Hallo Sorin.
Eine Mittelklasse in diesem Bereich mischen,glaub ich ...kann es nicht geben.
Ich wage mal zu behaupten, dass jeder Profi-Mischer davor in der "Mittelklasse" war. Und davor Anfänger. Das ist nichts, bei dem man einfach an einem Tag den Amateur-Status verliert und zum Profi wird. Alles eine Frage der Erfahrung.
Leider ist nach meiner meinung,der Anfanger nicht gerade der Mann der nicht weis was ein EQ,ein Compressor oder ein Plugin ist...und wie man diese einsetzt...,
Und ich glaube auch das ein guter Preset aus einem Plugin(...der sicher von einem Profi gemacht wurde) gleichzeitig auch ein guter beispiel fur jeder der mischt, sein kann....,
Das Problem ist, dass Presets in der Regel darauf zugeschnitten sind, was die Ersteller mit ihrem Material (Audiospuren) anstellen wollen. Mit dieser Grundlage klingen die Presets womöglich fantastisch. In der Praxis ist es jedoch der Fall, dass man selbst komplett anderes Ausgangsmaterial hat, das in der Regel weniger professionell aufgenommen und vorbereitet wurde. Mit diesem anderen Material klingen die selben Presets dann plötzlich nicht mehr so toll und verschlimmbessern den Klang sogar.
Als Beispiel: eine Gesangsspur zu nehmen und ein "professionelles" Gesangs-Preset zu laden, führt nicht unbedingt dazu, dass das Ergebnis professionell klingt. Der Sänger, den man aufgenommen hat, hat z.B. eine andere Tonlage, er singt zu leise oder zu laut (oder abwechselnd beides), seine Stimme ist zu dünn oder zu quäkig, seine Atemgeräusche sind zu laut, er hat während der Aufnahme das Mikrofon bewegt, Plosiv-Laute (z.B. wenn er ein "k" oder "p" ausspricht) stechen bei der Aufnahme hervor...
All diese Faktoren haben die Preset-Ersteller nicht zwingend berücksichtigt und vorhergesehen. Sie können ja nicht wissen, wie deine Aufnahmen klingen.
Auch bei professionell aufgenommenem Material kann der Klang deutlich anders sein, so dass die Presets einfach nicht passen. Sogar die Preset-Ersteller würden wohl selten bei zwei unterschiedlichen Songs/Künstlern
exakt die selben Einstellungen für die gleichen Instrumente verwenden.
Ein Channel-Strip als Alles-in-einem-Paket ist da nur oberflächlich eine einfache Lösung. Beim PE-1C aus dem
Thomann*-Link oben siehst du beispielsweise schon an die 30 Parameter, auf die du Zugriff hast. Jedes Preset wäre ein Kombination aus Einstellungen von all diesen Parametern, was unüberschaubar viele Möglichkeiten bietet. Natürlich kann man Glück haben und ein Preset finden, das perfekt passt. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass jeder dieser Parameter schon genauso eingestellt ist, wie man ihn braucht, ist entsprechend gering.
Insofern muss man sich schon etwas einarbeiten. Auch wenn die Werbung verspricht, dass man mit einem Plug-In und den richtigen Presets sofort klingt wie die Profis, dauert das in Wahrheit deutlich länger und verlangt mehr Aufwand.
