Was stimmt hier nicht???

von Blackwitchmaster, 13.07.07.

  1. Blackwitchmaster

    Blackwitchmaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.07   #1
    Moinsen!

    Wir sein gerade dabei eine Demo selber im Proberaum aufzunehmen, und mittlerweile bei den Klampfen angelangt. Die letzten Tage hab ich fast ausschließlich damit verbracht, die optimale Mikroposition vor'm Amp zu finden, und konnte es natürlich nicht lassen, vorab schonmal das ganze versuchen abzumischen und zu mastern, um eine idee davon zu bekommen, wie das Resultat letztendlich wohl klingen wird. Ich find es so jetzt auch schon einigermaßen hörbar, aber zufrieden bin damit noch lange nicht.

    Könntet ihr mal reinhören, und mir ein paar Tips geben, was hier nicht stimmt?
    (Abgesehen davon, dass die Gitarren noch nicht 100% sauber eingespielt sind.
    Nach der 30sten Mikroposition wollten die Arme nicht mehr...)

    Ich bin langsam der Verzweifelung nahe. :screwy:

    Hier das Beispiel



    Vielen Dank schonmal im Voraus!
     
  2. KlausP

    KlausP HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 13.07.07   #2
    ich finde den Gitarrensound nicht so schlecht - auch wenn es nicht meine Richtung ist und ich daher nicht beurteilen kann was in dem Zusammenhang "gut" klingt.
    Wenn ich die Aufnahme so höre würde ich mir viel mehr Sorgen um den Schlagzeugsound machen ;)
     
  3. morry

    morry Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 13.07.07   #3
    Ich finde den Gitarrensound auch gut!
    Was genau stört dich denn noch an den Gitarren?
     
  4. EDE-WOLF

    EDE-WOLF HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 13.07.07   #4
    ich find die gitarren ganz geil ehrlich gesagt... noch doppeln und 3fachen und 4fachen und dann is doch gut!?
     
  5. cyclone

    cyclone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.07   #5
    Die Gitarren sind OK, vielleicht noch minimal die unteren Mitten ein wenig raus, da die sonst en wenig grummeln. War da eigentlich irgendwo ein Bass zu hören?

    Das Schlagzeug klingt kraftlos. Bis auf die Snare geht der Rest vielleicht. Die Snaredrum braucht mehr Punch unten rum, die Mitten ein wenig bei 4-5K raus - die klingt wie ein Blecheimer. Die Drums würde ich nochmal einzeln als Subgruppe durch einen Kompressor schicken, um den Sound dichter zu bekommen. Andernfalls klingt es im dichten Gitarrengeschrammel zu lose.
     
  6. Blackwitchmaster

    Blackwitchmaster Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.07   #6
    Moinsen!

    Vielen Dank erstmal für die Antworten!

    Also was mich an den Gitarren stört ist, dass sie noch ein wenig zu undirekt und undifferenziert kligen, der Druck fehlt, sie irgendwie "hohl" klingen, und sie mir ein wenig zu doll "sägen".

    Ich frag mich halt, ob das schon an der Aufbahme liegt, oder ob man das durch einen EQ doch noch besser in den Griff bekommen kann. Gedoppelt waren sie übrigends schon... :(

    Hier nochmal die puren, unbearbeiteten Gitarrenspuren:

    guitars_raw.mp3


    Der Bass war tatsächlich kaum zu hören! Hab den jetzt auch nochmal hörbar gemacht. =)
    Am Schlagzeug war ich jetzt auch nochmal dran, und hab es auch nochmal durch einen Kompresssor gejagt. Irgendwie scheint das in den Höhen zu doll zu "poppen", oder ist das so ok? Glaub ich hab mein Gehör schon wieder verloren...=)

    Die Snare soll 'n bissl "dreckig" klingen (wunsch unseres Drummers), wobei es aber auch kein Blecheimer sein soll. =)

    Hab also an allem nochmal ordentlich geschraubt.

    Ergebnis ist hier zu hören


    Gefällt mir auch schon wieder besser, aber irgendwie doch noch nicht so ganz...
    da könnte noch 'n bissl mehr....
    und vielleicht ein bissl weniger....

    Ich weiß es nicht! :confused:

    Hat noch jemand eine Idee???


    Greets!
     
  7. Bloodwurst

    Bloodwurst Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.07   #7
    Schonmal daran gedacht,die Drumspuren mit nem leichten Overdrive zu bearbeiten? Das kann das Schlagzeug mitunter ganz gut aufpeppen.Mache ich eigentlich immer. :rock:
     
  8. Dieter B.

    Dieter B. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.07   #8
    Hau mal bei Gitarre und Snare ein bisschen bass im Bereich 150 ~ 250 hz rein.
    Bei der Gitarre weniger, bei Snare mehr.
    Natürlich nicht beide bei der gleichen Frequenz...

    Hall würde dem Drumset sehr gut tun.

    Kompressor auf den Bass.
     
  9. UranusEXP

    UranusEXP Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 16.07.07   #9
    Hi,

    ich glaube du schätzt das Potential des "Mischens" falsch ein, das ist aber keine Schande, sondern allgegenwärtig. Am besten immer alles so aufnehmen, als ob es keine EQs, Kompressoren etc. gäbe.Wenn der Rough-Mix nicht schon gut klingt, klingt auch der Endmix nicht. Zu den Aufnahmen:

    -Versuch mal die Gitarren hart links/rechts zu pannen
    -Mikrofon so nah wie möglich an den Amp (ist es glaub ich noch nicht, da ich mir zumindest einbilde, den Raum noch zu hören)
    -Die Position der Amp-Mikrokombination im Raum hat auch grossen Einfluss (schätze stand bei der Aufnahme an der Wand?). Versuch mal andere Aufstellung eher in der Mitte.
    -Wenn möglich mal versuchen, aus dem Line-Out aufzunehmen und die Boxen-Simulation von einem Amp-Plugin zu verwenden
    -Evtl. komplett den Git-Sound mit Plugin machen und ohne ideolgische Vorurteile vergleichen. Guter analoger Git-Sound mag Digitalem überlegen sein, ist aber nicht einfach hinzubekommen und Letzterer wirklich idotensicher.

    Mit dem Drumsound ist's natürlich noch schwieriger. Ich möchte dich nicht entmutigen aber ich seh eher schwarz in dem Fall. Aber vielleicht hilft's:

    -Overheads sind wohl ein AB oder Äquivalenz-System (sprich die Mikros haben einen relevanten Abstand zu einander). Vorsicht: Die beiden Kanäle sind unbedingt hart links/rechts zu pannen. Die Breite des Schlagzeugs ist NICHT nachträglich mit den Panpots der beiden Kanäl zu regeln. Auch aufpassen, dass die Mikros nicht zu einander zeigen, eher von einander weg. Kann nämlich sonst passieren, dass ein Sound dann auf Mikro A früher ankommt als auf B, aber auf Mikro B lauter als auf A. Dann fühlt sich das Gehirn verarscht, denn es erhält widersprüchliche Richtungsinformationen. Es ist unbedingt erforderlich, stereofone Mikrofonsysteme zu verstehen. Google! Wikipedia!

    -Einfluss des Raumes und der Raumpostion des Schlagzeugs ist natürlich ungleich grösser als beim Amp

    -Evtl. in Erwägung ziehen, für Drums ein vernüftiges Studio zu buchen oder gut zu programmieren. Ich habe noch nie einen wirklich guten Drumsound auf einer Proberaumaufnahme gehört. Sorry, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

    Viel Glück!


    Gruß,

    Uranus
     
  10. HADO

    HADO Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.07   #10
    besser eine mittelmäßige proberaumaufnahme, die vielleicht getriggert ist, als eine programmierte finde ich...
     
  11. morry

    morry Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 17.07.07   #11
    Das denk ich aber auch!
    Hier im Forum geistern wunderbare selbstgemachte Drum-Samples rum:
    https://www.musiker-board.de/vb/knowhow/164322-drum-samples.html

    Trigger einfach die Snare z.B. mit DrumTrig VST oder den anderen üblichen Verdächtigen. DrumTrig scheint nicht mehr online zu sein, kann ich dir auf Anfrage aber mailen.
    Knall dann ein schönes Sample auf die Snare und schon sieht die Recording-Welt etwas anders aus.

    Viele Grüße
    Moritz
     
  12. Ravine

    Ravine Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.07   #12
    Servus

    finde die Gitarren auch nicht schlecht !
    Das mit Mic nah an die Box würde ich auch probieren, hat dann weniger Raum, Reflektionen und anderes Zeug drauf.

    Mehr Druck könntest Du mit Paralleler Kompression erreichen.
    D.h. kopier die ganze Gitarren Spur auf eine Neue Spur und Komprimier diese neue Spur sehr stark. D.h. grosse Ratio ( ca. 6 : 1 bis 8 : 1 ) , kürzeste Attack ( möglichst 0 ms ) und eine etwas längere Release ( ca. 150 ms ). Dann fährst du den Treshhold runter bis du etwa eine Gainreduktion von 8 - 12 dB. hast.
    Die komprimierte Spur kannst du nun zur Original Spur dazu mischen nach gut dünken.
    Im besten Fall steigt der Gesamtpegel ( der vom Master Fader ) nicht an. So kannst du einiges mehr an Druck und Präsenz gewinnen ohne das dein Mix zu laut wird.

    Falls es eine Verzögerung ( Delay ) ergibt durch den Kompressor, musst du diese natürlich ausgleichen da es sonst zu Phasenauslöschungen kommt. Also am einfachsten gehts wenn die Spur um die Anzahl Samples , die sie verzögert ist, nach vorne schiebst.

    Hoffe konnte Dir helfen :)
     
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