Wie erkennt man defekte/verschlissene Röhren nach einem Gebrauchtkauf??

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Alex_§270
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Hallo!

Wie man alte Röhren erkennt weiß ich bereits. Wenn es einfach anders klingt, als am Anfang... Aber was wenn ich den "Anfang" des Amps nie gehört habe?

Ich habe vor einem Jahr einen Engl Blackmore gekauft und ich bin mit dem Sound eh zufrieden, war ja von einem Randall RH eine ordentliche Steigerung.
Allerdings ist das ein älteres Modell und hat anscheinend noch die originalen Röhren drin. Kann es da sein, dass die Röhren vl gewechselt werden müssten? Wie erkenne ich ob der Amp bereits anders klingt, ich hab ja keine Referenz??
Komplett defekt ist wohl keine der Röhren, weil sie sehen alle klar aus und auch alle Glühfäden leuchten. Aber es gibt ja auch andere Defekte die man nicht einfach so sieht.

Und hat es etwas zu bedeuten wenn die V2 leicht schwächer Glüht als die anderen Vorstufenröhren?

Achja... ich will nicht einfach mal so zum probieren und nachsehen die Röhren wechseln, ich hab keinen Geldscheisser :rolleyes:

Schönen Dank
 
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Um den Zustand (Emission) zu ermitteln, braucht es sowas:
http://www.jogis-roehrenbude.de/Bastelschule/Roehrenpruefer.htm

Und hat es etwas zu bedeuten wenn die V2 leicht schwächer Glüht als die anderen Vorstufenröhren?
Nicht das geringste.


Du kannst ja einfach mal einen Satz Endstufen besorgen (Backup-Kolben braucht man eh immer) und einen A/B Test machen.
Da kann man schon teils recht deutlich hören, wenn den alten Kolben die Puste ausgeht.
 
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Wobei Du, Olli, einen sogenannten Röhrenleistungsprüfer verlinkt hast.

Diese Geräte werden unter uns' Radiofreaks eher als "Schätzeisen" bezeichnet, da man mit ihnen zwar schon Aussagen treffen kann, inweiweit eine Röhre noch tut, aber sie ersetzen ein richtiges und aufwändig gebautes Röhrenprüfgerät, mit dem man an die Röhren ihre individuellen Spannungen legen kann, nicht.

Die Leistungsprüfer arbeiten ja, indem man - je nach Bauart dieser Prüfer - die Röhren schlicht als Diode schaltet und dann einfach einen innerhalb einer Serie ermittelten und mehr oder weniger gleichen Anodenstrom misst, welcher dann anhand Tabellen mit den darin eingetragenen Werten zu vergleichen ist.

Gruß Michael
 
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Hi Micha,


uuiiihhhhh, das muß ich jetzt erstmal ergoogeln.......
So auf den ersten Blick erkenne ich den konkreten Unterschied nicht. Ausschlaggebend ist doch die Emissionsfähigkeit oder welche Parameter spielen da noch eine Rolle?
 
Florian169
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Das verlinkte Prüfgerät sagt fast nur aus, ob die Röhre noch funktiert. Und ob ohre Daten bei diesem einem/2/3 x beliebigen Arbeitspunkt/en stimmen. Das ist nicht wirklich genau. Du hast halt geprüft ob bei x Steuergitter-, y Schrimgitter- und z Anodenspannung der eine Punkt stimmt, und die Röhren sind nie wirklich linear in ihrem Verhalten.
Genau Prüfen hieße, die Kennlinien aus den Datenblättern nachzufahren. Dazu wird die Röhre in die entsprechende Schaltung gesetzt und die Anodenspannung von 0 bis benötigt durchgefahren. Entweder schreibst du dir dann haufenweise Messpunkte auf oder legst auf einen Messschreiber eine Folie und darunter eine Vergrößerung der Kennlinien. Oder nimmst gleich einen Computer.
 
Klartext
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ist doch egal, für den normaluser ist das nicht zu erkennen und man sollte sowieso immer nen Satz Röhren auf Tasche haben...
Das ist nun mal so als Röhrenampbesitzer, ne Reserve sollte man schon haben, sowohl Vorstufenröhren als auch Endstufenröhren (naja und die passenden Sicherungen),
Röhren können von heute auf morgen, letztlich wie eine Glühbirne einfach kaputt gehen ...
 
Florian169
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Da der Threadersteller neue Röhren brauchen wird kann er mal im Engl-Blackmore-Userthread fragen, ob sich bei Unterschiedlichen Herstellern von Röhren überhaupt hörbare Unterschiede ergeben.

Ansonsten mal die üblichen Bezugsquellen für Röhren

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mehr fallen mir gerade nicht ein
 
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So auf den ersten Blick erkenne ich den konkreten Unterschied nicht. Ausschlaggebend ist doch die Emissionsfähigkeit oder welche Parameter spielen da noch eine Rolle?

Du müsstest - wie schon gesagt - die komplette KennlinienSCHAR (Nicht nur eine Kennlinie!) abbilden/messen, um die Röhre als datenblattkonform klassifizieren zu können. In der Realität misst man meist Steilheit und statischen Strom in einigen üblichen Arbeitspunkten und vergleicht diese mit Vergleichswerten.

Ich hab dafür sowas hier http://www.jogis-roehrenbude.de/Roe...Pruefer/Neuberger-RPM375/Neuberger-RPM375.htm aber ich werde mir dazu mal was automatisches bauen, das alle überhaupt möglichen Arbeitspunkte aller möglichen Kombinationen von Ug1/Ug2/Ua und Ig1/Ig2/Ia vermisst.

An den Threadstarter: Eine optische Kontrolle der Röhren ist NICHT möglich (außer wenn gar nichts mehr leuchtet, dann ist die Röhre ziemlich sicher kaputt...). Dazu braucht man ein Messgerät oder eine Austasuchröhre, deren Werte sicher noch im "grünen Bereich" sind.
Bei Endröhren sollte man dabei allerdings beachten, dass der Ruhestrom kontrollert werden sollte. Einfach andere Röhren reinstecken geht da meist nicht bzw man kann sich ohne Messung nicht sicher sein, dass das auf Dauer gut geht ;)

MfG Stephan
 
Alex_§270
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Ich sage mal danke an euch alle ;)
Werde mir wohl einfach mal einen Satz als reserve zulegen und dann kann ich eh nachprüfen ob eine der Röhren hinüber ist. Ich muss mich nur noch etwas einlesen wie man endstufen-röhren jetzt richtig tauscht zwecks bias und so...
Kennt jemand eine gute Anleitung / Seite mit Infos...etc.. ??
 
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An den Threadstarter: Eine optische Kontrolle der Röhren ist NICHT möglich (außer wenn gar nichts mehr leuchtet, dann ist die Röhre ziemlich sicher kaputt...)

Zu 95% stimme ich dem zu, allerdings kann man (mit geschultem Auge) schon ein bisschen erkennen ob die Röhre geschunden ist oder nicht denn bei älteren Röhren die am Limit gelaufen sind lagert sich eine bräunliche Schicht gegenüber den Anodenfenstern am Glaskolben ab. Ausserdem lohnt ein Blick auf den Getter, wird der schon leicht durchsichtig ist das Ding uralt, ist er allerdings grau oder nicht mehr vorhanden und dafür rieselt es weiß in der Röhre ist dat Ding kaputt....
 

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