Wie gut muss ich Klavier spielen können?

von kleinershredder, 28.02.05.

  1. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.05   #1
    Also ich ich habe schon seit geraumer Zeit beschlossen Musik zu studieren.
    Ich habe auch angefangen Klavier und klassische Gitarre zu lernen um studieren zu können. Mein Hauptinstrument ist allerdings E-Gitarre.
    So jetzt hatte ich irgendwie wenn ich Klavier und A-Git. geübt habe ganz schnell keine Lust mehr. So dachte ich mir das kann es nicht sein.
    Also habe ich nach alternativen gesucht wo ich auch nur mit E-Gitarre studieren kann. In Holland und auch in Deutschland.
    So also wollte ich mein E-Piano verkaufen, doch dann haben 2 meiner Musiklehrer gesagt das ich das Klavier, oder ein Tasten instrument auch brauche, auch wenn die Uni es nicht verlangt. Sie sagten mir das man die theoretischen zusammenhänge nicht an anderen Instrumenten verstehen kann.
    Jetzt meine erste Frage. Was gibt es für sachen die man nicht versteht wenn man die Noten sieht oder auf der Gitarre spielt?

    Weiter sagten die beiden mir das ich Klavier gar nicht gut können muss, sondern nur nen paar leichte Sachen spielen können muss, damit ich mal was spielen kann um es theoretisch zu verstehen.
    Meine Frage dazu ist bis zu welchem Schwierigkeitsgrad man denn jetzt nun Klavier spielen können muss? Am besten nennt mir mal ein tonbeispiel in dem Schwierigkeitsgrad.

    So aber wenn ich theoretische sachen verstehen soll auf dem Klavier, dann denke ich das man da doch nicht so schlecht spielen muss, weil die Musik die man leicht spielen kann ja nun auch nicht so schwer zu verstehen sein kann. Aber ich denke das man wenn man Chopin spielt um ihn zu verstehn schon gut Klavier spielen muss.
    Dazu ist meine frage wie denkt ihr darüber? Kann man es dann mit dem Klavier als "theoriehelfer" nicht gleich ganz lassen?

    Mein Berufliches ziel ist es Musiker zu werden.
    Damit ich nicht verhungere möchte ich Gitarrenunterricht geben, Sessionmusiker machen und was man sonst noch alles machen kann.
    Frage: Was kann man sonst noch machen?

    Die beiden haben mir auch gesagt das es am besten ist an einer Staatlichen Schule als Lehrer zu arbeiten. Und man da auch ein Klavier braucht.
    Eigentlich habe ich aber ga keinen Bock So ein paar Pappnasen zu unterrichten die auch keinen Bock darauf haben. Aber ich würde es halt ne Zeit lang machen wenn ich sonst verhungere.
    Meine Fragen dazu: Wie fest ist man an ein Lehramt gebunden? Und braucht man dann wirklich Klavierkenntnisse? Und wie gut müssen die sein.

    Falls ich jetzt aufgrund eurer antworten befinde das ich doch ein tasteninstrument brauche, dachte ich vielleicht auch an Orgel. Jetzt so eine Richtige Kirchenorgel keine E-Orgel oder so.
    Weil mir Orgelmusik an sich besser gefällt als Klaviermusik.
    Meine fagen: Wie sieht es mit unterrichtsmöglichkeiten aus?
    Und wie gestaltet sich das Orgelspielen im allgemeinen?
    Ich meine ich habe noch nie eine Orgel gesehen. Also da wo der Organist sitzt. Was muss man machen außer an den Tasten zu spielen und wie viele Klaviaturen gibt es da eigentlich? Und wie schwer würdet ihr das Orgelspiel einschätzen?

    Studieren möchte ich um Die Musiktheorie für meine eigene Musik zu beherrschen und nicht um jetzt jede mögliche Lehrstelle zu bekommen.
    Ich hätte zwar nichts gegen ein Diplom aber mein Primärziel ist meine eigene Musik.

    ICh danke euch jetzt schon mal für die antworten. ;)
     
  2. samx

    samx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.05   #2
    Ich würde sagen: Ja. Auch wenn du sehr gut Noten lesen kannst, muss man es trotzdem auch mal hören, um die Klangwirkung einzuschätzen. Gerade bei komplexeren Sachen kann man vom bloßen Notenlesen das nicht verstehen (es sei denn man ist ein richtiges Genie)
    Und ich denke, dass man das auch nicht an einer Gitarre machen kann, weil eine Gitarre eben nur sechs Saiten hat und bei Jazz-Akkordfolgen dann irgendetwas weggelassen werden muss. Noch dazu müsstest du dir ja alle Übungen erst sehr mühsam für die Gitarre umschreiben, was oftmals ja gar nicht 1:1 geht.

    Diese Frage kann dir wohl einzig und allein die Musikhochschule deiner Wahl beantworten, wenn man überhaupt eine pauschale Antwort auf so eine Frage geben kann.
    Aber ich denke dass man schon bisschen mehr als "I like Chopin" können sollte, um vielleicht auch mal einen Groove am Klavier zu üben. Es ist ja auch nicht Sinn der Sache, dass du für Harmoniebeispiele immer erst ne halbe Stunde üben musst, um sie fehlerfrei im Rhythmus spielen zu können. Das ist auf die Dauer sicher auch belastend.

    Ich weiß ja nicht wie weit klassische Musik Inhalt der Ausbildung ist, aber wenn du nicht an eine sehr spezielle Schule gehst dann wird es sicherlich ein sehr wichtiger Teil sein.
    Und wenn man dann paar charakteristische Stücke von dem Komponisten selber spielen kann ist es auf jeden Fall einfacher, das Ganze zu verstehen.

    Tu's nicht! Lehrer nur so als Notlösung zu werden ist die schlechteste Idee. Wenn du nicht gerne mit Kindern arbeiten willst dann wird es für dich und die Schüler nur in riesigem Frust enden.

    Probier's aus ;)
    Also Orgel kann man sicherlich am einfachsten und billigsten bei dem lokalen Kantor der Kirche lernen. Die meisten sind fähige Leute und geben nebenbei Unterricht.
    Du solltest dir im klaren sein, dass du dann aber natürlich hauptsächlich kirchliche Stücke spielst und dann als erstes mal einen Gottesdienst begleiten wirst.
    Die "Klaviaturen" heißen Manuale und eine Kirchenorgel hat mindestens zwei (so bis vier oder fünf maximal)
    Orgelspielen würde ich jetzt auch nicht unbedingt einfacher einschätzen - es ist halt etwas anders als Klavierspielen, weil jeder Ton gleich laut ist (keine Anschlagsdynamik).
    Dafür brauchst du noch deine Füße.

    Ich persönlich denke, dass es kein Problem ist, mehrere Instrumente gleichzeitig zu lernen. Such als am besten noch einmal bisschen Motivation und paar schöne Stücken und mach noch was anderes außer E-Gitarre.
     
  3. Perfect Drug

    Perfect Drug Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.05   #3
    @ samx :
    Das ist glaube ich nicht der Grund.
    Man versteht Theorie am Klavier einfach leichter:
    Z.B. der C-Dur Dreiklang ist am Klavier sehr einfach zu erkennen und zu spielen. An der Gitarre hingegen sind zB Notenabstände wie Qinten etc. und auch Halbtöne nur schwer zu sehen. Ich weiß nicht genau wie ich es beschreiben soll, ich hoffe du weißt was ich meine.
     
  4. kleinershredder

    kleinershredder Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.05   #4
    Kann ich es mir dann icht im ernst einfach auf CD anhören?

    Also ich möchte eigentlich ein haupsächlich klassisches Studium machen, da Jazz mich irgendwie nicht so berührt. Die Spätromantsche Musik und die Moderen finde ich jetzt auch nicht so ergreifend. (das was ich jetzt pauschal halt darunter verstehe).
    Mir würd schon die Theoie von Der Gregorianik bis zur frühromantik reichen.
    Ich weiß so ein Studium gibt es nicht. Ich habe auch nichts gegen Modere Klassik und Jazz ich will es nur nicht als mein Hauptziel setzen.

    Na ja ich denke es gibt Komponisten bei denen man schon Vollprofie sein muss um auch nur ein Paar stücke von denen spielen zu können

    Na ja es klang vielleicht etwas übertrieben was ich geschrieben habe. Im großen und ganzen unterricht ich eigentlich gerne. Wenn ich Lehrer wäre würde ich sowieso hauptsächlich in der Oberstufe unterrichten wollen.
    Ich wollte eigentlich nur sagen, dass ich nicht auf ewig ein vollzeit lehrer sein will.

    Dazu habe ich jetzt einige Fragen. Muss man sonst noch was mit der Kirche zu tun haben? Und muss man getauft oder Mitglied sein in der kirche? Und jetzt die dümmste. Was ist ein Kantor?
    Ich frage das weil es eigentlich das letzte wäre, irgendwas mit Religion zu tun zu haben, was ich tun würde.
    Gegen die Kirchenliede an sich habe ich eigentlich nichts. Ich kann eh in meinen Ohren die Texte rausfiltern und mich auf das Instumentale konzentrieren. Oder singt eigentlich keiner zu den Kirchenliedern?
    (Ich war noch nie in der Kirche)
    Und wie siehts aus mit dem üben? muss ich mir eine Orgel kaufen oder kann man dann auch in der Kirche üben?
     
  5. thomas.h

    thomas.h Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.05   #5
    Kauf dir eine und stell sie ins Zimmer, zwischen Kasten und Schreibtisch:D (Weißt du, wie groß eine Orgel ist und was so ein Teil kostet? Hast du schonmal so ein Ding gesehen?;) )

    EDIT:
    Die allerkleinste, die ich gefunden hab, ist die: http://magnar.aspaker.no/orgel.JPG
    eine normale Größe wäre so cirka die: http://www.omm.de/TAM-Herne/2000/bilder/Cappenberg-orgel.jpg oder die http://www.alte-schmiede.at/orgpics/PR_Schubert-Orgel.jpg
     
  6. kleinershredder

    kleinershredder Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.05   #6
    Ich meinte zum üben eine E-Orgel.
     
  7. samx

    samx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.05   #7
    Das heißt nicht umsonst Kirchenmusik. Das Ziel ist es, in der Kirche Musik zu machen. Und das heißt, für Gott Musik zu machen. Soll heißen, wenn man nicht dahinter steht und an Gott glaubt, dann wird das auf Garantie schief gehen bzw. das ist absolut nicht der Sinn der Sache.
    Ich glaube du solltest dringend mal einfach in einen Gottesdienst gehen (die sind übrigens Sonntag morgens ;)) und mal schauen, ob das wirklich was für dich wäre.
    Ein Kantor ist übrigens die Person in einer Gemeinde, die für alles Musikalische zuständig ist und meistens auch sonntags an der Orgel sitzt und den Gesang begleitet (ja, die Leute singen auch dazu, mehr oder weniger laut natürlich ;) )
    Du kannst dir gerne ne Orgel in deine Privatvilla installieren lassen :D
    Ne, man kann meistens in der Kirche üben (wenn du richtig nett bist, dann kriegst du sogar den Schlüssel und kannst ran wann du willst)
    Eine E-Orgel ist kein wirklicher Ersatz, erst recht nicht vom Klang. Wenn die E-Orgel überhaupt Pedale hat, dann meistens nur eine Oktave und nicht zwei wie eine richtige Orgel, was natürlich schlecht fürs Üben ist. Ohne Üben in der Kirche gehts definitiv nicht.
    Das war für mich auch der Grund warum ich nach einem Jahr dann wieder aufgehört hatte, ich hatte dann einfach keine Lust mehr immer erst so weit zu gehen um zu üben. (Da war ich so in deinem Alter :D) Inzwischen finde ich es sehr schade, dass ich aufgehört habe - die Orgel ist wirklich das gewaltigste Instrument, aber dafür spiele ich jetzt viel Klavier und (A/E)-Gitarre...
    Vielleicht versuch ich mich irgendwann mal wieder dran.
    Kannst du. Aber Musik lernt man nicht vom anhören, sondern vom selber spielen.
    @Perfect Drug:
    Schon dumm wenn man auf eine Was gibt es...-Frage mit "Ja" antwortet :screwy:
    Ist schon klar wie du das meinst. Auf dem Griffbrett der Gitarre ist das nicht zu erkennen. Vieles kann man sicherlich auch an der Gitarre nachvollziehen, aber dann muss man auf alle Fälle sehr gut nach (klassischen) Noten spielen können.
     
  8. Rebellin

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    Erstellt: 01.03.05   #8
    Hallo kleinerpunkrocker !

    also um an einer staatlichen schule zu unterrichten musst du super gut klavier spielen können , das variiert dann natürlich auch ob du z.B. sek1 unterrichten willst oder sek2 .

    Um einfach Gitarre zu studieren muss du klavier als nebenfach studieren , weil man da angeblich die musiktheorie am besten erkennen kann ...tja .... ....
    jedenfalls kenne ich viele die ein jahr vor der aufnahmeprüfung angefangen haben klavierunterricht zu nehmen und in der regel reicht das auch aus .

    Spontan fällt mir z.B. Mikrokosmos von Bartok ein , das reicht für eine AP auf alle Fälle ....

    Gruss REbellin
     
  9. kleinershredder

    kleinershredder Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.05   #9
    nA ja ich denke das ginge für mich auch so. Ich steh ja hinter der instrumentalen Musik.
    Dann erst mal danke für eure Antworten ich werd mich mal schlau mache4n wer hier der Kantor ist. Und dann mal weiterschauen.
     
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