welcher Hz Bereich bei Boxen relevant?

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strawanski
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hab da mal ne Frage, wie tief gehen die Frequenzen beim Bass (5-Saiter), braucht macht sich da die Differenz zwischen 40Hz und 45 oder 50Hz bemerkbar? Oder ist das egal?
 
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Nashrakh
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Ist AFAIK latte, da die Obertöne, die da mitschwingen, viel wichtiger sind fürs Ohr. Laut dieser Tabelle liegt bereits das E bei etwa 41Hz, das tiefe B eines Fünfseiters etwa bei 30.
 
strawanski
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und was denkt ihr bei den hohen hz bereichen, wie hoch ist da nötig?
 
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die frage ist (wie immer) nicht pauschal zu beantworten, ich kann dir lediglich einen groben erfahrungswert mitteilen:

der lautet: ca. 50hz (-3db) bei bassreflex
und 60hz (-3db) bei geschlossenen boxen


warum bei BR anders als bei geschlossen?

bei einer bassreflexbox stellt sich unterhalt der abstimmfrequenz der bassreflexöffnung ein so genannter "akustischer kurzschluss" ein. Das bedeutet nichts adneres, als dass die druckdifferenz zwischen vorder und rückseite der schallwand (und das ist eben das was "schall" ist) geringer wird weil durch die bassreflexöffnung ein druckausgleich stattfindet.

Ums Laienhaft zu formulieren: während Bassreflex bis zur abstimmfrequenz deutlich mehr "tiefton" erzeugt fällt sie unter dieser frequenz deutlich stärker ab.

Daas heißt: (gabz grob und rein exemplarisch):

ihren -3db punkt hat eine bassreflexbox bei 50hz, ihren -10db punkt bei 40hz (40hz werden um 10db leiser übertragen als eben die 100hz bspw)

die geschlossene box hat ihren -3db punkt bei 60hz und ihren -10db punkt ebfalls bei 40hz...

will sagen: irgendwo schneiden sich beide frequenzgänge wieder, deshalb kann die grenzfrequenz (-3db) bei einer closed box etwas höher angesetzt werden....


ABER: hersteller lügen sich sowieso tot... von daher kann man viele angaben ehh in die tonne haun...

wie weit sie obenrum kommen muss ist REINE geschmacksfrage....

die einen spielen 15" ohne horn, den anderen ist ein 8er ohne horn schon zu wenig höhen...

zumal "höhen" für den einen basser der bereich zwixchen 5 und 10khz ist und für den anderen bereits bei 800hz anfängt...

also da würde ich kein stück auf "statistik" sondern nur auf ohr achten!



EDIT: und KEINE KEINE KEINE halbwegs sinnvolle bassbox macht 30hz linear mit!
 
Cadfael
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... und KEINE KEINE KEINE halbwegs sinnvolle bassbox macht 30hz linear mit!

Was auch live kontraproduktiv wäre, da es Veranstalter nicht gerne haben wenn das Haus in seinen Grundfesten wackelt und das Publikum es auch nicht mag, wenn die Bässe "körperlich bedrohlich" zu spüren sind. Und der Mann am Mischer wird eh kündigen!

Zudem sollte der Verstärker dazu MINDESTENS ein GK 1001 mit 700 Watt sein; sonst geht dem Monster zu schnell die Puste aus.

Ich hatte es schon mal erwähnt ...
Ich finde es erstaunlich, dass Roland bei seinen Bass Amps auf jegliche Frequenzangabe verzichtet! :eek:
Keine Ahnung warum, aber vielleicht hatten die Entwickler und technisch Verantwortlichen dermaßen die Nase voll von verlogenen / doppeldeutigen / nicht aussagekräftigen Werten (siehe Ausführungen Ede), dass sie sich geweigert haben Werte weiterzuleiten nur damit was im Manual steht.

Fazit: Angaben auf Websites könnn allerhöchstens zum Vergleich mit Boxen der gleichen Serie des gleichen Herstellers dienen! Wenn die 210er bis 50 Hz runter geht und die 212er bis 45 Hz, wird die 212er vermutlich mehr Druck ganz unten entwickeln.

Ansonsten heißt es: Antesten und raushören was gefällt!
Mein 2x 2,5 Watt Übungsamp mit 4x 4" (10 cm) Speakern kann einen 5-Saiter auch sauber und präzise abbilden! Im fehlt allerdings das dicke Fundament.

Gruß
Andreas
 
EDE-WOLF
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Ich hatte es schon mal erwähnt ...
Ich finde es erstaunlich, dass Roland bei seinen Bass Amps auf jegliche Frequenzangabe verzichtet! :eek:
Keine Ahnung warum, aber vielleicht hatten die Entwickler und technisch Verantwortlichen dermaßen die Nase voll von verlogenen / doppeldeutigen / nicht aussagekräftigen Werten (siehe Ausführungen Ede), dass sie sich geweigert haben Werte weiterzuleiten nur damit was im Manual steht.

der grund liegt sicherlich mit am begrenzungskonzept.... das ding hat ja ne art multibandlimiter drin, der untenrum halt dicht macht wenns laut werden soll...

das ist ja auch die "lüge" der d-bässe, die sie so unglaublich laut scheinen lässt!

da wäre sowas auch nicht ganz fair...
(was andere hersteller nicht davon abhalten würde :D)

Fazit: Angaben auf Websites könnn allerhöchstens zum Vergleich mit Boxen der gleichen Serie des gleichen Herstellers dienen! Wenn die 210er bis 50 Hz runter geht und die 212er bis 45 Hz, wird die 212er vermutlich mehr Druck ganz unten entwickeln.

jain also man kann schon vergleichen man muss sich nur vorher etwas in die materie einarbeiten....

wenn die messmethoden ähnlich sind, kann man die werte vergleichen, wenn nicht kann man umrechnen
 
Cadfael
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der grund liegt sicherlich mit am begrenzungskonzept.... das ding hat ja ne art multibandlimiter drin, der untenrum halt dicht macht wenns laut werden soll. Das ist ja auch die "lüge" der d-bässe, die sie so unglaublich laut scheinen lässt!

Sehe ich etwas anders (wie nicht anders zu erwarten???) ... :)

Mangelnde Basswiedergabe (und da meine ich keine Tiefmitten) kann man beiden D-BASS Modellen nicht nachsagen - zumindest bei "normaler Bandlautstärke" (klassisch mit Sänger über Gesangsanlage).

Falls der D-BASS jenseits der "normalen Bandlautstärke" (zusätzliche PA Abnahme unabdingbar) die Bässe abregelt / limitiert um lauter zu werden halte ich das nicht für einen "Taschenspielertrick", sondern für "ein geniales Zusatzfeature"! :great:

Selbst in der Übergangs- / Mischphase zwischen reinem Bühnensound + Gesangsanlage und reiner PA-Verstärkung wird mMn jeder Mischer jubeln, wenn der Bassist die Bässe irgendwann der PA übergibt und nicht grenzenlos tiefste Frequenzen raushaut. Bäss gehören ab einer gewissen Lautstärke in die Hand des Mischers und nicht in die Hand des Bassisten ...

Zudem würden tiefe Bässe in extremer Lautstärke den Bühnenboden (nicht alle stehen auf gemauertem Boden) negativ beeinflusen. Bis zu einer gewisen Lautstärke ist das vertretbar, irgendwann ist ein "Schutz des Bühnenbodens" aber als produktiv anzusehen und die Durchsetzungskraft des "hörbaren Sounds" weit wichtiger. Mit der Lautstärke verschieben sich mMn die Prioritäten ...

Ich weiß nicht, ob der D-BASS den von Dir angesprochenen frequenzabhängigen (und Lautstärkeabhängigen?) Limiter hat. Aber sollte er diesen Limiter wirklich haben sehe ich ihn nicht als "Betrug" an, sondern als "professionelle und praxisgerechte" Lösung!

Ich schwöre hoch und heilig, dass meine Meinung nichts mit meiner Liebe zu Roland zu tun hat, sondern mit den über 5 Jahren, die ich hinter einem Mischpult stand ...

Netter Gruß
Andreas
 
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Die meisten Bassboxen wirken genauso stark soundbildend wie das Instrument und der Amp. Daher gib nichts auf technische Angaben, sondern HÖR Dir unbedingt die Box an, die Dich interessiert. Und kaufe immer die, welche nach Deinem Geschmack besser klingt, nicht die, welche auf dem Datenblatt besser dasteht.

Eine Anmerkung zur "Begrenzung" der Roland D-Bass-Amps: Soweit ich weiss, wird der Speaker der Amps optisch überwacht. Und wenn die Auslenkung zu groß wird, wird da regelnd eingegriffen. Ziemlich unhörbar anscheinend, denn selbst mit dem relativ kleinen BassCube 100 ist man in der Lage, einen ohrenbetäubenden Krach und gleichzeitig einen guten Sound zu erzeugen.

Viele Grüße
Jo
 
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Sehe ich etwas anders (wie nicht anders zu erwarten???) ... :)

Mangelnde Basswiedergabe (und da meine ich keine Tiefmitten) kann man beiden D-BASS Modellen nicht nachsagen - zumindest bei "normaler Bandlautstärke" (klassisch mit Sänger über Gesangsanlage).

Falls der D-BASS jenseits der "normalen Bandlautstärke" (zusätzliche PA Abnahme unabdingbar) die Bässe abregelt / limitiert um lauter zu werden halte ich das nicht für einen "Taschenspielertrick", sondern für "ein geniales Zusatzfeature"! :great:

Selbst in der Übergangs- / Mischphase zwischen reinem Bühnensound + Gesangsanlage und reiner PA-Verstärkung wird mMn jeder Mischer jubeln, wenn der Bassist die Bässe irgendwann der PA übergibt und nicht grenzenlos tiefste Frequenzen raushaut. Bäss gehören ab einer gewissen Lautstärke in die Hand des Mischers und nicht in die Hand des Bassisten ...

Zudem würden tiefe Bässe in extremer Lautstärke den Bühnenboden (nicht alle stehen auf gemauertem Boden) negativ beeinflusen. Bis zu einer gewisen Lautstärke ist das vertretbar, irgendwann ist ein "Schutz des Bühnenbodens" aber als produktiv anzusehen und die Durchsetzungskraft des "hörbaren Sounds" weit wichtiger. Mit der Lautstärke verschieben sich mMn die Prioritäten ...

Ich weiß nicht, ob der D-BASS den von Dir angesprochenen frequenzabhängigen (und Lautstärkeabhängigen?) Limiter hat. Aber sollte er diesen Limiter wirklich haben sehe ich ihn nicht als "Betrug" an, sondern als "professionelle und praxisgerechte" Lösung!

Ich schwöre hoch und heilig, dass meine Meinung nichts mit meiner Liebe zu Roland zu tun hat, sondern mit den über 5 Jahren, die ich hinter einem Mischpult stand ...

Netter Gruß
Andreas

hab ich gesagt das sei schlecht?

LF limiting gabs schon beim ADA MB-1 der das ganz hervorragend gemacht hat

das ist ne super sache... und ich habe auch nichts darüber gesagt dass es schlecht sei... nur ist es halt ne lüge denn vollends basslastig kann der amp eben auch nicht viel lauter als andere.... ob man das hört oder nicht... ich bezeihe mich im gegensatz zu manch anderem hier immer möglichst auf "messbare" fakten um persönliche "färbungen" möglichst rauszuhalten....
 
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den "Frequenzgang" den die Hersteller angeben kann man vergessen. als ich beim Hans von FMC war haben wir die Frequenzgänge von mehreren boxen verglichen und im Bassbereich bis ca. 100 Hz waren alle (Glockenklang Quattro, Ampeg 410HLF, Eden, FMC...) nahezu ideentisch. alle fangen bei etwa 60 Hz an, richtig Schall zu produzieren.

in den Mitten und Höhen entsteht der eigentliche Klang. ob man mit einem Horn bis zur Hörgrenze will ist Geschmackssache... da muss man selbst hören, ob einem die Box gefällt.
 

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