Übungsquelle für engagierten Hobbykeyboarder?

mabol

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Hallo zusammen,

ich bin 1994 geboren und hatte von 2001 bis 2006 Keyboardunterricht (relativ klassisch orientiert), doch hatte 2006 mehr Lust, eher Rock/Progressive/Blues-Keyboard zu spielen, also freier, ohne feste Trainingszeiten, ohne Noten und autodidaktisch.
Das hat mir letztendlich auch viel geholfen, da ich inzwischen sicherer und "spontaner" spielen kann als anfangs.

Dadurch bin ich jedoch zunehmend "rechtshändig" geworden, falls jemand das Phänomen kennt: meine rechte Hand ist ziemlich aktiv geworden, und die linke Hand hat sich an das Spielen von Grundtönen und einfachen Begleitungen gewöhnt. Das Intro davon kriege ich z.B. hin.

Jetzt will ich aber gerne etwas a) für die Unabhängigkeit der Hände und b) für mehr "Treffsicherheit" tun, damit ich auch komplexere Sachen spielen kann.
Dafür suche ich schon seit Längerem passende Übungsstücke; es gibt ja neben den klassischen Übungen auch viele Midi-Dateien im Internet, z.B. von Jazzstücken.

Daher wollte ich fragen, ob jemand vielleicht nicht allzu komplizierte Stücke, vllt. Fugen von Bach oder etwas aus dem Jazzbereich kennt, mit denen ich die linke Hand etwas unabhängiger mache.

Versteht mich nicht falsch: ich will nicht von Tag 1 auf Tag 2 zum Profipianisten werden, mir geht es darum, hobbiemäßig Musik machen zu können, aber im Band-Kontext versierter zu werden und auch kompliziertere Rockstücke (z.B. aus dem Progressive-Bereich) zu spielen.

Danke schonmal! :)
LG;
Mabol
 
pheno

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Du hast es selbst schon fast angesprochen: Bach. Spiel die 2- und 3-stimmigen Inventionen, wenn die zu einfach sind, dann nimm dir das wohltemperierte Klavier vor. wäre jetzt so mein ansatz :D
 
LUKN-134

LUKN-134

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Kann da nur zustimmen, die zweistimmigen Inventionen von Bach sind die perfekte möglichkeit, um die Unabhängigkeit zu trainieren.
Allerdings sind solch Kompositionen eigentlich nicht auf dem Keyboard (beispielsweise ohne KeyTouch) zu spielen und sollten lieber gefühlvoll auf 'nem Piano forte gespielt werden.

Aber zum üben der Unabhängigkeit wird's wohl gehen.


Ein weiterer Tipp wäre - wenn du zwei Keyboads hast - sich ein Stück rauszusuchen, und zwei stimmen auf's Keyboard zu bringen, zum Beispiel eine Hand Bläsereinwürfe, die andere einfache EPiano-Sachen oder so.


Grüße,
LUKN-134
 
HaraldS

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Jetzt will ich aber gerne etwas a) für die Unabhängigkeit der Hände und b) für mehr "Treffsicherheit" tun, damit ich auch komplexere Sachen spielen kann. [...] mir geht es darum, hobbiemäßig Musik machen zu können, aber im Band-Kontext versierter zu werden und auch kompliziertere Rockstücke (z.B. aus dem Progressive-Bereich) zu spielen.

Bei diesen Zielen ist Barockmusik IMHO keine gute Wahl. Du hast dich doch in deiner Biografie gegen die klassische Musik entschieden, jetzt Bach als Etüden zu spielen wird doch weder Bach noch deinen eigenen Zielen gerecht.

Du hast ja schon Grundlagen und Vorerfahrung, also geh damit am besten zu einem Lehrer, beschreib ihm deine Ziele und bitte ihn, den Unterricht genau daraufhin abzustimmen. Jeder Jazzpiano-Lehrer an einer Musikschule sollte dir da weiterhelfen können. Ich verwende von Phillip Moehrke "Groove Piano", um Unabhängigkeit mit meinen Schülern zu üben. Das ist zwar auch nicht Progressive Rock, aber um Längen näher dran als Bach.

Harald
 
T

Templeton Peck

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wenns in richtung progressive u. technik gehen soll, wär vielleicht das buch: "total keyboard wizardry" von jordan rudess was für dich...
 
pheno

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ich gehe mal so weit zu behaupten, dass man auch von bach ne ganze menge für moderne musik lernen kann. sicherlich ist das etwas anderes, aber es schadet nicht sich in diese richtung auch gleich mit weiterzubilden und so vielleicht dem eigenen spiel noch ein paar neue facetten zu geben.
 
mabol

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Vielen Dank für die Kommentare! :)

Dann werde ich wohl tatsächlich ein paar Bach-Inventionen besorgen und mal damit anfangen.

Unterricht, finde ich, ist nichts für mich; erstens wäre das (beim näherrückenden Abitur) zusätzlicher "Stress", und zweitens entdecke ich sehr gerne Stile/Techniken/etc. selber: natürlich werde ich dadurch kein professioneller Musiker, aber ich hatte nie so viel Spaß an Musik wie wenn ich autodidaktisch an die Sache herangehe.
An klassischer Musik bin ich aber trotzdem total interessiert und glaube auch (wie auch pheno), dass "neue Facetten" in Rockmusik ganz spannend sein können.

Gibt es vielleicht noch ein schönes Stück aus dem Jazzbereich, das man empfehlen kann, wenn es um die Unabhängigkeit der Hände geht? Ich hatte mich schon etwas bei Keith Jarrett umgesehen, aber das ist ja im Grunde so ähnlich, wie wenn man als Fußballlaie in zwei Tagen in der Bundesliga spielen will. ;)

LG,
Mabol
 
mabol

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Erstmal danke für die Antwort! :)

Musik raushören funktioniert bei mir aber recht gut, ich spiele eigentlich immer nach Gehör Stücke nach.
Doch finde ich, dass wenn es um polyphone Stücke und die Verbesserung der eigenen Technik geht, das Spielen nach Noten erstmal besser ist, damit man als "Einhänder" nicht direkt verzweifelt.

Aber grundsätzlich ist das Auswendigspielen natürlich eine tolle Idee, die eine größere Bedeutung im Unterricht bekommen sollte. :great:
 
Lippi_h

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;)
ich hab des Problem meißt umgekehrt.
Bei mir läuft die linke ohne Probleme :great: und die rechte Hand tut manchmal einfach nicht was ich will!!!!:bad:
 

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