Tornado Leslie aus Italy

  • #181
Ich glaube, dass wir zwischen Proberaum, Wohnzimmer, Studio und dem Live-Einsatz auf einer Bühne unterscheiden sollten.

Für Ersteres: Marshall*, Universal Audio* Ox Amp Top Box (wem der Marshall* zu laut ist) und Leslie und für Zweiteres würde ich ja fast die Zerre direkt aus der Orgel nehmen. Ich habe letzthin eine XK.7 gespielt. Erschreckend gut, was da aus der Simulation kam. Keine Röhrenhammond, aber sehr nahe dran.

Übrigens und ein wenig OT: bevor ich mir die Ox Amp Top Box angeschafft habe, habe ich mir 2 andere Mitbewerber angehört. Ich fand, dass die Ox Box das für mich wohlklingensde Teil war. Aber das ist nur meine Meinung.

Ach ja und der Thomas Reußenzehn war immer der Meinung: je weniger im Signalweg ist umso besser wird es klingen. Da hatte er recht.

Michael
 
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  • #182
Ach ja und der Thomas Reußenzehn war immer der Meinung: je weniger im Signalweg ist umso besser wird es klingen. Da hatte er recht.
Das ist zwar grundsätzlich richtig. Aber der typische Zerrsound einer Hammond* ist im original das Ergebnis mehrerer hintereinander geschalteter Röhrenstufen, die alle mehr oder weniger schwer in Sättigung sind (AO-28 plus die 2x6550 Endstufe).
"plausibel" klingt eine reine Vorstufenzerre eben auch erst dann, wenn sie die richtigen harmonischen im richtigen Verhältnis erzeugt, und das geht mit einer einzelnen Stufe nicht. Es braucht auch da mehrere Stufen, mit unterschiedlichen Kennlinien (mindestens 1x Single ended, 1x push/pull), um da hin zu kommen. Das können dann mehrere separate Geräte in Reihe sein, oder ein Gerät mit mehreren Stufen.

Im Prinzip macht der Tall& fat das schon, der hat drei FETs, die den AO-28 emulieren und dann noch eine Diodenzerre als Endstufenemulation. Konzeptionell gut gedacht, ich mag allerdings die CMOS-Schaltung lieber als die Dioden, das klingt schnell harsch. Und eine echte Röhre irgendwo drin zu haben ist immer was anderes als nur Halbleiter. Wenn schon gar keine Röhre, dann würde ich eher in Richtung DSP gehen wollen...
 
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  • #183
Für Ersteres: Marshall, Universal Audio Ox Amp Top Box (wem der Marshall zu laut ist)
….
Übrigens und ein wenig OT: bevor ich mir die Ox Amp Top Box angeschafft habe, habe ich mir 2 andere Mitbewerber angehört. Ich fand, dass die Ox Box das für mich wohlklingensde Teil war. Aber das ist nur meine Meinung.
Was genau macht die Ox Amp Top eigentlich - hängt man die hinter den Röhrenamp als Speaker-Ersatz und gibt den Sound des Röhrenverstärkers als Line Signal aus, um das auch authentisch aber leise zu hören?

Falls ja, ist die Ox Box ohne jede Art von Klangbeeinflussung/-färbung?
 
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  • #184
Was genau macht die Ox Amp Top eigentlich
Guckst Du:
 
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  • #185
mein Marshall* Origin 50, läßt sich auf 5/10/50 Watt einstellen. Bei 5 macht er an meinem passiven Leslie 145 schon einen schönen Growl, bei durchgetretenem Pedal + Boost am Amp auch JL Overdrive bei guter Zimmerlautstärke. Dabei steht der OD Regler an der XK1c auf 12Uhr. Habe da also drei Gain-Stufen: OD an der Orgel, Normal und Boost am Origin. Man muß es so einstellen, das man ab halben Pedal ein Growl bekommt. Beim Durchtreten guten OD und wenn man "Space Truckin'" spielt noch den Boost dazu. Das geht prima... :m_key:
Ohne die Gain-Stufen zu verändern kann man die Gesamtlautstärke am Vol Poti der Orgel in Maßen beeinflussen. 12Uhr-15Uhr...
 
  • #186
Update zu diesem seltsamen Zerren: Ich habe mittlerweile die Röhren gewechselt und habe auch - mit Einverständnis von Silvio - EL34 verwendet. Leider ohne Erfolg.... Grundsätzlich kann ich schon damit leben, dass ich das Teil erst 15 Minuten leingeschaltet stehe lassen muss, bevor es dann wirklich gut kling, aber seltsam ist es trotzdem... Was mir zudem auffällt ist, dass das der "Preamp" praktisch ohne Wirkung ist.. vielleicht muss ich mal die kleinen Röhren noch wechseln...
... wie klingen denn die EL34 im Tornado im Vergleich zu den 6550? Mehr Headroom vor der Zerre? Klarer?
 
  • #187
Ich würde ja erwarten, dass die 6550 mehr Headroom als eine EL34 bietet...
 
  • #188
Ich habe - überraschenderweise - keinen grossen Unterschied bemerkt.. Mein Problem ist, dass ich den Tornado bisher noch nie "richtig" aufdrehen konnte. Es war zwar schon nahe an der Schmerzgrenze (zu Hause), aber ich hatte ihn leider noch nicht im Übungsraum. Das werde ich ab Juli ändern. Dann kann er sich wirklich bewähren (oder auch nicht)...
 
  • #189
Der "Overdrive" (über den Pot "Dist.") hat bei meinem T115 ebenfalls für mich keine brauchbare Wirkung. Zumindest schaffe ich es nicht, die Lautstärke mit voll aufgedrehtem Overdrive so aufzudrehen, dass es zerrt und ich es daneben "aushalte". Somit ist (für mich) die eingebaute und regelbare Verzerrung (was ohnehin über eine integrierte Diodenelektronik umgesetzt wurde) leider unbrauchbar. Ich spiele den T115 ohne den darin integrierten Overdrive und dafür mit dem integrierten Overdrive der Orgel oder mit dem ZD-1 Overdrive. In einem recht lauten Kontext möglicherweise verwendbar, aber dann kann man auch gleich einfach die reine Röhrenendstufe ihre Arbeit machen lassen.
 
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  • #190
Der "Overdrive" (über den Pot "Dist.") hat bei meinem T115 ebenfalls für mich keine brauchbare Wirkung. Zumindest schaffe ich es nicht, die Lautstärke mit voll aufgedrehtem Overdrive so aufzudrehen, dass es zerrt und ich es daneben "aushalte". Somit ist (für mich) die eingebaute und regelbare Verzerrung (was ohnehin über eine integrierte Diodenelektronik umgesetzt wurde) leider unbrauchbar. Ich spiele den T115 ohne den darin integrierten Overdrive und dafür mit dem integrierten Overdrive der Orgel oder mit dem ZD-1 Overdrive. In einem recht lauten Kontext möglicherweise verwendbar, aber dann kann man auch gleich einfach die reine Röhrenendstufe ihre Arbeit machen lassen.
... mich wundert es, dass Silvio in den integrierten Amps die Schaltung mit der reduzierten Leistung nicht mehr integriert hat. Bei meinem separaten Amp gab's die noch.
Ich weiß nicht, ob das dann Class A ist, könnte mit ca. 15-20 W hinkommen. Ich fahre den Amp fast immer in der niedrigeren Stufe.
Nur einmal in einer großen Halle, als mehrere Bands hintereinander gespielt haben und alle Bands gemeinsam einen Schlusssong von Bruce Springsteen performt haben, aber die Mischpultkanäle mit den Instrumenten der letzten Band belegt waren, konnte ich das t115 mal bei 80W voll ausfahren: es klang absolut genial. Man müsste es echt öfters backstage aufreißen können ...
 
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