Vergleich Bandoneonbass - Melodiebass

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Kann hier jemand Möglichkeiten bzw. Grenzen miteinander vergleichen?
Geht auf dem einen etwas was auf dem anderen nicht geht?
 
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Nur zur Klarstellung: mit Bandonionbass meinst du die linke Seite des Bandonions?
ich bin nur insofern kompetent, dass ich ein Bandonion besitze. Kann es aber nicht spielen.

Das Bandonion ist (in der Regel) wechseltönig, der Melodiebass (in der Regel) Gleichton. Beim Bandonion gibt's halt auch Gleichtonanfertigungen. Beim Melodiebass gibt's m.W. unterschiedliche Belegungen, die aber (in sich) festen Regeln folgen. Das Bandonion hat rechts wie links bis auf wenige ich sag mal "Stammtöne" mMn eine chaotische Belegung. Bd-Spieler sehen das verm. anders :)

Das ist alles, was ich so beitragen kann. Da ist noch viel Platz für die Spezialisten. Vielleicht kannst du ja erste Schlüsse daraus ziehen, Belegungsschemata gibt's zuhauf im Internet/Forum
 
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Ich würde sagen, für Bandoneon arrangierte (komponierte) Stücke greifen sich auf dem Bandoneonbass auch entsprechend "bequem", zumindest ist es gut möglich.
Das gleiche auf dem Melodiebass erfordert mindestens die Kombination von Grund und Melodiebass.
Im Laufe der Progression kann es dadurch sehr ungemütlich werden, weil die eigentlich vorhandene Logik so kompliziert wird, dass man fast genauso blind Griffe üben muss wie auf dem Bandoneon.

Zudem - das wissen wir ja - gibt es auf dem Akkordeon den Knick. Das klingt einfach nicht ganz so homogen wie auf dem Bandoneon.

Chromatiken und andere Leitern, das kannst Du Dir sicher vorstellen, sind auf M3 viel einfacher.

Es ist wie immer - ein Auskenner macht mit guten Ohren auf dem Bandoneon gut klingende und gut zu greifende Musik, die auf anderen Balginstrumenten so gut dann nicht gehen und klingen.

Ich finde auch, dass die linke Bandoneonseite eine sehr sangliche Qualität hat. Manchmal spielen die Solisten lange Strecken nur links, weil es trägt und eine weiche warme Farbe hat.

Ob etwas damit nicht geht?
Das hängt natürlich vom Spieler ab.
Klaus Gutjahr zb. spielt schon immer auch Bach und andere klassische Sachen auf dem Bandoneon und findet das großartig. Ich glaube, das ist eine besondere Leistung, aber eigentlich verschwendete Mühe.
Das Gleiche wird er vielleicht sagen, wenn andere Tango auf dem Akkordeon spielen. :LOL:
 
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Ippenstein
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Die Baßseite eines Bandoneons erstreckt sich je nach Instrument über fast 3 Oktaven. Über die Leichtigkeit des Spielens entscheidet, welches System (ob gleichtönig oder wechseltönig, ob rheinisch oder deutsch) das jeweilige Bandoneon hat. Die gleichtönigen sind etwas einfacher zu spielen. Die wechseltönigen sind je nach Literatur gefälliger zu greifen. Insgesamt ist die Literatur auf einem Converterakkordeon aber im Regelfall leichter zu spielen. Einziger Vorteil beim Bandoneon: Man kann Baßton und Akkord meistens zugleich greifen. Nachteil: Gerade bei den wechseltönigen sind nur wenige Tonarten gefällig zu spielen. Und jede Tonart ist sowieso komplett anders zu greifen. Hier mal ein Klangbeispiel in D-Dur. (Einheitsbandoneon 3/3-chörig)
 
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