Verständigungsproblem "Pentatonik"

von Rabauke_rockt, 06.09.07.

  1. Rabauke_rockt

    Rabauke_rockt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.07   #1
    Hallo Leute,

    zur Zeit gehe ich mit meinem Gitarrenlehrer das Thema Pentatonik durch, bzw. haben wir damit angefangen. Nun habe ich aber ein absolutes Verständigungsproblem. Auch beim durchlesen mehrere Beitrage zu diesem Thema kam ich mehr und mehr durch einander. Also nun zu dem was ich glaub ich verstanden habe:

    - es gibt 5 verschiedene Fingersätze die auf dem Griffbrett verteilt sind
    - jeder Fingersatz hat seine Grundtöne
    - ich kann die 5 Fingersätze verschieben

    So nun denn zu dem was ich absolut nicht kapiere:

    Welche Grundtöne gehören zu welchen Fingersatz ?
    Wann spiele ich den Fingersatz und wann den anderen ?
    Woher weiß ich welche Fingersatz ich anwenden muß und welche Bezeichnung haben diese wenn gesagt wird "spiele bitte die E-Typ Pentatonik beginnend bei dem Grundton D" ????

    Also anhand meiner Fragen seht ihr das ich total durcheinander bin...da ich nicht bis nächste Woche warten möchte bis mir mein Lehrer nochmal alles erklärt wollte ich mir gerne jetzt Klarheit verschaffen.

    Danke schonmal jetzt für eure Hilfe...
    mehrere Fragen zu dem Thema folgen :)
     
  2. Maggisus

    Maggisus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.07   #2
    Lies dir das mal hier durch. Ich denke damit bist du bestens bedient.

    Mfg
     
  3. Rabauke_rockt

    Rabauke_rockt Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.07   #3
    Sehr schön danke,

    hab mich mal durchgeackert, aber irgendwie hab ichs immernoch nicht kapiert, ich versteh die logik einfach nicht...sorry...

    Ich komm einfach nicht dahinter :screwy:
     
  4. domi89

    domi89 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.07   #4
    also der jeweilige Grundton bestimmt die Tonart, in jeder Lage gibt es den Grundton irgendwo, die Skalen " verschiebst " du wenn du in einer anderen Tonart spielen willst bsp:


    A- pentatonik: Grundton( Startton für melodielinie) A

    e--------------------------------------------5--8
    h------------------------------------5---8-----
    g--------------------------5---7----------------
    d-------------------5---7-------------------------
    a-----------5--7------------------------------
    e---5--8-------------------------------------

    hier ist das A im fünften bund Grundton , also A moll Pentatonik

    wenn du E- moll pentatonik spielen willst verschiebst d.h spielst das ganze mit dem grundton im 12. bund weil dort der Ton E liegt:

    e----------------------------------------------------12-15--
    h------------------------------------------12--15-------------
    g--------------------------------12-14-----------------------
    d--------------------12-14----------------------------------
    a-----------12-14--------------------------------------
    e--12--15---------------------------------------------
     
  5. St.Ray

    St.Ray Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.07   #5
    Die Fragestellung selbst ist etwas verwirrend, daher beginne ich nochmal von vorne: Es gibt immer nur einen Grundton. Bei einer A-Pentatonik wäre das - oh Wunder - das A. In jedem Fingersatz (hast du die schon gelernt?) kommt das A mehrfach vor. Undzwar in verschiedenen Oktaven. Im ersten Fingersatz z.b. liegt das A auf dem 5.Bund der E-Saite, auf dem 7. Bund der D-Saite und auf dem 5. Bund der hohen e-Saite.
    Der Grundton ist der Namensgeber der Tonart.

    Einfach gesagt: Nach belieben. Die 5 Töne der Pentatonik (in A-Moll sind das z.B. A, C, D, E, G) bleiben ja immer gleich. Einzig der Tonraum in dem du dich bewegst, also die Oktave, verändert sich.
    Natürlich entlockt man den verschiedenen Fingersätzen meist andere Melodien, da sie anders aufgebaut ist und man andere Muster eher spielt. Da muss man sich aber am Anfang keine Sorgen drüber machen.

    Die Fingersätze werden als Lagen oder Pattern bezeichnet. Wie die aussehen siehst du in den Lessons hier: http://www.blueslessons.de/index.php?option=com_content&task=view&id=125&Itemid=67
    ("Pattern 1" bis "Pattern 5")


    "spiele bitte die E-Typ Pentatonik beginnend bei dem Grundton D"

    Gemeint ist dann meistens, dass du auf dem D auf der E-Saite beginnen sollst. (auch wenn ich eine solche aufforderung noch nicht gehört habe ;))
    Das heißt du suchst dir das D auf der E-Saite (10.Bund) und schaust in welchen Pattern du dich befindest und spielst es. In diesem Fall würde ich dann die 5. Lage spielen:

    e------------------------------------------10--12
    H---------------------------------10--12---------
    G--------------------------9--12-----------------
    D-------------------9--12------------------------
    A----------10--12--------------------------------
    E--10--12----------------------------------------
     
  6. Rabauke_rockt

    Rabauke_rockt Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.07   #6
    Ja habe ich gemacht... kann die schon

    ich könnte aber auch die 3 oder 4 Lage spielen oder ? Hab ich das richtig verstanden oder kann ich nur wirklich die Lage spielen die dort an dieser Griffposition ist ?

    Welche Lage spiele ich wenn ich z.B. mir den Grundton C auf der A-Seite nehme ? Oder wenn wenn ich mir auf der D Seite den Grundton G nehme ? Ich versteh irgendwie nicht den zusammenhang...

    Ich mach mal ein Beispiel... also ich habe eine Akkordreihenfolge von nehmen wir mal D-A-G.

    Darauf will ich halt solieren..mittels Pentatonik...

    also würde ich mir jetzt den Grundton D auf dem Griffbretsuchen und zwar möchte ich gerne mit dem D auf der H-Seite Anfangen....

    So Was spiele ich jetzt... Welche Pattern verwende ich oder kann ich alle verwenden ? oder kann ich nur das Pattern verwenden was auf dem Griffbritt an dieser Position vorliegt (huch, hoffentlich versteht man mich ;))

    Die Tonart währe also D... Muß ich jetzt wissen welche Töne dazu gehören um dann das entsprechende Pattern zu bestimmen ....

    Sorry irgendwo hab ich einen Denkfehler oder ich bin einfach zu blöd das zu kapieren...:)
     
  7. St.Ray

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    Erstellt: 06.09.07   #7
    Wie gesagt, du kannst jedes Pattern verwenden, solange du in der D-Pentatonik bleibst. Denn letztendlich liegen in allen Lagen die selben 5 Töne vor, nur in verschiedenen Oktaven. Das heißt jeder Ton in jeder Lage der D-Penatonik passt über die Akkordfolge.
     
  8. Rabauke_rockt

    Rabauke_rockt Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.07   #8
    Ok und das heißt was ? Sieht die anders aus als G-Pentatonik oder C-Pentatonik ? worin besteht der Unterschied ?

    Sorry ist bestimmt ne blöde Frage bin aber noch Anfänger :o
     
  9. St.Ray

    St.Ray Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.07   #9
    Stell dir die erste Lage vor. Wenn du eine G-Moll Pentatonik spielen willst startest du diese auf dem 3. Bund der E-Saite (dem G):

    e--------------------------------3--6----------------
    H--------------------------3--6----------------------
    G--------------------3--5----------------------------
    D--------------3--5----------------------------------
    A--------3--5----------------------------------------
    E--3--6----------------------------------------------

    Die anderen Lagen setzten sich dann darunter fort.


    Bei einer C-Moll Pentatonik startest du die erste Lage auf dem C der E-Saite. Das befindet sich auf dem 8. Bund.
    Du merkst, um von der G-Moll auf die C-Moll Pentatonik zu kommen hast du die 5 Lagen, den ganzen Apparat, um 5. Bünde verschoben. Die Reihenfolge der Pattern bleibt gleich. Nur die 5 Töne ändern sich.
     
  10. Rabauke_rockt

    Rabauke_rockt Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.07   #10
    ich könnte hier aber auch

    e--------------------------------3--5----------------
    H--------------------------3--5----------------------
    G--------------------2--5----------------------------
    D--------------2--5----------------------------------
    A--------3--5----------------------------------------
    E--3--5----------------------------------------------

    spielen das ist egal ? es bleibt trotzdem G-Moll Pentatonik ?
     
  11. legumo

    legumo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.07   #11
    Ich denke, die Lösung zu deinen Fragen ist hier hier super beschrieben. Hier sind die Grundtöne farbig gekennzeichnet, so dass du dir jedes erdenkliche Pattern heraussuchen kannst. Ich hab's damit jedenfalls begriffen.
     
  12. St.Ray

    St.Ray Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.07   #12
    Ne, das sind doch ganz andere Töne. Nämlich A C D E G und das ist die A-moll Pentatonik.

    Eine G-Pentatonik besteht aus den Tönen: G, A#, C, D, F#



    Stell dir dir 5 Lagen der A-Moll-Pentatonik als Ansammlung von alles A's, C's, D's, E's und G's vor, die es auf dem Griffbrett gibt. Vielleicht findest du so den Zugang.
    Die Pattern sind im Grunde nur Muster, die die 5 Töne möglichst ergonomisch zusammenfassen. Das heißt in welcher Lage du spielst ist eigentlich völlig egal (die oktaven außer acht gelassen). Du spielst immer nur 5 Töne die auch immer passen wenn sich die Tonart der Begleitung nicht ändert.
     
  13. Saracan

    Saracan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.07   #13
    Nein, das was du da aufgeschrieben ahst, sit eine Lage der A-Moll-Pentatonik.

    ACHTUNG: Was jetzt folgt, entbehrt sämlichem Musiktheoretischen Hintergrund; Ich bin nur Autodidakt. Ergo kann ich nur sagen, wie ich es gelernt habe; ich bin mir recht sicher, dass es richtig ist, aber jemand, der dasgelernt hat, kann das wohl ausführlicher und mit mehr musitheoretischem Hintergrund erklären.

    Wenn du versuchst, dir das grafisch vorzustellen, besteht jede Lage der Pentatonik aus zwei "Linien". In der ersten Lage z.B, das ist die, bei der der Grundton mit dem zeigefinger auf der E-Saite gegriffen wird, ist die vordere Linie alles, was du mit dem Zeigefinger greifst, also alle Töne im 3. Bund; und die hintere Linie ist das, was du mit Ring- und kleinem Finger greifst.

    Hier siehst du das ganze nochmal als Bild; Die Lage wird hier als Position ("Pos") bezeichnet. Wenn du eine Position höher gehst, wird das, was die "hintere" Linie war, zur vorderen Line; und umgekehrt genauso. Dabei gehören alle "Lagen" zur gleichen Pentatonik (hier: G-Moll). Anzumerken sit noch: wenn du in der obersten Lage angekommen bist, also der 5. Lage, dann kannst du die 1. Lage wieder anhängen; Der Fingersatz der 1. Lage, Zeigefinger im 3. Bund, nur, dass du den zeigefinger jetzt eine Oktave/12 Bünde höher hast, also im 15. Bund. Und genauso kannst du unterhalb der ersten Lage wieder die 5. Lage anhängen, und darunter wieder die vierte, und so weiter.

    Wenn du jetzt nicht G-Moll, sondern A-Moll spielen willst, dann verschiebst du das ganze Griffmuster. Die erste Lage beginnt im 5. Bund, nichtmehr im dritten, da ja der Grundton nichtmehr G ist, sondern A. Alle anderen Lagen werden genauso zwei Bünde hochgeschoben, da ja die "vordere" Reihe einer Lage die "hintere" Reihe der darunterliegenden Lage ist...

    Zu deinem Griffmuster: Wenn du mit dem Fingersatz in G-Moll spielen wolltest, sähe das wie folgt aus:

    e--------------------------------1--3----------------
    H--------------------------1--3----------------------
    G--------------------0--3----------------------------
    D--------------0--3----------------------------------
    A--------1--3----------------------------------------
    E--1--3----------------------------------------------

    Der Gedanke der verschiedenen Lagen (vermute ich): Man hat zwar in einer Lage alle Töne der Pentatonik; aber eben nur über 2 Oktaven. Die gleichen Töne sind an anderen Stellen auf dem Griffbrett nocheinmal; sie gehören ja immer noch zur Pentatonik. Die "Lagen" sind also eine Orientierungshilfe, wie man weiterspielen kann, wenn man den Finger X grad im Bund Y hat. Ist man z.B mit dem Zeigefinger im 10 Bund auf der E-Saite, hat man auf jeder Saite zwei weitere Töne, die man erreichen kann, ohne die Hand zu bewegen ;)

    Soviel von mir, ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

    EDIT: Tja, zu langsam; sollte nicht versehentlich drei mal meinen halben Beitrag löschen :D Der Link von legumo enthält das, was ich geschrieben habe, im Grunde auch, nur möglicherweise besser erklärt ;)
     
  14. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.07   #14
    Rabauke, mache es dir einfach, nimm die Muster/Pattern (inkl der root notes!) und eine Übersicht über die Noten auf dem Griffbrett und vergleiche (!) Hört sich simpel an, aber du wirst beim anschauen der Notenübersicht bereits feststellen das die Notenverteilung ein klares Muster ist wo es bei Scalen reicht eine root note zuzuordnen, der Rest stimmt dann auf Anhieb. Was du lernen solltest wären die Noten auf dem Griffbrett, die Grundtöne und die dazugehörenden Scalen, wurscht ob Pentatonik oder eine andere.
     
  15. Rabauke_rockt

    Rabauke_rockt Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.07   #15
    Heureka !!! jetzt hab ich es geschnallt !!!:great:

    Danke Saracan Beschreibung ist bei mir nu der Groschen gefaln, pfuuuu das hat ja lange bei mir gedauert:great:

    Mein Denkfehler lag daran das ich die einzelnen Pattern nicht im gesamten gesehn hab sondern als einzelne Teile, die ich an beliebger stelle verschiieben kann also so wie ein Mix soll heißen

    ich suche meinen Grundton und nehme mal G-Moll

    ich würde z.B. Pattern I pielen vom Gruindton an und hätte dann einfach gleich beim nächsten Grundton auf der D seite Pattern 5 gespielt !!! statt Pattern II o. halt Papptern I wieder !!!!

    Ich muß also alle Pattern verschieben und nicht mal die nehmen und dann mal die.. und dann ist es auch logisch das die Töne innerhalb der entsprechenden Pentatonik gleich sind !!!

    Danke für eure Hilfe !!!!
    :great::great::great::great::great::great::great::great:
     
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