Unterricht Tipps ?

von salico, 17.06.07.

  1. salico

    salico Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.07   #1
    hallöchen!

    bin neu hier, und hoffe, meine Frage in diesem Forum richtig plaziert zu haben. Und zwar: Hat jmd erfahrung mit dem Erteilen von (privatem) Unterricht? Ich spiel schon ein ganzes bisschen, Schwerpunkt Klassik und auch Songbegleitung auf Kozertgitarre... und tu mich grad mit dem Anfang schwer (nach welchem Konzept vorgehen, wie Flyer formulieren, usw...)

    wenn irgendwer begnadete Tipps hat... nur her damit!

    Danke , Maiko
     
  2. shortie45

    shortie45 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.07   #2
    Wenn du unterrichten willst solltest du schon jahrelange Erfahrung haben und auch etwas psychologisches Geschick. Es reicht nicht, sich vor den Schüler zu setzen und zu sagen: spiel mal dies oder das. Vergiss es....Denn das funktioniert nicht und du vergraulst dir angehende Gitarristen bzw. vermiest ihnen das Instrument.
    Ich unterrichte jetzt schon seit 10 Jahren und spiele seit 35 Jahren Gitarre. Glaub mir, so einfach wie du dir das vorstellst ist es nicht. Also lass es lieber...

    Kleiner Tipp: Du spielst seit einiger Zeit? Lern erst mal selbst richtig zu spielen bevor du Erfahrungen weitergeben willst, die du nicht hast. Das ist jetzt nicht böse gemeint, spricht aber aus Erfahrungswerten. :cool:
     
  3. Akquarius

    Akquarius Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 18.06.07   #3
    shortie hat recht.

    mein gitarrenlehrer hat gitarre studiert, 30 jahre erfahrung und ist außerdem dipl.päd..

    wenn so ein ass 20,- eur pro stunde nimmt, dann beleuchte deine fähigkeiten mal selbstkritisch und frage dich, wieviel dein unterricht pro stunde wert wäre.

    nix für ungut, aber wer lehren will, sollte dies mit einer entsprechenden verantwortung tun.

    sollte das bei dir allerdings alles gegeben sein, würd ich dir vorschlagen, mal ein wenig zu googeln. es gibt im netz viele gitarrenlehrer, die sich über ihre eigene hp präsentieren.

    das, denke ich, wäre der erste schritt.
     
  4. Ysuran

    Ysuran Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.07   #4
    Ich denke mal, wenn man soweit ist dass man jemandem den Bereich "Gitarre" lehren kann, dann hat man auch ne Ahnung davon WIE man das am besten anstellt.
     
  5. *~schockolady~*

    *~schockolady~* Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.07   #5
    Also ich würde jetzt nicht sagen, dass man wenn man nicht schon selber x Jahre spielt keinen guten Gitarrenunterricht geben kann.
    Mein Gitarrenlehrer ist 21 und spielt seit 5 jahren.
    Trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich seit ich bei ihm Unterricht habe (2 jahre ) ziemlich viel gelernt habe !
    Vorher hatte ich einen Gitarrenlehrer der warscheinlich eher Gitarre spielen konnte als laufen und hab hab bei ihm einen Bruchteil von dem gelernt was ich jetzt lerne ! Ich denke zum Unterricht geben gehört viel mehr zu als Erfahrung.
    Wenn jemand nicht vermitteln kann, kann er doch keinen guten Unterricht geben, auch wenn er sehr viel Erfahrung hat und super spielen kann oder ? Das ist genauso wie mit meinem Matheprof. Der kann zwar Mathe aber der Unterricht ist derbe schlecht weil er nicht in der Lage ist den Unterricht halbwegs pädagogisch sinnvoll zu gestalten oder was so zu erklären, dass es noch jmd anderes außer ihm versteht !
    Und wenn das jetzt so richtig ist was ich geschrieben habe, müsste doch jmd. mit weniger Erfahrung aber der Fähigkeit jmd. was beizubringen auch guten Unterricht geben können oder ? ;)
     
  6. shortie45

    shortie45 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.07   #6
    Als du mit dem Unterricht bei ihm anfingst konnte er gerade mal 3 Jahre spielen?
    Dann verrat mir mal woher er in dem Alter pädagogische Erfahrungen nimmt?
    Ich denke mal dass er deinem Stil entsprochen hat und du Dinge von ihm gelernt hast die z.Z. aktuell waren oder sind. Aber fundierte Grundkenntnisse, die auf jahrelanger Spielpraxis beruhen wird er dir nicht zeigen können. Das ist der springende Punkt!
    Es geht ja auch nicht darum einfache Pentatoniken zu zeigen bzw. die nachspielen zu lassen, sondern ein Gefühl dafür zu vermitteln "wie" man sie richtig ein- und umsetzt.
    Dabei soll dem Schüler ja auch vermittelt werden wie er/sie seinen "eigenen" Stil findet und nicht andere Musiker kopiert. Du wirst bald an deine Grenzen kommen....jede Wette!:D
     
  7. *~schockolady~*

    *~schockolady~* Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.07   #7
    Na okay, es kann gut sein, dass es bald nicht mehr soooo gut klappt,
    aber ich glaube es im mom NOCH ( ;) ) nicht.
    Wir kommen ziemlich gut klar, da stimmt einfach alles, und wenn das so ist denke ich kann das auch weiterhin klappen.
    Die einzigen beiden sachen sind wirklich, dass er die Grundtechniken bestimmt nicht so gut beherscht wie jmd. der Jahre länger spielt aber für mich ist viel wichtiger, dass der Unterricht sowie das Spielen Spaß macht. Naja und das es öffters mal Stunden gibt in denen wir garnichts gebacken bekommen :rolleyes:
    Aber auch wenn er manchmal Sachen nicht 100 % beherscht haben wir immer Spaß, ich lern was, üb wie doof um das einigermaßen so gut zu können wie er
    (klappt aber nie :rolleyes: ) und ich freu mich immer wieder aufs nächste Mal !
     
  8. Mauli

    Mauli Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.07   #8
    Hi *~schockolady~*

    Zitat shortie45:“Als du mit dem Unterricht bei ihm anfingst konnte er gerade mal 3 Jahre spielen?“

    Aber diesen 3jährigen „Vorsprung“ behält er :D und wird hoffentlich an sich selbst weiterarbeiten ;).
    Es sei denn mit Deinem Erscheinen ist der Typ „eingerastet“ :rolleyes:;):D.

    cu
    Mauli
     
  9. *~schockolady~*

    *~schockolady~* Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.07   #9
    *gg* nene du er lernt schon dazu, was sich auch am und im unterricht ziemlich bemerkbar macht :great:
     
  10. Mauli

    Mauli Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.07   #10
    ...na, das ist doch fein für euch beide – LoL :D.
     
  11. Big A

    Big A Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.07   #11
    Mein erster Lehrer spielte 15 Jahre hat studiert war technisch der Wahnsinn und konnt aber null Unterrichten. Mein jetziger Lehrer spielt auch so lange und vermittelt besser, hat die besseren Tips, die besseren Lerntechniken usw.
    ergo: die Spieljahre haben null zu sagen ... entweder man kanns, oder nicht ...

    Ich spiele jetzt so 2 1/2 Jahre und einer meiner Freunde der erst n Jahr spielt profitiert immer wieder von meinen Tips, Kniffen und vor allem Fehlern die ich gemacht habe ... Man könnte sagen ich Unterrichte ihn und es ist erschreckend wie er auf mich aufholt, da er nicht die gleichen Fehler macht und nicht Zeit vergeudet um das Falsche zu lernen.
    Richtig unterrichten würde ich aber dennoch nicht ...
     
  12. LostLover

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    Erstellt: 26.06.07   #12
    Ich bin auch kein Virtuose, bin Autodidakt, und unterrichte trotzdem.

    Das geht wunderbar, weil ich erstens weiss, dass ich unterrichten KANN, zweitens mich auf Anfänger konzentriere, drittens ehrlich zugebe, wenn ich etwas NICHT auf der Pfanne habe und viertens mein Hauptaugenmerk darauf richte, meine Schüler zu motivieren, zu inspirieren und ihnen einfach den Spass am Musizieren zu vermitteln. Da ist der "gute Draht" zwischen Lehrer und Schüler viel, viel wichtiger als die Fachkenntnis.

    Ganz viele Schüler wollen auch gar nicht mehr, als einfach erst mal ein paar Griffe lernen, um sich selbst zu begleiten.

    Lernen müssen sie eh selbst, üben müssen sie auch freiwillig zu Hause - mein Hauptjob ist es, sie immer wieder anzuschubsen und eventuell eingeschliffene Fehler zu korrigieren. Nach 30 Jahren an dem Instrument hör und seh ich auch sofort, was falsch läuft und wo ich eingreifen muss.

    Und wenn ich mir meine Schüler so anhöre, klappt das prima. Da springt nur sehr selten einer ab und ich werde weiterempfohlen.
     
  13. Holger Danske

    Holger Danske Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.07   #13
    @salico: Es ist immer von Vorteil, sich mit seinem Unterricht auf eine Zielgruppe zu konzentrieren, z. B. Totalanfänger, Wiedereinsteiger oder eine bestimmte Musikrichtung zu bedienen. Das wäre für mich die allererste Vorüberlegung. Dann sollte man sich ein passendes Konzept als roten Faden ausarbeiten, nach welchem vorgegangen werden kann, von welchem jedoch in Absprache mit dem Schüler natürlich abgewichen werden kann / ggf. sollte.

    Lass Dich bloß net von irgendwelchen Titeln oder Referenzen beeindrucken, mach´Dein Ding und schau in´nem halben Jahr, wieviel Schüler Du wie weit gebracht hast, wie ihr euch versteht etc. Du wirst es immer wieder mit barscher, unsachlicher Kritik von außen zu tun bekommen, doch die wird ganz, ganz leise, wenn sich erst mal rumgesprochen hat, dass man bei Dir Gitarre lernen kann. ;) Also ran da, ist eine wirklich sinnvolle Sache und man lernt das Instrument ganz neu kennen.

    Was bei vielen gut ankommt: Ton- und / oder Videoaufnahmen machen und nach einiger Zeit daran der Lernfortschritt analysieren.

    Also mach´Dein Konzept klar und lass´die Schüler, die zu Dir kommen entscheiden, ob das, was Du machst gut ist oder nicht.

    [Ironie]...womit er wahrscheinlich genau das Anforderungsprofil eines durchschnittlichen Gitarrentrainers im modernen Deutschland erfüllt. :great: Irgendwann kommt ja auch sowas wie Betriebsblindheit... ;) [/Ironie]

    Ich denke, wer von sich meint, auf dem Instrument etwas vermitteln zu können, der sollte das machen. Ob es hinhaut oder nicht, ist eine ganz andere Frage. Wie in jeder anderen Berufsgruppe gibt es auch bei den studierten Instrumentallehrern genug, die sich hinter ihrem Abschluß verstecken und mieserable Arbeit leisten- aber gut, da hatte ich schon zu viele Gespräche... ;)
     
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