Synthesizer selber bauen, möglich?

@Sonicwarrior

naja Fehlersuche beschränkt sich nicht nur unbedingt auf ein Layout. Jeder kennt es wenn im Eifer des Gefechtes die Pferde durchgaloppieren ......
Falls Du bei doppelseitigen Prints bei Versuchsaufbauten wirklich lötbare IC Sockel benötigst, nur die Info daß ich noch etliche "gedrehte" Einzelpin Sockel habe, die sich sehr gut von allen Seiten löten lassen. Diese Pins sind mit abziehbaren Metallbügeln versehen, sodaß nach deren Abzug nur die verlöteten Pins stehen bleiben, kurz DIL Sockel gedreht ohne Plastik drumrum. Helfe da gerne bei Bedarf aus.
happyfreddy
 
Hi.
Ich interessiere mich auch für den Selbstbau von Synths.
Von den elektrotechnischen Kenntnissen her bin ich so weit, dass ich weiß was welches Bauteil alleine macht, aber mir erschließt es sich nicht, warum jetzt eine komplexere Schaltung jetzt was bestimmtes macht.
Ich kann ein Modul schon nach Teileliste und Schaltplan zusammenbauen, hab dann aber keinen Plan, warum das jetzt so tut, wie's tut...

In Sachen Filterschaltungen habe ich bisher nur ein einfaches RC - Glied kennengelernt und weiß ungefähr wie das tickt. Aber ich glaub das ist doch zu einfach für ein Synthy - Filter oder?
Beim Aufbau von nem VCO hab ich keine Ahnung...

Gibt's denn zu dem Thema auch Literatur, die das Warum erklärt und nicht nur das Wie?
 
strategisch ist es günstiger den umgekehrten Weg zu gehen:
beschäftige dich mit dem funktionalen Aufbau von modularen Synths und versuche ihn zu verstehen
(also was Oszillatoren, Hüllkurven, Trigger, Filter etc sind und was die verbindungen bewirken)
praktische Beispiele lassen sich mit vielen VSTIs umsetzen, ein sehr guter ist Sonigen (free)
im Grunde ist das eine sehr einfache Technik, deren Reiz in der überraschenden Wirkung mancher Verschaltung liegt
wenn dir die Modelle klar sind, wirst du das in den realen Schaltungen viel einfacher nachvollziehen können
der umgekehrte Weg (anhand der 'Elektronik') ein Verständnis zu entwickeln ist nahezu aussichtslos.

cheers, Tom
 
strategisch ist es günstiger den umgekehrten Weg zu gehen:
beschäftige dich mit dem funktionalen Aufbau von modularen Synths und versuche ihn zu verstehen
(also was Oszillatoren, Hüllkurven, Trigger, Filter etc sind und was die verbindungen bewirken)
praktische Beispiele lassen sich mit vielen VSTIs umsetzen, ein sehr guter ist Sonigen (free)
im Grunde ist das eine sehr einfache Technik, deren Reiz in der überraschenden Wirkung mancher Verschaltung liegt
wenn dir die Modelle klar sind, wirst du das in den realen Schaltungen viel einfacher nachvollziehen können
der umgekehrte Weg (anhand der 'Elektronik') ein Verständnis zu entwickeln ist nahezu aussichtslos.

cheers, Tom

Hi Tom,
ich denke, ich habe mich falsch ausgedrückt...
Es geht mir darum ein Verständnis für die Elektronik an Hand eines Synths zu entwickeln und nicht darum Verständnis eines Synths an Hand der Elektronik.

Ich weiß sehr wohl, wie ein Synth funktioniert und was die einzelnen Module machen und wie diese sich auf das Signal auswirken.
Ich beschäftige mich damit schon etwas länger mit Synthesizern, allerdings arbeite ich im Moment rein mit Software - Synths. ( Auch mit modular angehauchten ).
Das Verständnis für die subtraktive und auch die additive Synthese sind da. Mit FM - Synthese hab ich noch nicht so viel zu tun gehabt.

Jedoch habe ich auch Interesse an Elektrotechnik und hatte da vor mir einen einfachen Synth a'la Monotron ( evtl. etwas erweitert ) zusammenzubauen.
Mit den Schaltplänen der einzelnen Module und den entsprechenden Teilen ja kein Problem.
Aber ich will verstehen, warum ich mit einer Schaltung z.B. eine Sägezahnschwingung erzeugen kann.
Ich seh da die Transistoren, Kondensatoren, Widerstände etc...
Zwar weiß wie jedes Bauteil für sich theorethisch arbeitet und wie es theoretisch aufgebaut ist, aber ich versteh nicht, warum das ganze das tut, was es eben tut.
Größtenteils betrifft diese Unkenntnis die Oszillatoren, Verstärker und Hüllkurven. Wie ein Filter grundlegend arbeitet und was da die einzelnen Bauteile für eine Rolle spielen habe ich so ungefähr kapiert. Zumindest, wenn es um ein einfaches RC Glied geht.

Der Grund, warum ich das verstehen will ist, dass ich auch irgendwann in der Lage sein will, eigene Schaltungen zu entwerfen oder bestehnde Schaltungen nach meinen Vorstellung anpassen zu können.
Eine Schaltung an Hand eines Schaltplan aufzubauen ist für mich kein Problem, nur will ich halt auch verstehen, was ich da jetzt eben genau gemacht habe.

Mit dem "funktionalen" Aufbau eines Synths bin ich bestens vertraut, aber ich verstehe die Technik die hinter den einzelnen Modulen steckt nicht.
Deshalb suche ich ja nach Quellen ( Literatur, Videos, etc. ) die nicht nur erklären, wie z.B. die Schaltung eines Oszillators aufgebaut wird, sondern auch was die Bauteile dabei für eine Rolle spielen und warum diese eben so verschaltet sein müssen, damit es zum gewünschten Ergebnis kommt.
 
Hi,
Wenn es um Grundlagen geht wie Oszillatoren, RC Filter, Impulsformer so gibt es eigentlich nur einen Weg dies sowohl theoretisch wie praktisch zu ergründen. Auch wenn man da vielleicht belächelt wird wenn bei NULL angefangen wird, so ist der Lerneffekt sicher größer als nur Schaltungen nachzubauen, wenn wirklich experimentell an die Sache herangegangen wird.
Literatur gibt es zu Hauf und es sei mir der Verweis auf eine relativ günstig zu erwerbende ( neu nicht mehr erhältlich) Heftreihe gestattet.
Der Franzis Verlag hatte ab 1951 die Radio Praktiker Bücherei auf den Markt gebracht die heute zB in der " Bucht" mit Hilfe der Suche " RPB "
gefunden wird. Neben Bänden wie RC Glieder(Band Nr 60) , Sinus / Rechteck/Impuls Generatoren ( Band 325/327) ,Sind auch die Bände von
Helmut Tünker: Electronic Pianos und Synzhesizer ( Band 302 ), Musikelektronik ( Band 306), Böhm : Elektroniche Orgeln ( Band 101) als Einstieg in die Materie hilfreich. Neben diesen schon ins spezielle gehende Literatur ist man häufig auch mit anderen Problemen sei es nun Aufbau oder Mathematische Rechenwege / Formeln konfrontiert. Auch hierüber wird man in der Reihe fündig aber es gibt auch ein relativ komplexes Werk für nahezu alle Bereiche der Elektronik : Dieter Nührmann " Werkbuch der Elektronik" , bei Erscheinen noch ein Band mitlerweile auf drei Bände erweitert ( fast 3000 Seiten ). Des weiteren gibt es gerade was den Einstieg in die Elektronik angeht im Internet reichhaltig Seiten wo man sich mit diesem Thema auseinandersetzt, ja ganze Lehrgänge im Grunde genommen.
Angelesenes möchte man natürlich sofort irgendwie ausprobieren , auch hier gibt es zwei Alternativen :
Simulation mit einem PC Programm zb "Electronic Design Labor" und wie sie alle heißen oder halt sofort mit Zusammenlöten auf Experimentierplatinen. Ich plädiere hier für BEIDES sowohl die Simulation als auch später das simulierte praktisch aufzubauen.
Beim praktischen Aufbau wird man jedoch gerade weil es sich um Impulse handelt nicht um entspechende Meßmittel umhin kommen wie zB
ein Oszilloskop. Nur hier sollte man wirklich die Kirche im Dorf lassen und sich mit dem begnügen was für den Zweck völig ausreicht. Wer später mehr will weil schnuppern heißhungrig gemacht hat kann ja dann immer noch erweitern. Kurz ein einfaches Skop bis 20Mhz reicht für diese Zwecke völlig aus, die auch gebraucht günstig zu erwerben sind. Auch wenn es ein einkanaliges tun würde dennoch die Empfehlung hier gleich einer zweikanaligen Version den Vorzug zu geben. Den üblichen Kleinkram an Werkzeug und Meßinstrumenten setze ich hier wenn schon solche Ambitionen gesetzt sind einfach voraus.
Hat man den Entschluß gefaßt das ganze praktisch anzugehen kommt natürlich sofort die Frage nach geeigneten Bauteilen auf.
Ich habe die Erfahrung gemacht daß in der Anfangsphase durchaus mit erhältlichen preiswerten Sortimenten Erfolge erzielt werden können. Bei Kondensatoren würde ich jedoch immer auf frische Ware zurückgreifen, weil bei älteren Expemplaren die Werte schonmal von der aufgedruckten Bezeichnung abweichen , erst recht bei Elkos.
happyfreddy
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Den Band 302 von Tünker kann ich ebenfalls empfehlen, da ist sogar der Moog-Filter drin :)

Oszilloskop? Gebrauchtes Hameg 203, bekommt man so für 80-120€. 20MHz, zweikanal, taugt. Im Gegensatz zu Tektronix sind da keine Spezialbauteile drin, die es nimmer gibt, kann man also notfalls noch selbst reparieren, Schaltplan wird mitgeliefert.
 
hi
Also die RPB Reihe war von Beginn an in den 60ern meine Hauptlektüre die in der städtischen Bücherei fast vollständig auszuleihen war. Heute habe ich sie so gut wie komplett einiges sogar doppelt, könnte also bei Bedarf da aushelfen wenn absolut nicht mehr zu kriegen.
Worauf man sich jedoch einstellen sollte sind Bauteile die heute durch bessere und kleinere ersetzt sind was dem Forscherdrang jedoch keinen Abbruch tut. Wie man sich dann seinen Arbeitsplatz einrichtet bleibt jedem selbst überlassen. Das was jedoch sicher erforderlich ist wäre ein regelbares Netzteil bis ca 20 V ( notfalls tun es auch Batterien ) und eine Abhörmöglichkeit in Form eines alten Radios / Kopfhörers.
Ein HAMEG 203 hat nebenbeigesagt auch einen eingebauten Komponententester mit dem man Bauteile wie Dioden und Transistoren duchmessen kann - sogesehen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe und für den NF Bereich kann man es schon als Arbeitspferd betrachten.
happyfreddy
 
Nachdem ich jahrelang entweder kein Geld für ein Oszi, keine Lust auf Elektronik oder nur mit geschenkt bekommenen Röhrentrümmern aus den 60ern gearbeitet habe, empfinde ich mein 203/7 als wirklichen Segen, da ich nicht die Geräte zum Oszi tragen muß sondern es endlich auch mal umgekehrt geht.

Diese billigen Digitalteile werben ja gerne mit hoher Bandbreite, schaut man aber genauer hin, ist das nicht die für analoge Signale erzielbare Bandbreite. Da sind schonmal 40MHz mageren 1MHz Analogbandbreite gegenübergestellt.

Für Fehlersuche in Digitalschaltungen ist ein Logikanalysator sehr hilfreich, den gibt's bei einem guten Speicheroszi oft mit dazu, oder man geht da auf gute DIY-Projekte. Wer noch einen Atari besitzt, der kann sich nach einem gebrauchten Rhothron Meßlab umschauen, braucht aber wg VMEbus mindestens einen MegaSTE.
 
hi
naja Hameg 203-4 hat mir jahrelang nach einem LEADER 510 gute Dienste geleistet und für mal schnell was messen reicht er schon noch ( manchmal ). Irgenwann hat es mich dann doch noch erwischt, wobei ich eigentlich etwas völlig anderes kaufen wollte. Nur er lachte mich förmlich an und der Preis war auch mehr als verlockend : ein Tektronix 465 B. Da hab ich nicht lange gezögert. Mitlerweile hat er jedoch Gesellschaft bekommen mit einem 4 Kanal Tektronix 2246. Es ist schon ein wesentlich angenehmeres Arbeiten damit keine Frage. Nur sowas läßt man tunlichst zuhaus und packt statt dessen den Hameg in den Kofferraum wenn es mal sein muß.
Neulich auf dem Flohmarkt konnt ich jedoch nicht wiederstehen und hab einen Hameg 107 ergattert , mein allererstes Skop, damals mühselig mit Ferienjobs die 900 DM zusammengespart ...
happyfreddy
 
Du hast 3 Oszilloskope? :eek:
 
Von Tek laß ich die Finger. Die verbauen da Kundenchips, und wenns die nimmer gibt, ist Schicht im Schacht. Bin da halt bissl konservativ und möchte von meinem ersten eigenen richtigen Oszi bissl länger was haben :)

Komponententester? Hm, war mir bei meinem nicht aufgefallen, vielleicht hab ich dann doch kein 203-7 sondern ein Schwestermodell. Muß ich direkt mal nachschauen.
 
hi
Der Komponententester war bereits im 203 - 4 drin deswegen habe ich ihn mir damals auch gekauft.
So wild ist das mit den Kundenchips bei den Tek´s die ich habe auch nicht. Ersatzteile gibt es noch daran liegts nicht........
@sonicwarrior
nee sind leider noch mehr gewesen. Zwei inzwischen verkauft ( Voltcraft 2040 mit Speichervorsatz und ein zweites Hameg 203-4 ) Das vierte ist besagtes HM 107 und das fünfte ein ganz spezielles eingebaut in meinen Meßplatz von Kenwood :
7cm Skop ,großes RMS Zeiger Voltmeter, FM Stereo Generator mit Pilotsignal , Audio Generator mit Square, Sinus und RIAA Modus, Lautsprecher DUMMY LAST 4 und 8 Ohm 40 Watt Stereo.
Alle Geräte in einem Gehäuse und per Kippschalter intern miteinander koppelbar oder extern. Von dem kleinen Skop kann man natärlich nicht allzuviel erwarten aber für Audio Anwendungen reicht es gerade so aus wenn es nur um die Signaldarstellung geht. Sehr praktisch dagegen die Kombination der Geräte untereinander um einen Amp etc durchzumessen.
Die Teks habe ich mir auch nur angeschafft weil ich es leid war mit der geringen Bandbreite der Hamegs vorlieb nehmen zu müssen gerade wenn es um Digitaltechnik geht, außerdem verfügen sie noch über eine Schnittstelle.
happyfreddy
 
Naja, ich hab zwar nur ein Oszilloskop (Hameg HM 103), aber vier Multimeter. Eins war ein Werbe-Geschenk und hat irgendwie als einziges einen Durchgangsprüfer mit Piepser (das setze ich auch fast nur dafür ein) und eins kann hauptsächlich Kondensatoren testen. Mein Fluke ist mir zu groß, dass setze ich nur ein, wenn ich präzise Messungen brauche und mein Haupt-Multimeter ist witzigerweise ein billiges Voltcraft, aber um Widerstände und Spannungen zu checken reicht es.
 
hi
Der Komponententester war bereits im 203 - 4 drin deswegen habe ich ihn mir damals auch gekauft.

Gerade mal geschaut: ist ein 203-7 und hat auch den Tester. Den Schalter nebst der Klinkenbuchse unter dem Bildschirm übersieht man einfach zu leicht :)
 
F
  • Gelöscht von McCoy
  • Grund: Flohmarktspam!
top antworten danke euch
 
Nicht vergessen werden darf auch die Firma Doepfer, die seinerzeit sich intensiv mit der Synthie Thematik beschäftigt hat und diese
Produkte auch auf der Frankfurter Messe gezeigt hat . Sehr interessant war sein MOOGLY Handschuh, mit Sensoren für die Tonerzeugung versehen.

Neben dem völligen analogen Aufbau kann man durchaus auch dies mit einem AVR Prozessor auf softwarebasis realisieren.
Das Internet ist voll von solchen Applikationen.
 
@Jürgen
kenn ich alles . Habe Kontakt zu Prof Reuter, der mir auch schon weiteres mitgeteilt hat.
Hatte leider etwas Pech notwendige Komponenten / ganze Geräte nicht in der Bucht ergattern zu können, die sich
wohl eine Forschungseinrichtung angeeignet hat mit astronomischen Preisen - war jedenfalls bei allem ein und derselbe Bieter.
Komme jedoch auch so zurecht
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben