Warum ist Firewire besser als USB?

von Alenyx, 28.07.05.

  1. Alenyx

    Alenyx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.05   #1
    Ich möchte mir eine externe Soundkarte zulegen... Grundsetzlich ist Firewire immer teurer als USB. Kann mir jemand sagen warum?

    Ich habe an meinem Laptop nur einen Firewire Eingang die Soundkarten benötigen aber zwei, müsste mir also zusätzlich noch eine PCMCIA Karte besorgen mit zusätzlichen Firewire Anschlüssen... ich schätze mal, dass durch diesen Adapter eventuell auch noch Leistung verloren geht (?)....

    Lohnt es sich da überhaupt eine Firewire Soundkarte zu kaufen? Was macht den Unterschied aus?

    Bin für Hilfe dankbar...
     
  2. Manu85

    Manu85 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.05   #2
    FireWire ist viel schneller als USB. Es können also mehr Daten bei gleicher Zeit übertragen werden. Große Interfaces gibt es ja nur als Firewire. Ein Interface mit 1 oder 2 Mikro Preamps kann aber noch ohne Probleme mit USB benutzt werden denk ich.
     
  3. Alenyx

    Alenyx Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.05   #3
    Wenn USB, dann würde ich mich für die Tascam US-122 entscheiden und gleichzeitig sowieso entweder nur Mikro oder Gitarre aufnehmen... Demnach wäre USB dann ausreichend?
     
  4. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 28.07.05   #4
    Über das Thema wurde schonmal diskutiert (lemursh ist da glaub ich technich eher drauf eingegangen). Prinzipiell ist es aber kein Qualitätskriterium für ein Interface. Die Aussage "Firewire ist viel schneller als USB" gilt nur für USB 1, USB 2 dagegen ist theoretisch sogar schneller als FireWire400. USB hat aber ein Bussystem, bei dem sich alle Geräte am Port den Anschluss teilen, und die Daten immer entsprechend verteiltb werden müssen. Dadurch erreicht man bei USB in der Praxis seltener die maximale Transferrate.
    Das ist aber bei einem Interface ziemlich egal, die Hersteller werden schon darauf achten das Ihre Geräte den passenden Anschluss haben, um garantiert die zu übertragene Datenmenge zu bewältigen.
    Was ich aber nicht verstehe:
    :confused: Welche Soundkarte hast Du, die zwei Anschlüsse benötigt? Sie muss ganz schön viele Ein und Ausgangskanäle haben, dass das Sinn macht.
     
  5. Alenyx

    Alenyx Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.05   #5
    Ein paar der Firewire Interfaces von M-Audio benötigen einen Eingang für die Datenübertragung und einen für die Stromversorgung....
    Danke für die Antwort.. werde dann wohl doch bei USB bleiben....
     
  6. lemursh

    lemursh Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 28.07.05   #6
    Das stimmt so nicht. Wie ars ultima schon erwähnte hab ich mal die Grundlagen resp. die groben Unterschiede zwischen FW und USB in einem anderen Thread ausgeführt, siehe unten:

    Beide Technologien haben jeweilige Vor- und Nachteile. Pauschal lässt sich das nicht sagen das FW besser ist. Aber hier mal die Unterschiede:

    FW: FW ist ein "Peer-to-Peer" Nettzwerk, d.h. alle Geräte am Bus sind grundsätzlich gleichberechtigt. Die einzelenen Peers sind somit intelligent und können Buskonflikte selbständig beheben. Zudem handeln die Peers untereinander aus wer in dem Netztwerk den Busmaster spielt. Meldet sich der Busamster ab geht der "Streit" um den Master wieder von vorne los. Aufgrund dieser Topologie und der verwendeten Protokolle ist FW400 in manchen Applikationen schneller als USB2.0. Allerdings lässt ein FW Netzwerk "nur" 63 Geräte zu (127 bei USB). Ein Nachteil von FW wird leider gerne übershehen. Um ein FW Gerät, dass die Spezifikation voll ausschöpft, muss der Notebookakku schon mächtig dick sein. Denn ein FW Device darf 1.25A bei 12VDC = ca. 15VA verbraten!! Deshalb ist ein FW Port mit Buspower an Notebooks realtiv selten anzutreffen!

    USB: USB ist eine "klassische" Master-Slave Architektur. D.h. dass in der Regel dein PC/MAC als Host fungiert und die einzelenen Ports zur Verfügung stellt. Die Slaves hängen sich an diese Ports und teilem dem Master ihre Konfiguration mit resp. Fordern "Kommunikationszeit" an. Der Vorteil hierbei ist, dass der Master die Transferbandbreite pro Teilnehmer individuell regeln kann. D.h. die Priorität und die Transfergeschwindigkeit (USB 1.x / 2.0) wird nur durch den Master bestimmt. Hierbei kann es passieren, dass ein USB2.0 Device an einem USB 1.1 Port angeschlossen auch nur mit der USB1.1 Geschwindigkeit operiert, das ist den Anschlussbuchsen nicht anzusehen. Hierzu müssen die tech. Doks. der Hersteller zu Rate gezogen werden. Obwohl der USB2.0 eine theoretische Transfergeschwindigt von 480MBit/s hat wirst Du niemals diese Geschwindigkeit in realen Situationen erreichen (da Bsp. nicht nur Dein Audiointerface dranhängt sondern auch noch Keyboard, Mouse, Palm, MP-3 Player, Speicherstöpsel etc.). Dies bedingt ein aufwendigeres Protokoll als bei FW und somit sinkt die Transferleistung da mehr Overhead produziert wird. Ein weiterer Vorteil von USB2.0 ist nactürlich die sehr weite Vrbreitung auf allen gängigen Platformen (PC/MAC). Hier noch der letzte Vorteil von USB: Der Verbrauch der einzelenen Devices darf 500mA bei 5VDC = ca. 2.5VA (nomalerweise PC/MAC Notebook) also an einem Stecker nicht überschreiten! Deshalb ist ein USB Audiodevice für den mobilen stromunabhängigen Einsatz ev. besser geeignet.

    Ja, aber das hat weniger mit Übertragungsrate zu tun als vielmehr mit den Protokollen wie oben schon ausgeführt. Bei FW lässt sich die Signallaufzeit recht einfach und genau berechnen, bei USB geht das eben nicht mehr so einfach.

    Ja. Was interessantes könnte das Lexicon Omega sein >HIER<.
    FW Audiointerfaces haben zwei Anschlüsse um den Bus weiterzuschlaufen, nicht um parallel Daten zu übertragen.
     
  7. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 28.07.05   #7
    Wenn Du z.B. auf die beiden FireWireBuchsen anspielst:
    http://www.m-audio.de/medres/fw1814fb8.jpg
    Es ist eher so, wie lemursh es sagt ("Bus weiterschaufeln"). Stromversorgung und Daten können bei FireWire über ein Kabel laufen.
     
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