Wie geht's weiter? Wir wissen es nicht!

von Drummerle, 31.03.17.

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  1. Drummerle

    Drummerle Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 31.03.17   #1
    Hallo!
    Gestern hatten wir in der Probe eine kleine/größere Diskussion darüber, wie es mit uns weiter geht und so wirklich geklärt ist das ganze noch nicht...aber "Banderfahrene" hier können evtl. wertvolle Tipps geben, deshalb versuche ich es mal:

    Uns gibt es erst seit sehr kurzer Zeit - Im August haben wir (Gitarre und Drums) noch Mitstreiter und Proberaum gesucht, im September sind wir dann zu fünft mit der Band gestartet. In der Tasche hatten wir schon sofort ein Gig an meiner Uni - da ich Mitorganisator war. In den ersten 3 Monaten haben wir also 4 Cover eingeübt und bereits einen Song geschrieben. Von Dezember bis Heute haben wir drei weitere Songs geschrieben, den ersten in einer "Demo-Version" aufgenommen (mit kleinem Video dazu). Vom Songwriting-Tempo geht es bestimmt schneller, aber wir sind wirklich bei 0 gestartet und haben auch keinen wirklichen "Songwriter". Die Songs entstehen aus Riffideen und Jams und jeder hat 100% mitspracherecht. Das macht es zwar ab und zu nicht einfach, aber dafür stehen wir alle jetzt zu 100% hinter unseren Songs. In letzter Zeit haben wir gemerkt, dass man gut 1 Monat/pro Song rechnen kann. Durch Connections steht jetzt am Samstag (8.4.) ein weiterer Gig an. Für den haben wir jetzt die Setliste stehen mit den 4 eigenen Songs und drei Covern. Im Sommer ist an meiner Uni ein Sommerfest, dass ich ebenfalls mitorganisieren werde - die Orga ist zwar noch nicht angefangen, trozdem kann ich fast mit Garantie sagen, dass wir dort unseren dritten Gig spielen können. Unser Demo Material ist aber bisher sehr bescheiden, sodass wir bei vielen Bewerbungen für Gigs im Sommer eine Absage erhielten.

    Jetzt aber zu unserer Diskussion gestern:
    Wir haben das Problem, dass wir uns Jetzt für kleinere Gigs/Feste/Festivals bewerben müssten. Haben aber erst einen homerecordeten Song (mit eher mäßiger Qualität) und wollen bei dem Gig nächste Woche auch ein paar Live-Mitschnitte drehen. Was daraus wird und was wir daraus machen können ist nun die nächste Frage.
    Momentan wissen wir also nicht genau, wie es weiter gehen soll - ich bin der Meinung, bis August/September erstmal noch Songwriting zu betreiben um dann richtig ins Studio zu gehen und die erste EP mit den besten und zueinander passenden Songs zu recorden. Dann haben wir ein Setup, um ca 1h zu füllen, und eine gute EP, mit der wir uns Bewerben können. Bewerbungen für Gigs jetzt im Sommer müssten wir dann aber nur mit dem Material machen, was der Gig nächste Woche bringt und dem einem Song, den wir bereits im amateurhaft im Kasten haben.
    Die andere Idee ist es, möglichst schnell die 4 Songs die wir haben aufzunehmen (Mai wäre denkbar, mit Vorbereituns- und Übungszeit) um dann sich möglichst schnell noch für Spätsommer-/Herbstfeste zu bewerben und um möglichst schnell und viel auf die Bühne zu kommen.

    Wir haben zwar alle schon Erfahrungen in Bands gesammelt, aber entweder war es einfacher an Gigs zu kommen (wie bei mir, ich komme eigentlich vom Dorf und da kennt man sich), oder man ist in eine Band gekommen, die die Anfangsphase schon überbrückt hat. Mich würde es einfach mal interessieren, wie ihr mit eurer Band gestartet seid und ob ihr evtl. Tipps an uns in dieser Phase habt!

    Danke schoneinmal

    Drummerle
     
  2. mix4munich

    mix4munich Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 31.03.17   #2
    Wo liegt denn Euer Problem? Noch kein komplettes Programm, aber drei Gigs klargemacht. Respekt! Normalerweise ergeben sich bei (oder aus) einem Gig weitere Gigs. Meine eigene Band macht bei den meisten Gigs gleich den nächsten klar. Ich würde mir also einerseits keine Sorgen machen und jetzt einfach mal diese Gigs spielen.

    Im übrigen bin ich bei Dir - nehmt eine EP auf, sorgt aber zusätzlich bei Gigs dafür, dass qualitativ einigermassen gut mitgeschnitten wird - eine festmontierte Kamera plus die eine oder andere mobile Cam. Das schneidet dann zu kurzen Videos zusammen. Und merke: Der typische Veranstalter will normalerweise KEINE studiomässig produzierte CD (das ist eher was für die Fans), sondern eher vier Live-Videos, die ZUSAMMENGENOMMEN ca. fünf Minuten lang sind. Die Veranstalter wollen hauptsächlich sahen, dass Ihr (a) Publikum bringt und (b) das Publikum auch animieren könnt und (c) vielleicht noch, dass Ihr auf der Bühne gut zusammenspielt, was Show und Performance angeht.

    Gruß
    Jo
     
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  3. stoffl.s

    stoffl.s Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 31.03.17   #3
    Ich sag auch: Hut ab, ihr habt 7 Songs bis jetzt und drei Gigs. Das ist doch für das erste dreiviertel Jahr einer Band keine schlechte Ausbeute. Schaut, dass ihr nächste Woche gute Aufnahmen bekommt, mit denen ihr euch bewerben könnt. Aber macht euch nicht wahnsinnig wegen diesem Sommer. Wenn es nicht dieses Jahr ist, dann eben nächstes.
    Und da du ja offenbar an der Uni bei Veranstaltungen mitorganisierst: das ist schon ein guter Punkt um auch weitere Kontakte zu knüpfen. Ich erinner mich, dass ich damit Anfang der 90er Jahre meine damalige Band auch zu einigen Auftritten gebracht hab. Und wie @mix4munich richtig schreibt: bei einem Gig ergibt sich oft der Kontakt zum nächsten. So haben wir das damals gemacht und es hat hervorragend funktioniert.
     
  4. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 31.03.17   #4
    Auch von meiner Seite: Macht Euch nicht kirre - Ihr seid gut im Rennen!

    Finde auch gut, dass Ihr eher dran interessiert seid, eigene songs zu machen. Cover gehen schneller, eigenes befriedigt mehr (finde ich).

    Pflichte meinen beiden Vorpostern bei und hätte noch eine Idee/Erfahrung beizutragen: Wir haben uns mit Bands zusammen getan, die auch noch nicht eigenständig einen Abend bestreiten konnten, aber ein ähnliches Publikum zogen. Und sind dann quasi im Huckepack zu zweit oder zu dritt auf Gigsuche gegangen - also eher bei den Veranstaltungsorten selbst angefragt.
    Das hat super funktioniert, denn: gemischtes, interessantes Programm; jede Band hat eigenes Publikum mitgebracht, wodurch dann auch der Veranstalter zufrieden war. Außerdem haben wir uns bei Transport, Aufbau, Mischen, PA, Equipment etc. unterstützt.

    Kann ich nur empfehlen - also haltet die Augen offen bei Festivals und sonst auch und sprecht mit Bands, die Euch gefallen und wo sowas funktionieren könnte.

    Viel Erfolg!

    x-Riff
     
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  5. stoffl.s

    stoffl.s Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 01.04.17   #5
    Ja, solche "Double Features" haben wir damals auch manchmal gemacht. :great:
     
  6. noslash

    noslash Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.17   #6
    ich sag auch "Respekt"... meiner Meinung nach (leider ist das nur meine eigene ;-) ) sollte man bei Bands* bei der Planung in größeren Zeiträumen denken, also Halbjahresscheiben und Jahre, und nicht in Monaten oder gar Wochen...

    *Ausnahme: Man macht es beruflich, aber das ist dann was anderes...
     
  7. stoffl.s

    stoffl.s Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 09.04.17   #7
    Sehr richtig, die Monate und Wochen zählt man bis zum nächsten Gig. Die Entwicklung der Band sollte man in grösseren Schritten denken. Was nicht bedeutet, dass es auf den St. Nimmerleinstag verschoben werden soll. Aber eben ein Schritt nach dem anderen. Und als relativ neue Band habt ihr noch Zeit für Grosses - das würde ich vorerst mal für 2018 planen.
     
  8. DerZauberer

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    Erstellt: 18.04.17   #8
    Ohne jetzt den Bremser spielen zu wollen: Passt auf, dass Ihr Euch nicht selbst überholt - und achtet drauf, dass alle voll dabei sind und mitziehen.

    Es gibt nämlich unterschiedliche Herangehensweisen und Komfortzonen...
    Beispiel 1: Man probt das Set zu 110% im Proberaum ein, mit allen Details usw., und liefert dann auf der Bühne die perfekte Show und ist durch nix rauszubringen
    Beispiel 2: Man hat sein Programm zu 80% im Griff, der Rest wird dann unter Live-Bedingungen auf der Bühne optimiert, wenn einer mal rausfliegt kommt er ja auch wieder rein
    Es gibt Menschen, für die ist (2) die Hölle - andere kriegen bei (1) nach der 3. Wiederholung zu viel. Muss man sich einigen in der Band...!

    Ebenso Gigs vs. Aufnahmen - Ersteres bedeutet Setlisten erstellen, durchspielen, Performance ueberlegen, organisieren, sortieren, etc. ... und Zweiteres bedeutet eher Songs und Arragement optimieren, tighter werden, wiederholen, üben, proben, usw.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Ich bin sehr happy, dass wir uns mit meiner Letzen Band zu Aufnahme-Sessions durchgerungen haben. Die fanden kostenoptimiert bei uns im Proberaum statt und nicht im Studio, aber mit einem "echten" Toningenieur der sich um Aufnahme, Mixing und später Mastering gekümmert hat. Das Ergebnis war - gerade auch gemessen am finanziellen Einsatz - phantastisch, und es ist schon toll, dass auch lange nach Band-Ende die Songs nach wie vor auf Spotify & Co sind und sogar ab und an eine unser damals produzierten Vinyl Singles auf den Markt kommt. Ist ein cooles Gefuehl, "was bleibendes" geschaffen zu haben. War aber auch damals weniger als "Demo" gedacht, eher als "günstig produzierte EP". Und es war ein Heidenaufwand.

    Vielleicht also so: Konzentriert euch im ersten Jahr auf den Aufbau einer soliden Setlist mit eigenen Songs und Covers (kriegt also 60-90 Minuten Show "voll") und bleibt dran, diese Stuecke Euch wirklich gut draufzuschaffen und ab und an mal zu reflektieren, was noch besser geht (und auch selbstkritisch - was fliegt wieder runter, weil nicht gut genug). Bevor Euch die immer selben Songs zum Hals raushängen, macht ihr dann eine Recording-Session (Ziel: 3-5 eurer besten Songs in guter Qualität) - vielleicht Anfang kommenden Jahres?

    Aber nochmal: Pass auf, dass das mit allen Mitgliedern passt. Nicht jeder will ständig auf der Bühne stehen, manch einer will so Dinge wie "Wochenende mit dem Partner" oder "90. Gebutstag der Oma". Seltsam, aber wahr ;)

    Sind alles nur so Gedankenanregungen. Good luck!
     
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