Upgrade von Gesangsverstärker

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Flo Ri Da
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Hi,
Da unsere Band langsam wächst, sind wir mit unserer kleinen Gesangskombo von Marshall an unsere Grenzen gestoßen. Mittlerweile haben wir auch in zwei aktive Boxen investiert, die über den Line out der Gesangskombo laufen. Problem ist aber, dass es immer wieder zu mitunter sehr lauten und unangenehmen Feedback kommt. Egal wo unsere Sängerin steht, ob gerade gespielt und Gesungen wird, etc. es fiept und feedbackt halt die ganze Zeit. Nun zu meiner Frage:
Liegt das Feedback jetzt daran, dass der kleine Gesangsverstärker nicht mehr hinterher kommt oder hat es mit den aktiven Boxen zu tun.
Und würde sich ein Upgrade auf einen Powermixer vor den Boxen lohnen oder wäre ein Mischpult sinnvoller?

Vielen Dank schon mal
Lg Flo
 
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Moin Flo,

vereinfacht gesagt liegt das feedback daran, dass das Gesangs-Mikrofon eure Gesangsanlage nochmal "aufnimmt".

Grundsätzlich gibt es also als Einfachstes die Möglichkeit, die Anlage/Lautsprecher anders aufzustellen.
Hilft das nicht, wäre der richtige Ansatz, die Frequenz mit der die Rückkopplung stattfindet, mit einem Equalizer abzusenken.

Ein Mischpult oder powermixer behebt das Problem definitiv nicht.

Entweder: Besseres Mikrofon, andere Aufstellung oder EQ.
 
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Gesangskombo von Marshall

Meinst du Akustik-Combo? Also A-GItarren-Amp mit Mikro-Kanal? Dann kann es eigentlich nur der AS 100D sein, da der AS 50D keine Outputs für Monitore hat.

Grundsätzlich gebe ich @Michi_HH in allen Punkten recht. Allerdings habe ich leise Zweifel, ob ihr das Vocals-EQing bei diesen Akustik-Combos in den Griff bekommt. Wie gesagt: Die Dinger sind Amps für A-Gitarrsten, die zusätzlich die Möglichkeit bieten, ein Mikro anzustöpseln. Als Gesangs-PA für eine ganze Band vielleicht eher eine Übergangslösung.

Daher würde ich die Überlegung, einen Kleinmixer anzuschaffen und den Marshall-Combo zumindest als Gesangsverstärker in Rente zu schicken, noch nicht ganz verwerfen.

Und würde sich ein Upgrade auf einen Powermixer vor den Boxen lohnen oder wäre ein Mischpult sinnvoller?

Ein Powermixer ist auch ein Mischpult. Aber halt eins mit eingebauter Endstufe.

Einen Powermixer bräuchtest du nur für passive Boxen. Das "Aktive"bei euren Boxen bedeutet ja, dass die Power bereits in den Boxen ist. Weitere Power würde also eher schaden.

Ein kleines (passives) Mischpult mit 3-Band EQ, bestenfalls mit integriertem Hall und Kompressor, wäre vielleicht einen Versuch wert. Auf den Marshall dann verzichten.

Aber natürlich alles ohne Gewähr: Bei Rückkopplungen spielen die Raumgröße, der Aufbau und die Qualität und Einstellung eures Equipments auch eine Rolle. Und natürlich, wie ihr eure ja zwei verschiedenen Monitore (Marshall plus Aktivboxen) auspegelt.
 
Bei Rückkopplungen spielen die Raumgröße, der Aufbau und die Qualität und Einstellung eures Equipments auch eine Rolle. Und natürlich, wie ihr eure ja zwei verschiedenen Monitore (Marshall plus Aktivboxen) auspegelt.
... neben der Raumgröße natürlich auch noch die Qualität (und somit Absorbtions-/Reflektionsverhalten) der Oberflächen... außerdem die Charakteristik sowie die Empfindlichkeit des Mikros.

Solltet Ihr in einem 08/15-Standard-Bunker-Proberaum spielen (viele schallharte Oberflächen), würde ich hier erst einmal das Problem suchen und den Proberaum entsprechend ertüchtigen (Boden mit Teppichen auslegen, Wände z.T. im Molton o.ä. abhängen, Sofa reinstellen). Weiterhin Position des Mikrofons gegenüber der Boxen gemäß Mikrocharakteristik (Niere, Superniere, Hyperniere etc.) optimieren. Qualität der Boxen prüfen (Produkt?) -> ggf. mal bei den Kollegen im PA-Unterforum anfragen...
Mischpult ist natürlich in erster Linie dann sinnvoll, wenn ihr tatsächlich verschiedene Signale mischen wollt. Häufig sind in Mischpulte auch Kompressoren eingebaut, die helfen auch schon mal gegen Feedback. Mit dem üblicherweise verbauten 3-Band EQ in einfachen Mischpulten könnt ihr eher nicht sinnvoll gegen Feedback-Frequenzen vorgehen, da müsste es schon ein feineres Werkzeug sein... aber - wie gesagt - würde ich erstmal das Problem beim Raum suchen... kannst ja mal Fotos und eine Grundrissskizze posten.
 
Häufig sind in Mischpulte auch Kompressoren eingebaut, die helfen auch schon mal gegen Feedback.
Die Aussage würde ich gern höflich in Frage stellen.
In der Regel wird ein Kompressor dazu führen, dass der "Leerlauf-Gain" höher ist als ohne, und es schon ohne Signal schneller zu Rückkopplungen kommt, besonders wenn man nicht genau weiss, wie man ihn bedienen muss. Wenn man ihn wie einen limiter verwendet, mag es einen positiven Effekt geben, aber das ist in der Anwendung beim Gesang vermutlich nicht der Fall.

Alles andere in Deinem Beitrag finde ich hilfreich und richtig.
 
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Die Aussage würde ich gern höflich in Frage stellen.
In der Regel wird ein Kompressor dazu führen, dass der "Leerlauf-Gain" höher ist als ohne, und es schon ohne Signal schneller zu Rückkopplungen kommt, besonders wenn man nicht genau weiss, wie man ihn bedienen muss. Wenn man ihn wie einen limiter verwendet, mag es einen positiven Effekt geben, aber das ist in der Anwendung beim Gesang vermutlich nicht der Fall.
Ja, die Verwendung als Limiter hatte ich im Sinn. Aber du hast natürlich völlig recht: einfach nur am 1-Knob-Kompressor-Poti eines einfachen Mischpultes (denn in dem Rahmen befinden wir uns hier ja voraussichtlich) zu drehen, wird kein brauchbares Ergebnis bringen. Da müsste schon etwas mit mehr Möglichkeiten her... und zusätzlich das Wissen um die Bedienung.
Ich ziehe den Kompressor-Tipp aus meinem obigen Post hiermit zurück!
 
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suchen und den Proberaum entsprechend ertüchtigen (Boden mit Teppichen auslegen, Wände z.T. im Molton o.ä. abhängen, Sofa reinstellen). Weiterhin Position des Mikrofons gegenüber der Boxen gemäß Mikrocharakteristik (Niere, Superniere, Hyperniere etc.) optimieren. Qualität der Boxen prüfen (Produkt?)...

Nachdem der User so blitzschnell das Interesse am Problem verloren hat, gehe ich umso mehr davon aus, dass sie einfach nur den Marshall und die Aktivboxen aufeinander einpegeln mussten.
 

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