Von welcher Gitarre stammt dieser Hals? (SNr. vorhanden, Fender)

von Moore, 26.06.06.

  1. Moore

    Moore Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.06   #1
    Fender Stratocaster (Made in USA)

    S/N: N3118550

    Klar Strat, aber welche genau? Kann mir das jemand bitte sagen? Evtl. Ray? Hörst du mich? :D

    [​IMG]
     
  2. Moore

    Moore Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.06   #2
    Also was mich ein bisschen verwirrt, ist, dass 7 Stellen nach dem N kommen. Auf der Serial-Seite steht aber nur was von 6 Stellen nach dem N.

    Auf dem Hals ist "April 1993" draufgestempelt. Stimmt ja mit dem auf der Serialseite überein. Aber der Stempel kann auch gefaked sein.

    "N3 + 5 or 6 DIGITS - 1993"

    Um eine limitierte Edition handelt es sich dabei nicht, oder?
     
  3. Ray

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    Erstellt: 27.06.06   #3
    Ob gefaked oder nicht, erkennt man schon am Logo. Ists ein Schiebebild, isses unecht. Isses, wenn du mit dem Finger drüberfährst, spiegelglatt oder nur ganz leicht rau, aber nicht wirklich DRAUF auf dem Kopf, sondern mehr DRIN, dann isses kaum gefaked. Kratz einfach mit dme Fingernagel am rand rum, dann merkst du das gleich.

    Vom Sattel her sieht es aus wie eine frühe Strat Plus. Mit Wilkinson Rollensattel. Auch das wirkt authentisch.

    7 Stellen ist incl. der 3 doch völlig ok. Ich hab auch ne echte Strat mit N4 und dann 6 Stellen.


    das steht da wirklich? Nie und nimmer :)

    Dekade (N) plus jahr (3) plus 5 oder 6 Stellen. Alles so, wie es sein soll.

    Passt zur frühen Strat Plus

    Passt doch :D

    N3 PLUS noch mal 5 oder 6. Macht 6 oder 7
     
  4. Moore

    Moore Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.06   #4
    Argh, bin ich doof ^^

    Aber vielen Dank, dass du mich aufgeklärt hast :great:

    Ich verpeil aber auch wirklich alles.
     
  5. grommit

    grommit Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.06   #5
  6. Moore

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    Erstellt: 27.06.06   #6
    Supi :)

    Dann bekommt sie eine schöne Corona Neck-Plate.

    Wie hab ich den Hals qualitativ einzuordnen? also ich finde, dass er sich gut anfühlt. Aber das sagt ja nichts über die Qualität aus. 130€ gerechtfertigt?

    Bei dem Ding, was du gelinkt hast find ich irgendwie nichts. Hab einmal die genau Seriennummer eingegeben und einmal N3000000. Aber immer "guitar unrecongized". Was hast du da eingegeben?
     
  7. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 28.06.06   #7
    Das ist qualitativ wie american standard. Es ist entweder ein Hals von einer Strat Plus, einer Strat Ultra, oder auch einer Deluxe Strat Plus. Die waren vom Body und Hals her wie die american standard, allerdings mit anderer Hardware (locking tuner, Rollernut, Lace-Sensoren etc.)

    Spars dir. Wenn du ein extra Halsdatum mit April '93 hast, ist das das genaueste, was du haben kannst. Oft liegen zwischen Halsdatum und Seriennummer einige Zeit dazwischen, dann ist das Halsdatum näher an der Halsproduktion und die Nummer näher am End-setup. Letzten Endes sind alle Fender-Teile unterschiedlich alt, weil alle Einzelteile in großen Mengen hergestellt und dann auch öfters mal gelagert werden. Und Nummern werden auch gnadenlos im nächsten Jahr, bei großem Überschuss sogar noch länger verwendet. Die Seriennummer ist nur ein ungefähres Indiz, mehr nicht.


    Wenn bei dir April '93 und N3 steht, ist das aber wohl ne anständige zügige Produktion gewesen. Und nen Body haste eh nicht, also braucht dich wirklich nur der Hals zu interessieren und sonst nix. Und der ist dann im April '93 gefertigt worden und noch '93 oder spätestens Anfang '94 dann wohl auf der fertigen Gitarre auch in den Handel.

    PS: auf der Website da oben musst du noch das Herstellerland eingeben, sonst sagt er unrecognised.

    Basis für das Teil scheint aber einfach die Fender-Datenbank zu sein.

    PS: '93er Strat Plus:

    [​IMG]

    Und da noch mal eine sehr frühe, da sieht man schön den Sattel:

    [​IMG]
     
  8. Earthfox

    Earthfox Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.06   #8
     
  9. Ray

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    Erstellt: 28.06.06   #9
    Frag mich nicht, WIE die das machen. Aber die Oberfläche ist Spiegelglatt. Fährt man blind drüber, merkt man nix. Bei anderen Serien (meine Squier Protone z.B.) ist die Oberfläche etwas rauher am decal, man merkt, dass da was ist. Aber es ist auch keine echte Erhöhung, also wirkt auch hier wie reingebrannt oder sowas.

    Die billigen (bei ebay oft angebotenen) Fake-Decals dagegen sind einfach aufkleber oder schiebebilder, die mit Wasser aufgetragen werden. Hier kräftiges drüberrubbeln, und die sind ab.

    Gegen das Licht sieht man auch, dass die billigen Teile einfach draufsitzen. Die haben auch einen großen pseudo-durchsichtigen Rand. Die Originale haben, nicht mal zwischen den kleinen Buchstaben, irgendwelches Füllmaterial. Keine Ahnung, wie das geht.
     
  10. Moore

    Moore Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.06   #10
    Vielen Dank für die ausführliche Erklärung! :great:

    Den Zusammenbau der Gitarre werde ich dann mal dokumentieren und hier reinstellen. Ihr werdet Augen machen, wenn ihr das Pickguard seht :cool:

    Hab nur ein Problem. Und zwar sind die Potis beim Musicstore so schweine teuer, dass ich mir die wirklich nicht kaufen möchte. Bei Musik-Produktiv sind sie nicht auf Lager. Conrad hat auch keine passenden. Wisst ihr, wo man sonst noch Potis bestellen kann? Bzw. habt ihr da einen Favorit, bei dem ihr immer bestellt?

    Sorry wegen OT.

    mfG

    Marcus
     
  11. Apfelkrautwurst

    Apfelkrautwurst Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.06   #11
    Ich hab meine 500k-potis bei thomann gekauft.
    stück 2.00€

    (kleine bauweise,wohlgemerkt.)
     
  12. Fiselgrulm

    Fiselgrulm Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.06   #12
    Die Originale sind auch Abziehbilder, die aber sicherlich von höherer Qualität sind als die Fakes von eBay. Der größte Unterschied ist aber, daß die hinterher natürlich mit überlackiert werden, so daß sie erstens mechanisch geschützt sind und sich zweitens haargenauso anfühlen wie das Holz rundherum. 'Drin' heißt hier also einfach 'unter dem Lack'.
     
  13. Earthfox

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    Erstellt: 28.06.06   #13
    Also doch ganz einfach zu Faken. Mensch da macht es sich Fender aber wirklich sehr einfach und den Nachamern auch.
     
  14. Miles Smiles

    Miles Smiles Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 28.06.06   #14
    Wenn man eine Kopfplatte faked, muss man erst einmal das alte Label herunterschleifen. Dabei kommt man sowieso schon auf Holz, also schleift man den Kopf komplett ab. Lackiert einmal eine Grundierung, bringt das Dekal an und lackiert, schleift etwas, lackiert usw.

    Trotzdem ist meistens eine Stufe zu spüren, da offenbar das Trägermaterial eines Fakes stärker ist, bzw. man selbst nicht die Geduld hat so viele Schichten zu lackieren. Schließlich soll das Fake ja auch nur von Weitem wirken, bei mir zumindest. :rolleyes:
     
  15. Ray

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    Erstellt: 28.06.06   #15
    Nope, denn die Original-Buchstaben sehen aus, als würden sie einzeln draufsitzen oder auf einer wirklich so durchsichtigen Folie, die man nicht sieht. Wie gesagt, keine Ahnung, wie genau das geht, aber man sieht nix. Jeder einzelne Buchstabe sieht auch gegen das Licht aus wie ein einzelner Buchstabe.

    Die billige Decals dagegen sind ganz grob ausgeschnitten. Da siehst du auch nach Überlackieren die gesamte Kontur des Aufklebers. Und auf der (sichtbaren) Grundfläche des Aufklebers sind dann die Buchstaben drauf.

    Schräg gegen das Licht sieht man es sofort.

    Das ist übrigens auch bei den hauchdünnen Satinhälsen von fender so, dass man nix merkt. Insofern muss da doch noch mal ne andere Aufklebe-Technik dahinterstecken als einfach nur Decal und Lack drüber. Da würde man bei satin auf alle Fälle eine Erhöhung spüren.

    Ich hab selber auch schon mal so ein billiges decal draufgemacht und dann sanft matt lackiert. Das merkt man ganz deutlich beim drübergehen. Und wie gesagt, gegen das licht sieht man die unschönen Konturen.

    Das sieht, auch wenn die Folie absolut durchsichtig ist und das Holz perfekt durchscheint, immer so aus:

    [​IMG]

    Wenn fender diese Teile aufbringt, sieht man da nix, es sieht so aus, als würde jeder Buchstabe einzeln sitzen, auch wenn er das real kaum tut.

    Fakes sehen dann immer so aus:
    [​IMG]

    V.a. unten bei den kleinen Buchstaben sieht man überdeutlich die grobe Umrandung. Und hilft auch Überlackieren nicht. Der Lack schützt vorm Abblättern, wenn man ihn noch mal gut überschleift auch vor fühlbaren Konturen (dazu muss er allerdings recht dick sein), aber er schützt nicht gegen die sichtbare Folie.

    Und deshalb scheint Fender da wohl anderes Material oder andere Techniken zu haben.
     
  16. Earthfox

    Earthfox Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.06   #16
    Wow vielen Dank für diese ausführliche Erklärung!!! :great:
     
  17. Earthfox

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    Erstellt: 02.07.06   #17
  18. Moore

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    Erstellt: 02.07.06   #18
    Hm... hast recht.

    Beide Decals sehen sehr billig aus.

    Ich hab da jetzt zwar nicht so die Ahnung, aber die Gitarre schaut mir persönlich nach einem Fake aus. Aber eher wegen des Lacks. Weiß jetzt nicht, welche Lacke zu der Zeit gängig waren, aber wenn ich mir andere "alte" Gitarren anschaue, haben die nicht so das Problem, dass der Lack überall aufreisst und abplatzt.

    Ich weiß nicht, benutzt der Custom Shop original Hälse? Evtl. haben die ja die Gitarre modifiziert einen neuen Hals dran gemacht?! Vielleicht wars früher aber auch üblich, sich nicht sone Gedanken darüber zu machen, ob man sieht, dass es aufgeklebt ist. Ich mein das Teil ist alt. Und früher wurde ziemlich grobmaschig gedacht.

    Nicht allgemein, aber generell ;) ;) ;)

    Aber ich kann da jetzt nicht mit Daten und Fakten kommen.
    Wird sicherlich noch wer was dazu sagen können.
     
  19. Ray

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    Erstellt: 02.07.06   #19
    Bei Fotos kommt sowas oft vor. Keine Ahnung warum.
    Anscheinend wird am Rand der Buchstaben das Licht anders abgestrahlt oder sowas, zumindest in bestimmten Winkeln und Entfernungen. Ist mir schon oft aufgefallen, dass man da auf einmal einen Umriss sieht, den mal normal, selbst mit ner 20fach-Lupe, nicht sieht.

    In natura ist bei den modernen Strats jedenfalls absolut null. Ich hab meine grade mal wieder unter die Lupe genommen, in extra hellem Weißlicht. Da ist absolut null und nichts zu sehen. Jeder Buchstabe sieht wie einzeln eingebrannt aus.

    Mag auch sein, dass das bei Vintage-Customshops anders ist. Das Decalmaterial hat sich afaik mal geändert, vielleicht sehen die alten auch in natura anders aus.

    Wie dem auch sei: wenn du die Klampfe in der Hand hast, siehst du es sofort, ob das einer aufgepappt hat. Selbst bei halbwegs passablem Überlackieren.



    Anbei Fotos in direkter Draufsicht mit Makro. Einmal das Fender USA-Teil halbwegs groß, dann noch mal riesig. Beim ersten sieht man garnix, das schauts einfach gut aus. Beim riesigen sieht es dann sogar so aus, als wären die einzelnen Buchstaben ausgeschnitten, da sind so ganz feinde schlampige Ränder. ich würde drauf wetten, dass es sogar so ist. Also das "F" alleine, dann das "ender" alleine, alle Buchstaben von "Stratocaster" alleine, jede Ziffer der Seriennummer alleine etc. Man sieht ja jeweils die ganz feinen durchsichtigen Rändern dran.

    Danaben noch das Squier. Das spürt man im Gegensatz zum Fender zwar beim Drüberlangen, es ist ganz sanft rauh. Aber diesen dicken Umriss wie bei den billigen decals hat man hier auch ganz und gar nicht.
     

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  20. Moore

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    Erstellt: 02.07.06   #20
    Ist nur blöd solche Fotos beim Verkauf einer Gitarre ins Netz zu stellen.

    Aber kann wirklich gut sein, dass es durch den Lichteinfall der Linse entstanden ist. Diese Teile sind da ja sehr empfindlich.
     
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