Traditional Grip - Hilfe, meine "Technik" is komplett im Arsch!!!

von CurrentValue, 06.06.08.

  1. CurrentValue

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    Erstellt: 06.06.08   #1
    Hey!

    Weiß nicht wirklich, wie ich mein Problem erklären soll. Ich spiel mittlerweile das sechste Jahr, befasse mich mit Pardiddles, Rudiments etc. aber erst seit knapp einem Jahr.

    Mein Problem is, dass ich ein ziemlich "nervöser" Typ bin - ungeduldig bis zum geht-nicht-mehr. Leider bekomm ich meine Hände nicht auf gleich, ich versuch's ja aber es will mir nicht gelingen, da ich bei hohen Tempi immer verkrampfe. Mein Problem is, dass ich wirklich, und jetzt nicht übertrieben (ich spiel nicht besonders gut) sauschnell bin mit meinen Händen. Ich hab gar kein Tempo üben müssen, das war praktisch schon vorhanden. Aber dafür bekomm ich wie gesagt meine Hände nicht auf gleich.... Fakto is meine Geschwinigkeit fürn Arsch (weiß ich selber), solang ich keine Präzision/Gleichmäßigkeit hineinbekomm.

    Meine Frage ist (und lacht mich jetzt nicht aus): Wenn meine Führungshand die rechte is (also rechts auf Ride), "starte" ich dann automatisch einen Wirbel, ein Rudiment auch mit rechts oder kann es sein, dass das mit der linken hand is????

    Ich hab nämlich den Verdacht, dass ich mir mit Traditional-Grip leichter tue, meine Hände auf gleich zu bekommen, da ich der Meinung bin, dass es einfacher ist, zwei VERSCHIEDENE Handbewegungen zu "synchronisieren" als beide Hände mit "matched" zu "harmonisieren". Und ich finde die Bewegung des Traditional eigentlich recht angenehm. Aber macht es überhaupt Sinn, einen Wirbel mit links zu beginnen, wenn ich links Traditional spiele??? Ich kenn mich nicht mehr aus. Also LRLRLR und nicht RLRLRL...

    Ich glaub, der Thread is ziemlich konfus. Wär nett, wenn sich vielleicht irgendjemand die Zeit nehmen könnte, mir das ein wenig zu erläutern bzw. bin ich offen für jede Meinung! :great:

    Mfg
     
  2. CapFreak

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    Erstellt: 06.06.08   #2
    Wenn du normal auf rechts spielst macht es natürlich wenig Sinn Wirbel mit links anzufangen, zumindest nicht am Set. Du solltest das zwar auch üben, damit du flexibler bist, aber ich würd sowas eher als Übung fürs Pad sehen. Am Set kann man das Handsatztechnisch nur selten einsetzen.

    Wenn du der Meinung bist, dass dir der Tradtitional Grip mehr liegt, dann spiel so!

    Und da bist ja auch selber schon drauf gekommen: Rudiments üben hilft enorm, um die Geschwindigkeit auszubauen und die Hände anzugleichen.
    Momentan spiel ich für mich selbst immer eine abgewandelte Form des Paradiddles, die etwas mehr in Richtung Singelstroke-Roll geht.
    Sieht dann so aus: r l r l r r r r l r l r l l l l (alles 16tel)
    Is ja eigentlich nur ein doppelter Paradiddle, wobei der Doubleparadiddle ja ne andere Übung unter den Rudiments is ;)
     
  3. CurrentValue

    CurrentValue Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.08   #3
    Danke für die Antwort! Aber wie meinst du "wenn ich normal auf rechts" spiele? Wenn ich mit rechts am Ride führe, macht es wenig Sinn, mit links Wirbel/Rudiments zu beginnen??
    Ich glaub, ich hab einfach nur kein Talent für dieses Instrument! :confused:
    Wenn's nur nicht so Spaß machen würde!

    Mfg
     
  4. CapFreak

    CapFreak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.08   #4
    Jo das mein ich. Du kannst es ja mal ausprobieren, dann merkst du was ich meine. Spiel man irgendeinen normalen Groove und spiel dann nen Fill mit 16 16teln oder so. Der letzte Schlag is dann in der rechten Hand und die eins vom nächsten Takt spielst du ja wieder mit rechts aufem Ride/HiHat. Du müsstest also quasi einen Doublestroke mit der rechten Hand auf Set verteilen um wieder mit der rechten Hand auf die eins vom nächsten Takt zu kommen. Das is sehr umständlich. Probiers aus, dann weißt du was ich meine ;)
     
  5. heldand

    heldand Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.08   #5
    Hi Current,
    ich hab eher den Verdacht das dein "hektisches Wesen" dir da einen Strich durch die Rechnung macht.

    Du schreibst das du sehr schnell spielen kannst aber dabei dann auch verkrampfst. Ich denke das deine Technik hier nicht ausgebildet genug ist. Es ist ja gerade der Sinn einer guten Technik beim spielen nicht zu verkrampfen.
    Also 3 Schritte zurück , die Stickcontrol ausgepackt, Metronom auf 60 oder 80 bpm und alles noch mal von vorne geübt. Aber langsam und exakt.

    Wenn du dann bei den einfachen Paradiddles Akzente platzierst wirst du sehen das sich die Hände langsam anpassen. Sehr gut ist auch ein Double Stroke roll mit Akzent auf den zweiten jedes Double RR(AK) LL(AK) RRLL. Probiers aus.

    Aber wie gesagt . Mit Langsamkeit kommst du schneller ans Ziel.



    Wowbagger (Der unendlich Verlängerte)
     
  6. derMArk

    derMArk Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 09.06.08   #6
    Wenn wir das alle hätten, dann wären wir alle schon Profimusiker. :rolleyes:


    Du schreibst zumindest so wenig konfus, dass ich es sogar lesen kann. ;)

    Du hast dein Problem bereits erkannt. Du bist zu hektik, zu aufgewühlt und zu ungeduldig. Dadurch, dass du anscheinend eine Talent im schnellen spielen hast, übergehst du einfach auf Grund deiner Ungeduld einen Schritt in der Mitte. Denn den Anfang, das Anfängerdasein kannst du nach 6 Jahren hinter dir lassen. Bis zum Profi reicht es halt nicht, vielleicht von der Geschwindigkeit her, wie du sagst, aber nicht von der Genauigkeit und von der Synchronität. Dann musst du leider an den Anfang deiner Mitte zurückkehren und nochmal IN RUHE! von da aus weitermachen. Du musst dich entweder dazu zwingen, dich wirklich hinzusetzen und es langsam zu üben oder es anfangen locker zu sehen. Denn es kann nun mal nicht alles von hier auf jetzt gehen.

    Vielleicht fängt deine Ungeduld schon viel eher an. Wenn ich mal fragen darf, wie lange stellst du das denn schon fest? Das ganze Jahr deiner Rudimentaffaire? Oder erst seit Kurzem und macht deine Ungeduld da bloß eine Ewigkeit drauß?

    Jetzt auf Traditional umzulernen hätte einen großen Vorteil. Denn dann musst du von vorne anfangen zu lernen. Da beißt du Maus keinen Faden ab. Natürlich läufst du dann wieder in die Gefahr, wenn du es halbwegs kannst, dass du wieder so schnell anfängst zu spielen und sich deine Unzufriedenheit auch da wieder durchsetzt. Dennoch musst du nich unbedingt umlernen, immerhin hast du nun schon über 5 Jahre in deiner gewohnten Haltung gespielt, warum dann ändern? STOP! Soll nicht heißen, dass du nicht mal Ausgewohnheiten ausbrechen sollst, ich meine damit bloß, dass du wenn du sonst mit der Haltung klarkommst sie nicht wechsel sollst. Wenn dir der Traditionalsgrip als angenehmr erscheint und du damit besser spielen kannst, warum dann nicht lernen?

    Ob es daran liegt, dass du die linke hat nicht synchron bekommst wage ich einfach zu bezweifeln. Denn es ist viel mehr dein Kopf der dir dort eine Strich durch die Rechnung macht.

    Die Theorie mit der linken Hand als Führungshand ist zwiespältig. Denn zur Übung ist es wunderbar auch mal die linke Hand als Führungshand zu benutzen. Das lernt die Unabhängigkeit der beiden Hände zum Rest des Instruments. Allerdings solltest du nicht komplett auf die linke Hand als Führungshand wechseln. Sonst eher als Übung beides machen. Um es mal ganz salop zusagen, dann sieht die linke Hand mal, was die Rechte macht und umgekehrt.

    Als Resultat kann ich mich nur meinem Vorredner anschließen. Du musst dich auf den Arsch setzen und langsam üben, dass beide Hände im langsamen Tempo zueinander finden und sich dann zusammen an höhere Geschwindigkeiten wagen. Deine Hände müssen einfach eine Einheit werden.

    Falls es dir hilft, mir geht es genau so wie dir. Meine Linke kommt im Tempo einfach nicht richtig mit. :rolleyes: Zur Not schieben wir es einfach auf unsere kaputten Hände.
    https://www.musiker-board.de/vb/plauderecke/239173-fingerfehlstellung.html <-- falls du dich noch dran erinnerst. :D
     
  7. CurrentValue

    CurrentValue Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.06.08   #7
    Viele Antworten, so erwartet man sich das in einem Musiker-Forum! *BIGUP* :great:

    Muha, auf meine rechte Hand kann ich mich schon länger nicht mehr ausreden, Mark! :D
    Die is ja "leider" gerichtet worden!!!

    Ihr habt eh Recht, die Probleme liegen mit Sicherheit im Kopf und nicht in den Händen/Füßen. Ich hab einfach nur den Zwang, die Zeit, in der ich mich NULL für Spieltechnik interessiert hab, so schnell wie möglich wettzumachen.
    Wird mir wohl nichts übrig bleiben, als ein paar Gänge runterzuschalten und das Ganze langsam zu üben! Aber mein neuer Lehrer ist echt super, guter Gegenpol zu mir.

    Mein alter Lehrer war selber ein richtiger Hektiker, das harmoniert dann nicht so toll, wenn der Schüler dann auch hektisch ist und man sich gegenseitig aufstachelt!

    Das mitm Traditional Grip is eigentlich keine schlechte Sache, wenn ich das von Grund auf ordentlich übe, fällt es mir vielleicht einfach, meine Hände auf Gleich zu bekommen!

    Aber hey, danke für die zahlreichen Antworten nochmal. Werd das schon irgendwann hinbekommen!

    Mfg
     
  8. derMArk

    derMArk Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 10.06.08   #8
    Meine auch, trotzdem habe ich noch Probleme. ;)

    Wenn dein Lehrer die nötige Ruhe ausstrahlt, dann würde ich ihn vielleicht mal fragen, ob ihr euch mal in der Woche oder am Wochenende einfach nochmal bissl zusammensetzt und euch einfach locker hinsetzt und die Sachen nochmal durchgeht. Damit du wirklich Ruhe bekommst.

    Deswegen kannst du ja auch zum Üben einfach ins Grüne oder an einen See fahren. Denn da stört dich niemand und du hast einfach alle Zeit der Welt und vorallem einfach nur Ruhe. Ich denke mal, das brauchst du auch beim Üben. Denn so ist immer irgendwas Telefon, E-Mails was auch immer, was dich aus der Übung rausreißt. Benny Greb hat zum Beispiel viel am See gespielt und sau ihn an, was er an Ruhe ausstrahlt. Na ja, wenn ich so gut wäre wie er dann hätte ich auch die Ruhe weg. :)

    Jo, das kommt natürlich zu deiner natürlichen Unruhe und Hektik auch hinzu. Dass du halt auch noch unzufrieden und genervt bist, weil die 5 Jahre "Verplembert" hast.

    Du machst das schon!
     
  9. black metal drummer

    black metal drummer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.08   #9
    Da bin ich dabei. Die Dinge wirklich langsam und entspannt, einfach so, dass man sich beim spielen wohl fühlt und genügend Zeit hat seine Bewegungen analytisch mitzuverfolgen und genau zu fühlen, wie die bewegung sich am authentischsten anfühlt, das ist das wichtige. Die Muskeln gewöhnen sich nach einer Zeit an die langsamen, fließenden Bewegungen und speichern diese so ab, dass sie auch in hören tempi abrufbar sind. Das heist natürlich nicht, dass man nach 2 min. langsam üben sofort wieder auf 200 BPM und co. wechseln sollte. Wenn du dir wirklich nen Monat Zeit nimmst, die übungen sehr langsam durchzuführen wirst du merken, dass sie bei 100 BPM sich genau so locker anfühlen wie zuvor bei 60. Wichtig ist, dass du nie am Limit spielst und verkrampft. Spiele die sachen immer so, dass du dich dabei richtig entspannen kannst. Irgend wann klappt es von selber schneller. Und denke daran. Es muss sich immer "richtig" anfühlen. Wenn irgend etwas weh tut oder dir unangenehm erscheint, stimmt etwas nicht. Daher ist dieser analytische effekt und der Prozess der gewöhnung so wichtig. Um zu wissen wie man es locker und auch kontrolliert spielt. Glaub mir, die ganzen Profis, die bei wahnwizigen tempi spielen haben auch so angefangen. Und jetzt spielen sie das schnelle zeug genau so entspannt, wie damals das langsame. Das ist nämlich das große geheimnis. In jeder Situation entspannt zu bleiben. Also, nimm dir das zu herzen und übe langsam, aber ausdauernd mit disziplin. Durch eine Übung mehrere minuten völlig gelassen bei niedrigem Tempo durchzugleiten, ist hier genau das richtige.

    Darum hier mein Motto: Wer langsam übt, ist schneller schnell.
     
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