Unterschiede Marshall JCM und JVM

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Hi!

In letzter Zeit beschäftige ich mich etwas mit Marshall Amps, kann aber nicht wirklich herausfinden wo jetzt genau der Unterschied zwischen JCM und JVM liegt. DSL steht ja für Dual Super Lead und TSL für Tripple Super Lead, also für die Kanäle oder? Aber was die einzelnen Nummern bedeuten hab ich auch noch nicht ganz herausgefunden...
 
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theburner88
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Hy!

Soviel ich weis:

JCM - Jim Charles Marshall
JVM - Jim Victoria Marshall (Victoria ist Jims Tochter)
JMP - Jim Marshall Products
 
vanderhank
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Dem Raul seine frühere Stadt
JVM 410 H = 4 Kanäle, 100 Watt, Head (Topteil)
JVM 210 H = 2 Kanäle, 100 Watt, Head
JVM 410 C = 4 Kanäle, 100 Watt Combo 2 x 12er Speaker
JVM 205 H = 2 Kanäle, 50 Watt Head
JVM 205 C = 2 Kanäle, 50 Watt Combo 2 x 12er Speaker
JVM 215 C = 2 Kanäle, 50 Watt Combo 1 x 12er Speaker
usw.

Gruß
Hank
 
PbVeritas
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19.04.16
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Ah danke, das ist ja schon mal ein sehr guter Anfang! Und wie unterscheiden sich nun JCM, JVM, JMP Klanglich?
 
spikke
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jmp - dicker alter marshall sound
jcm - modernerer bis sehr moderner marshall sound
jvm - noch modernerer mit vielen anleien von den alten jmp und jcm modellen
 
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Naja, das sind ja keine einzelnen Amps, sondern quasi Bauserien.
Bei den JCMs ging's afaik mit dem 2203 oder JCM800 los. Dazu kamen dann 50W Modelle, Combos, später bekamen sie noch andere Features (2Kanäle zB) und entwickelten sich halt so weiter. Irgendwann gab's dann den JCM900, der in eine ähnliche, aber damals modernere Richtung ging, später Kam dann die JCM2000 Serie, zu denen DSL (gibt's als 40W Combo DSL401, 50W Head DSL50 und als 100W Head DSL100) und TSL (als 60W Combo mit 1 oder 2 Lautsprechern TSL601 und TSL602, 100W 2x12"Combo TSL122, 60W Head TSL60 und 100W Head TSL100). Der DSL hat wie gesagt 2 Kanäle und der TSL 3 Kanäle. Allerdings unterscheiden die sich natürlich auch nochmal im Sound.
JVM ist die neuste Serie und wurde oben ja schon aufgeführt.

Bei JMPs kenn ich mich leider nicht so aus. Aber wenn du da ein wenig drüber lesen willst, dann schau doch einfach mal auf die deutsche HP: www.marshallamps.de

MfG
 
AintNoEddie
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JTM = Jim and Terry Marshall (Terry = sein Sohn)
 
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Ok, also ist der JVM ist also praktisch die "modernste" Baureihe von Marshall.. Folglich denke ich mal wird ein JMP richtig, richtig viel Kohle kosten...

Alter die Modelbezeichnungen können einen aber echt ganz schön verwirren, vorallem weil die JCMs ja dann wieder unter DSL und TSL gegliedert werden, wobei bei den JVMs das anscheinend nicht der Fall ist.

Edit:
Man findet dann auch immer wieder die JCM 800 "2203" Bezeichnung... Ist das jetzt wieder so eine Art Versionsnummer?!
 
spikke
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jcm gibt es drei und sagen nur etwas über das jahrzehnt aus
800 80er jahre
900 90er
2000 ...
2203 ist die eigentliche eindeutige modellbezeichnung für ein jcm 800 100watt topteil mit zwei nicht schaltbaren kanaelen, der ur-800er
obwohl es auch einen jmp2203 gibt..ist von der schaltung auch fast identisch
tsl und dsl sind da kleinere ausnahmen
 
PbVeritas
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Ahhh langsam kommt Licht ins Dunkel. Und welche Amps waren da jetzt die "legendären" Marshalls?
 
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Beim JVM hast du halt echt die ganze Bandbreite von Clean bis vollverzerrt, aufgeteilt auf (bis zu) 4 Kanäle und je 3 Soundmodi, so viel ich weis. Meines Erachtens reicht aber ein DSL mit 2 Channels vollkommen, ich find die Soundbreite bei den Dingern echt toll.. Nicht zu vergessen sind die Vintage Moderns, aber des ist wieder ein anderes Thema ;p
 
PbVeritas
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Ja die JVMs hab ich auch schon ins Auge gefasst.. Vorallem der Preis macht die Dinger doch recht attraktiv, sofern die auch nach was klingen, hab noch nie einen gespielt. Aber klingen die modernen Marshalls auch noch nach "marshall"? Ich glaub da gehen ja die Meinungen ziemlich auseinander, oder?
 
spikke
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Ahhh langsam kommt Licht ins Dunkel. Und welche Amps waren da jetzt die "legendären" Marshalls?

sooooo viele...

der legendäre 60er clapton marshall war der bluesbraker, die combo version des jtm45(2245)
der legendäre hendrix oder pete townsend marshall war der 1987 oder 1959 slp super lead( 50 oder 100 watt)
der 2203 ist der legendäre 80er jahre marshall den sooo viele hairmetalbands geliebt haben - maiden, roses...
der 2555 der spät 80er kultmarshall (slash, frusciante...)
ab dem 900er wurde dann immer mehr gemeckert obwohl das auch phantastische verstärker sind, die nur eine logische entwicklung marshalls darstellen..
ab dem 2000er gings dann zurück richtung old school, also in den wünschen der gitarristen und nur dem dsl wurde noch ein halbwegs guter ruf gegönnt... und leider hatte der tsl wirklich ein paar bautechnische schwierigkeiten mit dem fussschalter, aber am sound kann ich immernoch nichts aussetzen, ausser dass er halt nicht wie ein 800er klingt sondern wie ein moderner marshall der sich aber noch ein paar anleihen von den alten marshalls holt...jaja aber er klingt ja so steril..:)
 
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Ich perönlich frag mich ja gerade wieviel Sound wirklich vom Amp kommt/kommen soll... Gut, zb Angus Young hatte nie Effekte, aber zb Hendrix war da ganz anderer Ansicht... Also bleibt die Frage in wie Fern man den berühmten Marshall-Sound mit Effekten hinbekommt...

Logischerweise schreibe ich den Thread ja nicht ganz ohne Grund...
Ich möchte mir eventuell einen neuen Amp zulegen da meiner (siehe Sig) nicht den fetten Sound liefert den ich haben will...
 
spikke
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naja der berühmte marshall sound wurde natürlich von begnadeten musikern geschaffen :)
ich denke der verstärker spielt aber eine sehr grosse rolle, für mich fast mehr als die gitarre, aber das ist ein müsames thema...
fetter sound hängt für mich sehr stark mit einem fetten bass zusammen der das fundament für die gitarre bildet..
ein powerball oder rectifier hat natürlich so viel bassschub und fundament dass sie alleine sehr fett klingen, aber ob das dem bandsound hilft ist immer die frage.
ich mag marshalls sehr gerne weil sie in der band genau die richtigen frequenzen bedienen und die band fett und nicht matschig klingen kann.
angus finde ich jetzt auch nicht so fett, eher malcom und das liegt an einem unglaublich guten rhythmus gitarristen, der wie ein uhrwerk seine riffs runterreisst..
ich habe festgestellt mit einem marshall (mit moderatem gain) klingt man am anfang nicht gleich super fett aber er zeigt dir sehr schnell deine schwächen und kann dich so zum fetterem und optimalerem spiel anregen...aber das können natürlich auch viele andere gute röhrenamps..
der jvm ist sicherlich der vielseitigste, dicht gefolgt vom 6100 dem geburtstags marshall zum 30ten
ein 2203 ist nicht vielseitig kann aber unglaublich fett klingen, auch sehr gut mit pedalen..
und pedale sind natürlich ein ganz anderes thema und wären für dich vermutlich grad die kostengünstigste alternative und u.U. die richtige spielwiese
 
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ich bin irgendwann auf vox umgestiegen, weil ich bei marshall nicht mehr permanent irgendwelche buchstaben - und nummernkombinationen außwendig lernen mußte, um zu wissen, welche ampfeatures mich da erwarten ;-)

aber scherz beiseite...ich finde die frage gut, da ich selbst wirklich den überblick verloren habe / hatte - mich aber nie zu fragen "traute"..als nicht-marshall-spieler will man sich ja da nicht wirklich outen..

ich lese mal eifrig mit und versuche zu lernen..der jtm-30 bedeuete dann...?

ach nee - ich verstehe den code nicht wirklich....welcher grundsound oder grundgedanke liegt einem amp zugrunde, der den namen des sohnes trägt???

ganz schön verwirrend :)
 
AintNoEddie
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Ich perönlich frag mich ja gerade wieviel Sound wirklich vom Amp kommt/kommen soll... Gut, zb Angus Young hatte nie Effekte, aber zb Hendrix war da ganz anderer Ansicht... Also bleibt die Frage in wie Fern man den berühmten Marshall-Sound mit Effekten hinbekommt...
Am besten du setzt dich mal einen verregneten Nachmittag hin und benutzt die Suchfunktion hier im Board zum Thema Marshall! Da gibt es dermaßen viele Infos dazu, könnte man glatt eine wissenschaftliche Arbeit verfassen ;) Natürlich musst du dir aber im Klaren sein, dass die Kommentare in den allermeisten Fällen subjektiv sind, also nicht immer alles für bare Münze nehmen (gilt sowohl für Lob als auch für Kritik).

Letztendlich hat jeder eigene Vorstellungen von "seinem" Sound, und diesen Sound findet man nicht über irgendwelche Modellbezeichnungen, sondern meist nur über viel Probieren und Testen. Natürlich gibt's einige Anhaltspunkte "am Papier", aber mehr als Anhaltspunkte sind das nicht.

Zu der "Schubladisierung", ich hatte auch immer eher eine Abneigung zu den Rectifiern, bis ich einmal einen phänomenalen Gitarristen in einer Rockband gehört habe, auf einem Single Recto - geilster "Marshall"-Sound! Unter Anführungszeichen, weil ich Marshall-Sound mit Rocksound gleichsetz(t)e, und die Rectos eher in die NuMetal Badewannen-ecke. So kann man sich irren. Die Amps haben aber auch tatsächlich alle noch Einstellknöpfe, dh. man kann die Mitten auch bei Rectos anheben und den Bass etwas zähmen :D

Zur Frage, wieviel vom Amp kommt ... auf jeden Fall gewaltig viel. Den Spieler mal außen vor gelassen (...) bin ich auch der Meinung, dass Amp + Box(!!) den Sound mehr beeinflussen als die Gitarre.

Die 800er/900er/2000er Bezeichnungen waren eigentlich immer einer "Ära" bzw. Dekade gleichzusetzen, 80er, 90er, 2000er-Jahre. Natürlich kommt man mit den neuen Marshalls auch an den Sound der älteren Generationen, aber 1:1 klappt das logischerweise nicht. Wäre auch recht unlogisch, unterscheiden sich die Geräte doch vom Aufbau her *grundlegend*, ebenso aber auch die Spielgewohnheiten der Gitarristen/Bands (volle Dröhnung früher vs. verträglicher Bühnensound + PA heute). Was man auch nicht vergessen darf ist, dass die früher verwendeten Bauteile viel stärkeren Schwankungen unterlegen sind (also deren elektr. Eigenschaften, zB Elkos, Widerstände usw.) + wenig(er) maschinelle Fertigung ... demnach kann da jeder Amp etwas anders klingen.

Bezeichnung nach den Kindern - ich denke das war einfach eine Kombination aus Einfallslosigkeit und "Kinderstolz". Man muss bedenken dass Marshall ganz klein angefangen hat, der erste Amp war ein Fender-Clone (Bassman? Bin da nicht so der Experte), in kleinster Auflage für sich selbst und Spieler in der Umgebung. Da dachte man noch nicht an Marketing und Brand-name-Geschwafel! Heute hat man tlw. den Eindruck, dass es genau umgekehrt ist :twisted:

Soviel mal im Schnelldurchlauf zu Marshall - den Rest wie gesagt am besten raussieben mit der SuFu! Super spannendes Thema :great:
 
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Zu der "Schubladisierung", ich hatte auch immer eher eine Abneigung zu den Rectifiern, bis ich einmal einen phänomenalen Gitarristen in einer Rockband gehört habe, auf einem Single Recto - geilster "Marshall"-Sound! Unter Anführungszeichen, weil ich Marshall-Sound mit Rocksound gleichsetz(t)e, und die Rectos eher in die NuMetal Badewannen-ecke. So kann man sich irren. Die Amps haben aber auch tatsächlich alle noch Einstellknöpfe, dh. man kann die Mitten auch bei Rectos anheben und den Bass etwas zähmen :D

hast du absolut recht...
ich meinte das mit dem bass auch eher auf die schlafzimmer rocker bezogen, die zu hause fett klingen wollen...da bieten genannte amps einfach mehr wumms..
dass das alles grandiose verstärker sind, die ihre berechtigung haben wollte ich nie bestreiten :)
 
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Ich muss sowieso mal ordentlich Amp testen gehen. Nach ca. 10 getesteten Distortion Pedalen ist mir doch klar geworden, dass es "meinen" Sound nicht für 150 Euro in einer 7x5 cm Box gibt...
 

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