The Muffin Tops - Surrealism

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Hallo, nach der Vorstellung unserer Single und des Musikvideos (https://www.musiker-board.de/threads/the-muffin-tops-josephine-single-mit-musik-video.693660/) folgt nun auch ein kleiner Text über unser neues Album "Surrealism".

An diesem Album (unser zweites) haben wir insgesamt über zwei Jahre lang gearbeitet. Das Material wurde teilweise von den Songschreibern separat sehr weit entwickelt und vorproduziert, teilweise handelt es sich auch um live erprobtes und gemeinsam arrangiertes und entwickeltes Material, das von den Komponisten nur in recht rudimentären Versionen vorbereitet wurde. Grundsätzlich sind die Muffin Tops immer eher eine Liveband gewesen, die ihren Sound im Proberaum und auf der Bühne entwickelt, gleichzeitig haben wir aber präsente und ambitionierte Songschreiber in der Band, die für dieses Album eine dominantere Rolle eingenommen haben.

Stilistisch kann man sagen, dass recht unterschiedliche Songs auf dem Album vertreten sind, die aber eine Reihe roter Fäden verbindet: Einerseits sind alle Songs auf die eine oder andere Art funky (das ist quasi immer das Kriterium bei neuen Songs), andererseits haben wir nach meinem Empfinden mittlerweile einen sehr eigenen Songwriting-Stil, der sich eher durch Familienähnlichkeiten auszeichnet, als das man ihn ihn wenigen Worten definieren könnte. Und schließlich haben wir dieses Mal versucht, ein komplexeres Soundgeflecht zu kreieren, das sich durch das gesamte Album zieht und auch solche Songs miteinander verbindet, die im ersten Moment sehr unterschiedlich anmuten.

Das Recording fand in einem Mischverfahren statt, bei dem für jeden Song zuerst eine Vorproduktion in Ableton Live stattfand und dann z. T. im Home-Recording, zum Teil im Studio als Overdub die einzelnen Spuren mit den finalen Takes ersetzt wurden. Wir haben dabei mit JISA Productions aus Frankfurt zusammen gearbeitet und dabei gute Erfahrungen gemacht. Das Recording aber auch die Postproduktion haben von dieser Zusammenarbeit qualitativ enorm profitiert. Vor allem hat uns die Unterstützung geholfen, unklare bzw. noch unterentwickelte Aspekte in den Songs für die finalen Tracks in guter Qualität hinzubekommen, was ansonsten vermutlich zu deutlichen Schwachstellen auf dem fertigen Album geführt hätte. Aber auch was den Mix und den Einsatz von Effekten anging, sind wir natürlich auf ein ganz anderes Level gelangt.

Das Schlagzeug ist fast komplett live eingespielt und danach größtenteils quantisiert worden. Die zusätzlichen Drum-Synthis sind recht klar erkennbar. Das Schlagzeug im Dubstep-Part ist im Wesentlichen echt und der Reverb wurde ebenfalls live erzeugt, indem einzelne Drums in einem Kellergewölbe aufgenommen wurden. Der Bass ist bis auf ein paar Synthi-Bass-Stellen ein echter eingespielter E-Bass, die Gitarren natürlich sowieso. Das Rhodes ist (bis auf ein paar Stellen, die im Nachhinein mit einem Plugin hinzugefügt wurden) ein echtes Mk2. Die restlichen Keyboards sind Software-Emulationen von Vintage-Keyboards (unter anderem Jupiter, Minimoog, Hammond, Mellotron, Fairlight CMI). Die verwendeten Samples/Soundeffekte sind teilweise selbst aufgenommen worden und teilweise aus Soundbibliotheken.

Die Band spielt eigentlich in der Besetzung Gesang, Gitarre, Rhodes, Bass und Schlagzeug. Auf dem Album sind diesmal ein Haufen Vintage-Keyboards, Drum-Machines und Samples zu hören. Dabei handelte es sich in der Regel um ganz bewusste und frühe Entscheidungen der Songschreiber und diese Spuren existierten teilweise bereits seit der ersten Demoversion des jeweiligen Songs in genau der Fassung, die auf dem fertigen Album zu hören ist. Das ist dadurch bedingt, das einige der Songs recht klaren Genrevorstellungen entstammen und von vorne herein dazu gedacht waren, das Repertoire der Band entsprechend zu erweitern. Live spielen wir diese Songs mittlerweile oft mit Backing-Tracks aus Ableton, die während der Songs mitlaufen und z. B. Soundeffekte oder Drum-Synthis enthalten. Stücke wie "Let Me In" machen dadurch enormen Spaß, weil die Samples oft mitten im Song aus dem Nichts kommen und eine interessante Interaktion mit dem Computer zulassen.

Das komplette Album kann man z. B. hier auf Spotify hören: https://open.spotify.com/album/622zlQg4s9L4ssgkEHPROv
 
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