Weg von Marshall Stack - Hilfe für neues Wohnzimmer Setup

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Toni0

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Servus zusammen!

Ich überlege derzeit, mein komplettes Setup zu verkaufen und brauche den Rat von Leuten, die diesen Weg vielleicht schon hinter sich haben.

Zu mir:
Ich spiele seit 20 Jahren Gitarre, davon 14 Jahre elektrisch (self-taught). Mein Fokus liegt auf Classic/Hard Rock und Metal (Metallica, Iron Maiden).

Aktuelles Setup (mein "Problemkind" - für mich leider ein totaler Fehlkauf):

Marshall Origin 50H Stack (Box: MR1936V) (zu wenig Gain)

Boss GT-100

Das Problem:
Ich spiele nur noch im kleinen Wohnzimmer. Das Stack ist viel zu massiv. Bei Zimmerlautstärke klingt der Marshall "kraftlos", ich erreiche nicht den Sound, den ich will. Selbst Tappings fühlen sich zäh an und sterben ab. In den letzten Jahren bin ich deshalb immer öfter zu GuitarRig am PC geflüchtet, will aber eigentlich weg vom Rechner.

Mein Ziel:
Endlich den Sound, den ich im Kopf habe, bei Zimmerlautstärke erreichen. Ordnung im Wohnzimmer. Keine Band-Ambitionen. Für "unterwegs" (Lagerfeuer etc.) plane ich einen Spark MINI.

Bisherige Empfehlungen von Händlern/Bekannten:

1. Attenuator + JCM800 Distortion Pedal für den Marshall.

2. GT-100 behalten und an eine Headrush FRFR-Box hängen.

3. Quad Cortex + FRFR
Headrush Core + FRFR
Yamaha THR30II
Boss Katana 50

Auch den Kemper und den HX Stomp XL hatte ich auf dem Schirm, aber die Menge an Geräten auf dem Markt überfordert mich gerade etwas.

Meine Kernfrage:
Macht der Sprung auf ein High-End-System wie das Quad Cortex für einen reinen "Home-Player" Sinn, oder ist das Overkill? Ich kann es mir leisten, will aber nicht schon wieder Geld für etwas ausgeben, das am Ende an meinen Bedürfnissen (Einfachheit + Sound bei geringer Lautstärke) vorbeigeht.

Ich bin für jeden Input dankbar!

Beste Grüße!
 

Mach es NICHT wie ich 😉 Denn ich habe klein angefangen mit DIGITAL und bin dann zum Schluss bei dem gelandet, das einfach funktioniert. Spare Dir diese Zeit 😉

Das sind die 3 Teile, die ich immer wieder mit großen Abstand zu allem anderen, im Studio und auf Bühnen sehe:
Fractal Axe-Fx III
Kemper Profiler
Neural DSP Quad Cortex

Einen davon habe ich 😉
 
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Sehr schön ist eine Lösung mit einem THR100 Halfstack. Klingt leise auch sehr gut. Nimmt Pedale und Multis gut an.
 
Nachdem ich mir vor kurzem ein Valeton GP-50 (zum Testen) und nun das Valeton GP-150 nach Hause geholt habe, muss ich leider sagen, die Dinger klingen schon verdammt gut (betrieben am einem Rockboard Power MOD 150 und einer 1x12er Box). Und bei Zimmerlautstärke definitiv besser als mein Röhrenamp.

Ich will dir jetzt nicht unbedingt zum Valeton raten, ich bin aber auch davon überzeugt, dass es für deine Anwendung kein Kemper oä sein muss.
Für diese Geräte spricht die hohe Flexibilität bei den Einstellungen, und dass man sich die Sounds einfach aufs Gerät lädt. Das kann natürlich auch seine Tücken haben...
 
Mittlerweile liefern Produkte vom Valeton GP5 bis rauf zum AxeFX 3 hervorragende Amp-Sounds ab.

Der Unterschied ist erstaunlicherweise viel weniger in der reinen Qualität der Amp-Simulation (/Profiling) als in Bedienung, Display, Anschlüsse und sonstige Effekte und Ausstattung zu sehen. Der Kemper ist zum Beispiel nach meiner Wahrnehmung beim Profiling dem Tonex keinesfalls überlegen, bietet aber Ausstattungsmerkmale, die gerade Live eine deutliche Verbesserung darstellen können. (weshalb Tonex beispielsweise keinen Low- und Highcut bietet, ist mir ein Rätsel)

Ich bin der festen Überzeugung, dass es hier keinen Sinn macht Ratschläge zu erteilen. Ab in den nächsten Laden und erst einmal gucken, mit welcher Gerätegröße und Klasse Du warm wirst.

Der eine will so ein Valeton GP5 oder Tonex One nichtmal anschauen, weil er das als billigst-Spielzeug empfindet bzw. die Bedienung als Zumutung. Den nächsten gruselt es vor dem Kemper mit seinem etwas eigenen, antiquiert wirkenden Charme oder von der Bedienfeld-Wucht eines Helix Stadium.

Wenn es dir im Übrigen nur um einen (Marshall?) Amp-Sound und nicht auch noch um Effekte geht, sind auch die UAFX Amp-Pedals (lyon) ein Anspieltip.

Soundtechnisch wird die Wahl des Modellers/Profilers zu Hause viel weniger ausmachen als die Wahl der Verstärkung bzw. konkret vor allem des Lautsprechers.
 
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Macht der Sprung auf ein High-End-System wie das Quad Cortex für einen reinen "Home-Player" Sinn, oder ist das Overkill?
Meiner Erfahrung nach hängt sehr viel vom Zimmer und der Abhörlautstärke ab.

Ein Kumpel ist vom Top + 4x12 über einen lauten Peavey Classic (oder alternativ mal einen AC15) über einen leiseren 7ender Champ zum kleinen Blackstar gekommen. Ist völlig ok, mehr gibt der Raum auch (ohne Umbau) nicht her.

Fazit: Falls du normalerweise über Speaker mit nachbarschaftstauglicher Lautstärke hörst, dann wird es in einem normalen Wohnzimmer auch mit einer einfachen Lösung sehr einfach gut funktionieren.
 
Meine Kernfrage:
Macht der Sprung auf ein High-End-System wie das Quad Cortex für einen reinen "Home-Player" Sinn, oder ist das Overkill? Ich kann es mir leisten, will aber nicht schon wieder Geld für etwas ausgeben, das am Ende an meinen Bedürfnissen (Einfachheit + Sound bei geringer Lautstärke) vorbeigeht.

Das ist doch leicht zu beantworten. Zu Hause zählst Du nur und deine Wahrnehmung (+etwaige Mitbewohner, aber die wollen meistens nur leise 🙂).

Was Du beim Quad Cortex bekommst ist eine - wie ich finde - gute Bedienung, ein tolles Display und tolle Effekte. Gerade im Vergleich zu einem Tonex oder den kleineren Valeton liegen da meiner Meinung nach bedientechnisch Welten dazwischen... bei den Effekten zumindest Kontingente.

Wenn Du viel an komplexen Sounds schrauben willst, ist das ein riesiger Vorteil.

Willst Du im Grunde nur zwei, drei Standardsounds zahlst Du viel Geld für etwas, dass Du wenig oder nicht nutzt.

Ich nutze das Tonex nur mit drei Ampsounds und im übrigen externe Effekte. Mir reicht es vollkommen aus, die par Ampsounds am Gerät oder per Midi abrufen zu können. Als reiner Profile-Player ist das Tonex toll, als Rundum-Sorglos Gerät für komplexere Soundkreationen nicht.
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Das sind die 3 Teile, die ich immer wieder mit großen Abstand zu allem anderen, im Studio und auf Bühnen sehe:
Fractal Axe-Fx III
Kemper Profiler
Neural DSP Quad Cortex

Man muss dabei aber fairerweise auch ergänzend die Marktdurchdringung berücksichtigen.

Es hat beispielsweise für einen Kemper User keinen Sinn ergeben bei erscheinen des Tonex darauf umzuswitchen. Das Tonex kann in meinen Augen nichts relevant besser, es ist einfach günstiger. Zudem sind die Platzhirsche bewährt, die Sounds der User bereits programmiert etc.

Deshalb würde ich nicht alleine aus der Verbreitung darauf schließen, dass andere Geräte schlechtere Ergebnisse produzieren. Sie produzieren nur keine besseren bzw. jedenfalls keine signifakant besseren. Ob jetzt das NAM-Profiling noch 3,8 Prozent genauer ist als das des Kemper interessiert am Ende niemanden. Dafür wechselt man kein bewährtes Gerät mit bereits gefunden Sounds aus.
 
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