ€ren hier ĂŒberfordert gewesen und hĂ€tten die Teile zurĂŒckschicken mĂŒssen.

Die Felle:
Habe mich nach intensiven Studium der schier unendlichen Möglichkeiten bezĂŒglich der Fellwahl fĂŒr folgendes entschieden:

Evans EMAD2 und EMAD Reso mit Loch fĂŒr die Bassdrum. Das Ergebnis war wirklich erstaunlich gut, wo vorher nur ein mĂŒdes Plopp zu vernehmen war kommt jetzt nach Onkel Bobs Wie-stimm-ich-mir-die-Falten-weg-Methode ein schöner tiefer runder Bums hervor mit schönem Kick. Das klingt jetzt nach Bassdrum und nicht mehr nach Persiltrommel.

Auf die Toms kamen Evans G2 als Schlagfell und Evans G1 Batterhead als Reso (ich weiß, etwas ungewöhnliche Kombi aber ich wollte auch mal Experimentierfreudigkeit zeigen). :cool:
Nach 5 Minuten hatte ich eine schön klingende Standtom, Probleme machte das HÀngetom. In der Hand gehalten klang es gut, von der Ausklingzeit genau passend zum Standtom, jedoch an die Bassdrum montiert kurz und kraftlos und mit weniger Volumen.
Hier hilft nur entweder ein anderes Mountingsystem oder ein anderes Reso. Werde mal schauen was da noch geht.

Also ist am Ende doch noch ein aus einem hĂ€ĂŸlichen Entlein zumindest klanglich ein brauchbares Instument geworden womit ich erst mal gut klar komme. Das Ziel erstmal nix falsch zu machen ist Dank eurer Hilfe erst mal erreicht, ob sich da noch was entwickeln wird steht fĂŒr mich außer Frage, aber dafĂŒr braucht es Zeit.

Hier mal Bilder meiner momentanen Baustelle:
Pearl1.webp
Pearl2.webp
Pearl3.webp

NĂ€chster Schritt wĂ€re noch der Austausch des mĂŒden 302 Crashs gegen ein 15" passend zu den Samatya-Becken und ich finde ja das Gretsch Brooklyn in Red Oyster soooooooooooooo ...................................:D

Liebe GrĂŒsse
Tom
 
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