Tonabnehmer nimmt Umgebungssounds mit auf

von lema97, 19.02.17.

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pedaltrain
  1. lema97

    lema97 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.17   #1
    Hallo, wir bräuchten dringend Eure/Ihre Hilfe.

    Der Tonabnehmer der E-Gitarre unserer Band, die ein Musical begleitet, nimmt u.A auch Mikrofonsounds und Synthsounds, die aus einer Lautsprecheranlage, die unter der Decke angebracht ist und in einen großen Raum/Saal schallt, auf. Insbesondere wenn die Gitarre verzerrt wird fällt es natürlich unangenehm auf. Umpositionierung der Gitarre hinter die Lautsprecher (hängen in ca 2m Höhe an der Wand in der Mitte des Saals) bringt nichts, die Wellen scheinen genug von der Wand zurückgeworfen zu werden.

    Irgendwelche Ideen, wie wir Verzerrung bzw freie Verwendung der Gitarre ohne Fremdsoundabnahme sicherstellen können?

    Vielen Dank im Voraus!

    Gruß

    lema97
     
  2. GeiGit

    GeiGit Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 19.02.17   #2
    Normal ist das aber nicht.
    Ist es eine E-Gitarre mit magnetischen, oder Piezo-Tonabnehmern?
    Magnetische können nur elektrische und magnetische Einstreuungen auffangen, Piezos nehmen Schwingungen über den Körperschall der Gitarre zusätzlich zu den Saiten ab.
     
  3. lema97

    lema97 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.17   #3
    Oh das ging schnell, danke!

    Gehe stark von magnetischen aus, habe den Gitarristen aber gerade nochmal gefragt. Aber angenommen, es seinen magnetische...
    --- Beiträge zusammengefasst, 19.02.17 ---
    Der Gitarrist meinte auch er habe es so noch nie erlebt. Könnte es an der Anlage (dessen Lautsprecher) und den Raumgegebenheiten liegen, oder am Verstärker? - oder beides eher unwahrscheinlich?
     
  4. GeiGit

    GeiGit Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 19.02.17   #4
    Ich hatte einmal völlig unerklärbare "Echos" der Mikros und Instrumente in diversen Kanälen.
    Es hatte sich herausgestellt, dass eine Sendeschleife für Hörgeräte aktiv gesendet und ihr Signal in magnetische Pickups und passive DI-Boxen einstreute.
    Das sorgte für jede M3nge unerklärliche Feedbacks.

    Etwas anderes ist schwer erklärbar. Die Magnetwicklungen der Lautsprecher streuen nur bei sehr naher Distanz und der Verstärker streut gar nicht.

    Sollten allerdings Röhren mikrofonisch reagieren dann können sie auch per Schall angeregt werden.
    Er soll mal auf den Verstärker klopfen. Das sollte nicht verstärkt werden.
    Wenn doch sollte er die Röhren prüfen (lassen).
     
  5. lema97

    lema97 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.17   #5
    Wir sind leider keine Profis, ich selbst bin eigentlich Pianist - anderes Metier. Daher kurz die Frage, was wir aus deiner Erfahrungen ziehen könnten? :) - also woher genau eine solche Sendeschleife kommen sollte und was zu tun sei

    Der Gitarrist meint, das das Problem mit den Röhren mit seinem anderen Amp (Marshall) evetuell besser sein könnte.
     
  6. _pole

    _pole Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.17   #6
    Das mit der Sendeschleife ist natürlich witzig :D

    Das ist quasi eine große Spule, die zu diesem Zweck in den Boden eingebaut wurde. Die bekommt das gleiche Signal wie die Frontlautsprecher. Der Haustechniker sollte das wissen.

    Grundsätzliche Frage: Ist das ein Problem der Tonabnehmer oder der Saiten? Denn du sprichst einerseits davon, das die Tonabnehmer die Störgeräusche aufnehmen, andererseits von den Schallwellen.

    Wie GeiGit schon geschrieben hat, sind Piezos besonders anfällig für Umgebungsgeräusche. In meiner Band haben wir es aber auch mal gemacht, dass der Gitarrist direkt in die Gitarre gesungen hat, und man hat es deutlich gehört. Das war eine normale E-Gitarre aus massivem Holz. Bei einer halbakustischen kann ich mir vorstellen, dass der Effekt noch stärker ist.

    Gut zu wissen wäre, ob das Einstreuen auch noch passiert, wenn man die Saiten mit der Hand abdämpft. Dann sind es tatsächlich die Tonabnehmer selbst.
     
  7. lema97

    lema97 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.17   #7
    Das ist ein Raum in einem kirchlichen Gemeindehaus - Hörgerätbesonderheiten nicht unwahrscheinlich! Da werde ich mal nachfragen.

    Seiten halten ändert nichts, sind also wahrscheinlich die Abnehmer.

    Zu der Störgeräusche/Schallwellen Geschichte:

    Z.B.: Synth imitiert eine Flöte und kommt sowohl durch Lautsprecher als Flöte als auch durch E-Gitarren Verstärker verzerrt wie E-Gitarre - und zwar deutlich hörbar

    Vielen Dank für eure Hilfe zwischendurch!
     
  8. _pole

    _pole Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.17   #8
    Musical + Nichtprofis = Ich habs mir schon gedacht. Been there, done that. :tongue:

    -> Jepp :)
     
  9. lema97

    lema97 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.17   #9
    Ja, Hobbymusiker für ein gemeinnütziges Jugendprojekt :D

    Also, wenns das ist wäre ja schonmal das Wissen darum ein erster Schritt. Kann man diese separat abschalten im Normalfall?
     
  10. _pole

    _pole Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.17   #10
    "Normalfall" =/= Kirchengemeinden :D Aber ja, eigentlich schon. So eine Induktionsschleife hat in der Regel eine eigene Endstufe.
     
  11. lema97

    lema97 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.17   #11
    Vielen Dank zunächstmal! :)

    Ich werde am Dienstag mehr darüber in Erfahrung bringen und werde entweder mit lustigen positiven Erfahrungen und/oder weiteren Fragen zurückkommen.
     
  12. _pole

    _pole Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.17   #12
    Hehe, alles klar :)
     
  13. gesch

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    Erstellt: 20.02.17   #13
    Hi - Du schreibst leider nicht was für eine Gitarre Du spielst (oder ich habe es nicht gefunden). Wenn Deine Gitarre Humbucker PUs hat könnte es sein, das Du ein Problem mit mikrophonischen Pickups hast. Der Test ist simpel - schließ die Gitarre an, stelle auf den verzerrten Kanal (oder schalte die Booster und/oder Verzerrer ein) - als die Einstellung die Du benutzt mit dem größten "Wumms". Jetzt nimm die Gitarre, alle Regler auf 10 und dann führ die Gitarre mit den PUs ganz dicht an Deinen Mund und brülle in den PU - wenn Du Dich jetzt über den Verstärker sehr gut hören kannst, ist Dein PU mikrophonisch. Allerdings ist es so, das man immer was hören wird aber je lauter und deutlicher Du etwas hörst um so eher hast Du ein Problem.

    Wenn zwischen PU-Kappe und Spule ein Hohlraum ist, dann schwingt die Fläche der Kappe wie eine Membran und voila, Du hast ein Mikrophon. Die geschieht öfters bei PUs die nicht oder nicht genug gewachst sind. Es erhebt sich in diesem Zusammenhang aber auch die Frage ob Du prinzipiell auch ein Problem mit Feedbacks hast - die werden bei schlecht oder nicht gewachsten PUs auch begünstigt.

    Gruß
     
  14. lema97

    lema97 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.17   #14
    Hallo!

    Der Gitarrist hats mit zwei Gitarren probiert - einer Gibson und einer Ibanez (genauere Modelle müsste ich nachfragen). - normalerweise nie Probleme gehabt obwohl er auch schon in deutlich lauterem (BigBand) Umfeld spielte. Das Reinschreien klappt in akzeptablen Ausmaß also gering genug, d.h. da sollten keine Probleme vorliegen.

    Danke!
     
  15. lema97

    lema97 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.17   #15
    Hallo, schlechte Nachrichten. Es gibt keine Vorrichtung für Hörgeräte. - also geht die Suche weiter.
    Schade, das hatte sich so passend angehört.

    Wie gesagt, der Test mit dem Reinschreien erzeugt keine nennenswerten abnormalen Sounds.

    Wir versuchen jetzt mal einen anderen Amp.
    Sonst noch irgebdwelche Ideen?
     
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