Verkabeln und Routing von Drummachine Boss Dr 660 in DAW, Einzelspuren als Midi?

  • Ersteller Ersteller Person
  • Erstellt am Erstellt am
Person

Person

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
20.07.26
Registriert
26.03.21
Beiträge
2.001
Kekse
9.641
Ort
Berlin Xberg
Schönen guten Abend Allerseits

bin hoffentlich im richtigen Subforum gelandet. 2, 3 Fragen

Wie kann man das Dr 660 am besten in den Rechner bekommen?
Mein Interface hat Midi I/O, das 660 ebenfalls. Das 660 hat aber auch Stereo Out und Mono-Out, als Klinke 6,3

1. Ist es besser mit Mono-Out des 660 in das Interface zu gehen (Line-Signal?), oder soll ich besser die Midi-Out benutzen?

2. Routen, keine Ahnung was das wirklich ist :ROFLMAO:, als Samplitude-User, musste ich mich nicht darum kümmern, ich habe einfach die einzelnen Spuren aufgenommen, abgemischt fertig. Jetzt "arbeite" ich mit Waveform (Tracktion), da hat man so eine Wahl, wie man routet, spielt das eine große Rolle? Denn, ich würde gerne die einzelnen Spuren belegen, mit Bassdrum, Snare, Tom, Hihat, etc., damit ich das separat abmischen kann, und im Raum verteilen kann (Pan). Die große Frage wäre, sollte man das so machen, mit einzelnen Spuren?
Vorher habe ich das 660 auf eine Spur gelegt, hier musste ich aber das komplette Arrangement, den Ablauf schon im 660 exakt programmieren, krass viel Arbeit.

3. Kann ich die Aufnahme des 660 als Midi-Datei abspeichern? Ich denke, wenn es über Interface geht, wird es sicher eine WAV, kann man das in Midi umwandeln? Weshalb Midi? ich habe früher solche Sachen mit Fruity Loops gemacht, das ist Pattern-basiert, die Handhabung ist easy, bei WAV muss man schneiden, um Korrekturen zu machen.

Ich hoffe, dass meine Fragen verständlich sind, vielen Dank im voraus.
 

Vorweg, falls Du es nicht mehr hast, hier das Owner manual ... man sieht schon alleine daran, dass das Gerät etwas betagt ist ...


Ein paar Antworten.

2. Routen, keine Ahnung was das wirklich ist :ROFLMAO:, als Samplitude-User
Früher hieß das "verkabeln", "stöpseln", kurz: Du teilst Deiner SW mit, wer wie mit wem verbunden sein soll.


3. Kann ich die Aufnahme des 660 als Midi-Datei abspeichern?
Beim Überfliegen des Manuals sah ich das nicht. Einen USB-Ausgang hat's ja (noch) nicht. MIDI-Daten kannst Du sicher über Dein DAW speichern.


Diese beiden hängen zusammen:
Ich denke, wenn es über Interface geht, wird es sicher eine WAV, kann man das in Midi umwandeln? Weshalb Midi?

1. Ist es besser mit Mono-Out des 660 in das Interface zu gehen (Line-Signal?), oder soll ich besser die Midi-Out benutzen?

MIDI Daten sagen nur, beispielsweise, wann wie lange welche (hier) Schlagfläche gespielt wird. Das ist eher mit einem Notenblatt zu vergleichen ... und das hört man nicht. (Die Fernsteuermöglichkeiten mit MIDI lasse ich hier einmal weg. Siehe zB. S90 ff. im Manual.)

Hören kann man MIDI erst, wenn man sie durch einen Synthesizer schickt; Deiner macht zB Schlagzeuggeräusche. Das Problem dabei ist: es gibt keine Standardzuordnung ... im Grunde kann Jede/r Channels/Kanäle frei verteilen.

Funktional macht der Synthi, ob nun fest verbaut im DR 600, oder wählbar im DAW, das, was ein Orchester mit Noten macht: es spielt sie hörbar.

Würde man das Orchester mikrofonieren, erhälst Du das, was Line Out präsentiert.


Es spricht nichts dagegen, wenn Deine Technik es hergibt, zwei Spuren aufzuzeichnen:
  • eine MIDI Spur für's "Notenblatt" (rein digital)
  • eine Analog-Spur für Line Out (rein analog)
Klingen wird diese MIDI Spur aus dem DAW (fast) nie, wie Line Out vom RD 600 ... dazu müssten beide Synthisyzer im 600 und im DAW exakt gleich arbeiten.

Am "Notenblatt" kannst Du im DAW prinizpiell mit dem MIDI-Editor Änderungen vornehmen, während Line Out halt ein analoger Tonbandmitschnitt bleibt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Man kann ja auch die MIDI Information aus dem 660 in der DAW aufnehmen und dann wieder über den 660 abspielen. Ich kenne die Kiste zwar nicht aber man kann da sicher einstellen, dass da z.B nur die Bassdrum oder nur die Snare am Mono Ausgang ausgegeben wird. Das kann man dann in der DAW wieder als Audio Spur aufnehmen und hat so, nach mehreren Durchgängen jede Trommel, jedes Blech usw auf einzelnen Audio-Spuren. Die kann man dann nach belieben weiter bearbeiten.
oder man verwendet den 660 rein nur als Klangerzeugung, sofern einem dessen Sounds wirklich gefallen. Man spielt die Drums z.B via Midi Keyboard direkt in die DAW als MIDI Spur(en). Und dann kann man wieder wie eben gesagt die einzelnen Instrumente als Audio Spuren aufnehmen.

Wichtig ist dabei sicher, sich erst mal im Klaren zu sein, was man genau von der Kiste haben will. Denn danach richtet sich das weitere Vorgehen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer

  • Ersteller
  • #4
Vielen lieben Dank für Eure Antworten!

Vorweg, falls Du es nicht mehr hast, hier das Owner manual ... man sieht schon alleine daran, dass das Gerät etwas betagt ist ...
danke sehr für Deine Mühe, das Manual hab ich noch, jetzt habe ich es auch Digital (y)
Ja, habe es damals neu gekauft, im Homerecording wird man heute eher auf VST zugreifen, so eine Drummachine ist ja schon oldschool, jetzt ist es nun mal da, ich will mal sehen, was da heute noch so geht
Wichtig ist dabei sicher, sich erst mal im Klaren zu sein, was man genau von der Kiste haben will.
sofern einem dessen Sounds wirklich gefallen.
die Sounds sind eigentlich ok, verwendet habe ich tatsächlich nur die natural-Kits, bzw, die Rock-Kits. Es gibt noch die Jazz-artigen Kits, alles brauchbar, gut möglich, dass man heute Software haben kann, die ein Quäntchen besser klingen.

Einen USB-Ausgang hat's ja (noch) nicht
hat keinen USB, deshalb dachte ich daran, es über das Interface zu schicken, 660 Midi-Out, in das Interface Midi- IN, das Interface stellt dann quasi die fehlende USB zur Verfügung, wenn ich keinen Denkfehler habe.

Weshalb ich Midi-Daten haben will: Wenn man VST oder ein Instrument aus der DAW verwendet, sofern es eine Midi-Datei ist, kann man das in einer Piano-Roll öffnen, kann dann die Pattern, die angezeigt werden, frei verschieben, auch mit einer Velocity-Kurve arbeiten (lauter, leiser), so kenne ich das zB aus Fruity Loops.
Kann ich auch WAV-Dateien in der Piano-Roll öffnen, anzeigen lassen, sie auch so behandeln, wie Midi? Waveform hat eine Piano-Roll-Funktion.
Hören kann man MIDI erst, wenn man sie durch einen Synthesizer schickt; Deiner macht zB Schlagzeuggeräusche. Das Problem dabei ist: es gibt keine Standardzuordnung ... im Grunde kann Jede/r Channels/Kanäle frei verteilen.
Das verstehe ich

Man kann ja auch die MIDI Information aus dem 660 in der DAW aufnehmen und dann wieder über den 660 abspielen. Ich kenne die Kiste zwar nicht aber man kann da sicher einstellen, dass da z.B nur die Bassdrum oder nur die Snare am Mono Ausgang ausgegeben wird. Das kann man dann in der DAW wieder als Audio Spur aufnehmen und hat so, nach mehreren Durchgängen jede Trommel, jedes Blech usw auf einzelnen Audio-Spuren. Die kann man dann nach belieben weiter bearbeiten.
verstehe ich nicht so recht. Ich könnte über Line die einzelnen Trommeln und Becken einfach in einzelne, separate Spuren legen, sie dann nach belieben vervielfältigen, verschieben, etc. Meinst Du das? Das wäre aber eine WAV, was im Prinzip auch nicht anders zu handhaben ist, wie wenn man Midi in einer Piano-Roll öffnet.
oder man verwendet den 660 rein nur als Klangerzeugung, sofern einem dessen Sounds wirklich gefallen. Man spielt die Drums z.B via Midi Keyboard direkt in die DAW als MIDI Spur(en). Und dann kann man wieder wie eben gesagt die einzelnen Instrumente als Audio Spuren aufnehmen.
ist das nicht die selbe Vorgehensweise wie oben? Ich kann das 660 über Line (in das Interface) in einen Kanal schicken, in die DAW, das ist aber wieder eine WAV-Datei.
Den Umweg über Mid habe ich nicht kapiert, sorry, wenn ich mich jetzt blöd anstelle.

Vielen Dank Euch Beiden
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Vielen Dank Euch Beiden
Gerne :cool:


es über das Interface zu schicken, 660 Midi-Out, in das Interface Midi- IN, das Interface stellt dann quasi die fehlende USB zur Verfügung, wenn ich keinen Denkfehler habe.
Das kommt auf "das Interface" an. Schreib' doch einfach 'mal dazu, welches das ist, und auch, welches DAW Du verwendest.


Kann ich auch WAV-Dateien in der Piano-Roll öffnen, anzeigen lassen, sie auch so behandeln, wie Midi? Waveform hat eine Piano-Roll-Funktion.
Wohl eher nicht ... ?

ch könnte über Line die einzelnen Trommeln und Becken einfach in einzelne, separate Spuren legen, sie dann nach belieben vervielfältigen, verschieben, etc. Meinst Du das? Das wäre aber eine WAV, was im Prinzip auch nicht anders zu handhaben ist, wie wenn man Midi in einer Piano-Roll öffnet.
Tja, wie wäre dieses hier, um Deine Möglichkeiten noch mehr zu erweitern?
  • über Line Out von jeder Schlagfläche des Dr 600 genau einen Schlag aufnehmen (.wav, Recorder, DAW etc.)
  • mit Hydrogen ein eigenes Schalgzeug anlegen (http://hydrogen-music.org/screenshots/)
  • die eben aufgenommenen Schnipsel den Instrumenten zuordnen (ist im Grunde ein Sampler)
Damit wärst Du vom Dr 600 als Hardware frei geworden. Statt in einer MIDI-Roll legst Du in Hydrogen Deinen Drum-Song an, was im Grunde eine Abfolge von Pattern wird (die dann eben wie mit Deinem Dr 600 klingen werden).

Hydrogen kann daraus dann auch MIDI exportieren, habe ich aber noch nicht versucht. Export als .mp3 , .wav etc.geht sowieso.

Hier ein Beispiel, das ich einem der BR-80 Pattern nachempfand:

1774554840120.webp


Und hier ein komplexeres:
  • Paradiddle zwischen HH und Kick, in 2 Varianten
  • dann jeweils Snare- und Bell-Varianten hinzugenommen
1774554924024.webp
 
  • Interessant
Reaktionen: 1 Benutzer
  • Ersteller
  • #6
Das kommt auf "das Interface" an. Schreib' doch einfach 'mal dazu, welches das ist, und auch, welches DAW Du verwendest.
Interface ist das Mackie Producer (hat Midi In/Out), DAW ist Waveform 12 Pro.

Tja, wie wäre dieses hier, um Deine Möglichkeiten noch mehr zu erweitern?
aber Ja! Ich wollte noch im Eingangspost schreiben, dass es eigentlich nur darum geht dieses Gerät (660) noch weiter nutzen zu wollen, da es praktisch neuwertig ist. Hab ich aber doch nicht, in der stillen Hoffnung, dass doch eine Software-Lösung vorgeschlagen wird :)
jedenfalls, vielen Dank, das sieht gut aus, das werde ich sicher mal runterladen. Das Hydrogen ist sowas wie ein Sampler, dass das 660 doch noch brauchbar macht.
Das Waveform Pro hat auch Drums integriert, muss mich da noch ransetzen. Das Hydrogen sieht jedenfalls gut aus.

Super, vielen Dank!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
  • Ersteller
  • #8
oder man verwendet den 660 rein nur als Klangerzeugung,
muss nochmal nachhaken. Du meinst, das 660 kann die gleiche Funktion eines Midi/Masterkeys haben? Mit dem Umweg über das Interface, über Midi/IN-Out. Bedeutet, ich verbinde das 660 an das Interface, Interface an den Rechner. Vllt wurde das schon gesagt, ich habs nur nicht kapiert, ob ja oder nein :redface:
 
Verbinde:

a) DR 660 Midi Out --> Soundkarte Midi In
b) DR 660 Midi In <-- Soundkarte Midi Out

Du musst im DR 660 und im DAW einstellen, auf welchem Midi channel (meistens 1-16) die Kommunikation laufen soll.

Mit a) kannst Du Mididaten in Deinen DAW einspielen und aufnehmen, wenn Du auf den pads spielst (falls das im DR 660 so vorgesehen ist), mit b) kannst Du die Sounds auf Deinem Dr 660 mit der Midispur im DAW abspielen. Den DR 660 habe ich nicht, aber jedes Gerät, das Midi I/O hat, kannst du so mit Deinem DAW koppeln und von dort ansteuern.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
  • Ersteller
  • #10
Danke! Kapiert, Kekse hab ich auch noch
 

Ähnliche Themen

b-saite
Antworten
3
Aufrufe
5K
Ingo Ladiges
I
×
Dir gefällt Musiker-Board.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!
Affiliate/Werbung
pro snake
TPM 10
11 €
Jetzt kaufen
Zurück
Oben