Welches Micro !

von jaymze, 21.08.03.

  1. jaymze

    jaymze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.03   #1
    Hi,
    bin Sänger in einer Rockband und suche ein neues micro. Bisher habe ich zunächst das gute alte sm 58 benutzt, um dann später auf das tg-x 58 von Beyerdynamic umzusteigen, mit dem ich auch ziemlich zufrieden war. Dummerweise ist es aus unerfindlichen Gründen irgendwie kaputt gegangen (ohne dass ich - außer singen - irgendwas damit gemacht hätte; war 3 Jahre alt).

    Jetzt würde ich gerne mehr Geld (400-500 Euro) investieren und wenn es geht auch mit Funk-Micro arbeiten. Welches Micro könnt Ihr da empfehlen.
    Einfach mal ins blaue hinein
    Gruß Totti
     
  2. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 21.08.03   #2
    Es ist schwer, Tipps zu geben, wenn man nicht weiß was Du machen willst. Das TG-58 ist ein erträglich preiswertes sehr gut universell einsetzbares Mikro, aber die Höhere Preisklasse macht eigentlich nur Sinn, wenn Du bestimmte Dinge erreichen willst.

    Ist Deine Stimme eher kräftig oder eher weniger kräftig - singst Du englisch oder deutsch?
     
  3. jaymze

    jaymze Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.03   #3
    will keine bestimmten Dinge erreichen, sondern meine Stimme soll einfach nur besser rüberkommen. Bewirkt ein besseres Micro als das tg-x 58 das überhaupt ?

    Ich singe zumeist englisch und meist mit kratzigem, kräftigen Sound (ich drücke es mal so aus; weiß, dass das nicht ganz richtig ist !).
     
  4. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 21.08.03   #4
    Ein teures Mikro kauft man vor allem um bestimmte Dinge zu erreichen. zB Mich Jagger oder Tina Turner haben jahrzehntelang ein Shure SM-58 benutzt (weiß nicht, ob sie das immer noch tun) und sie könnten sich weißgott auch ein Mikro für 5000€ leisten. Deren Stimme ist eben sehr kräftig und über alle Zweifel erhaben, und wenn sie eine Bühne betreten, dann haben sie InEar-Monitoring oder phantastische Monitoranlagen.

    Beyerdynamic-Mikrofone sind idR besonders rückkopplungsarm, was auf weniger professionell ausgestatteten Bühnen enorm hilfreich ist. Dennoch benutzt Phil Collins Beyerdynamic obwohl er auch eine phantastische Monitoranlage hat.

    Bei Profisängern ist das oft Gewohnheit. Auf dem legendären "LIve Aid" Konzert (13. Juli 1985), trat er in London mit einem Beyerdynamic Mikro auf, dann flog er mit ner Concorde nach Philadelphia und hatte es wohl mit im Gepäck. Mir ist das aufgefallen, weil alle anderen SM-58 benutzten.

    Sting wiederum benutzt Sennheiser, wär aber sicher auch mit Beyerdynamic oder Shure ein guter Sänger.

    Brain Adams - ebenfalls sehr gut, benutzt glaube ich AKG

    Also:

    Wenn Du Feedbackprobleme hast, dann ist Beyerdynamic eine gute Wahl.

    Wenn Du deutsch singst oder eine Frau bist, dann sind (Electret-) Kondensatormikrofone oft sehr gut.

    Ansonsten sind die Topmarken (Shure, Beyerdynamic, AKG, Sennheiser...) alle sehr gut im Gegensatz zu vielen Billigdingern.

    Zum Sound (wenn man das überhaupt pauschalisieren kann): Shure ist sehr gut bei kräftigen "Agitationsgesang" also Sänger, die ihr Publikum anbrüllen ;-) Beyerdynamic ist etwas feiner und differenzierter... und Kondensatormikros sind noch differenzierter und feiner.

    Unsere bestverkauften Live-Vokalmikros der gehobenen Klasse sind:

    Beyerdynamic TGX-61
    AKG C-900
    Shure Beta-58
    Sennheiser E-865 S

    und wie Du sehen kannst, sind die alle nicht sooo teuer, aber sehr gut.

    Neumann KMS-105 ist vielleicht das beste Live-Vokalmikro und kostet 675€, aber so was gehört eher weniger auf eine Rockbühne...
     
  5. jaymze

    jaymze Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.03   #5
    Hi nochmal,
    erstmal vielen Dank für die superschnelle und sehr informative Hilfe. Das ging ja rappzapp. Hab aber noch ein paar zusätzliche Fragen

    Was beachte ich denn bei Funk-micros ? Sind die überhaupt zu empfehlen und gibt es die von Dir vorgeschlagenen Micros auch in der schnurlosen Form ?
    Gruß Totti
     
  6. Patrick Beyer

    Patrick Beyer Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 21.08.03   #6
    Bei FUnkmikros solltest du auf die Frequenz achten, also VHF (unterer Frequenzbereich) oder UHF (oben). UHF ist eigentlich der bessere und professionellere Bereich. Zudem solltest du, wenn du in großen Sälen und Freiluftbühnen deine Funkmühle aufbaust, darauf achten evtl. mit (True)Diversity zuarbeiten, das heißt, dass 2 Antennen für ein Mikro zuständig sind, woraus folgt, dass der Empfang besser wird und funk schwächere Momente ausgeglichen werden können.
    Die Wohl bekanntesten Funkanlagen sind von Shure und Sennheiser. Das sind die ganz normalen Mikrofone aus dem Wired bereich, die auf einen Handsender montiert werden - also die gleiche Kapsel und Qualität.
    Grundsätzlich gibt es aber die Möglichkeit jedes dynamische Mikrofon mit Hilfe von Aufstecksendern (sennheiser oder AKG) und den passenden Empfängern in ein Funkmikro zu verwandeln. So hast du die Möglichkeit das beste Mikro, das zu deiner Stimme passt und nicht in Funk erhältlich ist, zu einer Funke zu verwandeln, solange es kein Kondensator Mikro ist.
    Oder zum Beispiel das KMS105 mit diesen Funkstecker und Empfänger ausrüsten und viel weniger als +2000€ zahlen (nur für das Mikro auf dem Handsender).

    Ein gutes Kondensator Mikro, dass dem Neumann schon nahe kommt ist das Beta87 von Shure. Zwar ist das im Mix nicht so durchsetzungsfähig und die Poppfilter sind auch nicht so überzeugend wie die des Neumanns, dennoch super Mikrofon und auch günstiger.
     
  7. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 21.08.03   #7
    Tipps dazu findest Du auf den Seiten:

    http://www.musik-service.de/Mikrofone/ifFunk.htm

    und

    http://www.musik-service.de/Mikrofone/miFunk.htm

    Teure Profisysteme erlauben vor allem den Einsatz von bis zu 16 Systemen auf einer Bühne
     
  8. jaymze

    jaymze Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.03   #8
    das heißt also, wenn ich das tg-x 58, 60, 61 nehme, kann ich es auch als Funk-Micro aufmotzen. Was würde denn so etwas ca. kosten. Hab da überhaupt keine Vorstellung !
     
  9. Patrick Beyer

    Patrick Beyer Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 21.08.03   #9
  10. Johannes Hofmann

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    Erstellt: 21.08.03   #10
    Dem TGX-61 recht nahe kommt http://www.musik-service.de/ProduX/PA/Funk/Beyerdynamic_Opus_169_U__Handheld_System.htm

    http://www.musik-service.de/ProduX/PA/Funk/dB_Technologies_PU150_M.htm hat eine Beyerdynamic TGX-58 Kapsel
     
  11. jaymze

    jaymze Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.03   #11
  12. Patrick Beyer

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    Erstellt: 21.08.03   #12
    db ist zwar kein Bühnenstandard, aber im semiprofessionellen Berich ein nicht zu unterschätzende Größe, zumal sie durch den Kapselpartner Beyerdynamic wirklich gute Mikrofone liefern.
    Gutes Mikro und guter Preis. Hauptsache, es passt zu dir.
     
  13. jaymze

    jaymze Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.03   #13
    naja, habe, wie gesagt, mit dem TG-X 58 recht gute Erfolge erzielt, deshalb paßt das schon ganz gut, denke ich !

    Aber was heißt: kein Bühnenstandard; Ist das Funkteil nicht ok ?
     
  14. Patrick Beyer

    Patrick Beyer Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 21.08.03   #14
    Das mit dem Bühnenstandard hat damit zu tun, dass Sennheiser und Shure mit ihren Funkmikrofonen auf professionellen Bühnen die Oberhand haben. Sennheiser-Funkstreken sind (nicht nur meiner Meinung nach) die besten und Shure hat einfach Standards in Sachen Mikrofone(-vermarktung) gesetzt. Beyerdynamic aber auch AKG sind auf professionellen Bühnen seltenst zu finden. Dies liegst auch zum Teil daran, das Konzertveranstalter und Fernsehanstalten Veträge mit den zwei großen Anbietern abschließen.

    Auf "pirvaten" Konzerttouren, da finden sich dann Mikros, die speziell zur Stimme aubgepasst sind. Nur achtet man da im normalen Showalltag nicht drauf.

    Die db-Funken sind also völlig ok - erstrecht für den Preis. Was nicht heißt, dass die Billigware machen, denn es gibt zum Beispiel ein Gitarrenfunkanlage, die liegt bei schlappen 1200€...
    db ist halt nicht so gut vermarktet.
     
  15. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 21.08.03   #15
    Bühnen-Standard heist in diesem Fall, dass es nicht soo oft zu sehen ist wie Sure, Sennheiser ...

    Profi-PA-Verleiher müssen immer die Standard-Teile kaufen, damit niemand die Nase rümpft und fragt: "Was issen das - hab ich noch nie gesehen - darüber singe ich nicht..."

    dbTechnologie & Beyerdynamic hatten lange Zeit ein Joint-Venture. dbTechnologie hat für Beyerdynamic viele Funksysteme gebaut und dafür die Funk-Vermarktung der Beyerdynamic TG-X 58 bekommen... soweit ich weiß
     
  16. Patrick Beyer

    Patrick Beyer Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 21.08.03   #16
    @Johannes
    jo, das ist so korrekt.
     
  17. 00Schneider

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    Erstellt: 24.08.03   #17
    Nee, ich seh den meist mit dem "Vorgänger" vom KMS 105 (wie heißt das noch mal? K50? Vergesse ich immer wieder...)..

    Aber jetzt zu Phil Collins:
    Der ist bei sowas extrem eigen. Allein schon wenn man sein Schlagzeug ansieht: Dei FuMa eine Speedking, die HiHat auch ein altes Teil das fast auseinander fällt, das Tamburin auch ein besonderes (billig?) Teil, bei dem der Drum-Tech immer den Griff besser anmontieren muss, und zu guter letzt: er mag nur den Sound von abgespielten Fellen. Der Tech muss neue Felle immer lange einspielen, bis sie eigentlich schon wieder hinüber sind. Das krasse Gegenteil zu Chad Smith also. :D

    Das sind eben so Eigenheiten, wie auch mit dem Mik. ;)

    Gruß 00Schneider
     
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