Westerngitarre mit Konzertgitarrenmechanik?

von teh_Q, 20.11.08.

  1. teh_Q

    teh_Q Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.08   #1
    Hallo,

    Beim Antesten im örtlichen Musikladen ist mir eine Marwell mit einem relativ schönen Finish aufgefallen, das Modell ist 'Marwell HGW-32'. Insgesamt auch relativ nett, was mich aber gewundert hat: An der Gitarre sind Mechaniken wie bei einer Konzertgitarre verbaut (Hab das Bild mal gescreent und angehängt). Zwar haben diese nicht die Plastikflügel wie bei Konzertgitarrenmechaniken und auch nicht diese Plastikstifte, auf die man die Saiten aufwickelt, sie sind jedoch eben wie Konzertgitarrenmechaniken so aufgebaut, dass an die Stifte ein Zahnrädchen verschraubt ist. Außerdem sitzen die Mechaniken wie bei einer Konzertgitarre auf so einer "Platte" (bei Kontrabässen nennt man das wohl 'Tiroler Mechaniken'), 3 links, 3 rechts.
    Darüber hab ich mich ziemlich gewundert, hab sowas noch nie bei einer Westerngitarre gesehen. Wirkt sich das auf Stimmstabilität aus? Wie ist die Haltbarkeit solcher Mechaniken im Vergleich zu "richtigen" Westerngitarrenmechaniken?

    Lieber Gruß
     

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  2. rancid

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    Erstellt: 20.11.08   #2
    Das sind sog. offene Mechaniken, auch wenn sie in dieser Form ("3 on a plate") und mit Lyra bei Westerngitarren eher selten anzutreffen sind.
    Normalerweise sind es trotzdem 6 einzelne, die dann z.B: so aussehen:
    [​IMG]

    Einer Konzertgitarre optisch viel ähnlicher sind Steelstrings mit Fensterkopf. Das sieht dann so aus:
    [​IMG]

    Gegenüber einer normalen gekapselten Mechanik haben sie in der praktischen Verwendung hauptsächlich den Vorteil, dass sie leichter sind. Die Gitarre wird damit weniger kopflasitg. Eine geschlossene Mechanik sieht von innen im Prinzip genau so aus und funktioniert auch gleich.
    Natürlich hat es aber auch einen optischen Reiz.

    Nachteile hat man durch die offene Mechanik nicht direkt, man muss sie halt ab und zu schmieren und sollte darauf achten, dass kein Dreck und keine Fremdkörper hineingeraten.

    Gruß,
    Matthias
     
  3. teh_Q

    teh_Q Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.08   #3
    Hm,

    Danke für die schnelle und ausführliche Antwort!
    Dass es offene Mechaniken sind war mir klar - Nur ich dachte eben, weil Konzertgitarren mit ihren Nylonsaiten ja um einiges weniger Saitenzug hat als eine Stahlsaitengitarre, könnte es da konstruktionsmäßig Probleme mit der Stimmstabilität geben... Aber gut, wenn dies nicht der Fall ist.
    Wenn das nur eine Frage der Optik ist und die Mechaniken ähnlich lang halten, wenn man sie schmiert und von Dreck fernhält... dann ist dieser Unterschied für mich zumindest so gut wie nicht existent :) Hält mich also nichts davon ab, diese Gitarre zu kaufen... :rolleyes:
    Edit: Ach, und zum Schmieren: Nimmt man da stinknormales Öl? Ist Nähmaschinenöl oder sowas in der Art geeignet?

    Lieber Gruß
     
  4. rancid

    rancid Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.11.08   #4
    Ja, das geht meiner Erfahrung nach gut mit normalem Öl. Das muss man auch nicht laufend machen. An der Konzertgitarre tu ich vielleicht 1-2 mal im Jahr einen Tropfen auf jedes Zahnrad.

    Gruß,
    Matthias
     
  5. teh_Q

    teh_Q Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.08   #5
    Okay, dann hat sich alles geklärt! Danke!:great:

    Lieber Gruß
     
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