Übergang Kopf- Bruststime

von Bellini, 12.03.06.

  1. Bellini

    Bellini Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.06   #1
    Hallo,

    ich habe ein Problem:

    Ich singe im Chor (Lage Tenor) und ab und zu in einem kleinen voice ensemble (nicht professionell) und muss öfters ein glissendo auf höhere Töne machen, die für mich nur mit Kopfstimme zu erreichen sind (Bsp. "in einem kühlen Grunde" gesungen von den Commedian Harmonists).

    Jedesmal wenn ich das aber tue, merkt man deutlich wie die Stimme "umschlägt, also von der Brust in den Kopf geht. Kann man das irgendwie üben, sodass der Übergang sauber ist, oder kommt das irgendwann von selber?
     
  2. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 12.03.06   #2
    Hallo!

    Du könntest Dir mal die Threads zu Kopf- und Bruststimme / Mischstimme hier
    https://www.musiker-board.de/vb/forumdisplay.php?f=200 durchlesen.
    Das ist (leider) alles aus meiner Sicht der Dinge, also aus weiblicher Sicht geschrieben und es gibt gerade in dieser Problematik Unteschiede im Gesang zwischen Mann und Frau. Aber vielleicht hilft es dir ein bißchen weiter.
    Ansonsten findest Du über die Suchfunktion schon einige Threads zu diesem Thema.
    LG
    Elisa
     
  3. Bellini

    Bellini Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.06   #3
    Danke,

    werd ich mich mit beschäftigen.
     
  4. dirk

    dirk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.06   #4
    Ich nehme an, daß Du mit der Kopfstimme das Falsett meinst, also die Art zu singen, wie wenn ein Mann eine Frau nachmacht.
    Der Trick ist, daß Du alles unterhalb dieses Bruches leichter singen mußt, mit weniger Kraft und weniger "kernig". Dann sollte es flutschen...:great: Der Unterschied zwischen beiden "Registern" muß geringer sein!
    Regel: der Fehler liegt nicht beim Ton, der mißlingt, sondern immer vorher!
     
  5. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 18.03.06   #5
    Das ist ein unglaublich richtiger und weiser Satz. Muß ich mir unbedingt merken!!!!
    Elisa
     
  6. mr.eichhoernchen

    mr.eichhoernchen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.04.06   #6
    So, ich poste mich da jetzt einfach daran, weil ich ja im Grunde genommen ein ähnliches Problem habe:

    Ich arbeite auch gerade daran, meinen Übergang zwischen Kopf und Bruststimme zu verbessern, wenn ichs schön leise und komplett ohne Drücken mache schaff ichs auch schon ralativ nahtlos, nur das es im Übergangsbereich leider ziemlich krächzig klingt. In dem Bereich könnte meine Stimme als Papageien-Double durchgehen, und ich wollte nur mal fragen, ob das am Anfang normal ist, und es einfach noch eine Weile dauert, bis sich meine Kehlkopfmuskulatur entsprechend ausgebildet hat, oder ob ich gerade dabei bin mir meine Stimme zu ruinieren?!
    Ich bin mir auch relativ sicher, das ich meinen Kehlkopf nicht irgendwie verschiebe oder mit irgendwelchen anderen Muskeln von außen beinflusse (Speech Level Singing und so halt...)
    Singe hauptsächlich Metal, nachdem Killswitch Engage hier ja relativ häufig erwähnt werden, geb ich den Gesangsstil mal als Referenz an, nur mit weniger Shouten und dafür mehr cleanem, ruhig-emotionalem Gesang. Normalerweise schafft das meine Stimme auch recht gut, nur habe ich bis dato eben so ne Art Sprung zwischen Brust- und Kopfstimme, and dem ich nun arbeite...
     
  7. Brigitte

    Brigitte Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.04.06   #7
    Das mit dem Papageien-Double hast du sehr schön gesagt !
    Klingt bei mir auch nach gequältem Tier :)
    Wird mit der Zeit besser, aber das dauert. Taste dich vorsichtig
    und mit Anleitung (Lehrer) an die Höhe und übertreibe nicht, sonst versaust
    du dir die cleane Stimme (ich gehe momentan nämlich auch gerade
    an meine Grenzen in der Höhe und merke, dass ich nicht danach mehr so sauber, also clean (ist eigentlich ein doppelt gemoppeltes Wort ?) singen kann, wenn ich vorher an meinem Höhenlimit war - und dabei müßte ich es eigentlich besser wissen, dass man das so nicht machen sollte :) Lass dir einfach noch Zeit. Die Sache braucht vor allem Geduld.

    Grüße
    Brigitte
     
  8. dirk

    dirk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.06   #8
    Du wirst um das "Verschieben" des Kehlkopfes nicht ganz herumkommen. Du brauchst für den Übergang in diese "leichte Kopfstimme" Platz und Lockerheit im Rachen, eine flache Zunge und eine gute Atemstütze.
    Du solltest in ein paar Gesangsstunden investieren.
     
  9. mr.eichhoernchen

    mr.eichhoernchen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.06   #9
    Erstmal Danke für die Antworten, ich bin also nicht komplett am Holzweg...

    Ich weis, das eine professionelle Betreuung mir sicher nicht schaden würde, allerdings hatte ich vor zwei Jahren schon mal ne Weile das Vergnügen und glaube nicht, das es sich Aufwandsmäßig nochmal rentieren würde... Richtiges Atmen habe ich einigermaßen drauf, Intonation eigentlich auch, und ich weiß ja wo meine Schwächen sind und wie ich sie wegbekomme, ich muss eben nur geduldig sein und fleißig üben...
     
  10. Feeble

    Feeble Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.06   #10
    ah, das geht so mr.eichhoernchen, ich bin eigentlich echter Befürworter für ständiges Coaching. Ich habe auch mal 2 Jahre keinen Unterricht mehr genommen, und muss heute sagen das ich sehr froh einen Musicaldarsteller zu kennen der seit er 10 Jahre alt ist Unterricht nimmt und inzwischen auch gibt.
    Bums, ist jemand da der dir dann sagt: Jo klingt gut aber technisch schlasmpst du da etwas, denn solche Fehler schleichen sich schnell ein und glaub mir sind dann nur schwer abtrainierbar.
     
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