Unklarheit bei der Tonart und deren Töne

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Lenny
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Hallo Leute, meine Frage ist ob ich im Fall von E Moll Töne verwenden darf die einen Halbton aufwärts oder abwärts vom leitereigenen Ton abweichen? Bsp: fis ist ein Ton von der E Moll Tonleiter. Darf ich nun in meiner Improvisation aufwärts ein F verwenden? Oder abwärts ein gis? Hab mal was von Wechseltönen und Durchgangstönen gehört. Dachte das ist damit gemeint. Vielen Dank im voraus!
 
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OckhamsRazor
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Darf ich nun in meiner Improvisation aufwärts ein F verwenden? Oder abwärts ein gis?

In welchem harmonischen und stilistischen Kontext?
Grundsätzlich sind sowohl f als auch gis problematisch, weil sie die Tonart schnell nach e-Phrygisch (f) bzw. E-Dur (gis) umkippen lassen.
Als kurze Wechselnote bzw. Pralltriller z.B. über der IV (Am) ist f noch akzeptabel (e-f-e), als Durchgang zwischen der 5 und 7 über der V7 (B7) geht auch gis (fis-gis-a), und zwar aufwärts wie abwärts.

Solange du noch nicht sicher bist, ob und wann ein akkord- oder tonleiterfremder Ton passt, würde ich sicherheitshalber die Finger davon lassen.
 
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Im Kontext von der Pentatonik wollte ich die Töne anwenden. Und hätte da noch ne Frage. Ist ein power chord unabhängig von dur oder moll?
 
turko
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Darf ich nun in meiner Improvisation aufwärts ein F verwenden? Oder abwärts ein gis?
Fragen über Fragen tun sich auf ...

1) Soll Em ein Akkord sein, oder die Tonart ?
2) Wie ist der (Gesamt-)Zusammenhang der Stelle, auf die Du Dich beziehst ? Wie ist das Tempo ? Welcher der Stil ?

Die Frage "Darf ich ... ?" ist im Zusammenhang mit Harmonie außerdem unangebracht. Denn es gibt keine Harmoniepolizei, die Dich verhaften kommt, wenn Du einen unschönen Ton spielst. Und nur darum geht es: Unschönes vermeiden.

Falls bei meiner Nachfrage 1) Em als Akkord gemeint sein sollte: Spiel doch mal einen Em, laß` ihn liegen, und dann spiele die Töne F und G# darüber.
Wie klingt das in Deinen Ohren ? Vielleicht gibt Dir das schon die Antwort, die Du suchst ...

Ist ein power chord unabhängig von dur oder moll?
Ein PC hat keine Terz, weder eine große (Dur) noch eine kleine (Moll), sondern nur leere Quinten bzw. Quarten. Er ist daher prinzipell sowohl in Dur- als auch in Mollsituationen einsetzbar.

LG
Thomas
 
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*Überflüssiges Vollzitat des direkt vorangegangenen Beitrages entfernt*

Ich bezieh mich auf die Tonart E Moll.
Ich versuche mich mit dem Komponieren Zu befassen und möchte nun die jeweiligen Töne und Stufenakkorde anwenden. Der stil ist metal. Tempo ist 130 bpm und meine Stelle an der ich mich befinde ist das ich ein Riff kreieren möchte aber bisschen mehr Spielraum bei der wahl der töne gern hätte. Danke für die Hilfe
 
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Claus
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Dann mach doch einfach dein Riff, ganz wie Du es dir gefällt. :)

Wenn Du nachher den Eindruck hast, das reibt sich etwas zu arg, dann stellst Du das hier vor.
Bitte schreibe in diesem Fall dazu, wo im Takt oder den min:sek deiner Aufnahme der Schuh für dich drückt.

Das wird eher zu einer Hilfestellung führen, die dich weiterbringt.
Ich fürchte, es würde mehr Fragen als Antworten mit sich bringen, dir die Kernsätze der Rock-Pop-Harmonielehre mit Behandlung von Dur/Moll-Tonalität und Modes und Power Chords in ein paar Forenbeiträgen zu vermitteln.
Power Chords können unter Umständen tongeschlechtlich durch die Akkordfolge oder eine Melodiestimme wie Gesang, Gitarrensolo erkannt werden.
Es kommt halt darauf an, was die Kompositon vermitteln will, soweit Absicht, Know How oder genug Intuition mit Abschauen des Handwerks bei den Großen dahinterstehen.

Gruß Claus
 
Palm Muter
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Ist ein power chord unabhängig von dur oder moll?
Alleine stehend ist es schlicht ein Zweitöner (ohne Tongeschlecht).
Aber, wie Thomas schon schrieb, er steht ja nicht alleine im Raum rum (soll heißen es sind ja idR. mehrere, die in irgendeiner Form zusammenhängen) und da ersetzen sie Dur/Moll Akkorde.
Sobald sie in einem Kontext zueinander stehen, ist etwa ein C-Powerchord so wichtig, dass das Ohr seine Töne als "aha, in dem Tonraum sind wir unterwegs" einordnet, der Ton C ist etwa die (kleine) Terz des Am Akkords. Was aber nicht heißt, dass ein A-Powerchord, der im Kontext zu einem C-Powerchord steht immer einen Am Akkord ersetzt.

Aber, ich verstehe die Frage so:
"Darf ich mir über einem PC aussuchen, ob ich die gr. oder kl. Terz spiele?"
Natürlich, du musst nur mit den Konsequenzen leben^^

Tempo ist 130 bpm und meine Stelle an der ich mich befinde ist das ich ein Riff kreieren möchte aber bisschen mehr Spielraum bei der wahl der töne gern hätte
Vorab:
Das wirkt ein wenig nach "Musik basteln nach Aktenlage". Das funktioniert idR. nicht. Hast du dir das so zusammengelesen und versuchst es anzuwenden?
Oder anders: Hast du irgendeine Form von Vorstellung ("vor Ohren"), was du machen willst oder ist es wirklich eher ein "klinisches ich hab mal beschlossen, ein nicht-diatonisches Riff zu bauen"?

Mit "vor Ohren" meine ich jetzt nicht, dass es schon fix und fertig ist, aber hast du irgendeine klangliche Vorstellung von dem, was du machen willst?
Mal so ein paar Beispiele:

Ace of Spades
Rock Bottom
(eh mitten im Mainriff)

Oder der tiefe Lauf in Hey Joe (ab 2:20)
Gänzlich andere Stilistik, aber da es so gut wie jeder im Ohr hat, Take Five ist auch voll mit chromatischen Durchgangsnoten (und ist in Em so du Anregungen suchst^^)
Das Intro von Thunderstruck macht in Takt 3 und 4 auch einen kleinen Ausflug- das ist aber kein Durchgang, sondern schon eine (anders klanglich eingefärbte) eigenständige Passage.

Gedanken wie:
Hab mal was von Wechseltönen und Durchgangstönen gehört
Sind halt etwas sinnfrei wenn man keine klangliche Vorstellung dazu hat.

Grüße
 
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Im Kontext von der Pentatonik wollte ich die Töne anwenden.

Ich bezieh mich auf die Tonart E Moll.

Ich versuche mich mit dem Komponieren Zu befassen und möchte nun die jeweiligen Töne und Stufenakkorde anwenden.
Dann versuche doch einmal Folgendes.

1. Seite https://chord.rocks/piano/scales/e-minor-pentatonic aufrufen, bzw. Scales/E/Minor Pentatonic. (Gibt's auch für Gitarre, nur macht die Klaviatur Vieles selbsterklärend, finde ich.)

2. Als Melodietöne auffassen, d.h. Regel "nur diese Melodienoten sind erlaubt".

3. Akkorde, die genau diese 5 Töne enthalten, siehst Du dann rechts. Ein Klick markiert die Akkorde.

4. D.h. so passen Melodie und Akkorde immer zusammen ... im Prinzip. Das Ohr bleibt die Jury ...

5. Hinweis: Gleiche Melodien wirken mit anderen Akkordbegleitungen (Progression, Kadenz) anders ,,, und umgekehrt: Gleiche Progression kann ganz verschiedene Melodien vertragen.


Nun das Problem, die Progressionen bzw. Kadenzen. Nehmen wir einen Standard: I - IV - V - I
  • I = e (also der Grundton), ok
  • IV = a, ok
  • V = b (also unser deutsches H) ... gibt's mit den 5 Tönen in der Tabelle nicht (allerdings, V7(ohne 3) wäre b-d-a ... ginge, wenn's klingt)
Ausweg: Skala erweitern, also so, dass sie die Pentatonik auch enthält. Z.B.: E / Natural Minor ... und schon stehten Dir die Akkorde wieder offen.

Populäre Kadenzen, bei denen auch der Metaller fündig werden dürfte, findest Du hier: https://www.hooktheory.com/theorytab/common-chord-progressions .


Nun sind gefragt: Geschick, Geschmack, Erfahrung, Aufbau/Struktur (AABA usw.), Rhythmen, Kontraste jeglicher Art, Texte usw.

Viel Spaß :cool:
 
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Ich bezieh mich auf die Tonart E Moll.
In JEDER Tonart können prinzipiell ALLE Töne vorkommen.
Denn es steht nirgends geschrieben, daß in einem Musikstück nur die leitereigenen Dreiklänge vorkommen müssen.

LG
Thomas
 
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Fragen über Fragen tun sich auf ...

1) Soll Em ein Akkord sein, oder die Tonart ?
2) Wie ist der (Gesamt-)Zusammenhang der Stelle, auf die Du Dich beziehst ? Wie ist das Tempo ? Welcher der Stil ?

Die Frage "Darf ich ... ?" ist im Zusammenhang mit Harmonie außerdem unangebracht. Denn es gibt keine Harmoniepolizei, die Dich verhaften kommt, wenn Du einen unschönen Ton spielst. Und nur darum geht es: Unschönes vermeiden.

Falls bei meiner Nachfrage 1) Em als Akkord gemeint sein sollte: Spiel doch mal einen Em, laß` ihn liegen, und dann spiele die Töne F und G# darüber.
Wie klingt das in Deinen Ohren ? Vielleicht gibt Dir das schon die Antwort, die Du suchst ...


Ein PC hat keine Terz, weder eine große (Dur) noch eine kleine (Moll), sondern nur leere Quinten bzw. Quarten. Er ist daher prinzipell sowohl in Dur- als auch in Mollsituationen einsetzbar.

LG
Thomas
Jetzt ist es mir klar. Danke LG
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Alleine stehend ist es schlicht ein Zweitöner (ohne Tongeschlecht).
Aber, wie Thomas schon schrieb, er steht ja nicht alleine im Raum rum (soll heißen es sind ja idR. mehrere, die in irgendeiner Form zusammenhängen) und da ersetzen sie Dur/Moll Akkorde.
Sobald sie in einem Kontext zueinander stehen, ist etwa ein C-Powerchord so wichtig, dass das Ohr seine Töne als "aha, in dem Tonraum sind wir unterwegs" einordnet, der Ton C ist etwa die (kleine) Terz des Am Akkords. Was aber nicht heißt, dass ein A-Powerchord, der im Kontext zu einem C-Powerchord steht immer einen Am Akkord ersetzt.

Aber, ich verstehe die Frage so:
"Darf ich mir über einem PC aussuchen, ob ich die gr. oder kl. Terz spiele?"
Natürlich, du musst nur mit den Konsequenzen leben^^


Vorab:
Das wirkt ein wenig nach "Musik basteln nach Aktenlage". Das funktioniert idR. nicht. Hast du dir das so zusammengelesen und versuchst es anzuwenden?
Oder anders: Hast du irgendeine Form von Vorstellung ("vor Ohren"), was du machen willst oder ist es wirklich eher ein "klinisches ich hab mal beschlossen, ein nicht-diatonisches Riff zu bauen"?

Mit "vor Ohren" meine ich jetzt nicht, dass es schon fix und fertig ist, aber hast du irgendeine klangliche Vorstellung von dem, was du machen willst?
Mal so ein paar Beispiele:

Ace of Spades
Rock Bottom
(eh mitten im Mainriff)

Oder der tiefe Lauf in Hey Joe (ab 2:20)
Gänzlich andere Stilistik, aber da es so gut wie jeder im Ohr hat, Take Five ist auch voll mit chromatischen Durchgangsnoten (und ist in Em so du Anregungen suchst^^)
Das Intro von Thunderstruck macht in Takt 3 und 4 auch einen kleinen Ausflug- das ist aber kein Durchgang, sondern schon eine (anders klanglich eingefärbte) eigenständige Passage.

Gedanken wie:

Sind halt etwas sinnfrei wenn man keine klangliche Vorstellung dazu hat.

Grüße
Genau. Rock Bottom ist ein gutes Beispiel für das was ich machen will. Oder ein Riff im stile von creeping death- metallica.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Dann versuche doch einmal Folgendes.

1. Seite https://chord.rocks/piano/scales/e-minor-pentatonic aufrufen, bzw. Scales/E/Minor Pentatonic. (Gibt's auch für Gitarre, nur macht die Klaviatur Vieles selbsterklärend, finde ich.)

2. Als Melodietöne auffassen, d.h. Regel "nur diese Melodienoten sind erlaubt".

3. Akkorde, die genau diese 5 Töne enthalten, siehst Du dann rechts. Ein Klick markiert die Akkorde.

4. D.h. so passen Melodie und Akkorde immer zusammen ... im Prinzip. Das Ohr bleibt die Jury ...

5. Hinweis: Gleiche Melodien wirken mit anderen Akkordbegleitungen (Progression, Kadenz) anders ,,, und umgekehrt: Gleiche Progression kann ganz verschiedene Melodien vertragen.


Nun das Problem, die Progressionen bzw. Kadenzen. Nehmen wir einen Standard: I - IV - V - I
  • I = e (also der Grundton), ok
  • IV = a, ok
  • V = b (also unser deutsches H) ... gibt's mit den 5 Tönen in der Tabelle nicht (allerdings, V7(ohne 3) wäre b-d-a ... ginge, wenn's klingt)
Ausweg: Skala erweitern, also so, dass sie die Pentatonik auch enthält. Z.B.: E / Natural Minor ... und schon stehten Dir die Akkorde wieder offen.

Populäre Kadenzen, bei denen auch der Metaller fündig werden dürfte, findest Du hier: https://www.hooktheory.com/theorytab/common-chord-progressions .


Nun sind gefragt: Geschick, Geschmack, Erfahrung, Aufbau/Struktur (AABA usw.), Rhythmen, Kontraste jeglicher Art, Texte usw.

Viel Spaß :cool:
Cool Danke dann werd ich mal in den link reinsehen. Meine skala werde ich auch auf jeden fall erweitern
 
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Oder ein Riff im stile von creeping death- metallica.
Da du beim komponieren noch ziemlich am Anfang zu stehen scheinst und in Richtung Metallica gehen willst ist dieses Tutorial mMn. genau das richtige für Dich. Der gute Mann hat noch viele weitere, für Anfänger und auch Fortgeschrittene, sehr gut gemachte Videos auf Youtube online.
(F in einem Em-Kontext IST quasi Metallica, wenn man es richtig-also "sparsam"- einsetzt)


 
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Da du beim komponieren noch ziemlich am Anfang zu stehen scheinst und in Richtung Metallica gehen willst ist dieses Tutorial mMn. genau das richtige für Dich. Der gute Mann hat noch viele weitere, für Anfänger und auch Fortgeschrittene, sehr gut gemachte Videos auf Youtube online.
(F in einem Em-Kontext IST quasi Metallica, wenn man es richtig-also "sparsam"- einsetzt)


Sehr hilfreiches Video. Danke dir!
 
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