Wartung des Instrumentes

von darccord, 09.01.08.

  1. darccord

    darccord Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.08   #1
    Hey :)

    ich habe noch einmal eine Frage zu meinem "alten" und schweren Instrument. Es handelt sich um eine Hohner, 120 Bass, Atlantik, die ich mir vor 23 Jahren gekauft habe.

    Ich sagte ja, daß ich jetzt auch Schimmel entdeckt habe und zwar am Balg, dort wo die Ecken sind (Metall).

    Gestern habe ich mir das noch einmal angeschaut und gespielt...um offen zu sagen, ich bin ja unmusikalisch, ich weiß ned, ob das Akkordeon verstimmt ist.

    Spielt man regelmäßig, so denke ich, verstimmt es nicht, oder? Ich habe ein kleineres Instrument von 7,5 kg, daß ich regelmäßig spiele, hört sich ned so gut an, aber besser zugunsten meines Rückens...

    Zur eigentlichen Frage:
    Kann es sein, daß das Instrument verstimmt ist ? Lohnt es sich das Instrument mal richtig warten zu lassen?

    D.
     
  2. senseo

    senseo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.08   #2
    Hallo,

    kann schon gut möglich sein, dass Dein Instrument verstimmt ist. Das hat übrigens nicht unbedingt etwas damit zu tun, ob das Akkordeon regelmäßig gespielt wurde oder nicht. Da das Instrument aber, wie Du sagst, auch Schimmel angesetzt hat, ist es durchaus möglich, dass es nicht richtig gelagert wurde und dies die Verstimmung begünstigt hat.

    Ich würde sagen, dass es bei einem 23 Jahre alten Instrument generell Sinn macht, es einmal von einem Fachmann überholen zu lassen. Nicht nur, dass es mit der Zeit verstimmen kann, auch das Material ist einem Alterungsprozess unterworfen, der das Instrument nicht unbedingt besser macht.

    Allerdings handelt es sich bei Deinem Akkordeon um eine Atlantik und wenn Du Sie vor 23 Jahren gekauft hast, ist es wahrscheinlich eine IV N - wie meine. Einige mögen das zwar anders sehen, aber für meine Ohren ist die Atlantik IV N ein eher weniger wohlklingendes Instrument. Eher schrill im Klang, merkt man ihr an, dass sie ein eher preisgünstiges 120-Bass Instrument ist. Wenn man nun bedenkt, dass man für so eine Generalüberholung locker mal eben 1500,- € hinlegen kann muss man sich natürlich fragen, ob dieser Betrag dem Wert und der Qualität dieses Instrumentes angemessen ist. Wenn Du die Atlantik ohnehin nur gelegentlich spielst, lohnt sich die Investition kaum.

    Wobei übrigens die Atlantik IV N bei den 120-Bass Akkordeons eher zu den Leichtgewichten zählt, also eher als rückenfreundlich einzustufen ist. Oder spielst Du etwa im Stehen? ;)

    Gruss, Senseo
     
  3. darccord

    darccord Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.08   #3
    DAnke lieber Senseo,
    die Atlantik ist 11,5 kg schwer und mein jetziges...ich sage lieber ned den Hersteller ist 7,4 kg schwer und sehr sehr handlich, 72 Bass. Für einen gesunden Rücken mag es kein Unterschied sein, aber wenn man täglich mit Schmerzen zu tun hat...oh weiha...
    1500 Euro würde ich ned für die Wartung ausgeben, dann kann ich mir eher ein neues Instrument kaufen.
    Was bezeichnest Du denn als schwer? Ich dachte die neueren sind leichter?Wie schwer ist Dein Instrument?
    Was würdest Du denn einer rückengeschädigten empfehlen? Ich hätte auch gerne ein besseres als mein jetziges rückenverträglicheres - aber die Gesundheit und meine Arbeitsfähigkeit geht vor...wäre für Vorschläge aber sehr dankbar...super leicht und voll im Klang:great:

    D.
     
  4. Musikerclaus

    Musikerclaus HCA Hohner Akkordeons HCA

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    Erstellt: 09.01.08   #4
    Hallo,

    wenn die Kiste 23 Jahre alt ist und noch nie einer was dran gemacht hat, ist sie garantiert verstimmt, denn so lange hält keine Stimmung. Wenn Du es nicht merkst und nie mit anderen zusammenspielst, dann mach doch einfach garnichts; dann sparst Du eine Menge Geld.

    Was die Kosten anbetrifft, so muss man nicht unbedingt von 1500 Euro ausgehen. Es kommt darauf an, ob die anderen relevanten Dinge wie Stimmzungen, Ventile, Wachs, Klappenbeläge, Dichtungen usw. noch i. O. sind oder nicht. Eine reine Stimmung kostet bei weitem nicht so viel.

    Lass' doch das Instrument mal von einem anerkannten Reparateur prüfen und ggfs. einen Kostenvoranschlag machen.

    Wegen dem "Schimmel" würde ich mir keine Sorgen machen. Das ist höchstwahrscheinlich kein Schimmel, sondern Metallöxid von den Balgecken. Das kann der Reparateur entfernen. Selbst solltest Du es besser nicht versuchen, da man leicht den Balg verschmiert, und das sieht nicht schön aus.

    Was das Gewicht anbetrifft: Eine wesentlich leichtere Kiste als die Atlantic wirst Du nicht finden, wenn Du eine IV/120 spielen willst. Dann muss man sich halt auf eine III/72 beschränken, die wiegen alle so um die 7,5 kg (z. B. Hohner Amica III/72). Aber dann muss man sich halt darüber klar sein, dass man ein chinesisches Einsteiger-Instrument spielt. Aber so etwas ähnliches hast Du ja schon.

    Gruß Claus
     
  5. senseo

    senseo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.08   #5
    Meine wiegt gute 10 kg. Für ein 120-Bass Akkordeon mit vier Chören ist das allerdings nicht schwer, da macht sich dann die Metall(Leicht)bauweise bemerkbar. Möglicherweise hast Du noch die "gute" Atlantic mit den schwarzen Registerdrückern und der Jalousie, die ist schwerer, klingt aber auch besser. Wenn man das mal mit einer Morino vergleicht, ist die Atlantik aber tatsächlich ein Leichtgewicht.

    Wobei es micht jetzt aber wundert: Wenn man im Sitzen spielt, das Gewicht des Akkordeons auf den Oberschenkeln liegt und der Balg mittig auf dem linken Oberschenkel ruht, dann belastet das Gewicht des Akkordeons den Rücken doch überhaupt nicht, oder? Mir geht es zumindest eher so, dass ich das Gewicht des Bassteils im linken Arm eher spüre als das Gewicht des Akkordeons im Rücken. Aber das kann natürlich bei bestehenden Rückenschmerzen durchaus anders sein.

    Von Pigini gibt es die Wing, die wiegt mit 120 Bässen und vier Chören gerade mal 6,8 kg. Ich weiß aber nicht, ob der Klang so dolle ist - schlechter als der einer Atlantik wird er aber sicherlich nicht sein.

    Gruss, Senseo
     
  6. darccord

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    Erstellt: 09.01.08   #6
    Theoretisch ja, praktisch leider nicht, denn der Zug spielt auch eine Rolle. Das ist allerdings schwer zu erklären....erkläre jmd, der noch nie Schmerzen gehabt hat, was Schmerzen sind - das wirst Du ned hinbekommen. Der Rücken ist auch noch linksseitig kaputt, d.h. wenn ich 15 Min. spiele, könnte ich schreien...das habe ich beim Chinesen halt nicht. Aber es ist schwer zu erklären...Werde ich in der Stadt (versehentl. angestoßen, so kann es Rückenschmerzen bedeuten...muß aber nicht)...na, ja, schwer zu beschreiben - glaube mir einfach...

    Das es kein Schimmel sein könnte, wäre ja toll...ich werde mich wirklich mal erkundigen, denn mit einem verstimmten Instrument möchte ich ned spielen...

    Wollte sowieso Unterricht nehmen, viell. schaut ja der Lehrer mal nach dem Akkordeon...aber mit einem verstimmten Instrument spielen...:confused: nee, ich denke nicht :rolleyes:

    ich denke, daß reicht erstmal an Info...tausend dank - ganz lieb von Euch

    Bussel
    D.
     
  7. Balgseele

    Balgseele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.08   #7
    hi,

    dir könnte evtl. ein Hüftgürtel zum einhängen helfen, habe selber keinen aber schon gesehen bei Profis die viele Stunden im stehen mit schweren 5er Morinus spielen.

    https://www.thomann.de/de/hohner_hueftgurt_einzeln_hoaz5500.htm

    mfg Balgseele
     
  8. darccord

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    Erstellt: 09.01.08   #8
    ich habe einen Querriehmen - aber ein Gürtel ist sicherlich besser...werde mich informieren...kann mir gut vorstellen, daß es besser ist, da ich ja auch ein Rucksack haben (hat nix mit Instrument natürlich zu tun, sondern mit Reisen :D)...der Haftgürtel hilft auch...gute Idee:great:

    d.
     
  9. ltd.slothrop

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    Erstellt: 09.01.08   #9
    also, nach 23 Jahren ist das Instrument sicher nicht mehr optimal gestimmt, ob man das als verstimmt oder "noch OK" empfindet, ist nicht objektiv zu beurteilen. Was einen Profimusiker vielleicht schon in den Wahnsinn treiben würde, mag manch anderem noch völlig genügen, solange er für sich alleine spielt.

    Wenn das Instrument 23 Jahre alt ist und Schimmel angesetzt hat, dann ist wohl mehr zu machen, als nur zu stimmen. Der Wachs wird hart sein, die Ventile werden nicht mehr anliegen und da Schimmel auf Feuchtigkeit hindeutet, wird auch Rost an den Zungen sein. So etwas fachmännisch zu reparieren, bedeutet normalerweise, die Stimmplatten abzunehmen, zu reinigen und entrosten, neu zu ventilieren udn auf zu wachsen. Danach wird reingestimmt. Der Balg muss wohl auch überholt werden..

    Wenn sonst mechanisch nichts defekt ist, bist Du bei min. 600€, es kann aber auch schnell etwas mehr werden. Einen alte Atlantic ist das sicher wert, aber wenn es Dich nicht stört und dir die Kiste eh zu schwer ist.....

    Gruß
    Holger
     
  10. ltd.slothrop

    ltd.slothrop Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.08   #10
    hatte mir eine Wing mal angesehen, besser als eine Atlantic ist sie schon, aber war, im Vergleich zu anderen Pigini, eher entäuschend... und vergiss den Preis nicht...

    Gruß
    Holger
     
  11. darccord

    darccord Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.08   #11
    Danke noch mal für Euer Bemühen.
    Sogar 600,--Euro wäre mir noch zu teuer. Wie gesagt, werde ich dieses Jahr mein kleines Instrument zum Unterricht quälen :D und fragen, ob sich der Lehrer die Altantic angucken kann.

    Wenn ich ganz ehrlich bin...mein Chinese ist soooo handlich, so leicht, irgendwie hänge ich mittlerweile daran, es ist zur zweiten Haut geworden....

    Zum anderen: Mich interessiert das Roland Instrument (siehe anderen Thread). Für viele viell. unverständlich...aber bevor ich dann ein Instrument überhole, das mir Rückenschmerzen bereitet, kann ich das Geld doch lieber für etwas verwenden, was rückenfreundlicher ist - oder das Geld für etwas ganz anderes verwenden...

    Aber bevor es soweit ist, wird noch einige Zeit vergehen. Ich habe es ja nicht eilig....

    Once again, thank you very much for all your trouble...

    D.
     
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