Tipps für eine Ausgangspositionen zur Akustikgitarrenabnahme

  • Ersteller Matthaei
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Es sind halt immer mal wieder Sachen dabei, wo es auf genaues Picking ankommt, das kann schon mal was dauern :)

Oh ja, das kenn ich nur zu gut. Ich habe heute auch eine Ewigkeit an ein Pickingintro gesessen. Mit Pulloff usw.
Die Rhythmustakes waren super schnell eingespielt, aber beim Intro wollte es partout nicht klappen.

Ich schätze mal, dass ich einfach das Griffbrett noch nicht so gewohnt bin, wie ich es gerne hätte.
Früher bei der alten Gitarre habe ich das so weggespielt.
Die Takamine hat ein kleineres Griffbrett, da ist schon mal ein Finger im weg und dann wirds unsauber.
Da brauchts noch mehr Praxis.

Ich werde in solchen Situationen dann aber immer sehr sehr dickköfpig und spiele dann auch so lange, bis ich nicht mindestens das Gefühl habe 5 gute Takes aufgenommen zu haben, ohne schneiden zu müssen. Sonst kann ich die Nacht nicht gut schlafen ;-)

Das zweite Problem war auch, dass ich das Intro noch mal (mit mehreren Takes) Aufnehmen musste. Nachdem ich das Mikro positioniert habe und angefangen habe das erste mal aufzunehmen, musste ich als am Ende (und da lief es anfangs noch richtig gut mit dem Picking) feststellen, dass die Position doch noch nicht gut genug war, bzw. bin ich wohl beim Spielen immer weiter von der Ursprungsposition weggerutscht (Gitarrenhals beim einstellen gerade, beim spielen aber schräg gehalten). Dadurch wurden die hohen Saiten zu stark betont.

Also alles wieder von vorne. Da waren schon 2 Stunden rum und dann lief es auch dementsprechend gemischt. Aber letzlich hab ich doch, denke ich, ein paar ganz gute Takes hinbekommen (mal gucken ob ich morgen auch noch so denke, beim durchhören ;-)).
 
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Zum Raum:
Beim nächsten Mal werde ich vielleicht versuchen statt der Frontwand die Rückwand mit den Matratzen absorptiv auszukleiden und stattdessen irgend eine Lösung zu finden, um die Frontwand mit Diffusoren zu verkleiden (LEDE-like). Ich gehe zwar jetzt davon aus, dass meine mobilen Absorber einiges abschirmen, aber es geht vielleicht noch etwas besser.
... das bringt mich doch glatt auf eine Idee :gruebel:
die (bei der Aufnahme) gegenüberliegenden Wand macht ein Reflektionsproblem und ich dachte, ich hätte 'nichts passendes im Hause'
aber Moment, da gibt's ja noch das Crashpad (soll eigentlich unsanfte Landungen beim Klettern/Bouldern verhindern)
die Dinger sind aufgrund der Anforderung mit verschiedenen Schaumstoffen gefüllt und eher fest strukturiert
'ausrangierte' müssten sich billig bekommen lassen

cheers, Tom
 
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Ich kann nur von mir reden, aber im Moment gehe ich da ziemlich pragmatisch zur Sache. Halbwegs brauchbare Position suchen und los gehts. Mehr als eine halbe Stunde Vorbereitung gebe ich mir nicht.

Ich brauche für den reinen Aufbau im Raum schon ca. 1 Stunde. Weitere 30 Minuten dann für die ganze Technik und dann geht es erst daran die Mikros auszurichten. Die Sitzposition habe ich ja schon mal, immerhin.
Den Raumaufbau mache ich jetzt immer am Abend vor der eigentliche Aufnahme.

Leider muss ich ja immer alles komplett abbauen am Abend. Da ich immer nur 1x die Woche aufnehmen kann, muss ich meine Sessionzeiten (meist 8 Stunden Freizeit an dem Tag) auch gut ausnutzen. Sonst wird das Projekt nie fertig. Ich spiele dann auch lieber immer mehr Takes ein, um sicher zu gehen. ;-)
Gibt ja auch spielpraxis ;-)
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die (bei der Aufnahme) gegenüberliegenden Wand macht ein Reflektionsproblem und ich dachte, ich hätte 'nichts passendes im Hause'
aber Moment, da gibt's ja noch das Crashpad (soll eigentlich unsanfte Landungen beim Klettern/Bouldern verhindern)
die Dinger sind aufgrund der Anforderung mit verschiedenen Schaumstoffen gefüllt und eher fest strukturiert
'ausrangierte' müssten sich billig bekommen lassen

Not macht erfinderisch ;-)
Ich habe diese Matratzen auch nur durch Zufall im Schlafraum des Kindergartens entdeckt und bin jetzt echt froh drum an den Wänden noch Möglichkeiten zu absorption zu haben.

Da der Raum schon einen recht kleinen Nachhall hat und daher auch keinen schönen "Naturklang" habe ich mich entschlossen den Raum lieber noch etwas trockener zu bekommen und nachträglich mit Impulseffekten zu arbeiten im Mix. Desweiten erhält man im "nackten" Raum gerne auch mal Flatterechos.

Für Gesang ist der Raum natürlich klasse. Noch ein paar mobile Absorber mehr und ich bekomme das annähernd furztrocken.
 
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die Stuhllehnen und das Notebook sind imho auch nicht zu unterschätzen...
und die Gitarrendecke, die ggf direkt in's Mikro reflektiert

die Wahl des Picks (bzw Fingeranschlags) und des Reverbs sind meine beiden wichtigsten 'EQs' für die Gitarre
bei der Bearbeitung deiner Aufnahme hätte ich eigentlich einen (mehr) färbender EQ an's Ende der Kette setzen sollen
(mit etwas zeitlichem Abstand gehört ist die schon arg stumpf)
könnte aber auch meine eigene Ungeschicklichkeit gewesen sein...
die Software ist kein Selbstläufer und man ist schnell über den Punkt weg, ab dem es bissig wird

cheers, Tom
 
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die Stuhllehnen und das Notebook sind imho auch nicht zu unterschätzen...
und die Gitarrendecke, die ggf direkt in's Mikro reflektiert

Hmm, da wären wir wieder an dem Punkt. Ich mein, klar physikalisch gesehen hast du recht, nur, ist dieser Effekt dann wirklich ausschlaggebend. Würde man bei einem ungleich größeren Aufwand (Stuhllehnen) wirklich einen wesentlichen Unterschied hören? Oder ist durch eine relativ nahe Mikrofonie und guten Absorbern im "Rücken" schon zumindest das Paretoprinzip bereits erreicht?

Beim Notebook hast recht, wäre auch schnell behebbar, es ist nur so sehr leicht erreichbar, wenn man eine Gitarre auf dem Schoß hat und ich kann sehen wo ich mich im Track befinde. Letztes Mal hatte ich das Notebook auf dem Boden stehen, aber das war immer ein tierisches Gebücke. Heute habe ich allerdings darauf geachtet, dass der Screen entsprechend steil nach oben gestellt ist und das Notebook insgesamt zur Seite weg gedreht, um die Reflektion nicht zum Mikro hin zu bündeln. Alternativlösung?

Als Anfänger mag ich mich da nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen, aber die diversen Spielereien die ich bisher so gemacht habe, hatten jetzt keine so große Rolle in meinen Ohren gespielt.
Als ich im Studio für Demoaufnahmen meiner damaligen Band war, wurde diesbezüglich auch kein Fass aufgemacht, aber bei entsprechend kommerziellen Profiproduktionen mag das sicher anders sein.

Wäre der Raum permanent meiner und ich müsste nicht immer umbauen, würde ich natürlich auch die 100% anstreben. ;-)
Dann würde ich bspw. Flatterechos auch gezielt eliminieren und nicht nur durch geeignete Wahl der Sitzposition und großzügiger Absorption von Wänden.
 
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in deinen Ohren sicher nicht, aber da stehen ja diese empfindlichen Neumann Mikros davor ...
ich hab's nur erwähnen wollen, weil die Lehnen direkt Richtung Instrument zeigen
(falls der Aufbau nicht geändert wurde)

cheers, Tom
 
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Berechtigter Einwand :)
Ich kann nur von mir reden, aber im Moment gehe ich da ziemlich pragmatisch zur Sache. Halbwegs brauchbare Position suchen und los gehts. Mehr als eine halbe Stunde Vorbereitung gebe ich mir nicht. Ich brauche die Zeit zum Spielen um den bestmöglichen Take hinzukriegen. Nach spätestens 3 Stunden mache ich Schluss, was bis dahin nicht wird, wird danach auch nicht mehr. Dann halt bei der nächsten Session.
Es sind halt immer mal wieder Sachen dabei, wo es auf genaues Picking ankommt, das kann schon mal was dauern :)

Zustimmung von meiner Seite.

@Matthaei
Was bisher gar nicht so sehr in meinem Focus war, Du baust ja immer auf und ab :eek:
Sprich, die genaue Position wirst Du nie und nimmer jedesmal rekonstruieren können.

Beispiel: Wenn ich Aufnahmen mit akust. Gitarre mache, dann brauche ich max. 5 Minuten Vorbereitungszeit, sprich, alles steht so da (Mikrofonständer inkl. Ausrichtung) wie immer. Der Spieler muss sich nur passend vor dem Mikro platzieren.
Thats it! Und weißt Du was, obwohl ich darauf achte, das die Position passt, sind immer wieder kleine Klangänderungen zu bemerken.
Das kann man nicht vermeiden.
D.h., Takes werden bei mir kpl. an einem Tag aufgenommen.
Wenn man einen Tag später irgendwo einsteigt, um was zu verbessern, klingt es eine Spur anders.
Und das geht bei mir gar nicht.


Eine Idee wäre vielleicht, in einem kleineren Rahmen aufzunehmen, bei Dir zu Hause.
Da kann man in etwa gleiche Vorraussetzungen, vor allem schneller schaffen.
Nicht zu vergessen ist ja auch, wenn Du am Einspieltag erstmal eine Stunde umbaust und dann recordest, ist ja der Vibe weg (zumindestens ist das bei mir und den Spielern die ich kenne so.).
Deswegen gilt bei mir immer, alle Baumaßnahmen (inkl. schauen, ob die Instrumente noch so klingen wie erwartet) einen Tag (oder mehr) vorher abschließen.
Am Aufnahmetag nur noch einspielen :)

Und noch was, keine Wissenschaft um Positionen machen.
Keine Frage, Du machst das richtig, erstmal schauen wo klingt das Instrument abgenommen gut.
Aber dann ist es auch gut.

Wie gesagt, bei mir und meinen Gitarren (und Gitarren den Kollegen), passt der Bereich zwischen 7 und 12. Bund am besten. Und dann gehts los mit den Aufnahmen.

Ohne EQ (Tiefmittenbearbeitung, etwas Glanz oben etc.) kommt man sowieso nicht aus, sofern Mikro und Preamp von guter Qualität sind, dann passt das.
 
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in deinen Ohren sicher nicht, aber da stehen ja diese empfindlichen Neumann Mikros davor ...
ich hab's nur erwähnen wollen, weil die Lehnen direkt Richtung Instrument zeigen
(falls der Aufbau nicht geändert wurde)

Hi Tom!
Vielen Dank auch für den Hinweis mit den Stühlen. Ich bin immer dankbar für Tipps von Erfahrenen. Also Leute ruhig was einwerfen, wenn ihr einen "Fehler" oder Optimierungspotenzial entdeckt :)

Zu den Lehnen. Ich werde weiterhin Stühle mit diesen Matratzen verwenden. Das hat sich aus Kosten/Aufwand und Nutzen bewährt.
Ich werde nächstes Mal aber einfach versuchen die Stuhllehnen zur Wand hin zu drehen, sodass die Matratzen davor stehen. Das sollte schon einen entsprechenden positiven Effekt erzielen.
Ist ein bisschen Frickelarbeit, damit die Matratzen nicht wieder vom Stuhl wegrutschen.

Bezweifeln tue ich dennoch, dass der Effekt sehr groß sein wird, ehrlich gesagt. Eher das letzte Sahnehäupchen einer insgesamt guten Aufstellung.
Allein das repositionieren bei jeder Session hat einen wesentlich größeren Einfluß.

Einige Überlegungen noch zu meinem Aufbau, vielleicht habt ihr das ja noch ein paar Ideen/Tipps.

Was denkt ihr ist geeigneter, Matratzen an der Vorderwand (direkte Reflektion und Gefahr von Flatterechos vermeiden) - so wie auf dem Foto - oder doch eher an der Rückwand (LEDE). Wobei unter diesem Aspekt meine mobilen Absorber berücksichtigt werden sollten, das sind mehrschicht Breitbandabsorber mit einer Tiefe von ca 15cm.
Die sollten im Frequenzbereich der Gitarre eine recht hohe Absorptionswirkung haben.

Wo ich mir außerdem noch unsicher bin ist, ob es nicht doch Sinn macht die Decke zusätzlich noch zu bedämpfen, zumindest im Aufnahmebereich.
Diese Decke hat bereits Bautechnisch eine Optimierung bekommen (damit der Raum - da befinden sich normalerweise ca. 25 Kinder drin - nicht so hallt). Das klappt bereits sehr gut. Ich kenne den Raum noch ohne diese Decke ;-)
Das ist die klassische Schallschutzmaßnahme mit der gelochten Decke bei der sich dahinter absorptives Material befindet - ich vermute irgend ein Fließ oder gar eingepackte Mineralwolle -.
Eigentlich sollten diese Decken ja auf den Frequenzbereich der menschlichen Stimme abgestimmt sein, dessen Bereich ja auch super mit der Akustikgitarre übereinstimmt.
Was meint ihr? Der Aufwand dürfte nicht gerad gering sein, da ich an der Decke quasi nix machen darf (Schrauben, Bohren, etc.).

Den Boden lasse ich so, es hat sich damals gezeigt, dass ein Teppich den Sound zu mumpfig machen würde.

Was bisher gar nicht so sehr in meinem Focus war, Du baust ja immer auf und ab :eek:
Sprich, die genaue Position wirst Du nie und nimmer jedesmal rekonstruieren können.

Genau, dass ist mir bewusst. Finde ich aber auch jetzt ehrlich gesagt gar nicht so schlimm. Jeder Song braucht in gewisser Weise ja auch seinen eigenen Sound, je nach welche Instrumente da zusammenspielen sollen und welche Passagen, etc..
Zu Feiertagen und zu Zeiten bei denen der Kiga zu ist, kann ich aber auch über mehrere Tage aufnehmen.

D.h., Takes werden bei mir kpl. an einem Tag aufgenommen.
Wenn man einen Tag später irgendwo einsteigt, um was zu verbessern, klingt es eine Spur anders.
Und das geht bei mir gar nicht.

Mein Ansatz ist auch generell, dass ich pro Session ein Instrument für einen Song komplett fertig recorde. Das gilt auch für elektronische Instrumente.
Ich habe da auch schlechte Erfahrung mit Aufnahmen zwischen verschiedenen Sessions gemacht. Sogar in Situationen bei denen die Aufnahmesituation eigentlich identisch war.
Z.B. höre ich auch den Unterschied, wenn ich 2 Aufnahmen mit der Akustik in 7 Tagen Abstand mache, bei der ich nur den Piezo nutze. Also bei der sich die Aufnahmekette und Position nicht geändert hat. Die Saiten klingen anders, die Performance ist anders, etc. Ist immer unschön.

Eine Idee wäre vielleicht, in einem kleineren Rahmen aufzunehmen, bei Dir zu Hause.
Da kann man in etwa gleiche Vorraussetzungen, vor allem schneller schaffen.
Nicht zu vergessen ist ja auch, wenn Du am Einspieltag erstmal eine Stunde umbaust und dann recordest, ist ja der Vibe weg (zumindestens ist das bei mir und den Spielern die ich kenne so.).
Deswegen gilt bei mir immer, alle Baumaßnahmen (inkl. schauen, ob die Instrumente noch so klingen wie erwartet) einen Tag (oder mehr) vorher abschließen.
Am Aufnahmetag nur noch einspielen :)

Ich werde das auch weiter ausbauen denke ich. Letztes Mal habe ich bereits den groben Aufbau (Matratzen,Sitzbereich, etc.) am Abend davor aufgebaut. Beim nächsten mal werde ich auch die Mikros und die Verkabelung grob vorpositionieren. Mir geht es nämlich auch so, dass solche Aufbauten mit die Konzentration und Stimmung rauben, um eine sehr gute Performance zu liefern.
Gestern lief es aber eigentlich ganz gut, da ich keine Stühle mehr rumschleppen musste ;-)
Mein Idealziel ist es irgendwann eine Raumkonfiguration für die Aufnahme meiner Akustik und anderen Instrumenten zu finden, die ich immer recht schnell wieder reproduzieren kann.
Daher dokumentiere ich auch immer wieder mit Fotos.

Es gibt bestimmte Gründe, warum ich immer zu diesen Raum gehe, anstatt zuhause aufzunehmen:
1) Der Raum ist um ein vielfaches größer als die Räume in meiner Wohnung. Ich denke dadurch habe ich weniger stark mit Reflektionen und etwaigen Kammfiltern zu kämpfen.
2) Die Decke des Raumes ist schon mal akustisch voroptimiert, weshalb der Raum eine geringe Nachhallzeit hat. Jedenfalls geringer als bei mir zuhause. Mag bei der Gitarre derzeit noch nicht so extrem interessant sein, aber spätestens beim Gesang wird das interessant.
3) Der Kiga befindet sich direkt in einem umfriedeten Umfeld. Was bedeutet, dass es dort wirklich sehr leise ist. Man hört höchstens ganz leise die Vögel von draußen. Keine Autos, keine Menschen, nichts. Zuhause hat man immer eine Geräuschquelle, bspw. Autos, Busverkehr, die Nachbarn, etc.
4) Ich kann so laut und oft spielen wie ich will, es stört keinen ;-) Vor allem zu jeder Uhrzeit. Besonders beim Schlagzeug ist das ein wesentliches Kriterium

Und noch was, keine Wissenschaft um Positionen machen.
Keine Frage, Du machst das richtig, erstmal schauen wo klingt das Instrument abgenommen gut.
Aber dann ist es auch gut.

Danke für den Tipp. Ich neige dazu dort sehr ins Detail zu gehen. Das ist wohl auch meinem Beruf geschuldet ;-)
Ich habe gestern schon etwas "gröber" Positioniert, als noch letztes mal.
Und siehe da, es gibt doch eine Position, bei der dieses - für mich doch störende Pfeifen - nicht drauf ist.
So langsam lerne ich dadurch auch mein Instrument besser kennen und wo sich eine Abnahme am besten eignet.

Wie gesagt, bei mir und meinen Gitarren (und Gitarren den Kollegen), passt der Bereich zwischen 7 und 12. Bund am besten. Und dann gehts los mit den Aufnahmen.

Ja, ist bei mir auch so. War ein cooler Tipp von dir. :)

Ohne EQ (Tiefmittenbearbeitung, etwas Glanz oben etc.) kommt man sowieso nicht aus, sofern Mikro und Preamp von guter Qualität sind, dann passt das.

Da hast du sicher recht.
Ich hatte es glaube ich schon mal erwähnt, aber ich tue mich noch am schwersten damit einzuschätzen, ob das Klangmaterial mit noch ausstehender "leichter" Bearbeitung schon ideal klingt für meinen Mix. Aber gut, ich habe jetzt zum 3ten mal überhaupt eine akustische Gitarre mit Mikros abgenommen. ;-)
 
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Ok, wenn Du einen Abend vorher aufbauen kannst, ggf. sogar über Feiertage aufnehmen ist das schon mal entspannter.

Was Raumakustik angeht, wenn man nicht gerade im Meistersaal oder in den Abbey Road Studios u.ä. aufnimmt, rate ich eigentlich immer,den Klang trocken, aber nicht tot zu bekommen.
Man bekommt in der Regel ein direktes und später sehr gut verarbeitbares Signal.

Sprich, Du kannst auch versuchen, nur um Dich herum ein paar Akustik-Maßnahmen zu machen oder anders ausgedrückt, nach dem Min/Max-Prinzip. Nicht übertreiben.

Wichtig ist vor allem, bald mal einen Song aufzunehmen, und im Mixkontext die Signale zu hören.
Da hört man dann schnell, was sich denn bei der ganzen Raumoptimierungsaktion wirklich lohnt.
Auch gar nicht lange darüber nachdenken, ob man die Tiefmitten irgendwie aufnahmetechnisch kpl. unter Kontrolle bekommt, gelingt eh nicht zu 100 Prozent.
Tiefmitten sind grundsätzlich gut, auch wenn zuviel, durch simple und geeignete EQ-Maßnahmen bekommt man einen griffigen und vor allem durchsetzungsfähigen Klang.

Meine ersten Aufnahmen unter dem Dach eines Hauses (da standen halt Möbel drinne und am Boden war ein Teppichboden...) habe ich einfach gemacht, keine Ahnung von Raumakustik gehabt.
Die Aufnahmen kann ich mir immer noch gut anhören, das Equipment war damals schon gut, außerdem eh alle mit Nahmikrofonierung.
Bei manchen Aufnahmen höre ich in den Pausen noch Vogelgezwitscher (Fenster war halt auf :D
Bei Pink Floyd, Led Zeppelin (am Anfang von Black Country Woman hört man deutlich ein Flugzeug, Robert Plant reagiert sogar drauf, das ist doch cool...) und den Beatles bspw. hat man das dann auch mal rückwärts abgespielt :)
 
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das ist doch cool
:great:
Gestern beim Aufnehmen lag mein Senior Hund neben dem Mikroständer und hat ab und zu im Schlaf irgendwelche Geräusche gemacht. Hätte ihn ja raus schicken können, aber aus Respekt vorm Alter...:D
Nu ist er mit auf der Aufnahme. Warum auch nicht. Man hört es nur, wenn man genau hinhört. Wer weiß, wie lange er noch unter uns ist, so hat er sich jetzt verewigt.

Ich finde auch, dass man bei Nahmikrofonierung schon relativ locker rangehen kann. Wenn der Raum schon gut klingt und groß genug ist, ist natürlich eine Optimierung sinnvoll mit dem Ziel, möglichst viel Raum auf die Aufnahme zu bekommen. Dann aber auch konsequent den Abstand zum Instrument vergrößern.
 
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:great:
Gestern beim Aufnehmen lag mein Senior Hund neben dem Mikroständer und hat ab und zu im Schlaf irgendwelche Geräusche gemacht. Hätte ihn ja raus schicken können, aber aus Respekt vorm Alter...:D
Nu ist er mit auf der Aufnahme. Warum auch nicht. Man hört es nur, wenn man genau hinhört. Wer weiß, wie lange er noch unter uns ist, so hat er sich jetzt verewigt.

Vollkommen richtig gehandelt :great:
Die Musik braucht mehr Lebendigkeit und weniger antiseptisches, da wird jedes kleines Fitzelchen mit riesigem Aufwand eliminiert (bei den Events wie Kate Perry und Co.)
Es geht natürlich auch anders , gerade im Amiland gibt es da auch eine ganz andere Musikkultur, da rauchts und rumpelts allerorten...

Ach ja, mein Ärmelknopf hat sich auch bei einer akust. Gitarrenaufnahme verewigt (rasselt am Korpus)
Da es einigermaßen rhythmisch war, brauche ich jetzt keinen eggshaker :rofl:
 
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Ach ja, mein Ärmelknopf hat sich auch bei einer akust. Gitarrenaufnahme verewigt (rasselt am Korpus)
Da wiederum bin ich diszipliniert, aber mehr wegen der Gitarre.
Klamotten mit Reissverschlüssen und Knöpfen fallen aus, wenn ich Akustikgitarre spiele. (Dafür hat man dann eher Fett- und Schwitzflecken auf der schwarzen Hummingbird - auch nicht hübsch, aber was will man machen)
 
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Da bin ich bei Dir, aber im Eifer des Gefechts, und wenn wie in diesem Falle die Performance mir besonders gefiel, geht die Performance bei mir vor akustischem HiEnd-Klangbild (pflegliche Gitarrenbehandlung ist grundsätzlich die Regel bei mir, allerdings klappt das nicht immer :redface:
 
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Was Raumakustik angeht, wenn man nicht gerade im Meistersaal oder in den Abbey Road Studios u.ä. aufnimmt, rate ich eigentlich immer,den Klang trocken, aber nicht tot zu bekommen.

Darf ich fragen, wieso du rätst die Gitarre nicht sogar komplett trocken aufzunehmen? Würden gute Hallplugins, mit guten Impulseffekten nicht sogar ein besseres Ergebnis erzielen?

Sprich, Du kannst auch versuchen, nur um Dich herum ein paar Akustik-Maßnahmen zu machen oder anders ausgedrückt, nach dem Min/Max-Prinzip. Nicht übertreiben.

Wichtig ist vor allem, bald mal einen Song aufzunehmen, und im Mixkontext die Signale zu hören.
Da hört man dann schnell, was sich denn bei der ganzen Raumoptimierungsaktion wirklich lohnt.

Das werde ich jetzt mit den Aufnahmen von gestern machen. Wobei es natürlich schwierig ist einen Vergleichseindruck zu bekommen, ob sich die Raumoptimierung gelohnt wirklich hat. Dazu bräuchte ich zu einem Song mal direkt A/B vergleiche, bei gleicher Mikrofonierung, etc.

Das einzige was ich derzeit sagen kann ist, dass der Klang jetzt m.E.n. besser ist, als bei der Aufnahme davor.
Die alte Aufnahme war vielleicht ein klein wenig halliger. Aber das kann auch durch die Tischplatten, welche ich als Resonatoren mißbraucht habe, gekommen sein.

Vielleicht ist der Raumeinfluß durch die Raumgröße, den Absorbern im Rücken und der nahen Mikrofonierung evtl. eh nicht so ausgeprägt.

Bei manchen Aufnahmen höre ich in den Pausen noch Vogelgezwitscher (Fenster war halt auf :D

:-D
Mal gucken ob ich nicht aus leises Vogelgezwitscher drauf habe. Das Fenster war zwar zu, aber die Neumänner lösen ziemlich gut auf.
Defakto habe ich sicherauch ein klein wenig Laptoplüfterrauschen drauf. Wobei das, wenn ich spiele sicher kaum zu hören sein wird, außer in sehr ruhigen Passagen.

Wenn der Raum schon gut klingt und groß genug ist, ist natürlich eine Optimierung sinnvoll mit dem Ziel, möglichst viel Raum auf die Aufnahme zu bekommen. Dann aber auch konsequent den Abstand zum Instrument vergrößern.

Ich hätte noch eine Kirchenkapelle anzubieten :)

Nimmst du, wenn du in so einen Raum aufnimmst dann dennoch Absorber hinter der Audioquelle zu Hilfe, oder wird das komplett im "freien Feld" aufgenommen?

Da wiederum bin ich diszipliniert, aber mehr wegen der Gitarre.
Klamotten mit Reissverschlüssen und Knöpfen fallen aus, wenn ich Akustikgitarre spiele. (Dafür hat man dann eher Fett- und Schwitzflecken auf der schwarzen Hummingbird - auch nicht hübsch, aber was will man machen)

Ja, ich passe da auch auf. Allerdings weniger wegen der Gitarre und mehr wegen der Nebengräusche.
Nicht das ich ein ausgemachter Vintage Fan wäre, oder nicht auf meine Gitarre achte, aber ich finde, dass so leichte (natürlich geschehene) Kratzer und Abnutzungserscheinungen auch einfach Style haben.
Wobei ich das nicht so weit wie Willie Nelson treiben würde :D
 
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es hat sich halt so ergeben... die Story ist zwar off topic, aber einfach zu gut :D



kurz vor Schluss heisst es: die Gitarre ist im Grunde ein eigenes Band-Mitglied... jeder könnte ausscheiden... wir würden weitermachen
aber wenn Trigger weg wäre, dann war's das

cheers, Tom
 
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Nimmst du, wenn du in so einen Raum aufnimmst dann dennoch Absorber hinter der Audioquelle zu Hilfe, oder wird das komplett im "freien Feld
Je nachdem, wie es mit dem Hall so klingt, aber eher mit absorbierendem Material dahinter. Meistens sind die Räume einfach nicht groß genug, so dass es zu unschönen Reflexionen kommt. Aber in einem wirklich großen Raum würde ich eher darauf achten, wie es zum Song passt.
Also wenigstens noch Raummikros, die man nach Belieben zumischen kann. Hängt aber wirklich vom Raum, Song und Part der Gitarre ab.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Würden gute Hallplugins, mit guten Impulseffekten nicht sogar ein besseres Ergebnis erzielen?
Gute Hall-Plugins gehen schon gut. Ich würde aber gutem Raumklang immer den Vortritt geben.
 
Auch ich ziehe es vor möglichst schnell zu meinen "Recording-Bedingungen" zu kommen und habe deshalb mein kleines Studio soweit für die Aufnahmen vorbereitet, die ich machen möchte.
Das AT2035 hängt immer bereit, die Gitarren hängen an der Wand usw.
Da mein Raumklang mir gefällt und kaum Eigenklang hat, bin ich mit meinen Möglichkeiten absolut zufrieden.
Ich kann die Türen zweier großer Kleiderschränke, einen großen Schuhschrank und noch diverse kleinere Schränke öffnen und so den Raum ziemlich klangtot runterdämpfen.
Meißt mache ich das aber nicht, da bei direkter Nahaufnahme nichts (für mich) störendes dabei ist.
Ich mag z.B. den Klang meiner Lowden direkt im Raum und auch den Klang meiner Stimme.
Also Hut ab vor Deinem großen Aufwand und Deinem Engagement @Matthaei
 
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Also Hut ab vor Deinem großen Aufwand und Deinem Engagement @Matthaei

Vielen Dank für das Kompliment!

Wie ich dir ja bereits mal gesagt hab, versuche ich das Projektalbum möglichst professionell zu machen. Da scheut mich die Arbeit auch nicht so stark. :)
 
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Ich bin ein wenig verwirrt. Du meinst jetzt aber schon eine meiner Aufnahmen? Und falls ja, welche davon?
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
So jetzt noch mal eine neue Rückmeldung von mir:

Ich meine damit die Soundbeispiele aus Telefunkys Beitrag Nummer 43.
Der Klang dort klang für mich persönlich etwas "billig", wohingegen der Klang aus dem Videobeispiel aus der ersten Seite für mich persönlich sehr schön "edel" und "teuer" klang.
 
nun ja... wenn man direkt in einer Studio-Umgebung aufnimmt... soll das wohl klappen ;)
(bezogen auf Warren Huart)

die 3 Teile im Beitrag 43 sind Matthaeis Original, dann um die 'Umgebung' reduziert, mit etwas Reverb geglättet
schon klar, dass es staubtrocken eher shice klingt
(deswegen hatte ich dazugeschrieben, dass da eigentlich noch ein EQ auf die Höhen gehört)
in erster Linie sollte es aber gar nicht 'schön' werden, sondern den Raumeinfluss verdeutlichen

cheers, Tom
 
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