Üben auf dem E-Cello

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  • #21
Hallo Vali,
danke für den Tipp! Saitenhalter habe ich gleich mal bestellt! Das originale Teil hat nämlich, abgesehen von fehlenden Feinstimmern, so eine schmale Bemessung, dass ich die C-Saite nur mit ganz viel Gefriemel einhängen konnte. Muss ich beim Tausch des Halters auf irgendetwas achten? Außer, dass ich den Halter mittig anbringe?

Es handelt sich in der Tat um das gezeigte Cello. Kannst du mir vielleicht noch sagen, wofür diese zwei Drehräder unter dem Steg sind? Eine Bedienungsanleitung habe ich für das Teil nämlich nicht gefunden.

Danke und Gruß!
 

  • #22
Wüsste nicht, dass es besonderes zu beachten gäbe. Der Saitenhalter positioniert sich ja durch den Saitenzug von allein.
Was den Steg angeht, steht bei der Produktbeschreibung, dass man die Höhe und somit die Saitenlage damit einstellen kann. Ganz schlau gelöst von Stagg (sonst habe ich nur bei sbip bisher gesehen, dass jede einzelne Saite am "Steg" höhenverstellbar ist).

Welche Saiten hast du denn drauf gemacht? Schön, dass sich der Klang dadurch verbessert hat! Da sieht man mal wie wichtig die Saiten in Sachen Klang eigentlich sind!
 
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  • #23
Hallo Vali,
danke für deine Antwort. Ich habe die günstigen Prelude -Saiten aufgezogen. Die waren im Angebot und ich möchte ja auch nicht viel Geld ins Nachtschwärmer-Instrument stecken. Sie klingen wirklich gut auf dem Stagg. Kein Vergleich zu den Saiten, die davor drauf waren.

Vielen Dank für den Hinweis mit dem Steg. Du hast nicht zufällig noch einen Tipp, wie ich den ausrichte? Ich merk' schon, zu viele Möglichkeiten überfordern mich.
Gruß und Danke allen für die Hilfe!
 
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  • #24
Nachtrag: Bei näherer Betrachtung festgestellt, dass der Steg falsch herum montiert wurde ....:eek:
 
  • #25
Danke wegen der Saiten, vielleicht ist das ja auch ein super Tipp für andere Cellisten.
Schaut der Steg bei dir tatsächlich anders aus als auf dem Produktbild? Mit der Steghöhe kenne ich mich nicht so aus. Ich würde einfach die Saitenlage zum Griffbrett auf dem A-Cello als Referenz nehmen und beim E-Cello so am Steg rumschrauben bis es vergleichbar ist. Die Saitenlage soll am Ende dann gut spielbar sein, auch in den hohen Lagen und darf nicht scheppern.
 
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  • #26
Soooo.....hier ein kleines Update!
Nachdem ich mein akustisches Cello beim Geigenbauer hatte, um das Griffbrett abziehen zu lassen und den Steg anzupassen und ich vom Ergebnis sehr begeistert bin (Es spielt sich auch (oder gerade?) für einen Anfänger merklich einfacher), habe ich jetzt einfach mal das E-Stagg zum gleichen Geigenbauer gebracht, und ihn gebeten das E-Cello "genauso" zu machen. Er hat jetzt das E-Cello und mein akustisches Cello vermessen und wird nun den Steg so bearbeiten, dass die Saiten gleich liegen. Nebenbei wird er mir auch einen neuen Saitenhalter mit Feinstimmern dranbauen. Ich werde berichten!
Ach! Cellospielen ist ja sooo aufregend!:D
 
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  • #27
Hallo zusammen,
nachdem die Post zweimal die Zustellung des E-Cellos verschoben hatte, kam es eben an. Nunja, vielleicht ist es ein Fehler gewesen, zuvor auf meinem akustischen Cello gespielt zu haben. Ich war erstmal ein bisschen geschockt (über den Klang und die Verarbeitung). Aber gut. Es soll ja nur zum lautlosen Üben sein. Zuerst: Es ist verdammt leise, ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass es irgendjemand hört. Das ist schon mal gut.
Was ich zum aussetzen habe, sind folgende Punkte:
1. Die Stützen seitlich passen zwar gut mit meiner Cellospielposition zusammen, sind aber mit einem schlechten Gewinde ausgestattet. Heißt, man will sie nicht unbedingt noch mal abschrauben, denn vielleicht geben dann die Gewinde den Geist auf. Mit Stützen passt es aber nicht mehr in die mitgelieferte Tasche. Naja...
2. Es hat keinen Saitenhalter mit Feinstimmer. Kann ich da einfach einen kaufen und austauschen? Der Steg ist ja beim Stagg fix (festgeschraubt) installiert- kann also nicht umfallen. Der Steg ist auch eher "rustikal"- lohnt sich da der Gang zum Geigenbauer? Oder ist bei so einem Billig-E-Cello klanglich sowieso nichts mehr rauszuholen?
3. Kann ich mit anderen Saiten den Klang noch etwas verändern? Er klingt ein bisschen "stumpf". Wenn ja, welche Saiten zieht man denn auf so ein "Teil"?
4. Ich habe meine Sennheiser In-Ears ausprobiert. Es rauscht. Und zwar so richtig. Vielleicht lag es am niedrigen Batteriestand- habt ihr da ein Tipp? Unten ist noch so ein Verstärkeranschluss mit großer Klinke. Wäre es einen Versuch wert, einen Verstärker anzuschließen und dann an den Verstärker die Kopfhörer anzuschließen?

Mein Fazit ist: Ich werde es wahrscheinlich behalten, denn leise ist das Teil und dass es nicht so klingt wie mein akustisches Cello habe ich ja gewusst.

Euch schon einmal vielen Dank, ihr kümmert euch wirklich toll um Neulinge.

Schönen Abend und Gruß!
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Hallo zusammen,
ich spiele seit einem halben Jahr Cello, es macht mir sehr viel Spaß. Allerdings wohnen wir in einem Mehrparteienhaus und auch wenn sich noch niemand beschwert hat, möchte ich die Geduld meiner Nachbarn nicht überstrapazieren. Ich habe ein akustisches Cello, auf dem ich übe. Nun bin ich aber eher eine Nachteule, d.h. gegen 22.00-23:00 Uhr bin ich richtig wach und habe dann auch oft Lust Cello zu spielen. Mache ich natürlich nicht.
Nun habe ich mir aber ein E-Cello der Marke Stagg bestellt. Ich wollte nicht zu viel ausgeben, da ich hauptsächlich "echtes" Cello spielen möchte. Das Stagg soll rein für das nächtliche Spielen sein.
Jetzt habe ich aber ein paar Fragen:
Welche Kopfhörer sollte ich am besten verwenden? Wie laut ist ein E-Cello? Kann ich damit nachts trotzdem jemanden stören?
Sollte ich in Sachen Saiten oder Cello-Einstellungen irgendetwas beachten, damit das E-Cello "gefühlsmäßig" wenigstens etwas an mein akustisches herankommt?
Mir ist klar, dass es sich niemals "echt" anfühlen und anhören wird, aber Finger- und Bogenübungen sollten doch übertragbar sein, oder?
Vielen Dank und Gruß!

Hallo, ich interessiere mich sehr für deine Meinung, da du dir ein E-Cello gekauft hast. Ich habe das gleiche Problem und habe Angst, so viel Geld in ein Instrument zu investieren, das nicht wirklich leise ist.

Seit einigen Tagen übe ich wegen der Nachbarn gar nicht mehr. Bist du am Ende mit dem E cello zufrieden oder kannst du mir noch ein bisschen mehr über deinen Kauf erzählen? Welche Kopfhörer benutzt du? Ist es wirklich leise?

Vielen Dank für deine Antwort!
 
  • #28
Ich übe auf einem E-Cello, einem Yamaha* SVC-110. Das hat einen kleinen, akustischen Korpus und ist nicht so wirklich leise. Tatsächlich verwende ich daran sogar noch einen Dämpfer.

Meine Messungen ergeben, dass ich damit trotzdem etwa 70 bis 75 dB SPL erreiche. Ich nehme an, dass die Wände zu meinen unmittelbaren Nachbarn etwa 30 dB SPL dämpfen, sie müssten also eigentlich etwas davon hören. Ich habe über die Jahre mehrmals nachgefragt und es fühlt sich niemand gestört.

Vielleicht liegt das gerade daran, dass ich oft sehr spät übe, nach 22 Uhr, und um die Zeit alle Nachbarn in weiter entfernten Räumen im Bett liegen.


Seit einigen Tagen übe ich wegen der Nachbarn gar nicht mehr.
Die entscheidende Frage ist, ob sich die Nachbarn gestört fühlen. Das solltest du klären.
 
  • #29
Vielen Dank für deinen Beitrag, es ist wirklich schwer, Erfahrungsberichte über Yamaha* zu finden. Die Investition tut weh, aber wenn es im Vergleich zu einem akustischen Cello leise ist, wäre das natürlich super.

Jetzt gibt es die Modelle SVC-300C und SVC-300F. Worin genau der Unterschied liegt, kann ich nicht sagen. Mit der Hauptsache, dass es leiser als ein akustisches Cello ist, bin ich schon zufrieden.

Ich bin Anfängerin und übe mit der Suzuki-Methode. Da ich das Cello noch nicht gut beherrsche, klingt es ziemlich schrecklich –
 
  • #30
Ich habe ursprünglich auf einem NS Design E-Cello angefangen, was ich aber nicht empfehlen würde, weil die Form (s.u.) zu anders ist als bei einem akustisches Cello. Das hat aber einen massiven Korpus und ist dadurch noch leiser. Die Yamaha*-Modelle haben zwar "Silent" im Namen, sind aber gar nicht so leise, weil sie einen hohlen Korpus haben, der durchaus Geräusche macht.

Es gibt noch E-Celli von anderen Herstellern, die sehr viel günstiger sind. Ich habe keines davon ausprobiert, aber ich glaube, die haben üblicherweise keinen Resonanzkorpus. Bei der Form kommt es nicht auf das Aussehen an, sondern darauf, dass das Instrument richtig, also wie ein akustisches Cello, am Körper sitzt und dass der Hals einen erkennbaren Übergang zum Korpus hat. Das macht den Wechsel zwischen Instrumenten leichter.
 
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  • #31
Könnten Sie mir helfen, das Gerät besser zu verstehen? Wenn man ein E-Cello kauft: Ich muss mir natürlich Kopfhörer besorgen. Aber wenn man nur mit Kopfhörern übt, braucht man trotzdem einen Verstärker?

Im Forum habe ich gelesen, dass man gute Pedale braucht. Was genau sind Pedale? Was braucht man am Ende noch alles?

Entschuldigen Sie bitte die vielen Fragen. Ich übe bisher nur mit meinem akustischen Cello und kenne mich mit Technik überhaupt nicht aus.
 
  • #32
Ich hatte schon auf die private Frage geantwortet, bevor ich sie auch hier im Forum gesehen habe. Für die Nachwelt klebe ich das auch hier ein:




Hallo Carmen, wir duzen uns hier alle.

Ich spiele auf meinem Yamaha* SVC praktisch nie mit Kopfhörer und habe das zuvor mit dem NS Design-Cello auch nie gemacht. Zum Üben sind die auch ohne jede Verstärkung laut genug.

Wenn ein E-Cello einen Anschluss für einen Kopfhörer hat, was nicht zwangsläufig so sein muss, dann kann man dort auch einen Kopfhörer direkt anschließen, ohne weitere Geräte. Bei Yamaha* war es so, dass sogar ein einfacher Kopfhörer dabei war. Nötig sind dann nur noch Batterien (oder Akkus), die in das E-Cello kommen.

Zu Pedalen, also Effektgeräten die auf dem Boden herumliegen und zum Ein-/Ausschalten mit den Füßen getreten werden, gibt es hier im Forum riesige Mengen an Informationen. Üblicherweise sind solche Pedale für E-Gitarren gemacht und passen klanglich nicht unbedingt zu einem Cello. Aber das ist Geschmacksache. Wenn du auf dem E-Cello nur üben willst, musst du über solche Themen nicht nachdenken. Auch über Verstärker nicht.
 
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  • #33
Am besten funktioniert es meiner Erfahrung nach, einen kleinen Verstärker zu nehmen, da reicht ein kleiner Verstärker für E-Gitarren, und an dessen Kopfhörerausgang einen Kopfhörer zu hängen. Der Vorteil ist, dass es egal ist, ob das E-Cello einen ausreichend starken Verstärker für den Kopfhörer eingebaut hat. Zudem kann man je nach Verstärker auch noch den Klang deutlich besser anpassen als direkt am Cello.

Eins bedenken: ein E-Cello klingt ab Werk ziemlich künstlich elektrisch, der Klang ist meist nicht wirklich mit einem akustischen Cello vergleichbar. Besonders je nach Auslegung des Kopfhörers klingt das nicht besonders toll. Man kann mit Equalizern viel erreichen, aber das bedeutet auch durchaus viel Probiererei.

Ich habe das NS Design WAV Cello und kann es durchaus empfehlen. Es ist natürlich ein anderes Spielen als auf dem akustischen Cello, aber das ist meiner Ansicht nach auf allen E-Cellos so, die nun mal keinen Korpus wie ein Akustisches haben. Das zum Lieferumfang gehörende Stativ des NS macht es aber deutlich einfacher als mit Celli, die einen irgendwie bloß angedeuteten Korpus haben.

Aber zumindest ist das NS WAV vollkommen unproblematisch in Bezug auf die Nachbarschaft. Die Lautstärke ist vergleichbar mit einem akustischen Cello, bei dem man sie Saiten mit der Hand komplett dämpft. Ich würde auch nachts damit spielen, überhaupt kein Problem.
 
  • #34
So lieb, vielen Dank für eure Kommentare! Ich bin gespannt, wie es mir mit einem Yamaha gehen wird – ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.

Das ist wirklich eine sehr gute Idee. Jetzt muss ich mir noch einen Verstärker (am besten nicht zu teuer) und Kopfhörer anschauen. Thomann hat mir die Sony MDR-7506 empfohlen 🤔 Ich bin mir aber nicht sicher, ob das eine gute Wahl ist oder ob es vielleicht etwas Besseres gibt.
 
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  • #35
Du musst dir keine Verstärker und Kopfhörer ansehen, weil du auf dem E-Cello auch ohne üben kannst. Wenn du Spaß an den Geräten hast, kannst du damit natürlich experimentieren.

Bei Kopfhörern solltest du beachten, dass du damit möglicherweise dem Kopf des Cellos in die Quere kommst. Bei meiner Cello-Haltung stoße ich mit einem normalgroßen Kopfhörer an die Wirbel. Falls du einen Kopfhörer hast oder ausleihen kannst, probiere das mal aus. Mit ordentlichen In-Ear-Hörern bist du vermutlich besser dran.
 
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  • #36
Ohne Verstärker oder akustischen Klangkörper auf dem E-Cello zu üben, klingt egal mit welchem Modell nicht gerade toll. Es fehlen die tiefen Frequenzen, damit fehlt dem Klang einiges an Volumen. Ist der Ton bei einem Modell voller, dann ist er auch wieder lauter.

Was die Kopfhörer angeht, Vorsicht übrigens bei ohrumschließenden, geschlossenen Modellen im Sommer. Das kann darunter ziemlich warm werden. In-Ear Kopfhörer werden normalerweise mit Bluetooth angebunden. Durch die Latenz, also Verzögerung, bei Bluetooth, kann es aber auch etwas schwierig werden, weil der gespielte Ton teils erst in den Ohren ankommt, wenn man schon beim nächsten Griff ist.
 
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  • #37
@murmichel meinte selbstverständlich kabelgebundene InEar-Kopfhörer.
Ich nutze da gerne meine Shure SE215.
Wie du sagtst @kort, ist Bluetooth für direktes Monitoring leider ungeeignet.
 

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