Vibrato Übung ohne Geige?

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Spinshot
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Hallo zusammen,

ich habe meine Geige erst seit 3 Wochen, aber ich schaffe es kaum, sie aus der Hand zu legen... Nachdem ich die ersten Stücke spielen kann, fehlt mir ein schöner Vibrato-Sound, bei langen angenehmen Tönen. Bisher habe ich es leider nur geschafft, diesen über den Bogen zu erzeugen.

Daher kurze Frage zum Vibrato aus dem Handgelenk:
Kann mir jemand eine Übung empfehlen, wie man das Vibrato auch ohne Geige üben kann? Also als reine Finger/Handgelenkübung? Gern auch mit Hausmitteln, wie z.B. einer Fernbedienung in der Hand? Die Bewegung ist etwas unnatürlich und ich schaffe es nicht, den Vibrato rein aus dem Handgelenk zu erzeugen. Der Ellenbogen geht immer mit, was zum einen den Bogenstrich stottern lässt und sich zum anderen auch im Arm nicht wirklich gut/gesund anfühlt.

Vielen Dank!
 
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robbert
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Dafür, dass du deine Geige noch nicht mal eine Woche hast, bist du ganz schön flink. ;)
Ohne Geige würde ich kein Vibrato üben; mal ganz davon abgesehen, dass das noch viel zu früh ist.
Zu Mietwohnungszeiten habe ich öfter die Geige im Sitzen in die Hand genommen, den linken Ellenbogen auf einer Sessel- oder Sofalehne aufgestützt und Finger- und Vibratoübungen gemacht.
 
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dubbel
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Kann mir jemand eine Übung empfehlen, wie man das Vibrato auch ohne Geige üben kann?
das klingt vielleicht verrückt, aber warum nicht MIT Geige üben?

ernsthaft: vibrato ist ja nicht nur reine Mechanik, reines herumwedeln der finger, sondern das ist eine Wechselbeziehung zwischen Ohr, Finger und Saite.
ohne Saite/griffbrett/instrument zu üben erscheint mir nicht sinnvoll, es geht ja eben darum, das wechselseitige aufeinander Einwirken zu lernen.
 
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Spinshot
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@robbert Auf der chinesischen e-gitarre in Form einer E-Geige konnte ich ja auch schon seit dem 17.12. vorglühen :D:D:D

Bitte nicht falsch verstehen, das soll sich jetzt nicht so anhören, als sei ich nach 3 Wochen ein Virtuose an der Violine. Jeder lernt auf unterschiedliche Art und Weise unterschiedlich effizient und für mich ist es derzeit am wichtigsten im Kopf zu verankern, welcher Ton sich klanglich wo auf dem Griffbrett befindet und diesen so zu treffen, dass er sich in meinem Stadium akzeptabel und nicht schief anhört. Mich hat das Instrument wirklich angefixt und ich spiele so oft ich kann. Um das Griffbrett schneller in die Birne zu kriegen, lese ich derzeit meistens nur den ersten Ton vom Notenblatt und versuche mich dann nach Gehör durch den Song zu tasten - Und mit "Song" meine ich in den letzten Tagen überwiegend einfache Weihnachtslieder. Und selbst da wäre es schön, wenn man bei den langgezogenen Tönen ein Vibrato hören könnte :rock:

Ich hatte gehofft, dass es eine Alternative/Einstiegsübung ohne Geige gibt, um entsprechende Sehnen und Muskeln fürs Vibrato zu stärken und andere wiederum zu entspannen. Die Situation mit dem Ellenbogen, der aktuell noch mitgeht und kein Vibrato erzeugt, fühlt sich echt nicht so an, als ob es dauerhaft gesund wäre. Schwer zu beschreiben, also nicht verkrampft oder sowas, sondern einfach irgendwie körperlich nicht empfehlenswert. Liegt aber vielleicht auch nur daran, dass es eine ungewohnte Bewegung ist. Aber ich werde gern euren Rat befolgen und mit Geige weiterüben. Hoffentlich legt sich das komische Gefühl ab einer gewissen Anzahl an Wiederholungen.

PS. Da ich meine Entwicklung am Instrument festhalten werde, gibts um den 17.01. herum die erste musikalische Kostprobe :rofl:
 
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Ich kann dich verstehen, dass du schon gerne mit Vibrato spielen möchtest. Allerdings ist es tatsächlich ein relativ großer Schritt.
Anfangs habe ich gelernt alle Finger fein säuberlich an der richtigen Position aufzusetzen und dann tunlichst liegen zu lassen, damit die Töne weiterhin an der richtigen Position sitzen wenn ich z.B. die Tonleiter oder Melodie wieder abwärts spiele.
Als ich dann das Vibrato beigebracht bekam, sollte ich die nicht benötigten Finger wieder abheben, da das Vibrato viel einfacher ist wenn man nur noch den Finger aufgesetzt hat, mit dem man vibriert.
Obwohl es eigentlich zu früh ist, habe ich heute trotzdem eine kurze freie Minute dazu verwendet ein Video aufzunehmen und das Vibrato und eine eventuelle Übungsmöglichkeit zu zeigen und zu erklären.
Ich habe es gerade geschnitten und in YouTube hochgeladen.
Beiß dich aber bitte nicht zu sehr rein und übe erstmal die Töne an die richtige Stelle zu platzieren. Die Intonation ist viel wichtiger als ein Vibrato.
Trotzdem ist es vielleicht hilfreich zu sehen wie du die Haltung locker hinbekommen könntest und wie das Vibrato zumindest bei mir gut funktioniert und worauf ich dabei achte.

Viel Spaß beim Anschauen!


 
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Spinshot
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Danke @GeiGit :great: ! Das Video bzw. die Perspektive hilft ungemein. Mein Problem war scheinbar, dass ich die Geige nicht ausreichend mit dem Kinn fixiert habe und die Fixierung über den Daumen erreichen wollte. Dein Video + das nachfolgende Youtube Video haben geholfen, um zumindest schonmal eine klangliche Veränderung beim langsamen Vibrato feststellen zu können. Jetzt heißt es üben :)



Seit heute habe ich allerdings ein neues Problem :D Scheinbar sind Geige + Dämpfer und Geige ohne Dämpfer zwei unterschiedliche Instrumente. Ich hab gestern zum ersten mal durchgängig ohne Dämpfer gespielt und die Geige reagiert viel sensibler auf die Kontaktstelle vom Bogen. Meine A-Saite hat ohne Dämpfer nur gequitscht, bis ich festgestellt habe, dass ich mit dem Bogen etwas zu nah am Steg bin. Funfact: Nachdem ich das quietschende A korrigieren konnte, hört sich auch mein Dämpferspiel derzeit katastrophal an, was mir gestern ziemlich die Laune verhagelt hat. Ich werde daher meinen Übungsstil anpassen und zum Warmwerden den Dämpfer aufsetzen und dann zum Ende zwingend noch ohne Dämpfer fideln.
 
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Schön, dass dir das Video hilft!
Manches kann man einfach nicht "nur" beschreiben, das muss man sehen, denn die Details sind wichtig.
Zum Thema: Wo sollte der Bogen denn streichen? Da siehst du ja bei mir teilweise im Video und auch in anderen Videos, dass der Bogen schon einen gewissen Abstand vom Steg haben sollte.
2cm-Abstand wäre so das Ziel, also eigentlich genau zwischen Steg und Griffbrettende. Du solltest nicht groß über das Griffbrett abdriften, da wird der Ton dann leise und unartikuliert. Je näher am Steg du streichst, umso lauter und prägnanter wird der Ton, braucht aber mehr Druck, mehr Kollophonium und mehr Streichgeschwindigkeit. Sonst bricht der Ton ab und es entsteht das Quitschen.

Natürlich beeinflusst der Dämpfer die komplette Ansprache der Geige. Deshalb spricht auch eine leichtere, weniger massive und schwingungsfreudigere akustische Geige viel leichter an als eine schwerere "billige" oder auch eine E-Geige.

Es braucht eben viel Übung all diese Dinge herauszufinden. Da hilft ein Lehrer ungemein. Genau für solche Dinge ist er wichtig. Nicht ohne Grund hab ich dir das schon im anderen Thread geschrieben.
Und wie gesagt: Für diese grundlegenden Dinge ist es total egal welche Stücke, Lieder, Musikrichtung der Lehrer kann und bevorzugt. Ich habe das Geigenspiel mit reiner Klassik gelernt und spiele heute frei improvisiert in mehreren Bands meiner Kirchengemeinde. Ohne Basics und passende Haltung und Technik, wäre mir das so nicht möglich.

Du hast mich, meine Haltung und mein Spiel ja jetzt auch "nur" über eine Webcam gesehen und es hat dir geholfen. Unterricht ist heutzutage trotz allem auch online möglich. Meine Eltern zahlten früher jahrelang 120DM/Monat für meinen Einzelunterricht. Das ist letzten Endes viel mehr, als der Wert von so manchem Instrument, bringt aber viel und hat sich gelohnt.
 
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das klingt vielleicht verrückt, aber warum nicht MIT Geige üben?

ernsthaft: vibrato ist ja nicht nur reine Mechanik, reines herumwedeln der finger, sondern das ist eine Wechselbeziehung zwischen Ohr, Finger und Saite.
ohne Saite/griffbrett/instrument zu üben erscheint mir nicht sinnvoll, es geht ja eben darum, das wechselseitige aufeinander Einwirken zu lernen.


Ich bin kein Freund von frühem Vibratolernen. M.E. sollte man erst und sicher sauber intonieren können, bevor man mit Vibrato anfängt. Vibrato verlockt zu unsauberem Spiel.
 
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Bernhard Hiller
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Fängt man bei der Geige wirklich schon früh mit dem Vibrato an, im Vergleich zum Cello, wo es nach der Vierten Lage eingeführt wird?

Vibrato verlockt zu unsauberem Spiel
Darüber haben wir im Thread "Streicher werden im Erwachsenenalter" auch gelästert.
 
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Spinshot
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Naja, ich finde das Thema "Wann sollte man etwas lernen" grundsätzlich eher schwierig - grundsätzlich individuell und absolut relativ. Das hängt aber sicherlich auch damit zusammen, wo man hin will. Mir persönlich macht das Fideln unheimlich viel Spaß und ich spiele jeden Tag 1-2 Stunden. Das relaxt mich. Trotzdem finde ich es spannend verschiedene Dinge bereits jetzt auszuprobieren und zu lernen. Ich strebe allerdings keine Karriere in der Elbphilharmonie an :)

Das Thema Geige ist in meinen Augen extrem klassisch, traditionell und in verschiedenen Teilen leider auch oft altmodisch angehaucht, wenn es um den Lernprozess geht. Es gibt für den Anfang mehr "Regeln", als mir persönlich für ein Instrument lieb ist. Das ist vermutlich auch der Grund, warum ich keine Lust auf Unterricht habe und nur vereinzelt Stunden buchen werde, wenn ich explizit in bestimmten Bereichen nicht mehr weiter komme. Ich habe z.T. das Gefühl dass es mehr um die Einhaltung von Regeln geht, als um das tatsächliche Spiel. Ich habe auf Youtube sogar einen "Geigenlehrer" gefunden, der nicht in der Lage war, eine C-Dur Tonleiter sauber intoniert zu spielen und erzählt hat, das "sei normal, dass man nicht jeden Ton trifft, muss man ja auch nicht" - Das passt für mich persönlich ins Gesamtbild der vielen Regeln *Achtung Sarkasmus* : Hauptsache alle Winkel für Geigenhaltung, Bogen und Strichgeschwindigkeit waren nach Lehrbuch :D

Mein Credo für die Geige lautet: Das Spielen, was einem Spaß macht und die Motivation aufrecht erhält. Aber dazu gehört mMn auch, dass man für sich selbst weiß, wie man am besten und schnellsten lernt und Fortschritte macht. Und natürlich, dass man sich versucht neutral zu reflektieren, in welchem Bereich man beim Spielen erhebliche Schwächen hat. Und davon habe ich derzeit auch mehr, als ich gern hätte :) Aber ich bleibe dran und werde weiter üben und üben und üben.

Ausprobieren ist für mich der Weg herauszufinden, wo ich mich im Entwicklungsstadium befinde. Dass es Stücke oder Techniken gibt, die in meinem Stadium noch nicht ansatzweise adäquat spielbar sind, habe ich ziemlich schnell auf der Suche nach einem neuen Lied zum Üben herausgefunden :) Pauschal zu sagen, wann der richtige "Termin" dafür ist, empfinde ich allerdings als ziemlich altmodische Sicht auf die Dinge. Woher soll ich wissen, ob ich bereit bin, wenn ich es nicht ausprobiere? Es hat jetzt knapp 2 Wochen gedauert, bis ich in der Lage war, ein langsames Vibrato mit dem Mittelfinger auf D zu spielen. Mit den anderen Fingern klappt das noch überhaupt nicht, weil mein Bogenstrich bei den anderen Fingern anfängt zu stottern :D Das hätte ich allerdings nicht erfahren, wenn ich es nicht ausprobiert und geübt hätte.

Ich habe in Videos und auch in anderen Foren ebenfalls eine Fülle von ganz strengen Vorgaben für das Lernen des Geigenspiels gesehen. Ich weiß nicht warum, aber das erinnert mich an eine alte Szene, in der sich David Garrett verkleidet hat und an einem Vorspielen in einer Klassik-Akademie teilgenommen hat. Dabei wurde ihm mehr oder weniger absolute Unfähigkeit attestiert :) Als er die Perücke abgenommen hat, ist den Juroren vor Scham die Kinnlade ziemlich weit nach unten gerutscht :)
 
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GeiGit
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Klar gibt es verschiedenste Herangehensweisen etwas zu lernen.
Und wenn gerade großes Interesse an Vibrato besteht, kann und darf man sich damit beschäftigen. Deshalb hatte ich ja auch dieses Video für dich erstellt, obwohl ich wusste, dass es noch relativ früh ist.
Aber Übung macht den Meister und für mich ist mein Vibrato tatsächlich einer der essentiellen Bausteine "meines Tons". Ohne klinge ich völlig anders.
Ich spiele bei uns in der Gemeinde ja in der Lobpreisband ab und zu Geige wenn ich nicht gerade den Ton mische, an einer der Kameras stehe, oder den Bildschnitt und das YouTube-Streaming mache.
Auf jeden Fall begleite ich da sehr viel auch mit getrageneren Tönen und genau da ist das Vibrato für mich eines der wichtigsten Stilmittel neben den Forzierungen.
Falls es euch interessiert, hier hört und sieht man mich immer wieder:



Noch eine Anmerkung dazu:
Unsere Livestream-Gottesdienste sind immer etwa eine Woche komplett online und werden dann auf die Predigt reduziert. Insofern solltet ihr es euch relativ bald anschauen, falls es euch interessieren sollte.
 
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Ich habe noch ein weiteres Vibrato-Lern-Video gefunden, was mir persönlich sehr geholfen hat, die Bewegungen beim Vibrato besser zu verstehen. Vielleicht hilft es auch anderen, die in diesem Thema gerade nicht weiterkommen:


 
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Geigenhimmel
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Ich lese erst jetzt mit und bin sehr begeistert von deiner Motivation, mit dem Vibrato zu beginnen. Ich denke nicht viel in "Falsch- und Richtig-Kategorien". Und doch muss ich mich kurz kritisch äußern: Es ist falsch, Motivation auszubremsen!! Von daher bin ich begeistert und freue mich, dass Du noch dran bist. Vielleicht helfen Dir diese Tipps ein bisschen weiter.
Leider gibt es nicht viele beschriebenen Übungen, wie man Vibrato lernen kann. Ein paar grundsätzliche Sachen sind schon beschrieben, aber sie reichen oft nicht aus, weil wesentliche Aspekte nicht beachtet werden. Ein paar YouTube-Videos gibt es auch, aber bisher ist mir noch nichts Umfassendes begegnet. Es gibt aber seit ein paar Wochen ein Heft (ISBN 978-3-00-068280-3) das das Armvibrato thematisiert. Das hat auch Übungen ganz ohne Instrument. Vieles davon lässt sich auch auf andere Vibrato-Arten übertragen. Was mich begeistert hat sind die vielen Infos die man dazu bekommt. Man kann zu jeder Übung ein Video aufrufen und: endlich mal ein Werk, was die größte Schwierigkeit beim Vibrieren ausführlich thematisiert: Wie kann man lernen, die Geschwindigkeit von Links (also Arm und Finger) unabhängig von der Bogengeschwindigkeit zu machen, denn das müssen wir ja können um überhaupt den gewollten Klang zu produzieren. Sonst ist es ja oft eher nur ein "Geschleuder" mit zu großen Abstrichen für Klang und Intonation. Und was ich noch sehr cool finde: Es hat Übungen drin, die man von der ersten Stunde an machen kann, mit und ohne Instrument, mit und ohne diesem neuen Griffbrettaufsatz (kriegt man bei Paganino https://www.paganino.com/bows/bow-accessories/resoundingfingerboard.html) (was ja eh schon der Hammer ist) ... macht einfach Spaß, weil es auch richtig schwierige Übungen sind ... Viel Spaß und weiterhin viel Freude mit der Geige!
 
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Spinshot
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Vielen Dank @Geigenhimmel schaue ich mir gern an!

Der Thread ist ja schon ein paar Tage alt und in der Zwischenzeit ist viel passiert. Mittlerweile schaffe ich es, dass Vibrato in einfache Stücke einzubauen. Irgendwann kam einfach der Punkt, an dem es "Klick" gemacht hat. Ich muss allerdings noch an den Verzierungen und der Intonation mit Vibrato feilen. Es passiert noch zu oft, dass durch das Vibrato die Saite nicht mehr schön klingt. Wenn ich allerdings gut treffe, dann geht das Vibrato durch die ganze Geige und der Sound ist unfassbar gut.

In diesem Thread dokumentiere ich Fortschritte und Hürden: https://www.musiker-board.de/threads/david-lernt-geige-sammelthread.715340/

In den nächsten 4 Wochen wird es aber voraussichtlich keine Aufnahme geben, da ich mich gerade im Umzugsstress befinde :)
 
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Geigenhimmel
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Dann wünsche ich einen guten "musikalischen" Umzug und weiterhin gute Fortschritte :)
 
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Hallo zusammen,

Ich meine, das Vibrato wird überbewertet. Es sollte das Glanzlicht sein, wenn sonst alles stimmt. Viel wichtiger für den Ton ist doch die richtige Bogengeschwindigkeit im Verhältnis zum Bogengewicht und die richtige Kontaktstelle an der Saite. Die meisten Laien nutzen ja nur im Ansatz, was an klanglichen Möglichkeiten im Instrument steckt. Zu früh das Vibrato anzugehen führt meist zu Verspannungen. Wenn man bogentechnisch den Punkt gefunden hat, an dem die Geige sozusagen von alleine zu klingen beginnt, braucht es nur wenig Vibrato um eine große Wirkung zu erzielen.
Macht doch mal folgenden Versuch: Die Geige auf einem Tisch ablegen, unter der Schnecke etwas unterlegen, damit die Saiten waagerecht ausgerichtet sind. Dann mit dem Bogen, mit allen Haaren und im rechten Winkel die D- oder A-Saite anstreichen. Den Punkt finden, an dem die Geige voll und rund klingt. So frei und rund sollten dann auch gegriffene Töne klingen.
Das gelingt erst, wenn der Bogengriff stimmt und nicht mehr verkrampft ist. Wenn der Bogen durchgehend im rechten Winkel zur Saite streicht, die richtige Kontaktstelle gefunden, das Bogengewicht erspürt wurde.
Erst wenn man diesen Punkt erreicht hat, ist es Zeit sich mit dem Vibrato zu beschäftigen. Vorher klingt das Vibrato halt immer künstlich und aufgesetzt.
 
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glombi
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Ich meine, das Vibrato wird überbewertet.
Das würde ich nicht so sehen. Ein schönes und kontrolliertes Vibrato gibt auf jeden Fall nochmal ganz neue Möglichkeiten zur Klangestaltung. Ähnlich wie saubere und gut gesetzte Bendings oder Slides beim Gitarrespiel. Spielen ohne ist möglich, aber sinnlos (in Anlehnung an ein berühmtes Zitat)...
Es sollte das Glanzlicht sein, wenn sonst alles stimmt.
Aber das unterstreiche ich. Das kommt später, wenn die Grundlagen stimmen.

Es ist schon zu lange her. Ich weiß nicht mehr, ab wann ich mit Vibrato begonnen habe. Aber ganz sicher weiß ich, dass ich nach 3 Wochen noch ziemlich grauselig geklungen habe...

Gruß
glombi
 
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Ich meine, das Vibrato wird überbewertet. Es sollte das Glanzlicht sein, wenn sonst alles stimmt. Viel wichtiger für den Ton ist doch die richtige Bogengeschwindigkeit im Verhältnis zum Bogengewicht und die richtige Kontaktstelle an der Saite. Die meisten Laien nutzen ja nur im Ansatz, was an klanglichen Möglichkeiten im Instrument steckt. Zu früh das Vibrato anzugehen führt meist zu Verspannungen. Wenn man bogentechnisch den Punkt gefunden hat, an dem die Geige sozusagen von alleine zu klingen beginnt, braucht es nur wenig Vibrato um eine große Wirkung zu erzielen.
...
Vorher klingt das Vibrato halt immer künstlich und aufgesetzt.
Du spricht mir aus der Seele! Mit Vibrato wird zu viel kaschiert, das muss erst ohne gehen! Ich meine, dass man diese Aussage so ähnlich schon bei Leopold Mozarts Geigenschule findet...

Klasse finde ich deine Übung
Macht doch mal folgenden Versuch: Die Geige auf einem Tisch ablegen, unter der Schnecke etwas unterlegen, damit die Saiten waagerecht ausgerichtet sind. Dann mit dem Bogen, mit allen Haaren und im rechten Winkel die D- oder A-Saite anstreichen. Den Punkt finden, an dem die Geige voll und rund klingt. So frei und rund sollten dann auch gegriffene Töne klingen.
Das gelingt erst, wenn der Bogengriff stimmt und nicht mehr verkrampft ist. Wenn der Bogen durchgehend im rechten Winkel zur Saite streicht, die richtige Kontaktstelle gefunden, das Bogengewicht erspürt wurde.
Werde ich mal ausprobieren - ich hoffe, ich bin nah dran ;)
 
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