Verhalten einer Jaguar bei Hi-Gain sound??

von bengalenwolf, 20.02.06.

  1. bengalenwolf

    bengalenwolf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.06   #1
    hi...

    eine jaguar hat ja einen sehr höhen lastigen, eher kratzigen sound, und ich wollt mal nachfragen wie sich dass dann bei nem modernen distortion verhält..
     
  2. rudemood

    rudemood Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.06   #2
    Ausprobieren?!! Ne Jaguar ist doch keine Gitarre für High Gain Sounds:o

    Das ist so'n bischen wie "Höfner 500/1 gut zum Slappen?";)
     
  3. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 21.02.06   #3
    Hi Gain ist eine Sache des Amps. Da passt nahezu jede Gitarre davor. Alles Andere sind Märchen. Ab einem bestimmten Zerrlevel (voll aufgedrehter DS-2, Rectifier oder was auch immer) spielt die Ausgangsleistung des PUs eh kaum noch eine Rolle, weshalb man kaum noch Unterschiede zwischen HBs, SCs und Gitarrentypen hört. Außer, dass matschige Humbucker dann eben noch matschiger klingen. Das dürfte bei einer Jaguar ja eher nicht der Fall sein.
     
  4. DerOnkel

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    Erstellt: 21.02.06   #4
    Die Tonabnehmer der Jaguar sind aufgrund ihrer Konzeption eher mit denen der Strat zu vergleichen. Für Potis mit 250kOhm und einem Kabel von 7m ergibt sich folgender Variationsbereich für den Tone:

    [​IMG]

    Übertragungscharakteristik Jaguar-PU (Tone 100%, blau, Tone 0, grün)

    Mit einer Resonanzfrequenz von 2,9 bis 3 kHz gehört dieser Tonabnehmer zu den eher brillanten Vertretern (die Strat liegt im Normalfall mit bis zu 3,7kHz noch deutlich höher).

    Die Betonung dieses Frequenzbereiches ist für den verzerrten Betrieb in der Regel ungeeignet und führt zu dem schon beschriebenen "kratzigen" Sound. Ein runterdrehen des Tone wird nicht immer zum gewünschten Ergebnis führen.

    Wenn man den Sound der zugedrehten Tonblende (die grüne Linie=dumpf) nicht braucht, dann kann man durch eine kleine Modifikation Großes erreichen:
    1. Gehe zu einem Elektronikgeschäft und kaufe einen Folienkondensator mit einer Kapazität von 1 nF.
    2. Ersetze den Tonekondensator in der Gitarre durch den neuen Kondensator.
    Das ist dann das Ergebnis:

    [​IMG]
    Übertragungscharakteristik Jaguar-PU mit 1nF Tone-Kondensator

    Bei Tone=0 ergibt sich jetzt eine Resonanz bei 2kHz. Sie ist mit rund 9dB sehr stark ausgeprägt, was sich durch etwas mehr Tone jedoch ausgleichen läßt. 50% (rot) sollte in den meisten Fällen zu einem sinnvollen Ergebnis führen. Der Tonabnehmer hat jetzt in etwa das Übertragungsverhalten eines PAF. (PAF? Klasse, muß ich haben!! ;))

    Diese Modifikation hat einen großen Vorteil: Der alte helle Sound bleibt weiter erhalten!

    Weiter Infos zu diesem Thema sind in Guitar-Letter II zu finden.

    Ulf
     
  5. strat-fan

    strat-fan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.06   #5
    ulf, du bist toll, wenn du das mit deinen bildchen da erklärst blick ichs immer sofort, egal worums geht, warum ist mein physikleher nicht so??^^
     
  6. DerOnkel

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    Erstellt: 21.02.06   #6
    Hmmm... mehrere Gründe fallen mir ein:
    1. Er ist kein Elektroingenieur (dem machen solche Rechnungen Spaß).
    2. Er ist kein Gitarrist (soll es auch geben).
    3. Dieses Teilgebiet der angewandten Physik paßt nicht in den klassischen Oberstufenstoff.
    Die Entscheidung, welches der drei Argumente zieht, bleibt Dir überlassen. :D

    Ulf

    ps: Einer ist mir noch eingefallen: Weil Deine Schule den Onkel nicht bezahlen will. :D:D:D
     
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