PA-Anlage für Proberaum: Gesang und Drum-Trigger

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Moin zusammen!

Ich, meines Zeichens Gitarrist, stehe mit meiner Kapelle etwas vor dem Berg, inwiefern wir unseren Proberaum mit einer neuen PA-Anlage ausstatten.

Wir nutzen aktuell eine sehr alte 70er Jahre "Übergangslösung", die aber weder ausreicht noch technisch gut funktioniert. Mich wurmt unsere Sucherei etwas, weil eigentlich jeder von uns mind. rudimentäres Wissen über Beschallung hat, wir aber irgendwie nicht voran kommen. Daher brauche ich ein bisschen Inspiration von euch, was wir uns kaufen könnten, welche Dimensionen reichen usw. :).

Unsere Situation:
  • Wir sind eine klassische "Metalcore"-Band: Zwei Gitarristen, ein Bassist, ein Drummer, ein Sänger.
  • Uns Saiten-Künstlern fehlt es nicht an Equipment (jaja..typisch.): Jeweils eine 412er Gitarrenbox+Vollröhrentops, unser Bassist einen 8x10er Ampeg Turm
  • Sowohl wir als Band als auch jeder für sich ist mind. fortgeschritten in seinem Bereich, ich würde behaupten wir sind fitte Musiker. Auch unser Drummer hat definitiv einen festen Antritt
  • Wir haben einen quadratischen Raum für uns, ca. 25-30qm. Schalltechnisch sagen wir mal "ok"
Wir brauchen eine PA-Anlage, die nur für den Raum gedacht ist und grundsätzlich erstmal unseren Sänger (Shouter) verstärken soll. Dazu kommt die kleine Problematik, dass unser Drummer gerne die BD mit Triggern verstärken würde (Controllpad und Trigger sind vorhanden).

Wir proben in amtlicher, aber nicht übertriebener Lautstärke. Das unser Drummer sich bzw. seine Bassdrum nicht hört, hat sich zu einem kleinen Problem entwickelt. Wir haben natürlich erstmal an der Lautstärke und dann an der Aufstellung gedreht, leider ohne eine finale Lösung. Eine gewisse Grundlautstärke können wir nunmal nicht unterschreiten und selbst da setzt sich die BD gegen den Rest nicht wirklich durch.

Was wir haben: Ein kleines aber feines Mischpult (passiv), Mikrofon, Drum-Trigger+Pad+Periferie. Wir sind alle keine Schüler mehr, Budget sollte aber irgendwo bei 500-1000€ liegen (kommt jetzt nicht auf 100€ an...).

Wo fangen wir nun an? Grundsatzfrage, aktive oder passive Anlage? Welche Boxen, System mit Subwoofer - gibt es ein gutes Bundle? Weil ich das ganze schon tausendfach durchdacht habe, würde ich nun einfach gerne mal was bestellen und dank Rückgaberecht testen, ob das funktioniert.

Aus Frust wollte sich unser Drummer schon einen eigenen aktiven Lautsprecher holen, um sich selber damit zu verstärken. Das finde ich eher unsinnig, wenn wir eh eine Anlage kaufen wollen, da wir dann BD und Gesang über die PA laufen lassen können, oder? So hat es zumind. in alten Formationen gut funktioniert und wir als Band machen lieber eine gute gemeinsame Anschaffung als zwei kleine.

Ich danke für euer Feedback!

Gruß,
Alex
 
Mr. Bongo
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Wenn eine gut gestimmte Kick (ggf mit Kickpad drauf) nicht mehr gehört wird, seid ihr definitiv irgendwo zu laut - und ich war schon in lauten Bands :ugly:


Es geht ja nur ums "gut hören", also würd ich Subwoofer weglassen. Halbwegs vernünftige 12" - 15" Tops können schon ein bisschen um 100Hz poltern, das reicht an Druck. Es geht eher um die Obertöne und das "Klatsch".
Gebt ihr dem Kick-Mic um 3-6 kHz einen Boost übers Mischpult? Hilft auch bei neuer Anlage :)


Ich würd aktiv kaufen, da sind üblicherweise passend eingestellte Limiter drin, die zumindest einigermaßen Sicherheit gegen versehentliche Zerstörung bieten. Welche, ist da weitgehend egal - es gibt Markenhype und genug andere funktionierende Varianten :)
Persönliche Tendenz: 12" Zweiwege-Tops mit nicht zu kleinem Hochtontreiber. Potenziell geringere Gefahr, dass nerviges Feedback entsteht, weil der Basstreiber nicht so hoch bis zu seiner Grenze spielen muss :rock:
 
Ralphgue
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Mein Senf dazu...

Ich stimme mit @Mr. Bongo überein und rate zu 12/2 er Aktiv, die z.B. einen Stimme wesentlich unproblematischer wie eine vergleichbare 15/2 rüberbringt.
Diese Boxen eignen sich in Verbindung mit einem Subwoofer auch für kleinere Gigs (50-100 PAX)
Vorschläge:
https://www.thomann.de/de/rcf_art_712_a_mk_iv.htm
https://www.thomann.de/de/ev_elx_112p.htm
Der Drummer könnte sich z.B. noch einen Buttkicker (Körperschallwandler) kaufen, der wird am Hocker befestigt und erzeugt Tiefbässe...
https://www.thomann.de/de/fischer_amps_drum_inear_amp_2_bass_pump.htm
 
Rockopa
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Ich denke mal 2x12" Tops werden euer Problem nicht lösen,schon garnicht in dem Preisbereich 2Stück für nen 1000€.
Warum nicht?
Ich denke jetzt nur mal so laut vor mich her.
Wir sind eine klassische "Metalcore"-Band:
O.k
ns Saiten-Künstlern fehlt es nicht an Equipment (jaja..typisch.): Jeweils eine 412er Gitarrenbox+Vollröhrentops, unser Bassist einen 8x10er Ampeg Turm
O.k
Sowohl wir als Band als auch jeder für sich ist mind. fortgeschritten in seinem Bereich, ich würde behaupten wir sind fitte Musiker. Auch unser Drummer hat definitiv einen festen Antritt
Das stellt auch keiner in Abrede.
Ich habe mich schon in dem ein oder anderen Proberaum rumgetrieben und dort auch wenn die Bands es gewünscht haben optimierungen gemacht.
Auch bei Metall Core und lauter.
Problem aller dieser PR ist fast immer das selbe.
Gitarrenboxen stehen auf dem Fussboden.
Jeder Gitarrist stellt seinen Sound so ein das er für sich alleine gespielt top anhört ,dann aber im Zusammenspiel alles im Sound Brei verschwindet.
Das endet fast immer eigentlich immer in einer Lautstärke Orgie.
Ihr spielt in einem 30m² grossen Raum mit Vollröhren Verstärker die laut Aussage aller Gitarristen erst ab einer ohrenbetäubenden Lautstärke so klingen wie Sie klingen sollen.
Mit diesem Equipment haben die (Beatles/Rolling Stones/Status Qou) ganze Hallen bespielt.
Jetzt sollen zwei Boxen im unteren Preissegment gegen diese Lautstärke ankommen?
1 Massnahme jeder dünnt seinen Sound komplett aus und lässt dem anderen seinen Spielraum im Gesammt Kontext.
Wie man das macht kann man sich z.B bei AC /DC anschauen.
Rythmus lässt die Mitte im Frequenzspektrum frei und Melody dreht die Tiefen und die Höhen weg.
Für den Bass lässt man unten natürlich auch noch Platz und für die Obertöne des Bass auch der muss sich aber auch noch mit dem Schlagzeuger arrangieren.
Das ist natürlich nicht in 5 Minuten gemacht und braucht auch immer wieder anpassungen.
Wenn das geschafft ist kann man schon mal ne ganze Schippe leiser machen.
Schalltechnisch sagen wir mal "ok"
O.k heisst aber nicht optimal.
Da ist bestimmt auch noch Luft nach oben.
azu kommt die kleine Problematik, dass unser Drummer gerne die BD mit Triggern verstärken würde (Controllpad und Trigger sind vorhanden).
Das scheint ein Problem vieler Drummer zu sein das Sie ihre eigene BD nicht hören.
Ist aber mit 2 günstigen 12" auch nicht getan.
Drumschhäker /In ear/ eigene Monitorbox können da Abhilfe schaffen.
Ebendso den Drummer hinter Plexiglas/ich wir habe das Stellenweise durchsichtige Streifenvörhänge wie sie in Kühlhäuser gebräuchlich sind benutzt,dann braucht der Drummer aber definitiv
einen Monitor und die Signale aller Bandmitglieder auf diesen.
Ja ich weiss es gefällt nicht wirklich was ich geschrieben habe aber das wäre erst mal die erste Massnahme meiner Wahl.
Unabhängig davon könnt ihr euch natürlich 2x12" Boxen kaufen.
 
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Death-Eule
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Danke erstmal für eure Antworten!

Wenn eine gut gestimmte Kick (ggf mit Kickpad drauf) nicht mehr gehört wird, seid ihr definitiv irgendwo zu laut - und ich war schon in lauten Bands :ugly:

Der Umstand wird noch angegangen. Er ist zwar mit seinem Set vertraut, am Fell und einem Kickpad wird noch optimiert!

Gebt ihr dem Kick-Mic um 3-6 kHz einen Boost übers Mischpult?
Aktuell ist die BD noch garnicht an der Anlage. Da die jetztige Übergangslösung sowieso viel zu unterdimensioniert ist, haben wir das gleich gelassen.

Ich würd aktiv kaufen, da sind üblicherweise passend eingestellte Limiter drin, die zumindest einigermaßen Sicherheit gegen versehentliche Zerstörung bieten. Welche, ist da weitgehend ega

Das klingt plausibel.

Mein Senf dazu...

Ich stimme mit @Mr. Bongo überein und rate zu 12/2 er Aktiv, die z.B. einen Stimme wesentlich unproblematischer wie eine vergleichbare 15/2 rüberbringt.
Diese Boxen eignen sich in Verbindung mit einem Subwoofer auch für kleinere Gigs (50-100 PAX)
Vorschläge:
https://www.thomann.de/de/rcf_art_712_a_mk_iv.htm
https://www.thomann.de/de/ev_elx_112p.htm
Der Drummer könnte sich z.B. noch einen Buttkicker (Körperschallwandler) kaufen, der wird am Hocker befestigt und erzeugt Tiefbässe...
https://www.thomann.de/de/fischer_amps_drum_inear_amp_2_bass_pump.htm

Danke für die direkten Links! Wenn wir noch einen passenden Sub dazu haben wollen würden, wie stellen wir da eine optimale Frequenzverteilung sicher? Also wie passt das zusammen?
 
Ralphgue
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Wenn wir noch einen passenden Sub dazu haben wollen würden, wie stellen wir da eine optimale Frequenzverteilung sicher?
Die jeweilig zu den Boxen passenden Subs (also RCF oder EV) haben eine Frequenzweiche (Tiefpass für den Sub, Hochpass füpr die Tops eingebaut)
Das Mixersignal (Main Out) geht in den SUB, von dort aus via Link Out mit aktiviertem High Pass, Xover u.ä. Schalter zu den Tops, die dann eben erst ab ca. 120Hz spielen.
 
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Hi,

danke für deine Erläuterung, ich gehe hier mal drauf ein:
Gitarrenboxen stehen auf dem Fussboden.
Nein, sie stehen erhöht und zielen Dank Schräge auch auf den Kopf des jew. Spielers. Wir stehen quasi gegenüber unserer Verstärker, die weggedreht vom Drummer stehen.

Jeder Gitarrist stellt seinen Sound so ein das er für sich alleine gespielt top anhört ,dann aber im Zusammenspiel alles im Sound Brei verschwindet.
Das endet fast immer eigentlich immer in einer Lautstärke Orgie.
Nein, eine Abstimmung haben wir bereits vorgenommen.

Rythmus lässt die Mitte im Frequenzspektrum frei und Melody dreht die Tiefen und die Höhen weg.
Für den Bass lässt man unten natürlich auch noch Platz und für die Obertöne des Bass auch der muss sich aber auch noch mit dem Schlagzeuger arrangieren.
Das ist natürlich nicht in 5 Minuten gemacht und braucht auch immer wieder anpassungen.
Wenn das geschafft ist kann man schon mal ne ganze Schippe leiser machen
Leiser geht in Diesem Fall wirklich nicht, weil sonst Becken/Snare zu dominant sind
 
Mr. Bongo
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Dann ist der Drummer sein eigenes Problem
 
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Dann ist der Drummer sein eigenes Problem

Den Zusatz hatte ich gerade noch vergessen: Wir würden alle seine BD gerne lauter hören.
Auch wenn man nun denkt, es liegt am Können bzw. der Spieltechnik, dass BD mit Snare/Becken nicht mithalten kann, würde ich das nicht unterschreiben. Auch mit nur einer Gitarre, nur dem Bass kommt die BD nicht wirklich gut durch.
 
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Möglich auch, dass er zwar auf Becken, Toms und Snare drischt, aber bei Doublebass-Orgien jenseits der 200 bpm, einfach der Saft in den Beinen fehlt...
 
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Wir würden alle seine BD gerne lauter hören.

Die Frage ist halt was man genau von der Bassdrum hören muss und warum. Also wenn man aus Timing-Gründen die Bassdrum hören will, dann brauchts meiner Meinung nach ja keinen Subbass sondern eben mehr Kick. Und der ist definitiv in einem Bereich den jedes Top übertragen kann aber nie und nimmer ein Sub, bei dem ja meist ab 120 Hz Ende Gelände ist. Will man aber das Grummeln unten rum haben, so ist das was anderes, aber dann auch etwas ohne musikalischem Grund. Finde ich zumindest.
Ja und dann gibts da noch das Thema der akustischen Überlagerung, wie schon angesprochen. Will man Bass und Bassdrum separiert hören so muss man das auch dem entsprechen abmischen.
 
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Möglich das sich Bass und BD in die Quere kommen?
Das ist vermutlich auch eine Ursache, an der wir noch weiter arbeiten, aber schon dran sind.
Möglich auch, dass er zwar auf Becken, Toms und Snare drischt, aber bei Doublebass-Orgien jenseits der 200 bpm, einfach der Saft in den Beinen fehlt...
Danke für den Hinweis.
Die Frage ist halt was man genau von der Bassdrum hören muss und warum. Also wenn man aus Timing-Gründen die Bassdrum hören will, dann brauchts meiner Meinung nach ja keinen Subbass sondern eben mehr Kick. Und der ist definitiv in einem Bereich den jedes Top übertragen kann aber nie und nimmer ein Sub, bei dem ja meist ab 120 Hz Ende Gelände ist. Will man aber das Grummeln unten rum haben, so ist das was anderes, aber dann auch etwas ohne musikalischem Grund. Finde ich zumindest.
Ja und dann gibts da noch das Thema der akustischen Überlagerung, wie schon angesprochen. Will man Bass und Bassdrum separiert hören so muss man das auch dem entsprechen abmischen.
Ah, ok! Also es ist kein Timing-Abhängiger Wunsch, wir spielen auch in der jetzigen Situation tight. Für den Drummer ist es natürlich Spielfreude, für uns einfach stimmigerer Gesamtsound.

Ist das Vorhaben denn so unüblich? Ich habe es ehrlich gesagt durch die Bank weg in dem Genre so erlebt, dass mit Triggern im Proberaum gearbeitet wurde.
 

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