werden magische stücke entzaubert wenn man sie selbst spielen kann?

von toby1000, 23.11.08.

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Gravity Stands
  1. toby1000

    toby1000 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.08   #1
    also der grund für dieses thema entspringt sicherlich zu einem gewissen grad dem alkohol und es richtet sich vor allem an andere die spät (=nach der jugend) mit dem spielen angefangen haben

    geht es euch auch so dass teilweise melodien oder soli, die ihr früher bewuindert udn vergöttert habt, ein teil von ihrem Zauber verloren haben seit ihr sie selbst spielen könnt?
    ich merke manchmal wie ich beim zuhören imer ein bischen an mich denke wie ich es spiele und nicht die lieder wirken lassen kann.

    das führt jetzt dazu dass ich mich scheue manche lieder zu lrnen weil ich fürchte dass sie dann für mich weniger faszinierend werden.
     
  2. Samuel_Groth

    Samuel_Groth Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 23.11.08   #2
    Hmm....die Befürchtung hatte ich damals als ich anfing Gitarre zu spielen. Und ich muss zugeben, dass ich seitdem dieses Phänomen einige Male erlebt habe. Allerdings nicht oder nur selten bei Soli.....eher bei der Rythmusgitarre. Da hab ich nun öfter mal das Gefühl "da hätte man mehr draus machen können" oder "laaaangweilig" bei Stücken die ich früher toll fand.

    So ist es zumindest wenn ich diese Songs höre.....wenn ich sie selbst spiele, schmücke ich diese Parts dann halt so aus, dass es mir gefällt.:)

    Edit: Das funktioniert bei mir allerdings nur reibungslos, weil ich sowieso nicht in einer Band spiele.....also nörgelt auch niemand rum nach dem Motto "Mann, kannst Du nicht einfach das spielen was auf dem Blatt steht!? Dein Gedudel überdeckt den Rest der Band!"
    ;)
     
  3. Arky

    Arky Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.08   #3
    Antwort: tendenziell ja - jedenfalls bei mir. Es macht zwar Spaß, ein schwieriges und mühsam erlerntes Stück nachzuspielen, aber gedanklich mache ich dann bei der Komposition eine Art Häkchen und weiter geht's zum nächsten Stück. So habe ich das jedenfalls vor Jahren gemacht. Die "Entzauberung" stellt sich auch deshalb ein, weil mir die harmonischen Zusammenhänge verständlich sind, die ich, ehe ich das Stück spielen konnte, "einfach nur genießen durfte".

    Es ist schon so ähnlich wie mit den Kindern, die sich lieber ein Harry-Potter-Buch holen und ihre Fantasie ausleben (ich stehe diesem Phänomen schon etwas kaltblütiger gegenüber), als ins Kino zu gehen und sicht dort zwar einen zweistündigen super gemachten Film anzuschauen, der sie aber anschließend um ihre Fantasien bringt (hoffentlich nicht vor Gericht einklagbar).

    Diese Problematik hat sich aber für mich eher erledigt, weil ich seit Jahren nur noch meinen eigenen Kram mache/spiele - inklusive dem Material von Freunden/Bekannten.

    Übrigens finde ich, dass sich eine gewisse "Entzauberung" auch bei bzw. gegenüber Personen einstellen kann, von denen man (bzw. ich) erst einer sehr hohen Meinung war - rein musikalisch - und dann in einem Interview völlig banale Äußerungen lese, die den ein oder anderen Musiker schnell zum absolut stinknormalen Sterblichen degradieren. Daher... nicht so viele Interviews lesen!! Das erhält ebenfalls was vom (berechtigten) Glanz-Faktor.

    Zur "Magie" kann ich noch schildern, dass ich zwar gerne schnell und kompliziert spiele, aber bei meinem Haupt-Recording-Projekt eher langsames Material spiele - welches beim Spielen selbst nicht unbedingt immer wahnsinnig abgeht. ABER den eigentlichen Wert der Stücke sehe ich regelmäßig daran, wenn ich wieder die Hörer-Position einnehme, die Stücke abspielen lasse und _kein_ Instrument (Gitarre, Bass) in der Hand habe. Dann kriege ich regelmäßig eine Gänsehaut und das zeigt mir, was in den Stücken steht. Ich finde z.B. die neue Metallica ganz OK, aber Gänsehaut? Weit davon entfernt.
     
  4. Ziggla

    Ziggla Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.08   #4
    Bei mir entfaltet sich die "Magie" eher noch mehr wenn ich ein Stück mitspielen kann.
    Ich weiß noch wie ich ungefähr 1 Jahr nachdem ich angefangen hab Gitarre zu spielen, Little Wing von SRV gehört hab - da hab ich mir gedacht, wenn ich das spielen kann hab ich alles erreicht was ich will, weil mich der Song einfach so heftig fasziniert hat.

    Ich hab den Song schon weit über 2000 mal angehört und es ist immernoch ein geniales Gefühl ihn zu hören - und seit längerer Zeit kann ich auch komplett mitspielen, das macht die Sache noch besser.
    Vor allem wenn Amp und Lautsprecher voll aufgedreht sind und man praktisch in einem Soundteppich steht - links SRV aus den Boxen, rechts man selbst aus dem Amp!

    Bei "Hands On Heart" von Steve Vai das selbe - das Lied hat für mich unheilich viel Feeling und, wie du so schön sagst, "Magie" .
    Und die hat es auch nicht verloren seitdem ich es spielen kann, im Gegenteil - da summiert sich eher was zusammen als das etwas verloren geht ;)!
     
  5. thomas.h

    thomas.h Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.08   #5
    Jaup,
    nicht nur wenn man sie selbst spielen kann, sondern auch, wenn man sie gedanklich verstanden/sortiert/nachvollzogen hat. Metallicasoli waren vor zehn Jahren absolut unbegreiflich und deshalb sehr faszinierend. Als ich dann in Wechselschlag und Tapping reingekommen bin, hat sich die Einfachheit dieser Linien gezeigt und der Zauber ist absolut verflogen. Genauso wie der 3. Satz der Mondscheinsonate: Seit ich mir das System der schnellen Arpeggios rausgehört habe, höre ich 50% Klangeindruck nur das stumpfe mathematische Arpeggiosystem. Bei vielen progressiven Stücken ist der Zauber auch weg, wenn man die Rhythmen sich gemerkt hat/das System durchblickt hat,...
    Es ist fast wie bei einem Computerspiel,wo man ein Level geschafft hat. Aber gottseitdank nur fast, die Musik bleibt ja trotzdem;)
     
  6. -erased-

    -erased- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.08   #6
    Beim Gitarrespielen hatte ich noch nie das Problem, eher wurden die Songs noch magischer, weil sich in diesem Moment durch mich zustande gebracht wurden. Auch kann ich Musik hören, ohne dass ich mir automatisch Gedanken über Spieltechnik o.ä. mache. Allerdings hat mich "Comptine d'un autre été: l'après-midi" immer fasziniert, seit ich es das erste Mal gehört habe, aber wenn ich es selber auf Klavier spiele, ist der Zauber irgendwie weg, während ich ihn beim Anhören immer noch spüre...
     
  7. Samuel_Groth

    Samuel_Groth Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 23.11.08   #7
    Ich möchte noch hinzufügen, dass das eigentlich "tragische" an diesem Phänomen ist, dass man die Songs seiner Gitarren-Heroes lernt, weil man so sein möchte wie sie. Dabei verdrängt man die Helden quasi ein Stück weit von dem Podest auf das man sie gestellt hat ohne allerdings das Gefühl zu haben dass man durch diesen Lernfortschritt auch mehr stolz auf sich selbst sein könnte....eben weil die Songs dann "entzaubert" sind und man deshalb den Eindruck hat nichts überragendes geleistet zu haben.

    Ach, die Psyche ist schon doof.:D
     
  8. Mod-Paul

    Mod-Paul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.08   #8
    Ich möchte diese Frage auch mit Nein beantworten. Hab mich lange mit Zappa, Rush, SRV und was weiß ich beschäftigt. Wenn ich dann mal ein Stück geschafft habe zu "spielen", verschafft das zwar in einer Art Befriedigung etwas "vollbracht" zu haben, aber auf der anderen Seite muss man einfach sehen, dass es halt nur nachgespielt ist. Gerade das hier schon angesprochene Little Wing. Im Original ist es ja von Hendrix. Ich höre beide Versionen heute noch genauso gern wie beim ersten Mal. Das Geheimnis liegt auch darin, erst einmal auf solche Sachen zu kommen und solche Songs oder Soli zu kreieren.
    Natürlich bewerte ich heute Schwierigkeitsgrade anders als früher. Als ich das erste Mal Pinball Wizard hörte, dachte ich, das sei unmöglich auf einer Gitarre zu spielen. Es geht halt auch nur mit einer einzigen bestimmten Technik. Dadurch hat das Stück oder Townshend selbst nichts an Magie verloren.

    Und die vermeintlich einfachen Sachen, sind oft die genialsten. Wunderschön z.B. das Solo von Clapton (den ich sonst nicht mag) von While my guitar gently weeps. Das ist heute noch magisch!

    Gruß,

    Paul
     
  9. Hormic

    Hormic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.08   #9
    spätestens wenn du selber versuchst was zu komponieren, merkst du erst was für einen (musikalischen zauber) manch einfache stücke haben können, auch wenn du sie mühelos nachspielen kannst.

    auch besteht ein unterschied in einfach irgendwie nachspielen oder exakt und gut nachspielen.
    beispiel Little Wing von Hendrix oder SRV.
    Klar ist es einmal ein geiles Gefühl da mitspielen zu können, aber sämtliche Nuancen und Phrasierungen im richtigen Timing mitzuspielen, ist dann oft nochmal ein sehr weiter Weg und dabei trennt sich dann die Spreu vom Weizen. ;-)

    Ist mir auch erst sorichtig bewusst geworden seit ich ihn einer Coverband spiele, mit einem recht umfangreichen Programm.
    Plötzlich ist es ein Riesenunterschied ob du das Gitarrensolo von Symphony of Destruction ja eh schon immer irgendwie mitgenuddelt hast, oder ob du es plötzlich auf der Bühne komplett exakt nachspielen willst - dazwischen können Welten liegen ;-)
     
  10. Mod-Paul

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    Erstellt: 23.11.08   #10
    Deswegen hatte ich "spielen" auch in Anführungszeichen gesetzt. Mein Ziel war es auch nie jemanden exakt zu kopieren, aber durch das Nach- oder Mitspielen lernt man sehr viel. Gerade auch wenn man eigene Sachen macht.
    Aber wie gesagt, dadurch haben die Stücke für mich nichts an Magie verloren. Im Gegenteil es gibt sogar Stücke, die sind noch magischer geworden. The Black Page z.B. Wie kommt man auf so etwas???
     
  11. Ganty

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    Erstellt: 23.11.08   #11
     
  12. BusDeath

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    Erstellt: 24.11.08   #12
    mh, nen kurzen Gedankengang von mir:

    Früher hab ich Musik einfach nur gehört. Da hab ich net unbedingt auf Gitarrenparts geachtet, sondern die Musik lief halt, fertig.
    Seitdem ich mit dem Gitarrenspielen angefangen hatte, achte ich immer auf die Gitarrenparts, wenn ich mir Lieder anhöre. Gerade hier finde ich, nimmt man, weil man selber Musik macht, Lieder ganz anders wahr.
    Nochmal anders nimmt man dann aber Lieder wahr, wenn man die Parts mitspielen kann und _weiß_, was der Gitarrist da so verzapft. Für mich verfliegt da der zauber nicht, ich finde, er wird dadurch verstärkt. Selbst beim hören hab ich immer im Hinterkopf, wie ich das Stück mitspielen würde. Jetzt kommt das Riff, jetzt kommt das ... ich finde, man ist mit dieser Musik dann ganz anders verbunden, statt "nur" als Zuhörer.
     
  13. Arky

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    Erstellt: 24.11.08   #13
    Aber das "Nur-"Zuhören ist die ehrlichste, direkteste und kindlichste Art der Rezeption von Musik. Klar sind viele von uns "geschädigt" durch Wissen und Fertigkeiten in Sachen Musikharmonie, Instrumente und neigen zum permanenten Analysieren oder Parallel-Mitdenken. Manchmal will ich aber Musik (oft meine eigene) möglichst un-analytisch wahrnehmen. Dazu muss ich mich wirklich anstrengen, um eben nicht ständig die Griffbrettdiagramme und Lagen vor meinem geistigen Auge zu sehen. Nur in diesem "kindlichen" Wahrnehmungszustand bin ich aber am besten in der Lage zu beurteilen, was ich "musikalisch" von (m)einer Komposition halte.

    Natürlich ist das Komponieren eines Stücks eine unvergleichlich größere Leistung als das bloße Nachspielen. Das habe ich vor allem bei Metallica-Songs/-Soli gelernt, bei denen ich, sobald ich sie spielen konnte, dachte: OK, ging doch. Ja, das _Nachspielen_. Aber habe ich die Stücke auch _erfunden_? Da liegen Lichtjahre dazwischen und mittlerweile beurteile ich das Ganze auch dementsprechend anders.
     
  14. vanderhank

    vanderhank Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.11.08   #14

    Kenne ich gut. Das wird mit der Zeit noch zunehmen und sich nicht nur auf die Gitarrenparts beschschränken. Bald hört man dann nur noch die einzelnen Spuren heraus: Wie ist der Basslauf, ist der nicht ein bißchen zu dünn abgemischt? Wie spielen die Drums, wäre hier nicht ein anderes Break besser gewesen? Oh - dreistimmiger Background-Chor, sehr schön...
    Was dabei völlig flöten geht, ist die Fähigkeit, einfach nur Musik zu hören und ein Lied in seiner Gesamtheit zu genießen.
    Irgendwann hab ich mir bewußt verboten, alle Stücke zu analysieren, weil ich mich ein bisschen in diese Zeit zurück gesehnt habe, als Musik für mich eine einzige Magie war und ich einfach unbedarft die Lieder genossen habe.
    Andererseits verlieren bestimmte Lieder bei mir nie ihre Magie, ganz egal wie oft ich sie schon gehört habe oder wie gut ich das jeweilige Solo nachspielen kann. Das ist aber auch nur bei bestimmten Liedern so.
    Bei den meisten anderen geht das dann eher nach dem Motto: So, ich kann es nachspielen, sehr schön, nächstes Lied...

    Gruß
    Hank
     
  15. Acubär

    Acubär Guest

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    Erstellt: 25.11.08   #15
    Also wirklich wirklich entzaubert war ich vom Master Of Puppets Riff ...
    Natürlich es ist genial, und das Lied begeistert nach so langer Zeit noch so viele Menschen ... Aber wenn man bedenkt das James und Co in halbton Schritten eine Oktave nach unten gehen verliert das Ganze die Magie ein bisschen ;) ....

    @vanderhank Ich denke das ist ganz natürlich oder? Das merke ich auch oft wenn ich mit Freunden über Musik rede. Viele nicht Musiker hören das Lied nunmal als Lied, als ein Ganzes. Die einzelnen Spuren kommen erst mit der Zeit "zum Vorschein".
     
  16. Mod-Paul

    Mod-Paul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.08   #16
    Ohja! Nagel auf den Kopf getroffen! Aber schwer. Ich versuche es auch, aber es will mir einfach nicht immer auf Knopfdruck gelingen. Ich beneide Leute die sagen, das Stück gefällt mir. Es ist einfach gut. Wir sagen dann: Was, hör dir mal die Produktion an. Drums viel zu weit hinten, Gitarre zu leise (die ist immer zu leise:)) etc...
    Aber wenn dieser Punkt der "Nichtanalyse" erreicht ist, ab dann wird es richtig schön:):):)
     
  17. toby1000

    toby1000 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.12.08   #17
    das stimmt, aber es geht auch andersrum. durchs analysieren können sich auch manche stücke einem erst öffnen. so finde ich jetzt einige lieder von RHCP ganz gut (von stadium arcadium) und mir gefallen mehr lieder von SOAD

    Die magie geht vor allem bei einfach zu spielenden dingen leider verloren :( Rhytmus gitarre, einprägsame fill-ins, kratzige zweiklänge, pentatonik solos


    ein beispiel: ich kriege es nicht fertig akkustische stücke in denen taktweise mal der akkord wechselt, als schön zu empfinden. sowas konnte ich auch meiner freundin nie vorspielen, weil ich es selbst mittlerweise so verachte, obwohl sie es schöner findet "wenn ich so mit der ganzen hand spiele" :-D
     
  18. fruchtquark

    fruchtquark Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.12.08   #18
    Also ich kenne das auch.
    Bei (zum Glück) wenigen Liedern ist es sogar schon soweit, dass ich die Tabs von nem Solo ("14 beeend, 15, 17 18 17, 15, slide") im Kopf mitgehe. :-o
    Ab und zu ärgere ich mich sogar drüber weil ich mich auf meiner imaginären Gitarre verspielt habe :)
    Aber das mit der Entzauberung allgemein kenne ich, ja.

    Gruß
     
  19. Bluesjuice

    Bluesjuice Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.12.08   #19
    Ach nö, entzaubert finde ich Songs dann nicht... das Original ist halt immernoch unerreichbar. Ich bemühe mich auch meist, den Songs eine eigene Note zu geben, und finde es nicht schlimm, wenn sie wie eine Interpretation klingen. Das sind sie ja auch.
    Entzaubert sind Songs machmal bei mir, wenn ich sie einfach zu oft gehört habe, oder mich (weil Jahre vergangen sind) nicht mehr so intensiv da hineinfühlen kann wie ich es mal konnte. Dann wird aus dem wahnsinns-Song ein verdammt guter Song, der mich aber nicht emrh von den Latschen kippt. Naja.