Tontechnik Ausbildung/Studium/Zukunft

von Fkipper, 16.01.08.

  1. Fkipper

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    Erstellt: 16.01.08   #1
    Hallo miteinander!

    Ich bin noch nicht so erfahren in diesem Forum und wusste auch nicht genau wo ich mit diesem Thema hinsollte, also könnte es sein, dass es hier falsch liegt.

    Ich habe mir in den letzten Tagen intensiv Gedanken darüber gemacht wie meine Zukunft aussehen soll. Ich gehe zurzeit in die 12. Klasse eines Gymnasiums in Niedersachsen und spiele ungefähr 4 Jahre Gitarre, sowie befasse ich mich auch ungefähr die Zeit schon damit Musik am Computer zu machen.
    Nun, da Musik ein sehr großen Platz in meinem Leben eingenommen hat, habe ich mich (so gut wie) dazu entschlossen was in die Richtung zu machen. In der Schule habe ich jetzt in der Oberstufe auch das musikalisch-künstlerische Profil gewählt mit Musik auf erhöhtem Niveau, wo ich mich bisher ganz gut schlage, wie ich finde [ fachpraktisch 14 punkte (note 1), schriftlich 10 punkte (2-), mündlich ausbaufähig ;-) ].
    Da ich eigentlich nichts lieber tue als mich mit Musik zu befassen und auch Musik aufzunehmen und zu bearbeiten etc, und auch übergangsweise (aufgrund von nem Proberaumumzug mit meiner Band) das Mischpult inkl. Zubehörkrams bei mir angeschlossen hab und damit viel homerecorde habe ich das Studium als Toningenieur bzw. Tonmeister in Betracht gezogen und mich die letzten Tage darüber informiert.

    Das Studium beinhaltet eine komplette musikalische Ausbildung, in der man zusätzlich zu einem Hauptinstrument auch ein Nebeninstrument (Falls Hauptinstrument nicht Klavier ist, muss dies Klavier sein) spielen muss. In meinem Fall wären das Gitarre (HI) und Klavier (NI). Jedoch bin ich auf der E-Gitarre etwas mehr erfahren als auf der Akustik und bin auch eher modern als klassisch spielend.
    Ich mache mir etwas Gedanken, da ich nur ganz ganz grobe Grundkenntnisse im Klavierspielen besitze und diese jetzt innerhalb eines Jahres aufbauen müsste. Ich würde bei einem Freund, der ähnliche Zukunft geplant hat etwas Unterricht nehmen und alle Hebel in Bewegung setzen mir das Kavier beizubringen.

    Gibt es da draußen irgendwelche Menschen, die ein Toningenieur-/Tonmeisterdiplom haben oder Erfahrung damit haben? Ich weiß nicht ob meine Fähigkeiten ausreichen, bzw. ob es sich lohnen würde mit Klavierspielen anzufangen, oder ob es wohl eher nur Sinn macht, wenn man schon sehr lange Jahre Spielerfahrung hat und einfach "wirklich gut ist".
    Man hört, dass die Aufnahmeprüfungen sehr schwierig sein sollen und das von ca. 80 Bewerbern nur 3-4 angenommen werden...

    Zudem gibt es, auch vor allem bei der Aufnahmeprüfung die Aufgabe ein leichtes Stück für Klavier "vom Blatt zu spielen" und ich bin in Notenlesen nicht so erfahren, und arbeite mich da erst jetzt, seit ungefähr 1 Jahr intensiv ein.
    Spielt man auf Gitarre eigentlich auch nach Noten? Ich stelle mir das sehr kompliziert vor, da es ja mehrere Möglichkeiten gibt für einen Ton auf untereschiedlichen Saiten. Einfache Sachen kann ich aber, mit etwas "Zurechtfinden" in den Noten auch mit Noten spielen.

    Denkt ihr ich sollte es auf jeden Fall probieren und alles dranlegen oder gibt es andere, ähnliche Zukunfts/Berufsmöglichkeiten in die Richtung, die ihr empfehlen würdet oder die ich als Alternative nehmen könnte?

    Es gäbe die Möglichkeit zum Tontechniker, dies ist jedoch nur eine Ausbildung/Weiterbildung und natürlich nicht so hochrangig wie der Tonmeister.
    Außerdem stehen die Jobchancen nicht so sonderlich gut für alle genannten Zweige. Auf Berufenet kann man z.B. lesen, die Joblage "durchwachsen" ist, Festanstellungen eher seltener und dass man evtl. starke Jobentfernte Tätigkeiten annehmen müsste, also flexibel sein sollte.

    Ich bin mir in der ganzen Sache nicht sehr sicher und würde mich über einige Antworten mit jeglicher Art von Diskussion / Ideen / etc. freuen.
     
  2. MikS

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    Erstellt: 16.01.08   #2
    Eine Alternative wäre vielleicht Musikalienhändler. Ein paar Dinge gelten aber für nahezu alle offiziellen (IHK-anerkannten) Ausbildungen im Musikbereich:

    - Den Job zu kriegen ist recht schwierig, fast egal, welche Noten du vorweisen kannst. Musik kann man kaum bewusst lernen, das meiste versteht man, ohne es in Worte fassen zu können. Und genau diese Fähigkeit versucht man natürlich bei Leuten abzuschätzen. Ich habe es erlebt, dass ein Freund von mir mit relativ schlechten Noten vor jemandem mit einen NC von 1,8 genommen wurde, weil er eben die Leidenschaft hatte, die meist gewünscht ist.

    - Du wirst viel Kram lernen müssen, der dich vermutlich überhaupt nicht interessiert. Ich vermute mal, vieles dient dazu, dass das Fach pseudo-anspruchsvoll ist. Was du später faktisch brauchst, musst du größtenteils alleine lernen.

    - Moderne Musik wird nicht als Musik anerkannt. Wirkt auf mich oft ebenso pseudo-intellektuell, dass etwas wahnsinnig einfach gehaltenes wie beispielsweise der Pachelbel-Kanon für anspruchsvoller befunden wird, als moderne Kompositionen, in denen verzerrte Gitarren zum Einsatz kommen. Natürlich will ich nicht Rammstein mit Wagner vergleichen, aber es gibt durchaus sehr einfache Klassik und sehr anspruchsvolle moderne Musik.

    Mir scheint da vieles in Tradition übergegangen zu sein oder einfach nur anerkannt zu werden, weil es alt ist. Der Sinn erschließt sich meist nur wenigen (vielleicht bin ich da aber auch nur etwas kritischer).


    Noten lesen ist eigentlich sehr einfach und man lernt es durch bloße Übung. Es gibt auch Leute, die mit über 20 nicht fließend vorlesen können, weil sie niemals Bücher lesen. Und auch das ließe sich ändern. Wie überall wird es nur mit zunehmendem Alter schwerer, aber noch bist du jung.

    Klassische Gitarre wird übrigens tatsächlich im Notensystem notiert. Tabulaturen und ähnliches modernes Teufelszeug kommt den Etablierten nicht auf den Tisch, obgleich sie meiner Meinung nach wesentlich einfacher zu benutzen sind. Aber vielleicht ist Einsteigerfreundlichkeit auch unerwünscht. Wo käme man hin, wenn jeder Bauerntölpel "Musik" machen könnte?

    Vielleicht merkt man es an, man muss wahrlich Glück haben, Lehrer zu finden, die nicht erzkonservativ sind. Und daher hier meine abschließende Warnung: Solltest du doch an so einen geraten, solltest du unbedingt alles hinschmeißen! Das ist ausnahmsweise kein Scherz, keine Übertreibung oder sonst irgendetwas. Es kann dir den Rest deines Lebens den Spaß an der Musik ruinieren, wenn du an einer Stelle, wo Kreativität gefördert werden sollte, wie auf Schienen fahren musst.
     
  3. Bassistenschwein

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    Erstellt: 19.01.08   #3
    ich bin vor schon vor ca 2 Jahren auf den Studiengang Bild&Tontechnik an der Fh Düsseldorf in kooperation mit der Rubert Schuhmann Musikhochschule gestoßen und bin mir seitdem ziemlich sicher meinen Traumstudiengang gefunden zu haben (bin jetzt 11. Klasse).
    Es geht dabei um Tontechnik, Bildtechnik (also Filmschnitt etc), aber mit Schwerpunkt Musik.
    Dieser Diplomstudiengang läuft allerdings im nächsten jahr aus und wird durch einen Bachelor of Arts mit dem namen "Music and Media Engineering" ersetzt. Hinzu kommt der Bachelor of Music " Musik und Medien" (and der rsh).
    Vielleicht interessiert dich das ja.
    Das ganze ist hier nachzuleden: http://www.musikundmedien.net/
     
  4. Fkipper

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    Erstellt: 19.01.08   #4
    Danke euch beiden für eure Antworten...

    Ich habe auuch nochmal intensiv mit meinem GItarrenlehrer gesprochen und ich denke, dass das wohl nichts wird, weil ich dafür einfach zu wenig Zeit insbesondere früher damit verbracht habe und, dass selbst wenn ich es alles innerhalb eines Jahres aufhole nicht so gut sein kann wie andere...

    Jedoch, danke Bassistentier, der Studiengang hat sich gerade sehr attraktiv in mein Gehirn festgesetzt, ich werde mal auf die Suche gehn und mich darüber informieren, hört sich sehr interessant an, da ich auch sehr bildkünstlerisch interessiert bin... VIelen Dank für den Vorschlag!
     
  5. Bassistenschwein

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    Erstellt: 19.01.08   #5
    Kein Problem. Mir ist als ich grade noch mal auf meinen Link geklickt hab aufgefallen, dass wohl wegen der Umstrukturierung einige informationspdfs weg sind. als ich mich ausführlich informiert habe gab es noch sehr viel mehr. also falls du fragen hast, kann ich dir vielleicht (ohne Gewähr) aus dem was ich noch in erinnerung habe helfen (zB zu Fachgebieten etc, ich hatte da irgendwann mal einen Stapel PDFs durchgearbeitet).
    naja wenns das schicksal so will, sehen wir uns ja vielleicht in einigen Jahren an der Uni :D
     
  6. MikS

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    Erstellt: 19.01.08   #6
    Dein Gitarrenlehrer wird dich sicher gut einschätzen können, aber ich verstehe nicht, warum man so früh anfangen sollte? Natürlich ist es für wahre Virtuosität nahezu ein Muss, schon vor dem 3. Lebensjahr anzufangen, aber es gibt auch Außnahmen. Außerdem ist Virtuosität ja überhaupt nicht gefragt. Ich würde den Job mal ganz stumpf primär auf ein gutes Musikverständnis und ein gutes Gehör reduzieren und da würde ich mir ein Urteil von mehreren einholen. Ich habe erst mit dem Spielen angefangen, nachdem ich volljährig war und habe in sehr kurzer Zeit viele eingeholt, die 8 Jahre und länger eher nebenbei Musik machten. Wenn dein Potential um einiges höher liegt als bei anderen, kannst du dir es ja vielleicht leisten, einiges davon verschenkt zu haben.

    Dennoch viel Glück. Spaß am Job ist viel wichtiger als alles Geld, was man damit verdienen kann.
     
  7. Fkipper

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    Erstellt: 19.01.08   #7
    Musikhochschule ;-)

    Ich gehe in die 12. Klasse, also sind wir ja fast gleichen Alters, könnte man sich kennenlernen ja...
    Ich schau gerade auf die Homepage (die sieht sehr merkwürdig aus). Habe mir schon einige Sachen durchgesehen und finde alles ziemlich interessant. Ich lese mir gerade eine pdf über die Aufnahmeprüfung durch. Die könnte ich bestehen, das sieht nicht so sonderlich schwer aus. Außerdem ist sogar die Wahl von E-gitarre (bzw. "Jazz-Gitarre) möglich! Bei Tonmeister/-ingenieur war nur klassische A-Gitarre möglich.
    Man kann demnach auch Jazz-, Blues-, Latinmusik vorstellen.
    Vom-Blatt-spielen jedoch auch. Aber nur eine Melodie bzw. Bassline wenn man als Bassist "antritt". Ich denke soweit werde ich es noch bringen.
    Vielen Dank für den Tipp... Leider gibt es das nur in Düsseldorf und sonst findet man relativ wenig Informationen darüber...

    Du könntest mir ja deine ganzen pdf's zuschicken, wenn du Zeit hast, denn mich würde das alles brennend interessieren. Habe nur 1-2 Stück gefunden, die ich jetzt durch habe. Aber es gibt noch viele Fragezeichen in meinem Kopf.
    z.B. ob man jetzt nur ein Instrument oder noch Pflichtfach Klavier brauch, etc.
     
  8. Fkipper

    Fkipper Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.08   #8
    Obwohl, ich lese gerade, dass Mitte Februar die neuen Informationen, wegen der Umstellung Bachelor/Master geschiet, online sind....
    Dann warte ich bis die neuen pdf's da sind.
    Es wird ja unterschieden in "Musik und Medien", welches mit einem "Bachelor of Music" abschließen soll und "Music and Media Engineering", was mit einem "Bachelor of Arts and Engineering" abschließen soll.
    Mich interessiert das zweite glaube ich mehr, obwohl da "music" nichtmehr im "Abschluss-titel" steht.

    Bis Februar muss ich mich aber wohl noch auf die neuen Informationen zurückhalten, jedoch schonmal ne heiße Sache :-)
    Habe dich übrigens im ICQ hinzugefügt Bassistenschwein
     
  9. Bassistenschwein

    Bassistenschwein Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.01.08   #9
    Also wie ich das so lese, hab ich das gefühl dir gehts wie mir. mich hat der studiengang von anfang an irgendwie einfach angesprochen.
    PDFs hab ich leider nicht gespeichert, aber ich hab noch einiges im Kopf, zB dass Klavier glücklicherweise kein Muss ist. Wir können dass ja mal im ICQ besprechen.

    EDIT: Weil mir grade langweilig ist versuch ich mal aus dem Gedächtnis einiges niederzuschreiben. Also soweit ich mich erinnere kommen folgende fachgebiete im Studium dran (bezogen auf den alten studiengan, aber der neue soll ja fast der gleiche sein):
    - Mathematik (nur 2 Semester oder so)
    - Messtechnik
    - Elektrotechnik
    - Informatik (vermutlich in Richtung Midiproduktion)
    - Ton- und Bildstudioarbeit
    - Fachhören
    - Partiturkunde/Musikwissenschaft/Tonsatz (irgendwas in der Richtung :rolleyes:)
    - diverse technische und musikalische Wahlfächer (Riesenauswahl, zB Akustik, Lichttechnik, Drehbuch, 3D-Animation, aber auch sachen wie Musikmanagement)
    Und natürlich das wahlpflichtinstrument.
    Übrigens schau auf dieser Seite mal unter Studium -> Studios! *sabber* :)
     
  10. Fkipper

    Fkipper Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.08   #10
    Bislang hast du mir noch nichts neues erzählt, das wusste ich schon :D
    Und ja die haben da ganz schön viele / tolle Studios...
    Hört sich auf jeden Fall interesasnt an!

    Ich meld mich mal im ICQ
     
  11. Bassistenschwein

    Bassistenschwein Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.01.08   #11
    mach das. musste jetzt nur off gehn weil ich (eigentlich :p) lernen muss, aber kannst mich gerne mal anschreiben.
     
  12. -jan-

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    Erstellt: 21.01.08   #12
    Das ist mein Traum-Studiengang, den ich jetzt seit nem halben Jahr mache:
    Populäre Musik und Medien

    Schau mal rein, vielleicht ist es war für dich!
    - Basiert nicht auf nem Instrument, d.h. du musst nix vorspielen. Wobei es dir aber im Studium einiges erleichtert, wenn du bisschen Vorwissen in Harmonielehre mitbringst.
    - Die Technische Seite ist auch dabei, wir arbeiten z.B. viel mit Cubase.
    - Ansonsten: Musikwissenschaft, Medienwissenschaft, Produktion, Journalist, Management, Recht, Musikgeschichte, usw....
    - Es geht zwar teilweise auch um "klassische Musik", im Vordergrund steht aber so alles zwischen Beatles und Britney...

    Arbeitsfelder?
    Alles, was mit Musik zu tun hat, also in ner Plattenfirma, im Studio, als Eventmanager, Musikjournalist, usw....!

    Beste Grüße,
    Jan
     
  13. pL3k3R

    pL3k3R Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.08   #13
    Hey Leute,

    auch ich hab mir in den letzten Tagen ordentlich Gedanken über meine Zukunft gemacht. Eigentlich habe ich nur zwischen Uni und Ausbildung (nach dem Abi) hinundher-"geschaltet".. naja an Musik hab ich auch mal kurz gedacht, jedoch nur Beispiele gefunden wie Fkipper sie beschrieben hat.. leider. Ich will mal ganz nüchtern behaupten, dass ich in der Musik sowas wie ne Passion entwickelt hab, also egal was, hauptsache Musik - ich bin dabei!
    Ich spiel zwar "erst" seit 3 Jahren, aber cih kann mich sehr gut mit Fkippers beschreibung identifizieren.. das heißt, ich hab so ziemlich alle überholt die ich kenne (und das waren teilweise leute die von 5-10 Jahre spielen. (Welche dabei die sehr früh angefangen haben, aber auhc welche die erst spät angefangen haben). Naja.. und jetz wollt ich einfach mal hier einsteigen, bei euch..

    (Bin übrigens auch gerade in der 12. :great:)
    Naja.. weiß einer, obs das auch später "bringt" im Leben?!
    Nützt ja nichts nen Traumberuf "gelernt" zu haben, aber nich in dem zu arbeiten..
     
  14. Katzilla

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    Erstellt: 23.01.08   #14
    Nein, Musikalienhändler wäre ganz sicher keiner Alternative...
    Ich kann von einer Ausbildung zum Musikalienhändler dringenst abraten!!!
    Es ist nicht nur schwer einen Ausbildungsplatz zu bekommen, es ist noch schwerer als fertiger Musikalienhändler später überhaupt einen Arbeitsplatz zu bekommen! Mir ist unverständlich, weshalb in diesem Beruf überhaupt noch ausgebildet wird, wo doch viele in der Sparte vergebens suchen.

    Die meisten Musikgeschäfte stellen nämlich bevorzugt oder ausdrücklich KEINE(!!) Musikalienhändler ein!
    Egal wieviel Erfahrung man mitbringt, ob man in dem Bereich Erfahrung hat oder nicht - in den meisten Läden, sei es Gitarrenläden oder CD-Läden wird man per se als "Notenfuzzi" abgestempelt, ausbilden tun eh nur die "konserativen" Musikalienhandlungen; wenn man von dort kommt, gehen die Läden gleich davon aus das man eine andere Praxis hat.
    Selbst wenn man aufs Profil passt und die Anforderungen erfüllt - Bewerbungen werden ignoriert oder mit einem "sie sind überqualifiziert" und "Musikalienhändler - das gibt es bei uns eh nicht" abgespeist. :mad:
    Erst recht von den ach so tollen Läden, die in Deutschland werben wie gross die doch sind, und eigentlich die erste Anlaufstelle wären.

    Die wenigen Musikgeschäfte, die dann ausdrücklich ausgebildete Händler einstellen (und das sind vielleicht ein oder zwei Läden in einem Einzugsgebiet von 50 - 100 km), sitzen dann auf einem so hohen Ross und verlangen mindestens Abitur, am liebsten studiert, das Beherrschen von 123858 klassischen Instrumente, usw... :screwy:
    Egal ob man vielleicht 10 Jahre Berufserfahrung mitbringt, wenn man dann nur ein popeliges Realschulzeugnis hat, kann man die Ausbildung in die Tonne kippen.
    Egal ob man ein vielseitiges breites Wissen hat was über die Ausbildung hinaus geht, und somit vielfältige Einsatzmöglichkeiten hat - als Notenfuzzi UND als Gitarrentechniker - es interessiert keine Sau. :bang::kotz::bang:

    Wenn man in der Musikbranche arbeiten will, dann sind die anderen o.g. Vorschläge auf jeden Fall die bessere Wahl für die Zukunft.
    Im Handel dagegen sieht es - der "Geiz ist Geil" Mentalität - sehr schlecht aus.
     
  15. pL3k3R

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    Erstellt: 23.01.08   #15
    Okay, also ich hab mich jetzt mal (mehr oder weniger) ordentlich damit auseinandergesetzt. Die ersten beiden Studiengänge (also Music and Media Engineering und Bachlor of Music) vor allem.. das klingt alles schön und interessant jedoch sind dort die Anforderungen an die musikalischen Fähigkeiten auch sehr hoch. (nur beim Eignungstest/der Aufnahmeprüfung mein ich jetz) Da wird im Grunde auch nach ner musikalischen Vorbildung verlangt. Die hab ich (leider) nun mal nicht, da ich mir fast alles selbst beigebracht hab.. Ich bin auf jede Fall sehr abgeschreckt, Noten und Gehör kann man in andernthalb Jahren trainieren, das is mir klar, aber das wird wahrscheinlich nich gegen Leute reichen die schon in der Grundschule angefangen haben und ne richtige Ausbildung mitgenommen haben..
    Wohingegen Jans Vorschlag mir viel eher zusagt.. kannse mir ma noch n paar Infos geben??

    Im FAQ steht:

    erzähl ma n bisschen ;)
    Danke schonmal^^


    ps: ich lese gerade, dass man damit ins ins Ausland muss (entweder ein Praktikum oder ein Semester im Ausland) damit das anerkannt wird.. oder man wechselt (fliegender Wechsel ;)) während des Studiums nach woandershin.. also das wär perfekt !!
     
  16. Fkipper

    Fkipper Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.08   #16
    Würde mich auch interessieren
     
  17. -jan-

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    Erstellt: 23.01.08   #17
    Joar, was wollt ihr denn noch so wissen?
    Also die FAQs erklären ja schon relativ viel. Tja, was genau man dann mit diesem Bachelor anfangen kann ist halt die Frage. Ehrlich gesagt ist das die Frage, die ich allen Verwandten, Bekannten, Freunden und wem auch immer in den letzten Monaten am häufigsten beantworten musste.

    Also der Studiengang an sich wurde geschaffen, um eine Brücke zwischen Uni und Musikindustrie zu schaffen. Denn: Was studieren, wenn man ins Musikbusiness will? Bei nem Musiktheoretischen Fach hat man später nur Ahnung von klassischer Musik, aber nicht vom "Business" an sich. Bei nem Medienmanagement-Fach fehlt einem wieder das Musikalisch-Fachspezifische. Also haben sich ein paar Professoren der Paderborner Uni und der Detmolder Musikhochschule vor ein paar Jahren mit den großen Plattenlabels zusammengesetzt, und diesen Studiengang ausgearbeitet.

    Ob man dann im Endeffekt genau sowas macht, bleibt jedem selbst überlassen. Es sind auch z.B. schon Abgänger bei MTV oder so untergekommen. Bei mir isses so: Ich würd gern zum Radio gehen. Ist halt eine der Möglichkeiten, auf die ich mich jetzt aber schon speziell vorbereite (Praktika, Campusradio,...).

    Das heißt: Wenn du nur diesen Studiengang und songst gar nichts nebenbei machst, hast du später kaum eine Chance auf einen sicheren Arbeitsplatz. Man sollte schon von vornherein wissen, wo man hin will, und sich speziell darauf vorbereiten (also als eine Möglichkeit so wie ich journalistisch arbeiten, oder aber Konzerte organisieren, Studioprojekte machen, als DJ arbeiten, was auch immer...). Das Studium ist dann später ne gute Basis für dich.

    Spezialisieren kannst du dich auch mit dem von dir angesprochenen 5. Semester: entweder studierst du was ähnliches im Ausland, oder du machst hier Praktikum bei nem Label oder so. Wenn du gut bist, kannst du dir natürlich da schon deine Kontakte knüpfen, und schon nach dem Bachelor-Abschluss dort einsteigen. Oder aber - du machst halt den Master.

    Zuletzt spreche ich noch kurz das Aufnahmeverfahren an: Also, es gibt hier genau 35 Plätze und ca 300 - 350 Bewerber jährlich. Da wird erstmal durch N.C. ausgewählt (ich glaube der ist immer so zw. 2,1 und 2,3) und dann gibts nen Eignungstest. Da muss man nichts vorspielen oder so, sondern nur ein kurzes Essay zu nem Thema schreiben, und sich dann in nem Einzelgespräch präsentieren ("Warum bin genau ich der richtige, der dieses Studienplatz haben sollte? => also von Zukunftsplänen erzählen, und natürlich davon, was man bisher gemacht hat).
    Mit ein bisschen Glück klappt das dann. Und dann studiert man hier mit 35 Leuten, die alle ebenfalls total musikverrückt sind und natürlich auch Musik machen, in Schulklassen-Atmosphäre. Macht schon Spaß! :)
     
  18. pL3k3R

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    Erstellt: 23.01.08   #18
    Danke für deine Antwort!!
    Hast mir sehr geholfen.. is halt immer noch was anderes das von einem zu hören, der den Studiengang live erlebt (hat) oder "nur" die FAQ's zu lesen ;)

    Wo ich genau hinwill, dass weiß ich jetz natürlich noch nicht.. ich hätte nur gerne was in Richtung Musik gemacht.. mhhm ich muss mich da mal am besten mit nem Lehrer oder so hinsetzen und das alles mal logisch durchüberlegen :p
    aber danke auf jeden Fall, hast mich echt n Stück weitergebracht!!
     
  19. Black69

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    Erstellt: 27.01.08   #19
    hey,

    ich wollte meine zukunft auch in die eben angesprochene richtung planen und war auch immer von dem Toningenieur-/Tonmeisterdiplom angetan.
    Wobei mir, nachdem was ich hier gelesen habe, der studiengang für Bild&Tontechnik auch sehr zugesagt hat.

    Nun meine frage,
    mache dieses jahr meine mittlere reife und damit ich überhaupt studieren kann, brauch ich zunächst ja erstmal abi.
    Könntet ihr mir vll sagen wie ich weiter vorgehen sollte um die möglichst besten chancen auf dieses studium zu erhalten?
    Ich dachte da an die Fos im technischen bereich bzw gibt es jetz eig eine Musik Fos?
    oder wären da noch völlig andre alternativen die noch gar nicht angesprochen wurden?

    Würde mich freuen wenn ihr bald eine antwort für nen verzweifelten schüler hättet, da es bis zu den anmeldungen nicht mehr alt zu lange dauert.:)
    vielen dank schon mal.
     
  20. Trecool!

    Trecool! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.08   #20
    Hej...

    An einer FH kann man auch mit der FH-Reife studieren..

    Also, meine Vergangenheit ist ähnlich wie die von Bassistenschwein, d.h. mein Vorhaben ist es in Düsseldorf "Music and Media Engineering" zu studieren. Ich bin jetzt in der Jgst. 13 un meine Bewerbung muss bis zum 31. März fertig sein.

    Ich finde es schade, dass im Internet nahezu nichts zum neuen Studiengang zu finden ist. Auf der Homepage der FH Düsseldorf ist dieser Studiengang sogar noch nicht mal aufgeführt. Mich würde nämlich interessieren, welche Unterschiede zum Studiengang "Bild- und Tontechnik" bestehen bzw. ob es überhaupt welche gibt (Die vorige Bezeichnung war wesentlich besser, aber heutzutage muss jah alles englisch sein).

    Naja..was ich noch zu Fkipper und besonders zu Bassistenschwein sagen kann, ist, wenn ihr es nicht schon längst wisst, dass die Aufnahmeprüfung mächtig schwer wird.
    Gerade als Gitarrist oder Bassist, der eg keine Beziehung zum Notenlesen usw. hat, wird es sehr schwierig werden.
    Es ist ein großes Spektrum musiktheoretischen Wissens gefragt, was meiner Meinung nach nicht ganz sinnvoll ist. Da wäre z.B. der Bereich Musikgeschichte (Epochen, Gattungen, Entwicklungen, Komponisten, etc...), weiter geht es mit Harmonielehre (Akkordbildung jeglicher Art, Kadenzen, Kirchentonarten, Formenlehre, usw...).

    Zuletzt gibt es noch die Gehörbildung. Hier ist es sehr wichtig schon früh anzufangen Intervalle zu lernen, Akkorde in allen Variationen und Umkehrungen zu hören. Rhythmus- und Melodiediktate gehören auch dazu.

    Ich habe Musterklausuren von der Aufnahmeprüfung an der RSH in Düsseldorf und die zeigen, wie schwer es ist.

    Ich wünsche weiterhin viel Erfolg bei der Vorbereitung...
    Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
     
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