Übungsplan erstellen

von sammy, 28.01.14.

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  1. sammy

    sammy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.14   #1
    Hi zusammen,

    um endlich mal wieder weiter zu kommen mit dem Spielen und mir zu helfen diesem Wunsch nachzukommen möchte ich es jetzt einmal mit einem gut strukturierten Übungsplan versuchen. Oft daddel ich eher rum, probiere an verschiedenen Songs, die mich dann oft eher frustrieren, da es auf die schnelle einfach nicht so gut klingt. :)

    Ich habe mich beim Erstellen meines Übungsplans stark an dem Plan aus dem Buch Rock Guitar Secrets gehalten. Einiges habe ich jedoch verändert, da ich es für mich vorerst nicht so wichtig finde und die Übungszeit auf 90 Minuten täglich beschränken möchte.
    Ich habe von dem ursprünglichen Plan ein paar Sachen ganz weggelassen, die mich aktuell nicht so interessieren (z.B. 2 Hand Tapping, Economy Picking).
    Bisher übe ich sehr unregelmäßig, hatte mal ein paar Jahre Gitarrenunterricht. Eigentlich habe ich aktuell Zeit zum Üben und so hoffe ich mit so einem Plan mehr Disziplin zu haben und auch wieder Erfolge sehen zu können die mich dann wieder weiter motivieren viel Zeit ins Spielen und Üben zu stecken.
    Ein Übungsplan ist sicherlich je Gitarrist verschieden geeignet und ich werde das natürlich die nächsten Tage ausprobieren. Dennoch interessiert mich was ihr von der Einteilung haltet und was ihr aus eurer eigenen Erfahrung (vielleicht auch als Gitarrenlehrer) bestätigen könnt oder ändern würdet. Was haltet ihr von der Einteilung, fehlt etwas, sind die Zeiten im Verhältnis zueinander so sinnvoll gewählt? Irgendetwas weglassen, dazunehmen...?

    Danke für eure Tipps!

    Gruß,
    Sammy


    Übungsplan:
    1. Aufwärmen
    Note Location 4 Minuten
    Chromatische Skala 4 Minuten
    Spinne 4 Minuten
    Quasi-chromatisch 4 Minuten
    2. Technik / Theorie
    Pentatonik Tonleiter 10 Minuten
    Dur / Moll Skalen 10 Minuten
    Arpeggios 10 Minuten
    3. Spieltechnik
    Bendings / Vibrato 5 Minuten
    Legato 5 Minuten
    Alternate Picking / Rhyhtmus 10 Minuten
    4. Song
    Song erarbeiten/einüben 15 Minuten
    5. Improvisation
    Improvisation über Songs, Backing Track 10 Minuten

    ---
    Ingesamt komme ich so (ohne Pausen) auf 91 Minuten
     
  2. no4h

    no4h Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.14   #2
    Hi,
    ich hab mir auch mal so einen ähnlichen Übungsplan erstellt und der hat so gut wie gar nichts gebracht. 5min hier 4min da bringt meiner Meinung nach nicht viel, gerade bei Skalen und Songs. Wenn ich einen Song einüben will beschäftige ich mich sehr lange damit, nimm Ihn komplett auseinander um zu sehen wie er aufgebaut ist, in welcher Tonart er gespielt wird, welche Skalen vorkommen und dan fang ich an ihn einzustudieren, da gehen pro Übungssession schon mal gut 2 Stunden für drauf und das über Tage, ich persönlich fang immer mit dem Solopart an. Ähnlich mach ich es bei Skalen, die ich auch wiederum zum Aufwärmen nutze. Ich such mir eine Shape der Tonleiter raus und spiele nur diese in verschiedenen Sequenzen. Bei der der nächsten Übungsession nehm ich dann die nächste Position usw.

    Meiner Meinung nach und aus persönlicher Erfahrung ist in solch einem Lehrplan wie du ihn hast zu viel Stoff enthalten und man ist schnell überfordert.

    Bendings und den ganzen Kram z.b kannst du mit Songs einüben verbinden oder auch in Tonleitern üben mit ein binden. Töne auf dem Griffbrett ebenfalls.

    Wie gesagt alles persönliche Erfahrungen und Meinung.

    Gruss
     
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  3. Xanadu

    Xanadu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.14   #3
    Ich denke auch, dass das zu viel ist. Ich habe es auch genau so versucht, aber selbst mit einer Eieruhr, die ständig mitläuft und einem das exakte Ende angibt, klappte es nicht dauerte immer viel länger als kalkuliert. Die Rüstzeiten sind auch einfach zu hoch wenn man oft wechselt, hier mal schnell eine Backing-Track wechseln, dann lieber an einen anderen Amp. Und ohne zumindest kurze Pausen zwischendurch klappt einfach nicht. Für einen reinen 90 Minuten Plan würde ich mit eher in der Realität 2 Stunden Zeit nehmen.

    Ich würde die Übungen eher verlängern und dafür beispielsweise tageweise Wechseln, einen Tag eher Theorie, einen Tag eher Praxis.

    Das hier ist ein älterer Plan den ich mal aufgestellt hatte.

    Durchgehalten habe ich das auf Dauer aber nicht, momentan gehe ich primär Songs direkt an, gerne auch über Rocksmith 2014... :rolleyes:

    Übungszeitplan Tag 1 , Dauer gesamt: 101

    Kategorie Detail Dauer
    Aufwärmen
    Finger Gym 1x 1
    Spider 5
    Blues Tonleitern mit Stammtönen 5

    Improvisation Amin Penta / Blues mit Metr. / Backing 10

    Lernen Intense Rock I 20
    Gitarrenimpro für Dummies 20
    Schööl of Metal 20
    Justinguitar Licks 1 - 20 20



    Übungszeitplan Tag 2 , Dauer gesamt: 91

    Kategorie Detail Dauer
    Aufwärmen
    Finger Gym 1x 1
    Spider 5
    Blues Tonleitern mit Stammtönen 5

    Blues you can use 20
    Blues Rhythmus-Gitarre 20
    Rock Songbook Song 20
    Akustik Song 20
     
  4. sammy

    sammy Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.14   #4
    Hi,

    danke für eure Tipps.
    Pausen und Rüstzeiten kommen da natürlich noch dazu.
    Zusätzlich zu dem groben Lernplan braucht es noch Zeit für Planung, was man den genau an Tonleiter usw. üben möchte, sonst schafft man in 10 Minuten auch gar nichts.
    Ich denke das beim Gitarre spielen (und beim Lernen allgemein) vieles einfach durch stupide, regelmäßige Wiederholung gelernt wird. Ich denke es bringt mehr täglich ein paar Minuten eine Sache zu machen, als einmal die Woche mehrere Stunden. Bei mehreren Stunden steigt man zwar tiefer ein, versteht vielleicht theoretische Zusammenhänge auch besser, aber Spieltechnisch bringt es einen nicht so viel weiter.
    Vielleicht wäre wirklich ein täglich wechselnder Übungsplan gut, bei dem man mehr Zeit einplant um sich trotzdme auch mal in Sachen tiefer einzuarbeiten, aber diese ständigen Wiederholungen nicht vernachlässigt (genau das ist ja auch eher mein Problem).
    Ich weiß z.B. noch wie ich am Anfang stundenlang krampfhaft versucht habe Barreegriffe zu greifen. Im Unterricht haben wir in anderen Zusammenhängen einfach normale Fingerübungen gemacht und nach ein paar Wochen ohne Barreegriffüben ging das plötzlich viel viel viel einfacher.
     
  5. no4h

    no4h Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.14   #5
    Hier mal ein Auszug aus meinen "Übungsplan" der nich existiert.

    Aufwärmen: Tonleitern hoch und runter spielen ohne Metronom, Dehnübungen Linke Hand.

    Technik: (Beispiel) Natural Minor Aelion Scale Three notes per String 1. Shape

    Das ganze verbinde ich dann mit Alternate Picking, Legato, Slides. Beispiel: Ich spiele eine Sequenz in Alternate Picking runter und komm mit Legato wieder hoch, Spiel die ersten 6 Töne wieder runter und Slide in die nächste Position, die ich in Hammer on/Pull off runterspiele und so weiter. Das ganze selbstverständlich mit Metronom.

    Sinn: ich hab jetzt alles abgedeckt was ich brauche:
    Tonleiter lernen wenn nich schon bekannt, Legato, Hammer on/ Pull off, Speedbuilding, Töne auf dem Griffbrett.

    Das ganze geht halt bei mir ne Stunde. Ich hab keinen festen Plan, man kann sag ich hab einen festen Übungsablauf. Was danach kommt entscheide ich spontan. Es kann auch sein das ich danach einfach nur Gitarre SPIELE um den Spass nicht zu verlieren.
     
  6. wannenkind

    wannenkind Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.14   #6
    Uh, das hört sich für mich nach extremer langeweile an und seh ich überhaupt nicht so. Nicht mehr. ;)

    Ich kenne das auch, das man sich einen Übungsplan erstellt und den stupide abarbeitet, in dem Glauben das ständige Wiederholungen es schon richten werden. Mittlerweile sehe ich das schon fast als ein Fehler an. Dadurch erarbeitet man sich zwar eine gewisse Fingerfertigkeit an, aber so ziemlich alles andere was musikalisch Wertvoll ist bleibt dabei auf der Strecke. Ausdruck, Feeling und diese Dinge sterben dabei schon fast ab. ;)

    Mittlerweile spiele ich mich nur noch warm und zwar mit einer Übung. Mal die Spinne, mal ne Tonleiter, mal Hammer-ons....etc. aber nicht jeden Tag alles, sondern darauf worauf ich gerade Lust habe. So 10 -20 min vllt.
    Danach spiele ich entweder Lieder oder übe mit einem Looper zu Improvisieren.

    Mit den Liedern, wenn man es intensiv betreibt und auf Genauigkeit Wert legt, lernt man soviel über Akkorde, deren Verbindungen und Erweiterungen.....etc.

    Mit dem Looper lerne ich alles was mit Skalen und Solotechniken zu tun hat. Man nimmt sich 2 simple Akkorde auf und kann soviele verschiedene Skalen dazu spielen das man dabei richtig was lernt. Hinzu kommt noch, dadurch das man halt so richtig Musik macht ,daß das Timing gleich mitgeschult wird. Außerdem finde ich ,das wenn man Skalen in sekunden, terzen, quarten....und was es nicht alles gibt, über eine Akkordfolge übt, dann macht es einfach viel mehr Spaß, als wenn man die Skalen einfach nur so für sich übt, ohne innerhalb eines musikalischen Kontexts.:)

    Das ist auch der wichtigste Punkt. Ich finde üben ist erst so richtig Sinnvoll und schüttet sein volles Potenzial aus, wenn es einem Spaß macht. Dieses stupide abarbeiten ist für mich nix mehr.

    Soviel von mir, Gruß wannenkind....:hat:
     
  7. sammy

    sammy Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.01.14   #7
    Hi Wannenkind,

    ja, was du schreibst stimmt schon. Letztendlich sind das ja auch viele Wiederholungen, die man so lange einübt bis es sitzt.
    Ich habe mir gestern auch einen Looper bestellt um mir einfach Backings erstellen kann und so mit mehr Spass üben kann, bzw. manches kann man ja auch so erst richtig üben, sein gespieltes anhören auf Fehler etc.
    Freue mich schon drauf und hoffe ich nutze ihn dann auch wirklich täglich :)
     
  8. wannenkind

    wannenkind Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.14   #8
    Sehr gut.
    Ich persönlich halte sehr viel von einem Looper. Der unterschied zu normalen Backing Tracks auf YT ist halt, das man sich selber Gedanken machen muß zur Akkordfolge, man sie selbst einspielen muß und man genau weiß welche Akkorde in welcher Lage gespielt wurden.

    Meine Spaß beim üben hat der Looper extremst gesteigert und ich könnte mir ein üben ohne Looper nicht mehr vorstellen.
    Ich wünsche Dir das du ein ähnliches Erlebnis machst. ;)

    Gruß wannenkind....:hat:
     
  9. sammy

    sammy Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.14   #9
    Ich bin gespannt.
    Kann mir gut vorstellen das man auch mehr Theorie mit einem Looper "nebenbei" lernt, da man halt selbst Backings spielt bzw. weiß was beim Backing gespielt wurde. Vorteilhaft finde ich auch das selbst gespielte als Aufnahme hören zu können.
    Bei meinen Versuchen mit einem POD und Cubase etwas aufzunehmen hatte ich manchmal "das klingt erbärmlich" und "wow, das klingt ja schon echt gut" Erlebnisse. Beide Feststellungen können auch ganz gut weiterhelfen und motivieren.

    Gruß,
    Sammy
     
  10. wayett23

    wayett23 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.14   #10
    Hi,

    ich habe da einen etwas anderen Ansatz. Gerade was Tonleitern angeht. Ich beschäftige mich zum Beispiel intensiv 3 oder 4 Tage mit harmonisch Moll, inkl. der Chords und Verwandschaften (phrygian dominant), löse das in Apregios auf, spiele in dreier, vierer, fünfer Grupen rauf und runter, in Lagen, auf zwei Seiten, einer Seite Legato usw.

    Dann mal einige Tage mit Dorian

    Dann einige Tage Pentatoniken und deren Modes. Kombinationen Moll und Dur, Kombinationen mit Modes usw.
    Und irgendwann wieder von vorne :-)

    Man muss meiner Meinung nach ein echtes Gefühl dafür bekommen, wo die Sachen auf dem Griffbett liegen. Unabhängig von Fingesätzen, denn davon gibt es ja fast unendlich viele.

    Regelmäßig, fast jeden Tag spiele ich nur die schwereren Sachen aus meinen erarbeiteten Songs oder Soli, damit die dann sicher sitzen.
     
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