Umgreifquietschen bei Akustikgitarre entfernen

von nooob, 15.10.16.

  1. nooob

    nooob Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.10.16   #1
    Hallo,

    ich versuche gerade die Quietscher, die beim Umgreifen auf der Akustikgitarre mitaufgenommen werden zu entfernen.
    Wie macht man das (non-destruktiv)?

    Ich arbeite mit Cubase 8.5 Pro.
    Die Gitarre ist eine Nylon-Gitarre mit Tonabnehmer, ich mikrofoniere also nicht.
    Ich habe sowohl hier im Forum als auch bei google und Bing gesucht und leider nichts gefunden.

    Ein Beispiel, wie die Quietscher klingen findet ihr hier:
    https://soundcloud.com/nooob2/der-abs-chied-161012-2319

    Was ich bereits probiert habe:
    • Per Automation die entsprechende Stelle leiser machen -> macht ein Loch in den Klang
    • Den Quietscher rausschneiden und mit einem Strech auffüllen -> der Algorhythmus verändert meinen Gitarrensound stark
    Noch eine Idee:
    Ich habe noch überlegt, ob ich die Akkorde einzeln aufnehme, dabei ausklingen lasse und im Musikprogramm aneinander setze.
    Klingt dann wahrscheinlich sehr unnatürlich.
     
  2. HD600

    HD600 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.10.16   #2
    Für mich gehören die dazu...
     
  3. nooob

    nooob Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.10.16   #3
    Hmmm, ok. Vielleicht frag ich dann mal direkt @adrachin , von ihm kam das ja im anderen Thread :-)
     
  4. Executed

    Executed Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.10.16   #4
    iZotope RX hat einen spektralen Audio Editor, bei dem du die entsprechenden Töne wahrscheinlich recht gut "herauszeichnen" könntest. Ist nicht das günstigste tool, aber sehr mächtig wenn es um Restauration geht.
     
  5. adrachin

    adrachin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.10.16   #5
    Magix Audio Cleaning Lab kommt ebenfalls mit Spektraleditor und macht einen ziemlich guten Job:

    http://www.magix.com/ch/audio-cleaning-lab/audio-music-lab-premium/funktionen/

    vergleichsweise Preiswert wenn man die Mitbewerber ansieht.

    die muss man ja nicht komplett eliminieren. Leiser geht auch. Und die sind ja in dem Song oft am Anfang eines Akkordes. Sehr langsam und getragen. Da ist es gut möglich, dass da auch noch ein Kompressor dafür sorgt, dass die besonders hervorgehoben werden. Automation Lautstärke und Kompressor könnte da schon die 3 - 6 dB bringen, die es dann ausmachen........
     
  6. primelinus

    primelinus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.10.16   #6
    schlimm genug, eine akustische gitarre über tonabnehmer aufzunehmen, soll noch das letzte quentchen natürlichkeit entfernt werden... vorschlag... nimm einen x-beliebigen midi klangerzeuger, wähle das preset nylon guitar und spiele es damit ein... in deinem fall böte sich als midi klangerzeuger der in cubase enthaltene halion 5se an.
     
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  7. adrachin

    adrachin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.10.16   #7
    Na jetzt übertreibe mal nicht so. Wenn Du in den Vocals Schnaufer wie bei Ochsen hast, wird man die auch limitieren oder dezimieren. Da tut der Natürlichkeit keinen Abbruch. Basis Editing. Das gehört zum Handwerkszeug.......
     
  8. Mike3000

    Mike3000 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.10.16   #8
    Das beste Mittel gegen Quietscher sind Üben und ältere (!) Saiten. Und wenn es dann mal beim Griffwechsel ein bisschen quietscht klingt es natürlich und menschlich.

    ... allerdings stören mich die Quietscher im Intro oben nicht!
     
  9. Mr. Bongo

    Mr. Bongo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.10.16   #9
    ich hab grad versucht, die "Quietscher" zu finden. Meinste die kurzen Saitenknackser in den Nur-Nylonklampfe-Parts?
    Die sind so minimal, dass ich die dir problemlos komplett entfernen kann, ohne den Klang zu verändern. PM bei Interesse
     
  10. Gast 2356

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    Erstellt: 15.10.16   #10
    Bereich markieren und leiser machen.
    Evt. mit Ein- und Ausblenden um keine abrupten Lautstärkewechsel zu generieren.

    Mein Vorschlag wäre aber auch: drin lassen
     
  11. primelinus

    primelinus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.10.16   #11
    thema verfehlt? es geht hier ums entfernen, zumindest lese ich das so im titel und im beitrag. es soll clean und steril klingen. deshalb am besten irgendein guitar preset im halion verwenden. alternativ könnte man auch glatte saiten aufziehen, weiß nur nicht, ob es glatte, tiefe nylonsaiten gibt.
     
  12. nooob

    nooob Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.10.16   #12
    Hallo zusammen,

    danke für die vielen Ideen und Vorschläge!

    Ich schau mir mal auf Youtube ein paar Videos zum Thema Spektraleditor an, damit ich genau versteh, was da passiert. Danke für die Produkt-Hinweise :-)

    Da hast Du natürlich Recht, dann wird es generischer. Aber zum Einen wollte die aufgeräumten Gitarren halt mal hören, und da adrachin eigentlich fast immer meinen Geschmack getroffen hat, wenn es um Entscheidungen, wie was klingen soll, geht, probier ichs mal aus. Damit ich meine Akustik-Gitarre mikrofonieren kann, bräuchte ich eigentlich erstmal eine mit Klangkörper. Ich hab so eine ähnliche: https://www.thomann.de/de/godin_acs_sa_natur_sg_akustikgitarre.htm
    Zum Anderen wollte ich einfach technisch wissen, wie man sowas angeht.

    Ja, Üben wäre wohl das Beste. :-)

    Das hab ich bereits per Automation probiert. Da aber auch der restliche Klang leiser wird, hatte ich das Gefühl von "Löchern"...
    Evlt ist meine Technik hier nicht gut. Vielleicht schaff ich es am Wochenende ein paar Screenshots zu machen, wie ich das automatisiert habe.

    PM ist raus :-)
     
  13. primelinus

    primelinus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.10.16   #13
  14. Gast 2356

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    Erstellt: 15.10.16   #14
    Das ist genau das Problem: Für gut Arbeit gibt es keine "Automation", da hilft nur echte Handarbeit.
    ......aber das scheint heutzutage beim Musizieren das entscheidende Problem zu sein.
     
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  15. Philmaster

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    Erstellt: 16.10.16   #15
    Die Akkorde einzeln aufnehmen kann funktionieren. Ich würde es eventuell so probieren:
    Spiele den Teil am Stück, aber füge jedem Takt eine Viertelnote extra hinzu. Dann schneidest du einfach die letzte Viertelnote pro Akkord raus und setzt kurz vor dem ersten Anschlag einen Crossfade.

    Wenn es dir die Arbeit wert ist, kannst du auch jede Saite einzeln aufnehmen. Da kannst du dann die Quietscher mit Time-Stretch bearbeiten.
    Dann schickst du alle 6 spuren (Saiten) auf eine Gruppenspur und tust so, als wäre das eine Gitarre.

    Oder du beschließt, dass es gar nicht so schlimm ist und lebst damit.
    Mich persönlich würde es jetzt bei dem Song nicht wirklich stören, das darf ja schon nach echtem Menschen klingen. Allerdings würde ich entweder nur eine Spur nehmen und die mit Delay breiter machen oder versuchen es so einzuspielen, dass die kurzen "Quietscher" Links und Rechts gleichzeitig sind.

    Aber sag mal, warum quietscht es denn zwischen den ersten beiden Takten? Das ist doch der gleiche Akkord....
     
  16. nooob

    nooob Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.10.16   #16
    Cool, danke für den Tipp. Werd ich probieren! Ich geb bei Zeit mal Feedback :-)

    Du rätst quasi zum mehr Üben?

    In meiner neuen Version (siehe Thread hier) ist das korrigiert, findest Du es so gut?

    Erwischt :-) Bin wohl ein lausiger Gitarrist
     
  17. Gast 2356

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    Erstellt: 17.10.16   #17
    Das immer, ich meine aber hier:

    Jedes Quitschen einzeln in der Spur suchen, markieren und so weit absenken, dass
    1. der natürliche Klang/Sound erhalten bleibt
    2. die Nebengeräusche auf ein erträgliches/das gewünschte Niveau abgemildert werden
    3. die Spur ihre Seele behält
    4. keine Lücken entstehen im Klang (das ist das schwierigste)

    Das schafft keine Automation der Welt, das ist einfach Handarbeit:
    langwierig, langweilig und ohne Erfolgsgarantie.
    Im Regelfall ist die Spur oder ein Teil davon schneller neu eingespielt.

    Im Songkontext achtet eh kein Externer mehr auf solche Feinheiten
    oft sind diese gar nicht mehr wahrnehmbar, nur man selber "weiß" dass dort fehler sind
    und nur man selber hört diese dann auch.

    Und cool bzw. Kult wird es, wenn Fehler zum Bestandteil des Stücks werden:
    Beispiele: When the Levee breaks, die gesamte Let there be rock, The Cure

    P.S. Üben hilft natürlich wirklich immer, manchmal reicht aber auch tricksen aus und geht schneller
    (davon leben Generationen von Nichtmusikern hervorragend)
     
  18. Philmaster

    Philmaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.10.16   #18
    Das von dir beschriebene Vorgehen lässt sich mit Automationen wunderbar erledigen...
     
  19. Gast 2356

    Gast 2356 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 17.10.16   #19
    Ich habe bis jetzt noch keine Automation gesehen, die fettes Saitenquitschen
    vom Nutzsignal sicher unterscheiden könnte.
    Machbar ist mit Sicherheit alles, aber mit Cubase Bordmitteln nicht ohne Handarbeit.
     
  20. Philmaster

    Philmaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.10.16   #20
    Ich glaube du meinst mit "Automation" etwas anderes, als es im Recording-Kontext verwendet wird.
    Was du beschreibst, lässt sich ja zum Beispiel umsetzen, indem ich den Fader bei jedem Umgreifgeräusch ein paar dB absenke. Das ist Handarbeit, klar. Was ich aber mache, nennt sich "Automationen schreiben". Also ich programmiere in meiner DAW bestimmte Mix-Veränderungen, die dann automatisch beim Abspielen ablaufen.
    Ich bin mir zu 99,99% sicher, dass der TE das gemeint hat.

    Kann es sein, dass du sagst, dass es kein PlugIn gibt, dass automatisch die Störgeräusche erkennt und entfernt? Da stimme ich dir zu.
     
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