Tipps zum programmieren dynamischer Drums

von Domo, 20.04.08.

  1. Domo

    Domo Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.04.08   #1
    Da ich in meinem kleinen Heimstudio keine Möglichkeit habe echte Drums abzunehmen, greife ich stets zu VSTis (NI Battery). Bislang habe ich die MIDIs direkt aus meinen GuitarPro-Dateien entnommen und dann durch Battery gejagt. Es klingt schon nicht schlecht, aber eben total undynamisch. Und wenn man die "Humanize" Funktion verwendet, klingt das auch nicht gerade lebensecht. Und für jeden einzelnen Trommelschlag einen neuen Dynamikwert zuzuordnen kann doch auch nicht die einzige Möglichkeit sein, da wird man ja verrückt...?

    Ich wüsste gern von Euch, wie Ihr Eure Drums programmiert, so dass sie die nötige Dynamik rüberbringen und nicht mechanisch klingen. Bin für alle Tipps und Ratschläge dankbar :)
     
  2. Navar

    Navar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.04.08   #2
    Hm, also ehrlich gesagt, genau so mache ich es ... (arbeite mit dem BFD) und setze den integrierten "Humanizer" auch nur spärlich ein. Ich programmiere Drums grundsätzlich ohne eingeschaltetes Raster, das sorgt schon mal für eine gewisse Ungenauigkeit. Nachdem der ganze Song dann fertig programmiert ist geh ich an die Velocity. Für bestimmte HiHat, Snare und Ride - Figuren muss man eh schon vornherein viel mit den Betonungen rumspielen, damit es einigermaßen echt klingt, sonst gibts die berühmte Schreibmaschinen Snare :-)
    Ach so... und Becken spiele ich gesondert über ein anschlagsdynamisches Midi - Keyboard ein, dadurch kann ich die Beckenbetonungen an die Stellen setzen, an denen ich sie "fühle" und variiere auch automatisch in Dynamik und Genauigkeit.
     
  3. JayT

    JayT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.08   #3
    Hi,

    Befürchte, dass man da ohne händisches rumbasteln mit den verschiedenen Velocity Werten nur schwer auf brauchbare Ergebnisse kommt.

    Ich halte nicht viel von "Humanize" Funktionen. Ein einfacher Zufallsgenerator, der die Velocity und das Timing verändert hat nichts mit einem echten Drummer zu tun.
    Auch das händische Programmieren ohne Raster hat nicht viel mit einem echten Drummer zu tun.

    Ungenauigkeiten beim echten Einspielen haben meist ein gewisses Muster, kommt natürlich auch auf den Schlagzeuger drauf an. Z.B. sitzt die 1 und die 3 der Kick
    relativ genau, die 3+ ist aber oft (speziell bei ungeübten) weniger genau.
    Wenn z.b. die 3+ einen Tick zu spät kommt beeinflusst das oft die Snare auf 4. usw....
    Da hilfts, wenn man selber auch ein bisschen Schlagzeug spielt oder bei Live-Bands mal genau auf den Schlagzeuger hört. Je schlechter der Schlagzeuger, desto besser hört man die Standard-Probleme.

    Bei der Velocity ist das Problem, dass jedes gesampelte Drumkit z.T. andere Velocity Zonen hat. Der Snare-Sound ändert sich z.b. einmal drastisch zwischen 99 und 100, weil dann ein anderes Sample herangezogen wird. Das spricht gegen den Zufallsgenerator, der darauf nicht acht gibt.

    Was oft Hilft ist ein leichter Shuffle oder andere Groove-Templates.

    Damits nicht in eine ewige Arbeit ausartet, kann ich empfehlen ein paar Takte genauestens zu programmieren, dann das als Vorlage kopieren und nur mehr
    die Grundschläge verändern oder mal ein Becken hinzufügen usw...

    lg. JayT.
     
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