Tuning B (Gitarre) vs B (Bass) ?

von Darkdonald, 13.09.19.

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  1. Darkdonald

    Darkdonald Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.19   #1
    Hallo zusammen,
    ich spiele eigentlich Gitarre, habe aber seit einiger Zeit auch einen 5-Saiter-Bass. Ich versuche mir die Grundlagen der Musiktheorie beizubringen. Ich stolpere allerdings über die Frage, wieso sich die Tunings bei Gitarre und Bass unterscheiden?

    Gitarre: B-E-A-D-F#-B (oder im deutschen Headfish ^^)
    Bass: B-E-A-D-G

    Warum wird der Bass auf G anstatt F# gestimmt?

    Gruss
    DarkDonald
     
  2. Absint

    Absint Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.19   #2
    Gitarre: E-A-D-G-B-e
    Was du da hast, ist um eine Quarte nach unten verstimmt. Wenn man die B-Saite um eine Quarte nach unten stimmt, wird daraus eine F#-Saite. Wenn du dir die Standardstimmung der Gitarre anschaust, wird das mehr Sinn ergeben.
     
  3. Darkdonald

    Darkdonald Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.19   #3
    OK. Wenn ich bei E-Standard jede Saite 5 Halbtöne (Quarte) runterstimme lande ich bei B-E-A-D-F#-B. Soweit so gut...
    Aber wo kommt der Halbton-Unterschied beim Bass her?
     
  4. DerThorsten

    DerThorsten Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.19   #4
    Eigentlich ist der Fünfsaiter-Bass ja das Gegenstück zur Siebensaiter-Gitarre, nicht zur Barritongitarre, daher eher:
    Gitarre: B E A D G B E
    Bass: B E A D G

    Das Geheimnis liegt bei der Gitarre zwischen dem G und dem B, wo es nur vier statt fünf Halbtöne nach oben geht.
     
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  5. Vindsvalr

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    Erstellt: 13.09.19   #5
    Der Bass wird halt konsequent in Quarten gestimmt, weil er historisch gesehen im Endeffekt aus der Gambenfamilie kommt. Standardstimmung eines 6-saitigen Basses ist z.B. auch BEADGC. ;)
     
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  6. Darkdonald

    Darkdonald Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.19   #6
    OK, vielen Dank für die erhellenden Antworten. Ich hatte nicht auf dem Schirm, dass Bariton und 7-Saiter unterschiedlich gestimmt werden. Werde mich noch etwas tiefer in die Materie einlesen.
     
  7. Thilo278

    Thilo278 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.10.19   #7
    Das meiste wurde schon gesagt, ich fasse einfach mal zusammen:

    Die Standardstimmung einer Gitarre ist E A D G B E, d.h. mit Ausnahme der B-Saite konsequent in Quarten gestimmt. Dass die B-Saite hier anders gestimmt ist, hängt vermutlich damit zusammen, dass es für das Akkordspiel einfacher ist.
    Es gibt auch Gitarristen, meistens aus dem Fusion-Bereich, welche die Gitarre komplett in Quarten stimmen, also E A D G C F. Für Improvisation und Singlenote-Spiel hat das durchaus Vorteile, weil die Gitarre so zu einem komplett symmetrisch aufgebauten Instrument wird und Intervalle über jede Saite immer gleich aussehen. Ein Beispiel hierfür ist Tom Quayle.
    Bei einer Siebensaiter-Gitarre wird einfach unten noch eine Quarte angehängt, also ein B.
    Das BEADFisB-Tuning ist das Standard-Tuning der Gitarre (inkl. Ausreisser der 5. Saite), um eine Quarte nach unten gestimmt.

    Bei einem 4-saitigen Bass werden die Saiten so wie die ersten 4 Saiten einer Gitarre gestimmt (E A D G), also auch hier konsequent in Quarten. Der 5-Saiter bekommt unter dem tiefen E noch eine Quarte nach unten spendiert (B E A D G), der 6-Saiter noch eine Quarte oben drauf (B E A D G C). Da man am Bass selten Akkorde spielt ist die konsequente Stimmung in Quarten deutlich einfacher, da auch hier die Shapes für die verschiedenen Intervalle immer gleich aussehen. Egal welchen Ton ich mir auf welcher Saite herauspicke. Anhand der Symmetrie dieser Stimmung weiß ich immer sofort, wo alle Intervalle zu diesem Ton auf dem Griffbrett liegen. Das macht das Spielen von Arpeggios z.B. sehr einfach.
     
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