Vox Valvetronix VT 15

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Servus, hier gehts um den hier:
Vox-VT15..jpg

Wieso ich ihn mir gekauft habe:

Ich hatte sehr lange Zeit ne 40W Transistorkiste daheim von "Coxx". Als Übungsamp in meinem Zimmer (Mietshaus) Die war schon ziemlich mitgenommen, da sie schon manche eisigkalte Nacht im Auto geschlafen hat :rolleyes: Sie klang einfach nicht mehr gut, musste mit Pedalen gefüttert werden wenn man nen halbwegs guten zerrsound wollte, und beim Zusammenspiel mit anderen ging sie förmlich unter wie die Titanic.
Etwas Neues musste her, und da ich n großes Besteck hab (100W Vollröhre im Proberaum) sollte es auch ne Röhre sein. Leider ist es nicht leicht was da zu finden. Gab zwar Orange Tiny Terror und die Harley Benton GAs, aber das ist alle snicht so meins. Also bin ich ins Musikgeschäft und der hatte nur den Vox VT 15 da. Transistor mit Röhre? Hybrid? Nach einigem Hin und Her kam er dann trotzdem mit zu mir nach Hause. Für 180€ gehts noch :) Das war vor 2 Monaten.

Was er hat:
(frei nach Dr. Thomann)

  • 15 Watt
  • 1x 8"; Lautsprecher
  • 22 Ampmodelle mit Vox ";Valve Reactor";-Schaltung
  • 12 Effekte
  • 3 Bänke
  • 22 ";Song Presets";
  • 8 Speicher
  • Power Level-Regler (zum Regeln der Watt-Leistung der Endstufe)
  • Kopfhörerausgang
Die Modelle der Amps gehen von Ultra-Clean über gepflegten Vox-Crunch bis HighGain, wobei alle ein "historisches" Vorbild haben (Im Handbuch ist alles sehr schön umschrieben ^^). Es sind auch ein paar "Boutique-Schätzchen" dabei. Ein paar Fenders sind an Bord, natürlich alle relevanten Vöxe (Vox 15, 30, 50), Marshalls (Jubilee, und ein paar neuere, ich schätze mal auch der JVM), n paar Amis (Recitifier und Peavey glaube ich) und Highgain Boliden (Diezel und Pitbull).
Bei den Modellen wurde jeweils nur ein spezieller Kanal gemoddelt. So ist beim "UK Modern" der Overdrive 1 Kanal genommen worden. (Was mich auf nen JVM schliessen lässt).
Wobei der Amp keinen eigenen "Grundsound" hat, sondern nur die Models.

Die Potis sind relativ schnell erklärt: Gain, Volume, B-M-T, ein schöner Reverb, und ein Master.

Die speziellen Modi:
Manual: Man wählt das Ampmodell am Drehrad und spielt mit den an den Potis eingestellten Settings. Also eigentlich ganz "normal".
Preset: In dem Modus hat man, sobald man das Ampmodell auswählt einen spezifischen "Songsound". Beim UK 25th (Marshall Jubilee) wär das zum Beispiel Sweet Child O Mine. Das geht von Fast Clean (Sultans Of Swing), zu Classic Rock (Jessica, Paranoid) zu Metal/Highgain (For the love of god, Enter Sandman). Hier kann man dann nochmal wählen aus 3 Modi: Trocken ohne Reverb, mit Reverb und mit Effekt (So wies angeblich im Song zu hören ist).
Bank: Bank benutze ich fast ausschliesslich. Hier wählt man im Manual Modus n schönen Sound drückt im "Bank" Bereich einen Channel und schon hat man den Sound gespiechert. Hierbei hat man 2 Bänke mit jeweils 4 Channels und jeder dieser 4 hat seinen eigenen Taster. So kann man sich was zusammenschweissen, z.Bsp: 1 = Clean, 2 =Rythm, 3= Solo. Hat man nun n Fusspedal wärs fast Gigtauglich ^^

Vox ";Valve Reactor";-Schaltung: Dabei handelt es sich angeblich um eine Vorstufenröhre, die man in die Endstufe gesetzt hat. So will man das beste der beiden Welten kombinieren und die Harmonics und Wärme der Röhre haben. (Heisst es zumindest im Handbuch ^^) Eins vorweg, ich bin kein Tonehunter und hör auch kein Gras wachsen, aber ich hör das Feeling der Röhre echt raus, und es macht mich jedes Mal von neuem an. In dieser Hinsicht: Geil, Vox !

PowerLevel-Schalter: Der VT 15 hat Volume und Master, also kann man die Röhre "sättigen" (Steht auch im Handbuch^^). Das wäre aber dann schweinelaut. (Auch bei 15W) Hierbei hilft der PowerLevel Regler: Mit ihm kann man Volume und Master voll aufdrehn und die Lautstärke über diesen Regler einstellen. Klappt, zumindest bei mir, hervorragend und man kann um 10 Uhr nachts noch ein bisschen reinhauen ohne große Defizite. Wobei der 8'' Speaker erst bei 1/3 des Regelwegs richtig voll "aufmacht".

Die Effekte: Delay, Chorus, Chorus+Delay, Octave, Flanger, Tremolo, Phaser, Rotary, PitchShifter und noch ein paar.
Klingen alle durchweg gut und sind mehr oder weniger gut einstellbar (Handbuch hilft!). Schön zum ein bisschen "rumdaddeln". Vor allem das Setting Chorus und Delay hat es mir angetan, da es Solos und Riffs eine schöne "weite" Note gibt. Ausserdem ist ein Noisegate eingebaut.

Sound:

Sound ist natürlich sone Sache, denn Worte können nicht klingen. (Wer hätt's gedacht :gruebel: ^^)
Ich spiele fast ausschliesslich eine Gibson les Paul Studio, Bj. 96, mit 490 u. 498, alles Original.
Wie schon gesagt, ich bin nicht wirklich ein Soundexperte, ich kann nur bewerten was für mich als "gut" klingt.
Die cleanen bleiben lange klar (Sofern man den Gain moderat hält) und können dann auch saftig crunchen wenns sein soll. Hier fallen mir vor allem die Feinheiten auf wie die Potis gestellt sind. Je nachdem wo Bass, Middle und Treble stehn klingts komplett anderst. Vor allem bei den Fender-Modellen.
Hier ist es manchmal eine Freude mit dem dezent angecrunchten Fender_Modeling ein bisschen dem Blues zu fröhnen. Sauberes und vor allem akzentiertes Spiel wird hier sehr "sahnig" belohnt
Die Vox-Modelle habe ich eigentlich noch nie groß genutzt. (Schande über mich)
Das Marshall Jubilee-Modell war lange Zeit mein liebster Spielkumpan, brachte er mir mit der Les Paul, den richtigen EQ Settings und zurückgedrehtem Tone am Halspickup wunderschöne Slash-Töne.
Das JCM800 Modelling jedoch gefällt mir nicht so, hat einfach kein Dampf (Vllt mal mit TS davor ausprobieren...)
Die US Modelle strotzen generell hier vor Gain und klingen eher aggressiv, aber sollen ja auch Mesa und Peavey Darstellen. Die beiden Metal Boliden klingen auch ganz ordentlich, wobei vor allem der Diezel, hier "Boutique Metal" benannt, bei Drop D Riffs einen deftigen Punch hat.
Zurzeit benutze ich Das UK Modern-Modeling, da es sich für Rhythmus sehr eignet und auch Solos stark rüberbringt. (Bin generell ein Marshallsound-Afficinado).
Über Sustain kann ich nicht soviel sagen, meine Les Paul ist (entgegen des Klischees) kein echtes Sustainwunder, aber die Töne klingen aufjedenfall schön aus. Ich spiele sehr viel Pinch Harmonics und die kommen meiner Meinung nach richtig gut raus, was ich glaube ich der Röhre zuschreiben muss.

Wie schon gesagt kommen bei vollem Master und Volume und ab 1/3 des PowerLevels die 8 Zoll Speaker erst "aus ihrem Häuschen" und verlieren den Mulm, den Speaker bei geringen Lautstärken eben haben und gehen richtig auf. Bei 2/3 des PowerLevels geht dann richtig die Sonne auf, ich glaube da werden sie auch mal "gekitzelt".

Alles in allem klingen alle Modellings schön warm und bei Bedarf hell und luftig oder dunkel und drückend. Jedoch ist das Suchen der besten EQ Position Pflicht. Es belohnt aber dann auch ;)

Verarbeitung:

Habe bis jetzt keinerlei Erfahrungen mit Vox, doch bis jetzt hält alles und tut seinen vollen Zweck. Der Combo ist super verarbeitet, nur die Potis sind manchmal n Millimeter neben dem "Strich", also zeigen nicht genau auf den Skalenstrich. Das jedoch empfinde ich als nicht so schlimm.

FAZIT:
Pro:
Viele unterschiedliche Ampmodelle, für jeden was dabei
Gute Effektsektion
Gute Modi (Manual, Preset, Bank)
Meiner Meinung nach amtlicher, warmer Röhrensound (Für 180€ zumindest ^^)
POWER LEVEL REGLER (Dann klappts auch wirklich mit dem Nachbarn!)
EQ-Potis reagieren schön auf Feinheiten

Contra:
Kein Ext. Speaker Ausgang (wäre schön gewesen, vor allem für vllt. größere Gigs)
Kein Recording-Out oder Ausgang mit Speakersimulation zum direkt in ein Mischpult gehn.
JCM800 Modelling gefällt, mir zumindest, nicht (zu flach und drucklos)
Potis stimmen an 2 Reglern nicht ganz mit den Skalenstrichen überein
Teures Fusspedal Board, im Laden 80 €, Thomann glaube ich 50€ (5 Taster: 1x Bank, 4x Channel)

Für wen interessant?:
Gitarristen, die nen guten Übungsamp brauchen, der viele Genres abdecken soll, Effekte gleich mitliefert, die keine Angst vor den Worte "digital", "Modelling" oder "Hybrid" haben und denen es vor allem um einen intakten Haussegen geht ;-)

Obwohl ich Modeling eigentlich eher kritisch gegenüberstehe bereue ich den Kauf kein bisschen, er liefert mir das was ich brauche und mittlerweile hat er meinen 100W Boliden im Proberaum abgelöst. Sehr zur Freude meiner Mitmusiker, die endlich nix mehr sagen können von wegen "Soviel Watt braucht doch niemand" ;):D
Denn bis zu einer bestimmten Lautstärke kann er gut mithalten, also bei unseren Proben aufjedenfall.
Sofern ich mir ein Fusspedal für ihn kaufe werde ich ihn wohl auch an Gigs benutzen und eben per Mikro auf die Anlage abnehmen. Ich hoffe zumindest, dass das funktioniert :) Sonst gibt es ihn natürlich auch in 30W, 50W und 100W als Combo oder Top. Jedoch reichen mir die 15Watt für daheim völlig.

Also ich bin echt zufrieden mit ihm. Danke fürs Lesen, Gute Nacht :)
 
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Also erstmal...........super Review, echt gut geschrieben:great:
Mir gefällt es vor allem weil ich zur Zeit noch einen VOX DA5 habe und der ist schon echt klasse................aber ich tendiere schon eine Weile dazu mir den VT15 zu kaufen.
Dein Review hat mich auf jeden Fall weitergebracht und ich denke das wäre der richtige Amp für mich................jetzt fehlt nur noch das nötige Kleingeld und der Segen meiner Frau;):D
 
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Wirklich schönes Review :great:

Habe selber den VT 30. Der ist aber bis auf nen 10" Speaker und die höhere Wattzahl identisch mit deinem. Dachte mir für 199 nehm ich das noch mit ;)
Kann deine Erfahrungen mit dem Amp nur bestätigen und das Teil ebenfalls nur empfehlen.

Greets, Kai
 
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Ich hab mir das Teil heute Mittag gekauft weil ich eine Lösung für das "Spielen-zu-später-Stunde" gesucht habe, sprich: Kopfhörertauglichkeit ist ein muss und ein paar Effekte dazu um nicht immer das Effektbrett rumschleppen zu müssen ; wichtig hier war mir vorallem eine gute Reverbsimulation.

In der Klangfarbe Wien gab es nun die Auswahl von den ganzen Cubes (Roland), MG´s (Marshall), VT´s (VOX) und, den wollte ich eigentlich kaufen, den POD 2.0 (Line6). Ich hatte den groben Preisbereich von 100-200 für diesen Spaß eingeplant, weder die Fenderamps noch den Crate Palomino V50 kann ich hier in meiner neuen Wohnung spielen ohne das die Nachbarn klopfen kommen :)

Ich habe mit dem Cube angefangen und habe ihn nach ganzen 15 Sekunden Test ausgemacht, ich glaube danach sagte ich dem Verkäufer sowas wie "Und die leute kaufen sowas wirklich?", naja, weggestellt und den VT angestöpselt und irgendwie war mir das Teil direkt sympathisch. Es hat keine 3 Akkorde gebraucht um zu sehen welches Potential dieser Amp hat. Er klingt definitiv nach Röhrenamp, keine Frage, Dynamik ist da! Reverb finde ich sehr gelungen, die Effekte sind sogar von recht guter (extrem umständlich einzustellten, aber gut) Qualität, Bossniveau in etwa :). Die allermeisten Ampmodelle interessieren mich kaum, 2-3 von denen finde ich klasse, die Cleanamps und den Boutique-Amp z.B. ich spiele ja auch überwiegend clean, höchstens ein bisschen Dreck um den Soundschnauzer.

Ich hätte nicht gedacht, dass diese Entscheidung so einfach wird, ich bin immerhin aus dem Haus gegangen mit dem Satz im Kopf "Naja, Abstriche im Sound wird es wohl geben...".

Achja, ich hab erst zuhause gesehen das ein 8" Speaker verbaut ist, glauben kann ich das bei dem Sound aber irgendwie immer noch nicht. Gute Studio-Kopfhörer stehen nun auf der Einkaufsliste, Empfehlungen?
 
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@HohnerFan:
Danke ;) Und glaub mir, den Segen wirst Du kriegen, Der VT kostet Gottseidank kein Vermögen :D

@Duke78:
Mich würde interessieren, wie laut Dein VT 30 werden kann? Vielleicht ist ne Nummer größer für Proberaum und Gig doch was Feines ;-)

@Retrosounds:
Der örtliche Musikalienhändler hat eigentlich nur Roland Cubes. Und die finde ich ehrlich gesagt schlimm, die Sounds sind einfach mMn nicht gut. Aber das kann ja auch nur mein Empfinden sein, vllt werden manche ja damit glücklich.
Ich musste auch gut 30 km fahren bis zum nächsten Musik-Fuzi, der hatte dann den VT ^^
Da ich eigentlich was vollröhriges wollte dachte ich mir, wie Du: "Kompromisse eingehen, grml grml, Scheisse, grml grml... :gruebel:"
Aber im Endeffekt wars doch ein Glücksgriff, denn: Wo findet man sonst einen mehrkanaligen (Wenn man die Channels als Kanäle bezeichnet sogar 8!) Amp, der toll nach Röhre klingt, vielseitig ist in den Sounds, von Clean bis Highgain alles kann und nicht zu laut ist? :)
 
Duke78
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Hi ShelbyMustangGT (verdammt coole Karre übrigens ;))
Muss leider gestehen, dass ich ihn noch gar nicht voll aufdrehen konnte:redface:. Er steht seit der Lieferung bei mir im Wohnzimmer unterfordert als Übungsamp rum. Hab mal angefangen den Powerlevel-Regler über die Hälfte zu drehen, aber da hat mich dann doch ein wenig die gleich-steht-der-nachbar-vor-der-Tür-Panik überkommen. Er war da schon tierisch laut.
Hatte ihn mir halt auch in Hinsicht auf ne zukünftige Hobby-Band gekauft. Denke er wird ne Probe oder kleinere Gigs schon gut überstehen.
Wenn sich in der Richtung was getan hat und ich ihn mal richtig ausfahren konnte, werd ich hier gern nochmal Bericht erstatten. :D
 
Xanadu
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Mir gefällt es vor allem weil ich zur Zeit noch einen VOX DA5 habe und der ist schon echt klasse................aber ich tendiere schon eine Weile dazu mir den VT15 zu kaufen.

Ich habe im Laden mal beide nebeneinander gestellt und probe gespielt. Der VT15 klang wirklich um Klassen besser, kostet aber nur 50€ mehr. Für mich ist der VT15 wirklich ein Geheimtipp!

Genial an dem Teil ist halt, dass er praktisch 4 Volumeregler an verschiedenen Punkten in der Signalverarbeitungskette hat, den letzten direkt vor dem Lautsprecher. So kann man wirklich gut "heizen" lassen und trotzdem beliebig leise bleiben.
 
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Genial an dem Teil ist halt, dass er praktisch 4 Volumeregler an verschiedenen Punkten in der Signalverarbeitungskette hat, den letzten direkt vor dem Lautsprecher. So kann man wirklich gut "heizen" lassen und trotzdem beliebig leise bleiben.

Den vierten finde ich irgendwie seltsam und bei mir hat er absolut den selben Effekt wie ein zweiter Master, dreh ich den einen hoch und den anderen runter bzw. umgekehrt. Irgendwie verstehe ich das nicht, selbst das Handbuch (übrigens geil wieviele Rechtschreibfehler drin sind :rolleyes:) hilft da irgendwie nicht. Blöd ist wirklich nur, dass der Lautsprecher erst ab einer gewissen Lautstärke (je nach Gitarre und Boost bzw. Buff vorm Amp) "gut" klingt, bei mir brauchts da schon Gain, Volumen, Master auf zwölf und den Attenuator voll auf.

Für meine Wohnung tagsüber ist genau dieser Punkt perfekt, unter den Kopfhörern könnte er schon ein bisschen lauter gehen.
 
Xanadu
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Dass ein Speaker erst dann gut klingt, wenn er viel Luft bewegen darf, trifft immer zu. Aber das geht nun einmal nicht ohne entsprechende Lautstärke, zu Hause muss man da praktisch immer Kompromisse eingehen und kann einfach nicht die Hosenbeine flattern lassen.

Der vierte Regler ist ein Power Attentuator und ganz hinten in der Signalkette, zwischen Endstufe und Speaker. Der dritte Regler, Mastervolume, ist vor der Röhrenendstufe. Theoretisch sollte eine schöne Endstufenerverzerrung drinn sein, wenn die ersten drei Volumes beispielsweise auf Anschlag stehen und nur der vierte die Leistung wieder runterregelt (eigentlich besser "verschwendet"...). Da der VT15 eben nur eine Röhre hat und diese in die Endstufe eingebunden sollte sie den größten Klangeinfluss haben, wenn man bei verzerrtem Spiel die Lautstärke erst durch den Power Attentuator runteregelt.
 
C.Santana
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Mein VT 15 ist seit gestern hier, habe gestern abend schon mal ein bißchen damit gespielt und bin jetzt noch begeistert.
Muß mich allerdings noch zurechtfinden mit den vielen Möglichkeiten aber dürfte kein Problem sein:D
 
Xanadu
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Gibt es eigentlich noch jemanden, der den Rotary Effekt interessant findet? Der Peavey Vypyr beispielsweise simuliert mit den Defaulteinstellungen eine konstante Drehgeschwindigkeit, beim Vox hingehen nimmt sie zu. Klingt für meine Ohren irgendwie lustig. :D
 
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Der Rotary Effekt gefällt mir auch gut, obwohl ich denn nur zwischendurch mal so als Spielerei benutze. Die Drehgeschwindigkeit nimmt aber nur zu, wenn Du ihn einschaltest. Wenn Du dann per Tap die Geschwindigkeit änderst, wird er schneller oder langsamer, bis er virtuell die eingegebene Geschwindigkeit erreicht hat.
 
Delayar
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Hallo!

Mal eine Frage: Wie ist der Sound über den Kophörerausgang? Das wäre für mich ein wichtiges Kriterium, da ich ab und an auch mit Kopfhörer spielen will/muss.

mfG
Markus
 
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Hallo!

Mal eine Frage: Wie ist der Sound über den Kophörerausgang? Das wäre für mich ein wichtiges Kriterium, da ich ab und an auch mit Kopfhörer spielen will/muss.

mfG
Markus

Hallo, ich finde den Kopfhörersound ziemlich gut, nur leider ein wenig zu leise sofern man nicht verzerrt spielt. Mit schwachen Singlecoils muss ich vorm Ampeingang ziemlich boosten und buffen um ein angenehmes Kopfhörersignal zu bekommen. Der Sound ist aber auch stark von den angeschlossenen Kopfhörern abhängig.
 
ShelbyMustangGT
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Den Kopfhörerausgang meines VT 15 finde ich auch nicht so "prickelnd", wobei ich selbst noch keinen Amp gespielt habe, der wirklich "vernünftig" klang und nicht so "blutleer" (Ich hoff man kann sich darunter was vorstellen :-D

Von der Lautstärke her gehts ganz gut (Hab ne LP), und ich finde ich SEHR GUT gelöst, das die Lautstärke irgendwann ein Ende findet. Denn so wird verhindert, das man irgendeinen Volume-Poti vergisst und dann 3 Tage Ohrenpfeifen hat :-D

Aber es ist halt auch nur ne Kompromisslösung, ich persönlich mag den Kopfhörersound nicht, ich muss Luft bewegen ;-)
 
diandi
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Moin,

nach einer Irrfahrt, die mich zu verschiedenen Amps gesteuert hat bin ich nun endlich bem Vox VT15 vor Anker gegangen. Klingt ein bißchen nach "Hafenbar" soll es aber auch. Als Nordlicht muss man auch mal ein wenig maritimes Flair beisteuern. ;-). Nee, aber mal zu Sache. Ich hatte seit Weihnachten vergangenes Jahr insgesamt 6 Amps zu Hause um diese anzutesten. 3 habe ich dank 30 Tage Money Back zurückgeschickt, einer ging über e-bay weg 2 sind geblieben. Der erste Amp der nach einer Phase in der ich nur über das Toneport GX und verschiedene andere Audiointerfaces am PC Musik gemacht habe, war der Line 6 Spider IV 75 Watt. Ein an sich guter Amp der gegenüber seinem Nachfolger sehr viel Boden gut gemacht hat. Diese ist über ebay weggegangen. Der nächste Amp war der HARLEY BENTON GA15. Auch nicht schlecht - aber für das Wohnzimmer viel zu laut. Danach kam der Fender Vibro Champ. Das war ein Versandrückläufer beim großen "T", der mir irgendwie nicht geheuer vorkam. Der ging dann auch zurück. Als nächstes kam der Fender Super Champ. Dieser Amp durfte bleiben macht seinen Job exzellent. Für die etwas härtere Gangarthabe ich dann den Peavey Vypyr 15 geordert der mich aber nicht vollständig überzeugen konnte. Zwar hatte ich keine Software-Aussetzer wie viele andere die den Vypyr nutzen aber für einen Amp der auch betrieben werden soll wenn die Frau TV schaut immer noch zu laut. Dann habe ich vor einigen Tagen diesen Thread entdeckt und den Vox VT15 bestellt. ich hate vor ca. 2 Jahren schon einma den Vorgänger mit 30 Watt und wusste noch von den guten Eigenschaften. Heute kam er an und ich bin begeistert. Dank Regler für die Wattzahl leise zu betreiben und Klasse vom Sound. Bin echt am überlegen ob ich den Fender Super Champ auch noch verkaufe. ;-).

Also noch einmal vielen Dank für diesen Thread, der in mir so eine Art Rückbesinnung in Gang gesetzt hat.

Gruß diandi
 
Xanadu
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Hey, wir haben ja fast die gleichen Amps gehabt. :)

Allerdings habe ich, zumindest was die Lautstärke angeht, andere Erfahrungen gemacht. Den Vypyr 30 kann ich auch ohne Power Attentuator nur mit Post Gain und Mastervolume genauso leise betreiben wie den Vox VT. Beide Amps kann man beliebig leise betreiben, sogar so weit, dass das akustische Geräusch einer E-Gitarre lauter ist. :rolleyes:
Allgemein finde ich den Power Attentuator des VT nicht so den Bringer, gerade bei Zimmerlautstärke macht es eigentlich klanglich keinen Unterschied, ob man diesen oder das Mastervolume zurück dreht. Ich weiß auch nicht genau, welchen der beiden Amps ich vorziehen würde, der Vypyr ist halt noch einmal flexibler, bietet mehr Effekte und klingt im High-Gain-Bereich besser, dafür liegt der VT im cleanen und Blues- / Blues-Rock-Bereich vorne, weit vorne sogar.

Trotzdem: Gerade der VT15 ist ein super Amp zu einem tollen Preis, etwas schade finde ich, dass erst der VT50 eine andere Ausstattung hat. Der VT30 hat ja nur etwas mehr Watt und einen etwas größeren Speaker, vom Preis-Leistungsverhältnis fällt er doch deutlich ab.

Mein Hauptamp ist aber gerade ein Harley Benton GA5H, mit einem Multieffektgerät davor kommt er auch locker auf Zimmerlautstärke. Auf eine reine Röhre möchte ich nicht verzichten, da ist die Dynamik der Spielwiedergabe eben einfach nochmal eine Klasse besser.
 

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