Tapping, Harmonics, Obertöne usw

von Metalfreak101, 29.09.07.

  1. Metalfreak101

    Metalfreak101 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #1
    Hey Leute...

    Ich habe ein Problem: 1.Ich besitze eine Claim Sonor Strat mit Singelcoils...naja...diese Tonabnehmer sind sooooo doof. das ich damit net Tappen kann...es kommt einfach kein Ton raus, wenn ich aufs Griffbrett tape bzw mit dem Pick tappe...aber ich bin dafür net zu doof :D...weil bei andren Gitarren kann i dis scho...naja...

    2. wie erstellt man harmonics? Ich weis: Finger auf den Bund direkt leicht berühren ganz Sanft...dann müsste so ein "Quitsch-Geräusch" kommen...naja geht irgendwie net...diese Technik wäre ganz net...weil bei Metallica - Welcome Home (Sanitarium) kommt dis gut beim Intro des Songs...oder auch so ganz allgemein...diese Technik: Kp wieso die net Funktioniert bei mir.
     
  2. spassbaron

    spassbaron Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #2
    Hi

    zum tapping-problem: stimmt, mit humbuckern müßte es besser gehen. aber du kannst ja mal folgendes versuchen...dreh den gain-kanal am verstärker voll auf und versuch beim tappen möglichst die stelle kurz vor dem bundstäbchen zu treffen. so sollte es zumindestens etwas besser klingen. Ich benutze für tapping gern den Warpfaktor(kostet neu nur 20€). den mit viel gain und sustain klingt die sache wesentlich flüßiger.

    zu den harmonics: ist eigentlich ganz einfach! versuchs am besten auf der hohen e-saite beim 5. bund oder 7. bund. Man legt den finger nämlich nicht auf den Bund, sondern auf das Bundstäbchen. Wirklich nur ganz leicht berühren und beim anschlagen gleich wegziehen, dann müßte es eigentlich funktionieren. Richtiges Quitschen aber erhälts du erst mit Pinch Harmonics, das ist aber ne andere geschichte...
     
  3. Metalfreak101

    Metalfreak101 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #3
    jap...das meinte ich ja...mit dem Bundstäbchen...hab ich verwechselt...jap probiere ich aus... thx...aber zu diesem Gerät: ähm...was is das Teil? Was macht das?
     
  4. Leodoom

    Leodoom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #4
    Hi!

    Das hat mit Tonabnehmern am wenigsten zu tun, Tapping ist eine Spieltechnik die zwar durch Verzerrung leichter wird (da das Singnal verstärkt wird, logischerweise), aber nicht an sie gebunden ist. Ich kann auch auf ner Akkustikgitarre tappen, so ist das nicht.
    Wenn dus auf anderen Gitarren kannst, würde ich spontan mal auf eine perverse Saitenlage (zu hoch/zu tief) tippen, frag doch mal nen bekannten Gitarristen ob er sich das ganze angucken könne - bei den meisten Gitarren ist die Saitenlage eine Frage von ein paar Umdrehungen mit dem Schraubenzieher.
    Würde dir aber auch empfehlen, das ganze wirklich ohne Verzerrung (am besten sogar ohne Verstärkung!) zu üben, je besser du bist desto schlechter kann die Gitarre sein^^

    Was du meinst sind Flageolette. Wenn ich mich recht erinnere, ist das bei Sanatarium über dem 12. Bund... eigentlich ganz einfach: berühre die Saite GANZ LEICHT mit dem Zeigefinger über dem Bundstäbchen zwischen dem 12. und dem 13. Bund. Schlage die Saite dann mit dem Plektrum am, und zwar ruhig mit angemessener Kraft.
    Achte auf folgendes:
    - Finger muss den Sweetspot (oder wie man das Ding nennt) wirklich genau treffen: wenns nicht klingt, verschieb ihn mal millimeter nach links und rechts, irgendwo da isser...
    - Saite möglichst ausschwingen lassen: möglichst leicht berühren (nicht drücken, der Finger muss ganz sanft aufliegen, so das er kaum Kontakt hat), am besten gleich nach dem Anschlag wegziehen, damit die Saite frei schwingen kann.
    - Anschlag mit dem Plektrum möglichst gerade und mit angemessener Kraft.

    Hoffe das hilft etwas^^ MfG Mathew



    Edit: Ich würde davon abraten, das Problem einfach mit mehr Gain zu kompensieren. Gut es klingt dann halt... aber gelernt hast du nichts. Tapping musst du ohne jegliche technischen Hilfsmittel können, sonst ist es kein Können ;)
     
  5. spassbaron

    spassbaron Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #5
    Der Warpfaktor ist ein Distortion Pedal. Damit klingts halt besser als mit der Standartverzerrung. Die meisten Profis nehmen für Tappingparts viel Gain, schrauben jedoch mit nem EQ das damit verbundenen Rauschen weg. Klingt halt einfach besser, als mit wenig gain ^^
     
  6. Leodoom

    Leodoom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #6
    mag sein, zum üben des ganzen würde ich trotzdem keine Zerre benutzen. Kommt auch auf den Amp an, die meisten haben mehr als genug Gain ...


    P.S: besser als mit Standard-Zerre? kommt auf die Zerre an, bei nem Fender FR sicher, aber ne gute Zerre muss in so einem Fall nicht geboostet werden
     
  7. spassbaron

    spassbaron Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #7
    Jupp, zum üben würd ich eh alles clean oder trocken spielen :great:
     
  8. Blue Gator

    Blue Gator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #8
    Kleiner Nachtrag zu "natürlichen" harmonics: Wie bereits gesagt wurde, gehen die nur an bestimmten Punkten auf dem Griffbrett. Über dem 12. Bundstäbchen wurde schon genannt.
    Weitere Möglichkeiten sind über dem 5. und 7. Bundstäbchen. Das Muster wiederholt sich eine Oktave höher, also auf dem 17. und 19. Bundstäbchen. Nicht auf Bundstäbchen liegen harmonics bei Bund 3.9 (naja, das ist fast das 4. Bundstäbchen), 3.2, 2.3 und 1.8. Die beiden letzten sind allerdings sehr schwer zu kriegen. Da musst du wirklich "auf den Zehntelmillimeter genau" treffen. Auch sollte die Fläche des Fingers, mit der du die Saite berührst, möglichst klein sein. Also senkrecht von oben und sehr kontrolliert grefen.

    Zu den pinch harmonics, die so richtig schön "quietschen" empfehle ich mal wieder meinen Lieblings-Internetgitarrenlehrer Justin: http://www.youtube.com/watch?v=5I5O8P-r5Rk
    Da wird schön erklärt wie das geht. Seine Seite www.justinguitar.com ist generell einen Besuch wert.

    Man kann die Technik im Video noch ausbauen, indem man nach dem Anschlagen der pinch harmonics hochbendet und/oder Fingervibrato einsetzt oder auch den Jammerhaken (so vorhanden) betätigt.
     
  9. Leodoom

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    Erstellt: 29.09.07   #9
    Nachtrag nr.2 zu den Flageoletten:
    Man kann sie über jedem Ton erzugen, indem man z.B. mit dem Handrücken der Schlaghand statt einem Finger der Greifhand die Saite berührt und mit der Greifhand entsprechend greift. Heißt: Wenn ich im 1. Bund greife, kann ich zw.13. und 14. Bund die Saite berühren und bekomme genauso ein Flageolett. Und DAS geht überall, sofern man den richtigen Abstand wählt ;)
     
  10. Blue Gator

    Blue Gator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #10
    Jo, erfordert allerdings mitunter ein wenig Plektrum-Akrobatik, da man ja mit der Schlaghand erst den Ton greifen und dann auch noch "unterhalb" davon (also Richtung Steg) anschlagen muss. Ist aber alles machbar.

    Man kann sich dieses Prinzip der "artificial harmonics" auch in Form getapter harmonics zunutze machen. Dazu muss man sich nicht so verrenken. Grundgedanke ist derselbe: Ton greifen, mit der rechten Hand 12 Bünde höher gehen. Dann AUF dem Bundstäbchen tappen.
    Beispiel: Du greifst mit der linken Hand im fünften Bund auf der H-Saite ein E. Dann hämmerst du mit rechts AUF dem 17. Bund und erhältst die passende harmonic. Bei Linkshändern geht das natürlich genau umgekehrt. :)

    So.... abgesehen von Spezialtechniken wie Dimebag-Squeals und Co. haben wir damit sämtliche Formn von harmonics durch, oder? ;)
     
  11. Leodoom

    Leodoom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #11
    Hier liegt ja der Witz an der Sache - du kannst die Hand gerade lassen und locker zwischen Handballen und Greifhand anschlagen, läuft aufs selbe hinaus und du musst dich nicht verrenken ;)

    Hey, danke, den kannte ich noch garnich... XD cool, wieder was gelernt^^
     
  12. hyperthreader

    hyperthreader Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #12
    Geh ich richtig in der annahme dass ich mit diesen flagesonstwas eine stehende Welle erzeuge?

    Das konnte ich noch vor dem A Akkord*gggg* Ohne zu wissen was passiert oder was das ist... einfach mal rumgespielt und dann hats tuuuut gemacht...
     
  13. Gore-Illa

    Gore-Illa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.07   #13
    naja, eine stehende welle erzeugst du eigentlich immer wenn du einen ton anschlägst.

    allerdings haben fageoletts (fast) keine obertöne und klingen daher sehr "rein" und nicht mehr so gitarrentypisch.
     
  14. Dr.Quitte

    Dr.Quitte Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.07   #14
    So, hier sind mal die Flageolets auf der tiefen E-Saite aufgemalt. Entsprechend den Intervallen der einzelnen Töne zur Stimmung der Saite kann man sich das auch für die anderen Saiten klarmachen, oder einfach auf der Homepage hier nachsehen. Einige davon sind aber echt schwer zu treffen.
    http://www.freakguitar.com/efret.html
     
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