Übungsplan und zu investierende Zeit für Fingerfertigkeit und Technik ?

von dusda, 19.09.16.

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  1. dusda

    dusda Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.16   #1
    Hallo,

    ich bin gerade dabei mir einen Übungsplan zu erstellen. Ich weiß auch schon einigermaßen genau was darin enthalten sein soll. Ich habe es mal in drei Kategorien unterteilt. Linke Hand, rechte Hand und Links und rechte Hand. Darin wird alles mögliche enthalten sein, von Bendings über Vibrato bishin zu Palm Muting. Da das alles doch recht viel ist, was es da zu üben gibt, stelle ich mir jetzt natürlich die Frage wie lange ich das alles am Besten üben soll. Zeit ist an sich dafür vorhanden. Ist hatl immer die Frage wieviel. John Petrucci hat in seiner DVD einfach mal zwei Stunden ein den Raum geworfen.

    Weiß noch nicht ob ich auf zwei Stunden reines Fertigkeitentraining Lust habe. Wie sieht es denn bei euch aus? Wie lange übt ihr denn am Tag so Techniken wie Bendings etc.?
    Wie ist euer Trainingsprogramm denn so aufgebaut ?

    Gruß
     
  2. C_Lenny

    C_Lenny Moderator Moderator HFU

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    Erstellt: 19.09.16   #2
    @dusda :

    Ich bitte Dich, in Zukunft ein wenig mehr Wert auf aussagekräftige Titel zu legen. "Üben" (wie hier vor meinem Edit) bzw. "Stimmumfang", "Quintenzirkel" oder "Lieder lernen" an anderen Stellen des MB (nur Beispiele) sind nun wirklich nicht zielführend oder zur Diskussion einladend :engel:.

    LG Lenny (für die Moderation)
     
  3. Dr Dulle

    Dr Dulle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.16   #3
    Bei der Musik hatte ich noch nie nie nie ein Trainingsprogramm !!!

    Ich habe den Song geübt den ich im Unterricht gerade gelernt habe. Später habe ich mir zusätzlich
    noch andere Songs selber beigebracht. Was immer ich lernen wollte habe ich dafür geübt. Mal mehr
    mal weniger. Manchmal hab ich auch Sachen für Monate zurückgestellt und später wieder ausgegraben
    (oder auch nicht ....)

    Was ich damit sagen will. Ich hab recht viel gespielt weil es mir Spaß gemacht hat. Wollte
    ich unbedingt etwas lernen habe ich mich dahintergeklemmt. Das hat oft geklappt aber
    manchmal auch nicht. Aber ich hatte im großen und ganzen Spaß dabei, auf
    Entdeckungsreise zu gehen. Ein fester Übungsplan (geschweige denn Trainingsplan) hätte
    evtl die Lerngeschwindigkeit vergrößert aber den Spaß FÜR MICH deutlich vermindert !!

    Frag dich mal was und wie du wirklich lernen möchtest und was dich wirklich motiviert.
    Reine Übungspläne machen das nämlich nicht von alleine ??
     
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  4. Senchay

    Senchay Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.16   #4
    Jo, ich auch nicht. Wirkt bei mir eh nicht. Ich schnapp mir einfach die Gitarre und Spiel drauf los. Angefangen mit der "Spinne" zum Aufwärmen (ca 25 min) über andere Übungen bis hin zum improvisieren (ca 1h)
     
  5. StrangeDinner

    StrangeDinner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.16   #5
    Ganz einfach.
    Es hängt davon ab wie talentiert du bist und was du erreichen möchtest.
    Hast du null Talent und willst mit einem Petrucci gleichziehen, dann stell dich mal auf 9 Stunden üben täglich ein.
    Hast du viel Talent und du willst der nächste Tom Petty werden, ist Technik sicher nicht das Mittel welches dich zum Ziel führen wird. Hier ist dann primär der Songwriter in die gefragt und geile Songs kannst du auch mit nur 3 Akkorden schreiben.
     
  6. InTune

    InTune Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 19.09.16   #6
    Es ist natürlich immer gut, sich Ziele zu setzen und auch einen Plan zu haben. Wenn letzterer noch realistisch ist, ist es noch besser.
    Nichtsdestotrotz kann man aber nie voraussehen, wie leicht oder schwer einem bestimmte Dinge fallen werden.
    Wenn man sich Gedanken macht, wie viel/lange man üben möchte/muss, ist der Faktor Motivation sehr wichtig. Ein monotones Programm, das vielleicht "sinnvoll" ist, aber überhaupt keinen Bock macht, ist IMO genauso wenig zielführend, wie "Rumgedaddel" nach Lust und Laune.
    Von daher sollte man zunächst die eigenen Neigungen, Stärken, aber eben auch Defizite analysieren und sich da einen eher kurzfristigen Plan machen. Dann schauen, wie es läuft und das Programm entsprechend anpassen. Da das völlig individuell verschieden sein wird, kann man von aussen kaum einen guten Rat geben. Entweder man kann sich so gut selbst einschätzen, dass man das auch selber hinbekommt, oder man sucht sich einen Lehrer, der einem dabei hilft (was gar nicht so einfach sein wird, da jemand zu finden, der sich darüber tatsächlich Gedanken macht und plant und nicht nur Lektionen abhält...)
     
  7. stoffl.s

    stoffl.s Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 19.09.16   #7
    Ist schon eine Weile her, dass ich mit Gitarre angefangen hab. Aber ich hab das auch nie so genau genommen mit Technik Übungen. Auch als ich klassische Gitarre gelernt hab. Da war viel einfach in den Stücken drin, die ich geübt hab. Klar übt man dann neues intensiver. Aber es war und ist bis heute eigentlich immer im Kontext des Materials an dem ich grad arbeite.
     
  8. Silenzer

    Silenzer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.16   #8
    Die Frage nach dem Übungsplan kommt öfters im Forum. Da kannst du auch mal schauen was geschrieben wurde.

    Wenn du gerne mti einem vorgebenen Plan übst, ist es aufjedenfall sinnvoll. Die meisten Gitarristen wollen, aber viel mehr Stücke spielen und dabei Spaß haben.

    Gezielt Technik üben kann dich natürlich schneller bei der einen Technik vorran bringen, dafür übst du anderes nicht. Wenn du Stücke spielst übst du alles ein bischen, dafür nichts fokussiert. Da musst du für dich abwegen was du eigentlich erreichen willst.
    Ich habe wenig Technik isoliert geübt. Die einzigste Ausnahme war sweep picking und hammer on/pull offs, da ich mir da schwer getan habe. Sonst habe ich die Techniken immer in Solos mit geübt und das gespielt wonach ich Lust hatte bzw. was im Unterricht kam. So würde ich es wieder machen, sobald mir eine bestimmte Technik schwer fällt isolieren udn ansonsten ohne Plan Spaß haben.

    Für so versiert Stücke von Petrucci, vorallem die Soli, wirst du vorallem Zeit brauchen. Ein Übungsplan kann helfen, muss aber nicht zwingend, da Motiviation viel wichtiger ist als stur etwas in den Kopf zu prügeln. Es soll ja Spaß machen udn keine Arbeit sein (solang man noch nicht mit Gitarre spielen Geld verdient).
     
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  9. Philmaster

    Philmaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.16   #9
    Ich hab in meiner "Hauptübezeit" zwischen 5 und 10 Stunden am Tag geübt. Die Zeit muss man sich erst mal nehmen. Da war dann natürlich auch Gehörbildung und Harmonielehre dabei. Einen Großteil der Zeit habe ich mir Stücke herausgehört. Aber ein paar Stunden waren auch reines Technik-Training, wobei ich solche Übungen wie die Spinne sehr schnell aus dem Plan geworfen habe, und vor allem Tonleitern und Arpeggios gedaddelt habe. Ist dann halt etwas näher an der "Praxis"...

    Also so ganz generell zu deiner Frage:
    Je mehr Zeit du hast, desto besser. Musst halt wissen, was du willst. Mit zwei Stunden am Tag kann man aber auch problemlos sehr gut werden, das ist immer noch mehr als die meisten machen.
    Aber so ein Plan sollte schon zu dir passen. Wenn du noch Probleme mit sauberen Bendigs und Palm Mute hast, sollte da anderer Kram drauf stehen, als später.
    Wie lang spielst du denn schon? Hast du Unterricht?
     
  10. Compo

    Compo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.09.16   #10
    Wow, 5 - 10 Stunden am Tag üben ? :eek:

    Ich finde, mann sollte üben wie man Lust und Zeit hat, je nachdem was man vor hat.
    Hat man sehr ambitionierte Ziele und möchte schnellstmöglich voran kommen um in einer Band zu spielen, möchte man evtl. sogar ein wenig Geld damit verdienen, oder macht man das nur für sich ?

    In den verschiedenen Lernphasen unterscheidet sich der Lernanteil doch schon erheblich. Wenn man mit dem Gitarre spielen anfängt wird man sicherlich 60-80% Technik üben, die übrige Zeit vielleicht rum klimpern.
    Hat man die Basics drauf und die ersten Lieder sitzen wird sich wohl der Weg unterscheiden.
    Will ich einfach Musik machen -> Weiter Lieder üben, ab und zu Technik üben.
    Will ich mehr als "nur Musik machen" wird man sich mehr mit Techniken und Theorie beschäftigen.

    Viele Wege führen nach Rom. Auch kann man Live ein Lied zu 90% korrekt spielen und den meisten wird es nicht auffallen (Stadtfest oder ähnliches). Will man das Lied aber zu 100% korrekt spielen bringt es einem nicht sehr viel wenn man 20 andere Lieder zu 90% spielen kann.
     
  11. emptypockets

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    Erstellt: 24.09.16   #11
    Ist das nicht in Wahrheit der eigentliche Antrieb?

    Im übrigen scheint der TE das ja mittlerweile selbst erkannt zu haben und spielt lieber und hat - hoffentlich - Spaß dabei......
     
  12. Gast 2356

    Gast 2356 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 24.09.16   #12
    Die zu investierende Zeit hängt ausschließlich von deinen Zielen und deiner Leidenschaft ab.
    Ist die Musik deine Leidenschaft, dann spielst und übst du ohnehin in jeder freien Minute.
    Ich hab in meiner Jugenzeit die Klampfe quasi nur zum Fußballspielen und Kartenspielen abgelegt.

    Willst du als Musiker etwas werden, z.B. Profi, dann mußt du auch so agieren, sprich:
    8 Stunden am Tag arbeiten, wie jeder andere Profi in jedem anderen Job auch.
     
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