Tonabnehmer geht nicht

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Servus!

Ich hab nen Stagg-Bass, genaues Modell unbekannt. Der Bass ist passiv, die Pickups sind hinter Blenden versteckt, die jeweils mit 2 Schrauben befestigt und federnd gelagert sind. Blenden Abschrauben ist schlecht möglich, dazu müsste ich die Saiten komplett abziehen. Eventuell kann ich die Blenden aber auch zwischen den Saiten durchfädeln... ich hab nur auf Grund der Federn die Angst, dass mir da was entgegenspringt, was ich nicht wieder zusammenkriege. Begründet?

Der Bass hat 2 oder 3 Tonabnehmer, je nach Betrachtungsweise, nehme ich mal an. Ich kenne mich damit auch nicht sooo aus, deswegen frage ich hier ja nach ;)

Der halsnähere Tonabnehmer könnte auch ein Tonabnehmerpaar sein, die Anordnung sieht so in etwa aus (Beispiel):
http://www.has-sound.com/product_images/Mojo_P_Pickup.JPG

Der bridgenähere Tonabnehmer ist hingegen eher länglich, z.B. so:
http://www.groovemonster.de/content/img/der_bass/single_coil.gif

Der Bass hat 3 Trimmpoti-Regler. Wenn ich an den ersten beiden rumspiele, ändert sich der Sound. Der vorderste scheint eher die tieferen Saiten und damit den höher angebracht der beiden vorderen Tonabnehmer zu betreffen. Analog dazu scheint der mittlere Regler die beiden höheren Saiten und damit den tiefer angebrachten vorderen Tonabnehmer zu betreffen. Soweit alles in Ordnung.

Der letzte Regler hingegen tut GAR NIX. Wenn ich die beiden ersten Regler zudrehe, den letzten aber voll auf (oder eben wild dranrumdrehen), kommt kein Ton. Ich nehme deshalb mal an, dass der dritte, bridgenähere Tonabnehmer tot ist.

Die Verkabelung sieht folgendermaßen aus: (ich hoffe, dass ich alles erwischt habe)

basskabelxj4.png


Frage nun: Wie kriege ich meinen hintersten Tonabnehmer zum Laufen? Sieht da jemand nen Fehler? Löten kann ich, nur von Ekeltronik hab ich keinen Plan :D

Ciao
Wolle
 
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Hallo Wolle,

ne, ne ...

In deinem Plan sind einige Fehler drin.

Das erste Kabelpaar geht zu den beiden linken Tonabnehmern. Die sind untereinander verbunden (bei mir grünes Kabel). Die müssen auch immer zusammen an/aus sein. (P-Pickup)
Das zweite Kabelpaar geht zum hinteren / dritten Pickups (J-Pickup).

Das dritte Kabel vom Gehäuse ist lediglich die Saitenerdung. Es geht durch den Body zum Steg.
Das dritte Poti ist der Ton-Regler, die anderen beiden sind die Lautstärkeregler. Klar; sind beide Lautstärkeregler zu, kann kein Ton mehr kommen. So sieht die Verkabelung richtig aus (bei Dir ist noch ein Fehler in der HOT-Leitung - die ist nicht am Gehäuse fest).

neu1ci6.gif


Schließ den Bass am Amp an, mach beide Lautstärkeregler auf und klopf mit einer Euromünze auf die Pickups. Überall kommt ein lautes "pock". Dreh den vorderen zu und die beiden vorderen sind tot, der hintere geht. Dreh den vorderen wieder auf und den hinteren zu. Jetzt ist es umgekehrt.

Mit dem Dritten schneidest Du bei beiden die Höhen ab ("Pock" wird dumpfer).

Falls Du nach diesem Test noch Fragen hast, nur los. :)
Andreas
 
Servus!

Das ging ja fix. Cool, ich glaube, ich hab fast alles verstanden:

Das dritte Kabel vom Gehäuse ist lediglich die Saitenerdung. Es geht durch den Body zum Steg.

Das wird dann das sein, was ich vom rechten Regler zum Jazzpickup gezeichnet habe - geht also in Wirklichkeit zur Bridge (ist doch das, was du mit Steg bezeichnest, oder?). Das Kabel, was die "beiden vorderen Tonabnehmer" verbindet, liegt wohl im Korpus und ich sehe es nicht.

Schließ den Bass am Amp an, mach beide Lautstärkeregler auf und klopf mit einer Euromünze auf die Pickups. Überall kommt ein lautes "pock". Dreh den vorderen zu und die beiden vorderen sind tot, der hintere geht. Dreh den vorderen wieder auf und den hinteren zu. Jetzt ist es umgekehrt.

Mit dem Dritten schneidest Du bei beiden die Höhen ab ("Pock" wird dumpfer).

Falls Du nach diesem Test noch Fragen hast, nur los. :)

Okay, der Test zeigt: es funktionieren erstmal beide Tonabnehmer.

ABER: An dem "Pock" ändert sich mit rumdrehen am Tonregler rein gar nichts. Auch nicht, wenn ich die Saiten anschlage, NULL Effekt. (Amp: alles in Neutralstellung)

(bei Dir ist noch ein Fehler in der HOT-Leitung - die ist nicht am Gehäuse fest).

Stimmt, da ist keine Lötstelle. Die HOT-Leitung liegt allerdings zusammen mit der Masse (?) in einem Kabel (also Masse=Schirm, HOT=Ader), daher sah das wohl im ersten Augenblick so aus.

Was mir noch auffällt: in deinem Schaltplan ist beim mittleren Regler der eine Potikontakt am Gehäuse. Bei mir ist das (auch real ;)) definitiv nicht der Fall. Ist das schlimm? Kann das die Ursache für das Nicht-Funktionieren des Tonreglers sein? Eventuell WAR da mal eine Lötverbindung, bin mir aber nicht sicher...

Ciao
Wolle
 
Soweit alles richtig verstanden. :)

Es geht auch ohne linkes Beinchen an Masse beim mittleren (und linken / vorderen Poti).
Besser ist aber mit, da dann gleichzeitig HOT des Pickups gegen Masse geschaltet wird. Derzeit wird lediglich ein Widerstand zwischen HOT Pickup und HOT gelegt.
Beide Volumenpotis sollten "gleich aussehen".

Das Tonpoti auf deinem Bild ist ja 100% so wie auf meinem Bild verdrahtet. Da stimmt also alles.
Beim Tonpoti fallen mir zwei Möglichkeiten ein warum es nicht funktioniert.
1. Keine / kalte Verbindung - in diesem Fall eher unwahrscheinlich, weil Du das korrekt eingezeichnet hast).
2. Der Kondensator ist kaputt.

Löte ihn ganz ab und schau, ob der Ton gleich bleibt oder viel heller wird. Bleibt der Ton gleich, ist der Kondensator wahrscheinlich kaputt. einen neuen 47nF Kondensator (473) solltest Du für 20 bis 50 Cent in jedem Elektronikladen bekommen. Falls keiner da ist, kannst Du es in einem Radio-und-Fernsehgeschäft probieren - falls ihr sowas noch habt.

Gruß
Andreas
 
An den Kondensator hatte ich auch schon gedacht - ist ja das Einzige, was dort eigentlich überhaupt kaputt gehen kann.

Vielen Dank, werd ich die Tage mal ausprobieren...

Okay, ich hab den Kondensator herausamputiert - selber Klang wie vorher, keine Reaktion. Wird also wohl durchgebraten gewesen sein?

Jetzt brauch ich also nen 47nF-Kondensator. Am Freitag muss ich eh in Richtung Conrad Electronic. Problem: wenn ich denen "47nF" sage, wird denen das erfahrungsgemäß zu wenig Information sein. Die wollen dann immer noch Randdaten wie angelegte Spannung, ggf. fließender Strom oder eben Leistung wissen. Davon habe ich aber - was Instrumente angeht - genau NULL Plan. Wenn ich da sage "Naja, ist für ein passives Instrument/Tonabnehmer", dann wissen die wahrscheinlich trotzdem noch nicht, wo sie in ihrem Katalog nachgucken sollen.

Haste da noch nen Tipp für mich, wie ich denen ganz genau sagen kann, was ich brauche?

Edit: Ach so... es gibt doch Kondensatoren, die eine Einbaurichtung vorgegeben haben, oder? Wegen Wechselstrom/spannung darf es so einer vermutlich NICHT sein, liege ich da richtig?
 
Es gibt Musiker, die legen auf eine bestimmte Art wert.
Welche ist mir entfallen ... :redface: :(
"Orange Drops" sollen wohl besonders gut sein???

Ein Folien-, Keramik oder Tantal Kondensator dürfte okay sein.
Was Du meinst ist ein Elko. Das darf es in der Tat nicht sein.
Vielleicht hilft die Aussage: "Ein Feld- Wald- und Wiesen Kondensator mit 47 Nano Farat." :)

Links zu Conrad funktionieren ja nicht; aber gib mal Artikel-Nr.: 500932 - 62 ein ...

Gruß
Andreas
 
Vielleicht hilft die Aussage: "Ein Feld- Wald- und Wiesen Kondensator mit 47 Nano Farat." :)

Farad;)

Benannt nach Michael Faraday, Entdecker der Induktivität und somit schuld daran, dass wir uns die Köpfe über unsere Bass- und Gitarrenelektroniken zerbrechen dürfen.
Übrigens auch derjenige, auf den der allseits bekannt Faradysche Käfig zurück geht.

....hätte nicht gedacht, dass mir der verhasste Physikunterricht doch nochmal nützlich sein würde....:p
 
Links zu Conrad funktionieren ja nicht; aber gib mal Artikel-Nr.: 500932 - 62 ein ...

Prima, damit werde ich es versuchen. Ich berichte dann Montag, ob's funktioniert.

Ciao
Wolle
 
Servus!

Hm, also da der Kondensator der empfohlenen Conrad-Artikelnummer nicht verfügbar war, habe ich vom Verkäufer den mit der Nummer 455377-.. empfohlen bekommen und dann auch genommen (0,047µF). Der sollte doch eigentlich auch gehen, oder?

Nun ja, gerade eben eingelötet - kein Effekt, zumindestens hör ich jetzt hier nix. :(
Ich werd's morgen nochmal im Proberaum ausprobieren...

Kalte Lötstellen seh ich keine, die Tonabnehmer funktionieren ja beide. Die einzige Lötstelle, die ich nicht sehen kann (und deren Funktion im Gegensatz zu denen an den Tonabnehmern nicht sicher gestellt ist), ist die der Saitenerdung. Kann es an der liegen? Ansonsten fiele mir nur das Poti ein... leider kein Multimeter im Haus... :(

Ciao
Wolle


@Mods: Doppelpost. Tja, was soll ich machen? Da IST einfach kein Edit-Button.... Das ist auch generell Mist, da ich - so dass denn möglich wäre - auf Grund der Erkenntnisse hier im Thread gerne den Thread-Titel in "Tone-Regler funktioniert nicht" ändern würde. Dann findet es später evtl. auch jemand anderes via Sufu besser...
 
... Hm, also da der Kondensator der empfohlenen Conrad-Artikelnummer nicht verfügbar war, habe ich vom Verkäufer den mit der Nummer 455377-.. empfohlen bekommen und dann auch genommen (0,047µF). Der sollte doch eigentlich auch gehen, oder? ...
Der ist gut, aber mal wieder bei Conrad deutlich überteuert ...
... Nun ja, gerade eben eingelötet - kein Effekt, zumindestens hör ich jetzt hier nix. :(
Ich werd's morgen nochmal im Proberaum ausprobieren...
... leider kein Multimeter im Haus... :(
Ohne Multimeter ist die Fehlersuche kaum möglich.

btw:
Links zu Conrad-Artikeln funktionieren bei Kenntnis der 6-stelligen Artikelnummer nach folgendem Schema:
" http://www.conrad.de/goto.php?artikel=999999 " - 999999 steht für die Artikel-Nr.
Oder auf der Seite des jeweiligen Artikels über den "Link auf diesen Artikel" ein Fenster öffnen, in dem der Direktlink angegeben ist.
 

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